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Es ist wieder soweit: Die graue Zeit, in der das Radfahren auf der Straße hierzulande kaum noch Spaß macht. Die Auswahl und das Anziehen der wetterfesten Kleidung, das Putzen des Rades und die Reinigung der Bekleidung hinterher, kosten meistens mehr Zeit und Nerven als das absolvierte Training. Ganz davon abgesehen, dass die Gefahr zu stürzen oder sich zu erkälten wesentlich höher ist als im Sommer. Eine äußerst effiziente Alternativlösung ist das Training auf der Rolle. Dadurch, dass der klassische Rollentrainer mit Bremse keinen Freilauf besitzt, zählt jeder Pedaltritt und so auch jede Sekunde beim Rollentraining. Zudem wird man nicht durch Kreuzungen, Ampeln oder Kreisverkehre gebremst und die Trainingsbereiche lassen sich viel leichter einhalten, da es weder wechselnde Winde noch wechselndes Gefälle gibt. Insgesamt ist es kaum möglich sogenannte Junkmiles auf der Rolle zu sammeln, sofern sich der Athlet an ein sinnvolles Trainingsprogramm hält.

Passend zum Wintertraining auf der Rolle haben wir für dich vier kurzweilige und leistungssteigernde Workouts zusammengestellt. Wichtig ist bei den Einheiten, dass man seine anaerobe Schwelle kennt, damit die Trainingsbereiche richtig gewählt werden und dadurch eine Leistungsentwicklung erzielt werden kann. Bitte achte darauf, dass du dich vor und nach den Einheiten gut ein und aus fährst. Wir empfehlen dir jeweils 10 Minuten im GA1-Bereich mit einer Trittfrequenz zwischen 80 und 105 Umdrehungen pro Minute.

Um deine individuelle anaerobe Schwelle ermitteln zu lassen, bieten wir verschiedene Leistungsdiagnostiken an. Mit den Performance Days touren unsere Trainer noch bis Mitte Dezember quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und machen auch in deiner Nähe Halt. An den Standorten hast du die Möglichkeit die Diagnostik Grandfondo Red durchzuführen und zusätzlich einen individuellen 4-wöchigen Trainingsplan zu buchen. Mithilfe der Testergebnisse kannst du dann an deinen persönlichen physiologischen Baustellen arbeiten und zudem die richtigen Trainingsbereiche wählen. Solltest du darüber hinaus die 4-wöchige Trainingsbetreuung gebucht haben, so erstellt dir dein Coach mithilfe von unserer Trainingsplattform today’s plan individuelle Rolleneinheiten planen, die du sogar auf deine Rolle oder zu Zwift exportieren kannst, um sie abzufahren.

Schwellen-Intervalle

Primäres Ziel der sogenannten Schwellen-Intervalle ist die Verbesserung der aeroben Ausdauer beziehungsweise der maximalen Sauerstoffaufnahme. Erreicht wird dies durch den erhöhten Sauerstoffumsatz während des Intervalls, dass zwischen vier und acht Minuten dauern kann. Wie der Name schon sagt, liegt die Intensität während des Intervalls an der individuellen anaeroben Schwelle (ANS). Das bietet den Vorteil, dass die Leistung an der ANS die höchstmögliche Leistung ist, bei der der Laktatabbau noch die Laktatproduktion deckt und es so zu keiner signifikanten Akkumulation des Laktats im Blut kommt. Dadurch lassen sich relativ lange intensive Intervalle mit einer höheren Wiederholungszahl fahren. Der positive Effekt entsteht durch den Mehr-Umsatz an Sauerstoff: Die Aufnahme des Sauerstoffs steigt im submaximalen Bereich linear zur getretenen Leistung. Gehen wir also zum Beispiel von einem Sportler mit einer Schwellenleistung von 250 Watt (GA1-Bereich entsprechend bei 150 Watt) aus, so würde dieser bei einer einstündigen Einheit mit 4×6 Minuten im Schwellenbereich in diesen akkumulierten 24 Minuten etwa 40 Prozent mehr Sauerstoffumsatz haben, als im GA1-Bereich – und das, ohne dass die Laktatproduktion (anaerober Stoffwechsel) zu sehr angeregt wird.

