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Unter dem Namen "Weekly Athlete" wollen wir euch regelmäßig von Sportlern berichten, die von uns betreut werden. Dabei wollen wir nicht nur von Weltklasse-Leistungen erzählen, sondern vor allen Dingen die persönlichen, sportlichen Ziele der Athleten in den Vordergrund stellen. Denn ein Wettkampfergebnis sagt selten aus, wie viel Tiefpunkte und Rückschläge den Weg holprig gemacht haben oder wie die Sportler aus kleinen Erfolgen in der Vorbereitung neue Motivation geschöpft haben. Bei der ersten Ausgabe von "Weekly Athlete" berichten wir vom Höhepunkt in der Ironman-Szene, der Weltmeisterschaft auf Hawaii, und richten unseren Fokus dabei auf die Profis Lange und Aernouts sowie die Agegrouper Tim, Killian und Markus.

Es war ein Tag der Rekorde: der Ironman Hawaii 2018. Im Rennen der Männer pulverisierte Patrick Lange den bisherigen Streckenrekord und legte eine Bestzeit von 7:52:39h hin. Und hatte nach dem Zieleinlauf immer noch genügend Kraft vor seiner Freundin in die Knie zu gehen. Vielleicht waren das genau die 1,6% Leistung, die wir bei Patrick im Rahmen eines Aero-Fittings auf der Bahn einsparen konnten, die ihm für den Antrag gereicht haben. Auch der Zweitplatzierte in Kona, Bart Aernouts, konnte einen neuen Rekord brechen, indem er unter der 8 Stunden-Marke blieb.

Die haushohe Favoritin bei den Frauen erwischte keinen guten Start, aber zeigte trotzdem einmal mehr, dass gegen sie kein Kraut gewachsen ist. Daniela Ryf löste den alten Rekord in Luft auf und setzt die Marke auf 8:26:18h – das war gute 20 Minuten schneller als die bisherige Bestzeit.

Auch von uns waren drei STAPS-Sportler auf der Insel und verfolgten ihre persönlichen, sportlichen Ziele. Für den einen war es der erste Ironman auf Hawaii im jungen Alter von 21 Jahren und für den anderen das 10. Finish in Kailua-Kona. Bereits in den vergangenen Jahren begleiteten wir einige Sportler nach Hawaii und erlebten dabei die unterschiedlichsten Geschichten bei der Vorbereitung und am Tag der Wahrheit. Vor allem Amateur-Sportler stehen vor dem Problem nur beschränkt viel Zeit dem Training opfern zu können und dadurch wird ein Ironman schnell mal zu einem Rechenspiel.

Das STAPS-Team aus Hamburg fieberte hingegen aus der Ferne mit und lud unter dem Motto „Aloha-Altona“, Freunde, Bekannte und Triathlon-Enthusiasten zum gemeinsamen Gucken der Live-Übertragung ein. Bei 26 Grad in Hamburg, Hawaii-Ketten und Palmen als Dekoration, Poke-Bowls und Kona Bier, verbreitete sich schnell hawaiianisches Feeling und wir hatten einen spannenden und coolen Abend zusammen, der sicherlich nächstes Jahr wiederholt wird.

Tim Rose – der Jüngling

Tim gehört mit seinen 21 Jahren zu den jüngeren Athleten im Starterfeld und es war für ihn die erste Teilnahme am Ironman auf der Insel. Insgesamt war der Wettkampf auf Hawaii sein vierter Ironman und durch den Sieg in seiner Altersklasse in Maastricht konnte er sich im Mai dieses Jahres qualifizieren. Tim wird von STAPS-Trainer Lukas betreut, der ihn spezifisch auf den Wettkampf vorbereitet hat. Für Lukas war es aus Trainer-Sicht wichtig, dass Tim ein solides Schwimmen abliefert, um dann eher konservativ die Radstrecke in Angriff zu nehmen und zum Abschluss Vollgas beim Laufen zu geben. Leider konnte Tim diese Taktik nicht wie geplant umsetzen, da ihn eine Erkältung in der Woche vor Rennbeginn heimsuchte. Im Wettkampf bekam er dann dafür die Rechnung und Tim erlitt einen energetischen Einbruch beim Laufen. Er musste sich zweimal übergeben und die Bronchien waren von der Krankheit noch angeschlagen. Dadurch wurden seine anvisierte Zeit und ein besseres Resultat verhindert, aber Tim zeigte sich trotz der Umstände zufrieden mit seinem Wettkampf:

Mein Ziel war ein gutes Rennen zu machen und mit der Leistung wäre ich am Ende in den Top-10 gewesen. Das hat ja durch die Krankheit in der Rennwoche leider nicht geklappt, weil sie für die Probleme im Rennen verantwortlich war. Unabhängig davon bin ich aber trotzdem stolz das Rennen dann doch erhobenen Hauptes ins Ziel gebracht zu haben“.

Auch sein Trainer Lukas war mit dem ersten Hawaii-Finish von seinem Athleten zufrieden und er ist sich sicher, dass Tims Zeit auf der Insel noch kommen wird.

Neben den sportlichen Rekorden, lebt der Ironman vor allem von seinen Emotionen und der unvergleichlichen Stimmung. Tim hat die Atmosphäre auf der Insel in Worte gefasst:

„Durch meine frühe Anreise habe ich ja die ganze "Entwicklung" in Kona mitbekommen aber ehrlich gesagt war bis zur Rennwoche nicht viel los. Dann wurde es aber von Tag zu Tag deutlich voller und vor allem draußen am Highway hat man es gemerkt. Trotzdem fand ich das Flair nicht so krass wie ich es aus den Erzählungen kenne. Da hätte ich mir schon mehr vorgestellt. Was jetzt natürlich nicht heißen soll, dass es uncool war und so gar keine Stimmung aufkam. Geil ist aber echt, dass man das Engagement der Locals merkt und sie mit Herzblut dabei sind. Die gratulieren dir ständig zum Rennen, als Volunteer haben sie an den Verpflegungen mega gut motiviert und die stehen einfach voll hinter dem Rennen! Das ist völlig anders als bei den Rennen in Europa.“

Killian Limmer - der Entspannte

Auch für Killian war der diesjährige Ironman auf Hawaii seine erste Teilnahme, nachdem er letztes Jahr die Qualifikation nur ganz knapp beim Ironman in Österreich verpasst hat. Seinen diesjährigen Startplatz sicherte sich Kilian an seinem Geburtstag, dem 1. Juli, in Klagenfurt mit einer Zeit von 9:31:30h. Von diesem Resultat motiviert war sein Ziel auch auf Hawaii eine Zeit unter 10h zu schaffen und gleichzeitig eine Platzierung unter den ersten 10 seiner Altersklasse zu belegen.

Für seine Trainerin Claudia war es im Vorfeld wichtig, dass Kilian den Ironman entspannt angeht, damit er für die letzte Disziplin noch genügend Reserven hat und er keinen „Wandertag“ einlegen muss. Beim Schwimmen suchte sich Killian gute Beine um mit zuschwimmen und sich damit aus dem größten Getümmel rauszuhalten. Doch kurz nach der Wende erwischte es ihn und er bekam einen heftigen Tritt ins Gesicht, sodass sich die Brille am Gesicht festsog. Dadurch bekam Kilian leichte Schwindelgefühle, die erst nach dem Ausstieg aus dem Wasser wieder verschwanden. Auf dem Rad fand Killian schnell einen guten Rhythmus, den er ohne ein Tief bis zum Ende durchhalten konnte. Auch die Ernährungsstrategie ging während des Radfahrens optimal auf und er konnte „entspannt“ in die Laufschuhe wechseln. Die letzte Disziplin konnte Killian mit einer Pace zwischen 4:30 und 5:00 angehen und musste zum Glück keinen Gehpausen einlegen.