Intermitted Exercise Training

Dieses hochintensive Training zielt ausschließlich auf die Erhöhung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) ab und führt somit zu einer Verbesserung der aeroben Ausdauer – trotz der relativ kurzen, aber eben hochintensiven Belastungen. Die aktive Pause mit 20 oder 30 Sekunden ist so gewählt, dass der Sportler ein wenig regenerieren und etwas Laktat verstoffwechseln kann. Zu Nutze macht man sich durch die kurze Abfolge von Be-und Entlastung die „Trägheit“ der Sauerstoffaufnahme, die während der aktiven Erholung kaum absinkt. Dies ist vergleichbar mit der Herzfrequenz, die nach hochintensiven Belastungen in kurzen Pausen auch kaum absinkt. Durch dieses physiologische Phänomen fährt der Sportler zwar „nur“ zum Beispiel 10×40 Sekunden im hochintensiven Bereich, das aerobe System arbeitet aber quasi kontinuierlich über 10 Minuten auf hohem Niveau.

Mehr im Detail zu Intermitted Exercise im Vergleich zum klassischen Grundlagenausdauertraining findest du in einer der vorangegangen Ausgaben von STAPS Performance (Mon)Day: effizientes Wintertraining mit today’s plan.

VLamax-Training mit vorentleerten Kohlenhydratspeichern

Das Fahren von kraftbetonten Einheiten im submaximalen Bereich leicht unterhalb der anaeroben Schwelle ähnelt dem Fahren am Berg, da durch eine geringere Trittfrequenz mit einem erhöhten Kraftanteil gefahren wird. Durch diese Trainingsform werden bewusst die „langsam-zuckenden“ Muskelfasern angesteuert, die im Vergleich zu ihren schnell-zuckenden „Verwandten“ kein Laktat produzieren. Der Gegenspieler der aeroben Ausdauer – die maximale Laktatbildungsrate – wird dadurch minimiert. Angenehme Nebeneffekte dieser Tretmühle: Das Fahren mit dickem Gang stärkt Bänder, Sehnen sowie Gelenke und der Athlet kann sich bei der Leistungsentfaltung auf den Tritt konzentrieren und bewusst die am Bewegungsablauf beteiligten Muskeln ansteuern.

Trittfrequenztraining

Wer seine Motorik effizient optimieren will, sollte spezielle Technikeinheiten wie das Fahren mit hohen Frequenzen, das einbeinige Pedalieren oder Trittfrequenzpyramiden ins Training einbauen. Durch diese Abwechslungen im Tretryhtmus wird die Motorik der Beine geschult und die neuronale Ansteuerung der Muskulatur verbessert.

Rollentraining auf dem Rad im Winter

Da ist sie wieder: Die triste Zeit, in der das Rennradfahren beziehungsweise das Training auf der Straße hierzulande kaum noch Spaß macht. Allein die Auswahl und das Anziehen der wetterfesten Kleidung, die Entscheidung über die Route sowie das Putzen des Rades und die Reinigung der Bekleidung hinterher, die beinah mehr Zeit einnimmt als das eigentliche Training, kosten Zeit und Nerven. Ganz abgesehen, von der Gefahr zu stürzen und sich zu erkälten. Daher raten wir nicht nur unseren, sondern allen Sportlern, das Training phasenweise auf die Rolle zu verlagern. Denn das ist äußerst effizient. Dadurch, dass der klassische Rollentrainer mitTrainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle Bremse keinen Freilauf besitzt, zählt jeder Pedaltritt und so auch jede Sekunde beim Rollentraining. Auch bremsen keine Kreuzungen, Ampeln, Kreisverkehre das „Fahren“; und die Trainingsbereiche lassen sich viel leichter einhalten, da es weder wechselnde Winde noch wechselndes Gefälle gibt. Insgesamt haben die Junkmiles auf der Rolle keine Chance gesammelt zu werden, sofern der Athlet sich an ein sinnvolles Trainingsprogramm hält und nicht nur einfach herumrollert.