Damit hat Killian sein Ziel mit einer Zeit von 9:48:40h weitaus unterboten und war mit seiner Leistung sehr zufrieden. Nur die Anderen aus seiner Leistungsklasse waren dieses Jahr überraschenderweise sehr schnell unterwegs, weswegen es für Killian „nur“ für einen 15. Platz gereicht hat.

Markus Ganser – der Jubiläumsfinisher

Markus kann man bereits als „alten Hasen“ bezeichnen, denn er finishte am Wochenende seinen 10. Ironman auf Hawaii. Die Qualifikation sicherte er sich mit einem vierten Platz beim Ironman Lanzarote Ende Mai. Zusammen mit seinem Trainer Niklas definierte Markus für jede Disziplin Zwischenziele, um bereits während des Wettkampfes kleine Erfolge feiern zu können.

Bei der ersten Disziplin bedeutete dies, dass Markus sich möglichst aus dem Trubel raushält und das Schwimmen eher verhalten angeht. Dies gelang ihm auch und er konnte ohne größere Schwierigkeiten nach 1:07h aus dem Wasser steigen. Daraufhin folgte seine Paradedisziplin, denn Markus ist ein außergewöhnlich starker Radfahrer und zählt in seiner Agegroup zur absoluten Spitze. Aufgrund negativer Erfahrungen im Vorfeld, nahm er sich jedoch beim Radfahren ein wenig zurück, um für den anschließenden Marathon noch Kraft zu haben. Trotz dosierter Fahrweise absolvierte er den Radsplit in 04:39h und meinte nach dem Wettkampf dazu:

„Ab aufs Rad und in diesem Jahr nicht Vollgas und Blinker links, sondern sehr bedacht und immer so 270 Watt auf der Uhr. Trotzdem bin ich eigentlich überall vorbei, nur halt nicht so schnell 😉“

Das dritte Ziel war es schließlich, einen möglichst gleichmäßigen Marathon zu absolvieren ohne dabei gegen Ende einzubrechen, denn das war häufig bereits das Problem. Auf diese Problematik hatte sich Niklas in der Vorbereitung speziell fokussiert und beispielsweise den Trainingsaufwand beim Laufen verstärkt. Zudem absolvierte Markus spezifische Koppeleinheiten mit Wettkamp-Intensität. Leider konnte er trotz seiner passiven Fahrweise auf dem Rad nur bis zum Halbmarathon seine anvisierte Pace laufen. „Es ging gar nix mehr, keine Power, mir war teils schwindelig und ich hatte echt Bedenken das Ziel zu sehen.“, so sein Statement nach dem Rennen. Markus musste sich mit großem Kampf bis zum Finish durchbeißen. Einer der Ursachen für den Einbruch sieht er in der kurzen Akklimatisation, da er aus beruflichen Gründen erst kurzfristig anreisen konnte.

Niklas bewunderte in der Vorbereitung immer wieder die eiserne Disziplin und die Aufopferungsbereitschaft von Markus. Nur wenige Athleten ziehen ihr Training so strikt zu jeder Tages- und Nachtzeit durch. Es kam nicht selten vor, dass Markus bereits vor 6 Uhr am Morgen auf dem Rad saß und mehrere Stunden Training absolvierte bevor er sein Geschäft (Radladen Ganser in Stolberg) aufschloss. In den letzten Vorbereitungsmonaten standen häufig mehr als 20 Stunden auf dem Trainingsplan, bevor unmittelbar vor Hawaii das Training reduziert wurde.

 

Der 10. Jubiläumsstart auf Hawaii sollte eigentlich sein Letzter werden – aber das kaufen wir ihm noch nicht ganz ab.