Passend zum Wintertraining auf der Rolle haben wir für euch vier kurzweilige und leistungssteigernde Workouts zusammengestellt, die jeder absolvieren kann, sofern er gesund ist und seine individuelle anaerobe Schwelle kennt. Denn auch Indoor ist es entscheidend, sich in den „richtigen“ Trainingsbereichen zu belasten, da bei der Leistungsentwicklung sonst einiges „falsch“ laufen kann.

Vor und nach allen aufgeführten Workouts sollten jeweils zehn Minuten im GA1-Bereich locker pedaliert werden – mit einer Trittfrequenz zwischen 80 und 105 Umdrehungen pro Minute.Rollentraining für den Winter - vier Einheiten die schneller machen

Schwellen-Intervalle

Primäres Ziel der sogenannten Schwellen-Intervalle ist die Verbesserung der aeroben Ausdauer beziehungsweise der maximalen Sauerstoffaufnahme. Erreicht wird dies durch den erhöhten Sauerstoffumsatz während des Intervalls, dass zwischen vier und acht Minuten dauern kann. Wie der Name schon sagt, liegt die Intensität während des Intervalls an der individuellen anaeroben Schwelle (ANS). Das bietet den Vorteil, dass die Leistung an der ANS die höchstmögliche Leistung ist, bei der der Laktatabbau noch die Laktatproduktion deckt und es so zu keiner signifikanten Akkumulation des Laktats im Blut kommt. Dadurch lassen sich relativ lange intensive Intervalle mit einer höheren Wiederholungszahl fahren. Der positive Effekt entsteht durch den Mehr-Umsatz an Sauerstoff: Die Aufnahme des Sauerstoffs steigt im submaximalen Bereich linear zur getretenen Leistung. Gehen wir also zum Beispiel von einem Sportler mit einer Schwellenleistung von 250 Watt (GA1-Bereich entsprechend bei 150 Watt) aus, so würde dieser bei einer einstündigen Einheit mit 4×6 Minuten im Schwellenbereich in diesen akkumulierten 24 Minuten etwa 40 Prozent mehr Sauerstoffumsatz haben, als im GA1-Bereich – und das, ohne dass die Laktatproduktion (anaerober Stoffwechsel) zu sehr angeregt wird.

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

Intermitted Exercise Training

Dieses hochintensive Training zielt ausschließlich auf die Erhöhung der Sauerstoffaufnahme (VO2max) ab und führt somit zu einer Verbesserung der aeroben Ausdauer – trotz der relativ kurzen, aber eben hochintensiven Belastungen. Die aktive Pause mit 20 oder 30 Sekunden ist so gewählt, dass der Sportler ein wenig regenerieren und etwas Laktat verstoffwechseln kann. Zu Nutze macht man sich durch die kurze Abfolge von Be-und Entlastung die „Trägheit“ der Sauerstoffaufnahme, die während der aktiven Erholung kaum absinkt. Dies ist vergleichbar mit der Herzfrequenz, die nach hochintensiven Belastungen in kurzen Pausen auch kaum absinkt. Durch dieses physiologische Phänomen fährt der Sportler zwar „nur“ zum Beispiel 10×40 Sekunden im hochintensiven Bereich, das aerobe System arbeitet aber quasi kontinuierlich über 10 Minuten auf hohem Niveau.

Mehr im Detail zu Intermitted Exercise im Vergleich zum klassischen Grundlagenausdauertraining in unserer Kategorie Science with STAPS – Wintertraining einmal effizient, bitte!

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

Kraftausdauer (K3) – Programm

Die kraftbetonten Einheiten ähneln dem Fahren am Berg, da durch eine geringere Trittfrequenz mit einem erhöhten Kraftanteil gefahren wird. Dadurch werden bewusst die „langsam-zuckenden“ Muskelfasern angesteuert, die im Vergleich zu ihren schnell-zuckenden „Verwandten“ kein Laktat produzieren. Der Gegenspieler der aeroben Ausdauer – die maximale Laktatbildungsrate – wird dadurch minimiert. Angenehme Nebeneffekte dieser Tretmühle: Das Fahren mit dickem Gang stärkt Bänder, Sehnen sowie Gelenke und der Athlet kann sich bei der Leistungsentfaltung auf den Tritt konzentrieren und bewusst die am Bewegungsablauf beteiligten Muskeln ansteuern.