Markus Hein_Triathlon

Wer den Artikel über unser erfolgreiches letztes Wochenende gelesen hat, dürfte ihn schon kennen. Für alle anderen möchten wir euch heute einen unserer neuen Mitarbeiter vorstellen: Markus Hein. Markus ist seit Juli im Hamburger Institut als Sportwissenschaftler tätig und unterstützt dabei Marc, Yannick und Martin bei der Betreuung unserer Sportler.

Markus‘ berufliche Laufbahn begann an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, wo er Biologie studierte und sein Diplom mit einer Note von 1,1 abschloss. Von seiner sportlichen Leidenschaft als Triathlet inspiriert, entschied er sich für den Master of Exercise Science and Coaching an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seine Thesis schrieb er schließlich über die Intensivierung eines Ausdauertrainings mit EMS (Elektro-Myo-Stimulation) und erhielt auch dafür eine sehr gute Note.

Es folgten Jobs am Institut für Trainingswissenschaft der Deutschen Sporthochschule Köln, der C-Trainerschein Leistungssport Triathlon und die wissenschaftliche Mitarbeit im Institut für Sportmedizin in der Medizinischen Hochschule Hannover. Bis es ihn schließlich noch nördlicher nach Hamburg und zu uns ins STAPS Institut zog. Weil dem ambitionierten Triathleten eine Disziplin zu wenig ist, promoviert er derzeit nebenbei zu den Auswirkungen des Höhentrainings.

Markus Hein_Portrait

Seine Leidenschaft für den Ausdauersport entdeckte Markus bereits mit 10 Jahren, als er begann regelmäßig zu schwimmen und an Schwimmwettkämpfen teilzunehmen. Mit 16 Jahren kamen schließlich noch 2 Sportarten, in Form von Radfahren und Laufen, dazu und die Begeisterung für den Triathlonsport ist bis heute geblieben. So wurde Markus mehrmaliger Landesmeister in Niedersachsen sowie Deutscher Vizemeister auf der Kurzdistanz (AK 20). Doch die Triathlons auf Bundesligaebene waren ihm irgendwann nicht mehr genug und er wagte sich an etwas Größeres heran: einen Ironman. Mittlerweile hat er davon drei absolviert und dieses Jahr in Hamburg (Duathlon) seine Bestzeit mit 8:27h abgeliefert. Derzeit befindet er sich im Trainingsaufbau, um nächstes Jahr die Qualifikation für Hawaii zu schaffen.

Bereits am kommenden Montag könnt ihr Markus mit Bewegtbild und Ton erleben, denn er führt euch mit einem Video im Rahmen der STAPS Performance (Mon)Days durchs Institut im hohen Norden.

Am 22. September konnte Daniela Sämmler den dritten Ironman-Sieg ihrer Karriere feiern. Beim Ironman Emilia Romagna in Italien stoppte die Uhr bei 9:05:49 Stunden, womit sie gleichzeitig einen neuen Streckenrekord aufstellte. Nur 10 min später kam ein weiterer STAPS-Sportler ins Ziel: Alessandro Scarpello. Er konnte damit den 5. Platz in seiner Altersgruppe belegen und verpasste mit seiner Zeit nur ganz knapp den Hawaii-Slot. Während sich Profi-Sportler wie Daniela akribisch auf ihre Wettkämpfe vorbereiten können, muss Alessandro seine Trainings strukturiert neben der Arbeit und der Familie absolvieren und einplanen. Wir wollen euch nun zeigen wo genau die Unterschiede in der Trainings- und Wettkampfplanung der beiden STAPS-Sportler liegen und wie sie gemeinsam mit STAPS ihre anvisierten Ziele erreichen.

Der Agegrouper: Alessandro Scarpello

Alessandro hat bereits 6 Jahre Wettkampferfahrung und wird seit November 2017 von STAPS betreut. Er arbeitet als Wirtschaftspsychologe in Vollzeit und unternimmt auch gerne neben der Arbeit und dem Training etwas mit Freunden und seiner Familie.

Trainingsgestaltung

In der Vorbereitungsperiode liegt Alessandros durchschnittliche Trainingszeit bei 10 bis 11 Stunden pro Woche. Die Einheiten absolviert er entweder vor der Arbeit ab 5 Uhr oder danach ab 18 Uhr. Regelmäßige, lange Grundlageneinheiten bleiben neben einem Vollzeitjob und der Familie meist auf der Strecke, weshalb Alessandro und seine Trainerin Caro kreativ werden müssen: die Feiertage werden gezielt für längere Einheiten oder Rad-Blöcke genutzt und auch ein Urlaub mit der Freundin auf Mallorca kann schnell in ein „Mini-Trainingslager“ umgemünzt werden. Im Sinne des Soziallebens vor allem mit Freiwasser-Einheiten im Meer oder kürzeren Läufen, ohne dabei übermäßig lange Radeinheiten einzubauen. In seinem Haupttrainingslager auf Lanzarote im März konnte Alessandro sich voll und ganz auf seine Wettkampfvorbereitung konzentrieren und kam auf bis zu 30 Stunden Training in einer Woche. Allerdings müssen solche intensiven Blöcke auch verkraftet werden, sodass Alessandro seine „Hausaufgaben“ vorab in der Heimat erledigt hatte, um den Umfang auf Lanzarote richtig nutzen und umsetzen zu können. Neben dem Schwimmen, Radfahren und Laufen gehört auch Yoga oder das Fitnessstudio zu einer gewöhnlichen Trainingswoche, um an seiner allgemeinen Athletik und der Stabilisation des Körpers zu arbeiten.

Sportliche Entwicklung

Seit November 2017 dürfen wir Alessandro bei seiner Leidenschaft unterstützen und konnten gemeinsam tolle Ergebnisse erzielen. So konnte er seine Physiologie seit letztem Jahr immens verbessern und sein Körpergewicht um 7kg sowie seinen Körperfettanteil um 4 Prozentpunkte senken. Über eine Grundumsatzmessung haben wir zu Beginn der Betreuung seinen Kalorienbedarf ermittelt. Seit dem Frühjahr 2018 hat Alessandro unter Aufsicht von Caro die Methode des intermittierenden Fastens angewandt und die Ergebnisse waren sehr zufriedenstellend. Das Gewicht ging stetig nach unten, ohne jedoch das Training oder die Leistung negativ zu beeinträchtigen. Darüber hinaus wurde das Training an die neue Ernährung angepasst und beispielsweise morgens die Fettstoffwechseleinheiten absolviert und abends die intensiveren Einheiten, nachdem die Speicher wieder mit Kohlenhydraten aufgefüllt waren.

Bei seinen Leistungsdaten auf dem Rad sticht vor allem die Steigerung der VO2max hervor, die er in nur 8 Monaten um 10% anheben konnte. Die Gewichtsabnahme hatte indes einen großen Einfluss auf die relative anaerobe Schwelle, die er um fast 20% steigern konnte und somit im September bereit für einen Ritt auf den italienischen 180 Kilometern war. Zudem konnte er seine anaerobe Schwelle beim Laufen um 8% gegenüber dem Vorjahr verbessern - dies bedeutet eine Verbesserung von knapp 5 Minuten (von 40 auf 35 Minuten) auf 10 Kilometern.

alessandro_ironman-italien

Wettkämpfe

Auf dem Weg zu seinem Highlight des Jahres, dem Ironman in Italien, haben wir zwei B-Wettkämpfe als Zwischenziele eingeplant. Die erste Überprüfung der Rennform fand am 3. Juni beim Mitteldistanz-Wettkampf im Kraichgau statt, wo Alessandro eine Gesamtzeit von 4:48:49 Uhr erzielte. Damit war er insgesamt zufrieden, jedoch war nach dem Wettkampf und der Analyse von Caro klar, dass der Fokus für die weiteren Einheiten auf der Verbesserung der Radleistung liegen sollte. Unmittelbar vor dem Ironman in Italien hat schließlich die Mitteldistanz in Hückeswagen am 11. August für einen Motivationsschub gesorgt. Sowohl beim Laufen als auch beim Schwimmen konnte Alessandro seine geplante Zeit übertreffen und daraus Vertrauen für die Langdistanz schöpfen.