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

Trittfrequenztraining

Wer seine Motorik effizient schulen will, sollte spezielle Technikeinheiten wie das Fahren mit hohen Frequenzen, kurze Antritte über 6 Sekunden oder das einbeinige Pedalieren ins Training einbauen. So verlangt das einbeinige Pedalieren vom Sportler einen sauberen Bewegungsablauf, da die ansonsten hilfreiche Unterstützung durch das andere Bein entfällt. Ziel der Einheit: Bei jeder Pedalumdrehung die aufgebrachte Leistung relativ verlustfrei und „flüssig“ in Vortrieb zu generieren. Gerade das Hochziehen des Pedals – im letzten Viertel der Kurbelumdrehung zwischen 270 und 360 Grad – sowie die Übergänge bei den Totpunkten oben und unten werden so geschult. Durch dieses spezielle Techniktraining übt der Sportler einen geschmeidigen Bewegungsablauf und die Zuhilfenahme seiner Beuger- und Steckermuskulatur in der Hüfte.

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

 

Copyright Fotos: Schlegel & Header @Jens Erbeck; Canyon @JoJo Harper

Fettstoffwechsel Training Radsport Triathlon

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – diese Fußballerweisheit lässt sich auf die Rennradsaison übertragen. Nach der Saison ist vor der nächsten Saison; und wer clever ist, nutzt die Erkenntnisse des abgelaufenen Rennradjahres, um Bilanz zu ziehen. Und zwar nicht erst im nächsten Frühling, wenn die Sonne die bleichen Beine wärmt und der Rückblick verklärt und dadurch geschönt ist, sondern jetzt. Überlegen Sie, was lief gut, was lief schief!

Lassen Sie das abgelaufene Sportjahr einmal Revue passieren: Habe ich meine gesteckten Saisonziele erreicht? Wie verliefen meine Hauptwettkämpfe? Habe ich richtig trainiert? Wie viele Jahreskilometer hätte ich mehr fahren oder hätte ich „härter“ trainieren müssen, um in den entscheidenden Phasen noch schneller zu sein? Jeder Athlet kann sich auf diesen selbstreflektierenden Fragen selbst die passenden, wenn auch unliebsamen Antworten geben. Übrigens: Keine Saison verläuft perfekt.

Nach diesem Rückblick kommt der Ausblick. Welche Ziele will ich 2017 erreichen: Meine persönliche Bestzeit bei meinem Lieblings-Radmarathon knacken? Die eigene Langdistanz-Premiere beim Ironman Hamburg feiern? Oder auch nach längerer sportlicher Abstinenz erstmal wieder fit werden und Gewicht verlieren?

Alle Fragen detailliert beantwortet? Gar nicht so einfach – oder? Nicht immer weiß man selbst, worin die Ursache für die Schwäche wirklich liegt und wie man sich möglichst effizient auf das Highlight vorbereitet. Machen Sie es wie die die Profis. Holen Sie sich fürs Bilanzziehen bzw.  die Auswertung wie auch fürs Training für die neuen Saisonziele Unterstützung und nutzen Sie bestimmte Tools. Denn Leistungen in Ausdauerdisziplinen – gerade im Radsport – lassen sich messen. Was zugegebenermaßen technisch und etwas kühl klingt, hat den Vorteil, dass sich das Erreichen der sportlichen Ziele dadurch planbar machen und effizient gestalten lässt. Und wer möchte nicht nach dem Wintertraining behaupten können, dass er im Rahmen seiner verfügbaren Leistungsdiagnostik Radsport und Triathlon | SaisonstartTrainingszeit bestmögliche Fortschritte gemacht hat und bereits im Frühjahr schon richtig aufs Pedal drücken kann anstatt mühsam dann erst beginnen die Form aufzubauen.

Eine gut gemachte Leistungsdiagnostik hilft ihnen dabei, Ihre Stärken und Schwächen schonungslos aufzudecken. Das sagt ja schon der Name Diagnostik. Zu viele Sportler geben sich damit zufrieden, hier ihre individuellen Trainingsbereiche bestimmt zu bekommen. Aber das funktioniert einfacher und ist billiger – hier reicht ein „selbstgemachter“ Critical Power-Test. Eine Leistungsdiagnostik sollte zwar immer ihren Status quo ermitteln bzw. „testen“, aber viel wichtiger ist es, daraus die Schlüsse zu ziehen und die individuellen Baustellen für das Training der kommenden Wochen und Monate aufzudecken.

Vorbereitung: Training und Ernährung vor dem Test

Der ideale Zeitpunkt für einen solchen Auftakt-Check ist abhängig von Ihrer Ambition – zu Beginn des Winter- oder Frühjahrstrainings. Aber bitte einen solchen Test nicht „aus der kalten Buchse“ fahren. Eine erste „Einrollphase“ von zwei bis drei Wochen sollte der Sportler schon hinter sich haben, um leidige Off-Season-Nachwirkungen wie Muskelkater und Co. zu überwinden und bestimmte (besonders neuronale) Prozesse im Körper, die „eingeschlafen“ sind, wieder anzukurbeln. Innerhalb dieser Zeit vor der ersten Leistungsanalyse reichen bis drei Einheiten pro Woche vollkommen aus. Auch die Dauer kann auf 60 bis 90 Minuten pro Einheit beschränkt werden. Dieses „Warm up-Training“ sollte auch erste kürzere Intensitätsspitzen – z.B. kurze Schwellenintervalle, K1-Antritte oder auch hochintensive Intervalle – beinhalten, damit die Ausbelastung während der Leistungsdiagnostik nicht das erstmalige Erreichen des „roten Bereichs“ ist.

Rückt der Testtag näher, sollte der Sportler die Vorbereitungsphase standardisieren. Leistungsdiagnostiken, die einmal nach einem trainingsintensiven Wochenende Montagsmorgens und einmal nach völligem Ruhezustand für mehr als 2 bis 3 Tage absolviert werden, sind eher mäßig vergleichbar. Daher haben wir ein paar Tipps, um die Vergleichbarkeit mehrerer Diagnostiken zu gewährleisten:

Das Training sollte zwei Tage vor einem Leistungstest auf regenerative Einheiten oder Ruhetage beschränkt sein. Die letzte intensive, vielleicht auch längere Einheit spätestens drei Tage vor dem Test absolvieren, damit keine Nachwirkungen die Ergebnisse und spätere Analyse beeinflussen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir zwei Tage vor dem Test eine lockere Regenerationseinheit von maximal 90 Minuten und am Vortag einen Ruhetag.Vorbereitung Leistungsdiagnostik Radsport und Triathlon

Einen erheblichen Einfluss auf die Testergebnisse hat die Ernährung. Startet der Sportler – aus Sorge vor übermäßiger Hautfaltendicke bei der Körperfettmessung – zum Beispiel nach einer dreitägigen kohlenhydratarmen Ernährung zum Test, ist die Aussagekraft der gewonnenen Resultate beeinträchtigt. Es gilt also, sich in den Tagen vor und am Tag der Analyse ausgewogen zu ernähren, zu jeder Mahlzeit eine normale Menge an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen und mit ca. zwei Litern Flüssigkeit pro Tag auch den Flüssigkeitshaushalt zu sichern.

An diesem Punkt sei gesagt: Auch das Körpergewicht und der Körperfettanteil liegen zu Beginn des Trainings nicht nahe des Optimums. Daher gibt es keinen Grund zu Hungern und auch keinen Grund sich schon vorab Gedanken zur Körperkonstitution zu machen. Körperfett ist erstmal nur ein „Energiespeicher“. Ob man diesen dann im Laufe der Saison um das ein oder andere Kilogramm reduzieren sollte, oder aber vielleicht auch Acht geben sollte, dass man einen nicht zu geringen Körperfettanteil hat, erklären unsere STAPS-Sportwissenschaftler dann in der späteren Analyse und legen gemeinsam mit dem Sportler auch für diese Zahl einen Fahrplan fest.