Am 22. September stand schließlich der Höhepunkt für die Saison 2018 auf dem Plan: der Ironman Emilia Romagna. Der Tag lief perfekt für Alessandro und er konnte in allen drei Disziplinen seine anvisierte Zeit halten oder sogar unterbieten. Vor allem bei seiner „schwächsten“ Disziplin, dem Radfahren, konnte er seine und Caros Erwartungen mit einer Splitzeit von 4 Stunden und 53 Minuten übertreffen und legte so den Grundstein für einen erfolgreichen Renntag. Dass er sich mit seiner Endzeit von 09:15:43 Stunden und dem 5. Platz in seiner Altersklasse bereits sehr nah am Hawaii-Slot befand, krönte den Wettkampf in Italien und lässt auf nächstes Jahr hoffen.

Alessandros Statement zum Ironman-Wettkampf in Italien:

„Am Ende war ich nach für mich unglaublichen 9:15:43 im Ziel. Emotionen überwältigten mich einfach nur noch. Ich kann auch jetzt noch nicht beschreiben, wie ich darüber fühle. Die Qualifikation für Hawaii habe ich letztendlich um 5 Minuten verpasst. Bei der Slotvergabe war es mir im ersten Moment egal. Die Tage danach war ich doch ein wenig enttäuscht. Heute, ein paar Tage später, kann ich sagen, dass ich mehr als stolz bin. Die Zeit kann mir niemand nehmen, genau so wenig wie Platz 5 in der Altersklasse und Platz 47 Overall. Bis zu diesem Rennen dachte ich, dass Hawaii so gut unmöglich wäre. Jetzt weiß ich, dass Caro und ich das gemeinsam schaffen können und Hawaii weiterhin ein Traum ist, den wir realisieren können.“

 

Die Profi-Triathletin: Daniela Sämmler

Der Ironman Italien hatte für Daniela genau ein Ziel: die frühzeitige Qualifikation für den Ironman auf Hawaii in 2019. Durch das veränderte Qualifikationssystem für Profis in der neuen Saison zählen keine Punkte mehr, sondern ausschließlich Platzierungen, sodass mit dem Sieg der einzige Hawaii-Slot für die Frauen vergeben wurde.

Das Ziel war also klar: Nach einer hervorragenden Saison mit dem Sensationssieg bei der Challenge Roth, sollte in Italien das Ticket zur Weltmeisterschaft in Kailua-Kona gebucht werden.

Trainingsgestaltung

Die Saison von Daniela lässt sich eigentlich ganz grob in zwei Phasen einteilen: Bis zu den ersten Wettkämpfen im Mai und dann der Übergangsphase bis zum Saison-Highlight in Roth stand das tägliche Training im Fokus. Die groben Ziele: Die Manifestierung Dannis sehr guter Radleistung und die Verbesserung ihrer Laufform auf dem Weg zu einem 3-Stunden-Marathon.

Die zweite Phase der Saison kann schon fast nicht mehr unter die Kategorie Training fallen, da Daniela von Anfang Juli (Challenge Roth) bis zum Ironman Italien (22. September) auch noch am Ironman in Hamburg (29. Juli) teilnahm und sich damit eigentlich immer auf das nächste, anstehende Langdistanz-Rennen vorbereitete.

In diesen Phasen geht es für einen Profi weniger um den Ausbau physiologischer Baustellen, als vielmehr um die passende Erholung, Aktivierung und Detailoptimierung im Hinblick auf das nächste Rennen.