Anders als im Wettkampf oder Training sollte der Athlet vor einer Leistungsdiagnostik eines auf jeden Fall reduzieren: Koffein. Um es noch exakter auszudrücken, auch Taurin (z.B. in Red Bull), Teein (das „Koffein“ im Tee) etc. gilt es zu vermeiden. Diese belebenden Substanzen sollten 3 bis 4 Stunden vor dem Test komplett vermieden werden. Findet die Leistungsdiagnostik dagegen erst am Mittag oder Nachmittag statt, wollen wir den Kaffeetrinker aber auch nicht zu sehr auf die Folter spannen: Wer regelmäßig morgens 2 bis 3 Tassen Kaffee trinkt, darf diese auch am Testtag genießen – vorausgesetzt, diese wurden mindestens drei Stunden vor der Belastung getrunken!

Leistungsdiagnostik bei STAPS: Stärken und Schwächen aufdecken – gezielt trainieren!

Und dann beginnt sie, die Quälerei. Bei STAPS beinhaltet eine radspezifische Diagnostik einen maximalen, 15-sekündigen Sprinttest und einen ca. 16- bis 20-minütigen Rampentest (davon 12 Minuten Aufwärmen) bis zur Ausbelastung. Eine Laufdiagnostik setzt sich aus einem 20- bisSTAPS on Tour | Leistungsdiagnostik Radsport Triathlon 30-minütigen submaximalen Test und einem 10- bis 15-minütigen Rampentest bis zur Ausbelastung zusammen. Die Ermittlung des Gewichts und des Körperfettanteils sind natürlich ebenfalls fester Bestandteil. Während dieser Testverfahren sammeln die Sportwissenschaftler alle relevanten Daten, die für die spätere Analyse nötig sind: Blutabnahmen am Ohrläppchen, Messung der Herzfrequenz und Leistung, Ermittlung der Atemgase, Protokollierung von Körpergewicht und Körperfett – die Physiologie des Sportlers wird in Zahlen gefasst.

Dass die Testverfahren bei STAPS anders aufgebaut sind als herkömmliche Testverfahren, hat zwei entscheidende Gründe: Zum einen ist unser Testverfahren genauer als herkömmliche Testmethoden (wie z.B. der klassische Laktatstufentest), zum anderen ist für uns nicht nur der aktuelle Leistungsstand relevant, sondern wir wollen vor allem die physiologischen Hintergründe und Stoffwechselsysteme hinter der Leistung erfahren. Worin besteht der limitierende Faktor des aktuellen Leistungsstands? An welchen Stellschrauben muss gedreht werden, um effektiv leistungsfähiger zu werden? Und wie lassen sich welche Stoffwechselwege auch in Bezug auf die verfügbare Trainingszeit des Sportlers optimieren? Dass herkömmliche Verfahren bei der Beantwortung dieser Fragen schnell an ihre Grenzen stoßen, wurde schon vor Jahren in Fachzeitschriften aufgeschlüsselt.

Die STAPS-Methodik liefert genau auf diese Fragen die passenden Antworten. Durch die Differenzierung unserer Testverfahren erstellen wir für jeden Sportler ein physiologisches Profil (siehe Grafik) mit allen wichtigen Parametern, die wir mit der Diagnostik ermittelt haben.

individuelles Training im Radsport | VO2max | Laktat

Stärken und Schwächen des Sportlers

Entscheidend für eine erfolgreiche Diagnostik zum Saisonstart ist dabei immer ein ausführliches Analysegespräch mit dem Sportler. STAPS entwickelt keine Trainingskonzepte, ohne beispielsweise die realistischen zeitlichen Verfügbarkeiten des Sportlers zu berücksichtigen. Sinnvoll ist ein Training nur dann, wenn die Sportwissenschaftler die Zielsetzung für die Saison 2017 gemeinsam mit dem Athleten abgesteckt haben. Im ausführlichen Auswertungsgespräch – bei dem die Kaffeetrinker übrigens ausreichend mit Koffein versorgt werden – lässt sich auf Basis der Analysen und den individuellen Voraussetzungen des Sportlers, die physiologischen Baustellen priorisieren und einen detaillierten Fahrplan für das Wintertraining festlegen.

Denn genau dieser ist die Motivation, um mit Elan abwechslungsreich durch die kalte und dunkle Jahreszeit zu kommen, ohne dabei stumpf Kilometer abzureißen. Also: Starten Sie schon heute in die Saison 2017!

Wir freuen uns, dass wir Ihnen neben unserer neuen Homepage auch eine komplett überarbeitete Produktpalette der STAPS-Leistungen präsentieren dürfen.

In den vergangenen Monaten haben wir viel getüfftelt und uns lange und intensiv beraten, um unsere Trainingsbetreuungen sowie Testverfahren noch detaillierter und individueller zu gestalten. Herausgekommen ist dabei eine Angebotspalette, die uns die Möglichkeit gibt, unser Know-How noch besser auf den Sportler zu übertragen.

Unterschieden wird sowohl bei den Trainingsbetreuungen, als auch bei den Testverfahren immer nach WHITE, RED und BLACK. Die WHITE-Angebote gelten als erster, sehr guter Einstieg in die STAPS-Philosophie und sollen jedem Sportler die Möglichkeit geben, unsere Testverfahren etc. kennen zu lernen. Die RED-Angebote sind detaillierter und individueller als unsere Angebote bisher waren, besitzen bei den Testverfahren diverse neue Features und machen die Trainingsbetreuungen noch effizienter. Die BLACK-Angebote sind unsere neuen Premium-Angebote, für die wir besondere Specials entwickelt und eingebaut haben.

In den kommenden Monaten werden wir an dieser Stelle immer wieder unsere neuen Produkte vorstellen. Einen ersten Überblick möchten wir Ihnen aber schon heute mit dem Start unserer neuen Homepage geben:

STAPS-Trainingsbetreuungen

Die STAPS-Trainingsbetreuungen haben wir verfeinertbildsrm und individueller gestaltet. Beispielsweise enthält von nun an eine RED-Betreuung eine dauerhafte Trainingsdaten-Analyse sowie noch ausgefeiltere Strategien zur Ernährung rund um Training und Wettkampf. Die BLACK-Angebote erhöhen vorallem den persönlichen Kontakt zu dem eigenen STAPS-Trainer, den wir mit dem Einsatz einer bevorzugten Handynummer für diese Kunden deutlich verstärken wollten!

STAPS-Leistungsdiagnostiken

Um die STAPS-Testverfahren noch präziser und erkenntnisreicher zu machen, enthält z.B. der neue STAPS Rad Granfondo eine Simulation des Anstiegs von Alpe d’Huez, bei der wir – stark vergleichbar mit den Simulationen im Profi-Radsport (z.B. Einzelzeitfahren) – individuell für den Radfahrer die Dauer des Anstiegs voraussagen. Nicht nur das: Gleichzeitig zeigen wir dem Sportler die wichtigsten physiologischen Baustellen auf, erfassen sein Leistungspotential und errechnen gleichzeitig seine Alpe d’Huez-Zeit mit der optimierten Leistungsfähigkeit neu!

Ein komplett neues Testverfahren haben wir mit dem Zugkraft-Test eingeführt, der die maximale Leistung und Kraft des Sportlers bei bestimmten Tretfrequenzen ermittelt. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Kraftausdauer-Fähigkeiten ziehen und ein Kraftpotential ermitteln!Bildprinzip1

Auch die Triathlon-Tests bekommen neue Features: Ähnlich zur Alpe d’Huez-Simulation erfassen wir ein Leistungspotential des Sportlers und bestimmen, welches zeitliche Potential sich am Beispiel einer Langdistanz ergibt.

Viele weitere Infos und Details zu der neuen Angebotspalette finden Sie unter den “Leistungen” dieser Homepage.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf der neuen Homepage und vorallem mit den innovativen Trainingsbetreuungen und Diagnostiken!