Wettkämpfe

Nach dem sensationellen Rennen in Roth und dem ernüchternden Ergebnis in Hamburg war es wichtig, den Fokus wieder vollständig auf Sieg zu stellen und die Konzentration bestmöglich hoch zu halten. Dabei sind auch für einen Vollprofi drei Langdistanz-Teilnahmen in einem Jahr – gerade auch innerhalb von drei Monaten – zu viel. Die frühe Qualifikation und die Planungssicherheit für 2019 waren aber Motivation genug, das Rennen um den Hawaii-Slot anzugehen.

Anders als bei Agegroupern sind End- oder Splitzeiten erstmal zweitrangig, der Blick auf die Konkurrenz ist deutlich entscheidender. So gestaltet sich eine Rennplanung zwar auch grob anhand von Leistungswerten auf dem Rad oder Minuten pro Kilometer beim Laufen, allerdings muss der Profi im Rennen deutlich häufiger agieren oder reagieren.

Nach einem suboptimalen Schwimmen konnte Daniela dann ihre Radstärke ausspielen, musste dafür aber auch einiges investieren. Das Ziel für den Radsplit war ein etwa 10-minütiger Vorsprung beim Wechsel auf die Laufstrecke, um den Marathon möglichst kontrolliert angehen zu können. Das gelang Daniela sehr gut und sie konnte den Vorsprung bis Kilometer 30 sogar auf phasenweise 17 Minuten auf die Verfolgerinnen ausbauen. Am Ende stand ein verdienter Sieg zu Buche, der aber viel härter erarbeitet war als es die Abstände vermuten lassen.

Daniela zum Rennen:

„Das war ein richtig richtig harter Tag. Sich für drei Langdistanzen in drei Monaten immer wieder im Training aufzuraffen, ist nicht einfach und erfordert viel Unterstützung von der Familie, den Freunden und dem Coach. Jetzt freue ich mich sehr über das Ticket nach Hawaii, die anstehende Saisonpause und die Vorbereitungen mit Björn auf eine spannende Saison 2019. Glückwunsch an alle Finisher, die sich heute ihre Ziele und Träume erfüllt haben und diesen tollen Tag genießen konnten. Aloha“

daniela_ironman-italien

 

Eins lässt sich in jedem Fall festhalten: sowohl für den Profi als auch den Agegrouper ist eine Langdistanz eine enorme körperliche Herausforderung und vermutlich für beide Lager gleich beanspruchend.

„In Italien war es toll zu sehen, dass wir mit Daniela und Alessandro zwei Sportler im Rennen hatten, die beide einen Plan verfolgt haben. Die gesteckten Ziele waren dabei ebenso wie die Vorbereitung kaum vergleichbar, ihre Erfolge konnten sie dann aber trotzdem in diesem Rennen feiern. Am Ende ist es genau das, was unsere tägliche Arbeit ausmacht: Sich immer wieder auf unterschiedliche Herausforderungen, Ziele und Persönlichkeiten einstellen und für und mit dem Sportler aus den gegebenen Voraussetzungen den bestmöglichen Erfolg herausholen. In Italien hat das super funktioniert und wir freuen uns sehr für die beiden“ so Björn Geesmann, Geschäftsführer von STAPS und Coach von Daniela, der das Rennen live an der Strecke verfolgen konnte.

Trainingslager von Hannes Hawaii Tours und STAPS auf Mallorca. Dein perfekter Einstieg in die Radsport und Triathlon-Saison!

Es kommt zusammen, was zusammen gehört: Wir freuen uns, dass wir unsere Zusammenarbeit mit dem legendären Reiseveranstalter für Ausdauersportler, Hannes Hawaii Tours, bekannt geben dürfen.

Seit über 20 Jahren veranstaltet der heutige Marktführer Hannes Hawaii Tours bereits Wettkampfreisen und Trainingslager für Ausdauersportler – speziell für Triathleten. Auch zahlreiche unserer trainingsbetreuten Sportlerinnen und Sportler sind in den vergangenen Jahren in die Trainingslager oder zu Wettkämpfen über „Hannes“ geflogen und haben den Service der Allgäuer schätzen gelernt.

Aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft für den Triathlonsport und der Überschneidungen in unseren Zielgruppen haben wir uns von STAPS und dem Team um Hannes Blaschke und Christoph Fürleger – standesgemäß auf Hawaii im Zuge des Ironmans –  auf eine Zusammenarbeit verständigt, die jetzt mit unserem ersten gemeinsamen Trainingslager ins Rollen kommt:

Trainingslager von Hannes Hawaii Tours und STAPS auf Mallorca. Dein perfekter Einstieg in die Radsport und Triathlon-Saison!

Vom 07. bis 21. April werden die beiden STAPS-Trainer Lukas Naegele und Björn Geesmann gemeinsam mit Christoph Fürleger ein Triathlon-Trainingslager auf Mallorca veranstalten. Der Trainingsplan für die Tage ist dabei schon ausgearbeitet – die Sportlerinnen und Sportler erwartet dabei Einiges: strukturierte Trainingseinheiten im Laufen, Radfahren und Schwimmen auf Basis der STAPS-Trainingsphilosophie, Critical Power-Tests am Berg, Workshops zur Lauf- und Schwimmtechnik, gemeinsame Analyse der Trainingsdateien, Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen (Physiologie, Training, Ernährung, Sitz- und Aeroposition) und vieles mehr.

Zusätzlich profitiert jeder Teilnehmer natürlich von dem bekannten „Hannes“-Standard bestehend aus einer tollen Unterkunft (4-Sterne Hotel Beach Trainingslager von Hannes Hawaii Tours und STAPS auf Mallorca. Dein perfekter Einstieg in die Radsport und Triathlon-Saison!Club Font de sa Cala), Miträdern, einer Werkstatt, sowie einem Testcenter mit zahlreichen Produkten der Partner von Hannes Hawaii Tours (u.a. GARMIN, Oakley, Schwalbe).

Du hast Lust Dich gemeinsam mit Hannes Hawaii Tours und STAPS auf die neue Saison vorzubereiten? Dann findest Du hier alle Informationen und die Möglichkeit einer unverbindlichen Anfrage: Hannes Hawaii Tours – Trainingslager Mallorca

Du hast Fragen zu den Inhalten des Trainingslagers und möchtest sichergehen, dass das Trainingslager für Dich passend ist? Dann schreib uns eine Nachricht an contact@staps-online.com.

Melde Dich an – wir haben trainingstechnisch einiges mit Dir vor!

 

Photocredit: Hannes Hawaii Tours

NDR Reporter Hendrik Maaßen auf dem Weg zum Ironman

Habt ihr gute Vorsätze für das neue Jahr? Etwa zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr fasste sich NDR-Reporter Hendrik Maaßen ein Herz und setzte sich für 2017 einen besonderen Vorsatz: Die Teilnahme an der Erstaustragung des Ironmans in Hamburg.

Zur Vorbereitung begab sich Hendrik dabei in unsere Hände. Die Vorbereitung auf die 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und den abschließenden Marathon begann Anfang Januar mit einer ersten Triathlon-Diagnostik und einem BikeFitting Triathlon PRO (STAPS Leistungen) in unserem Hamburger Institut.

Wie Hendriks Vorbereitung auf den Ironman verlief? Welche Höhen und Tiefen er dabei erlebte und ob er das Ironman-Debüt erfolgreich abschließen konnte? Seht mehr dazu in der NDR-Dokumentation aus der Reihe der Sportclub Story: Das Ironman-Experiment!

Bild: @NDR Sportclub Story

Aloha liebe Sportsfreunde,

viele Grüße aus Kailua-Kona wünsch ich euch!

Meine Uhr zeigt 18.00 Uhr an, ich habe also noch eine Nacht vor mir, bevor morgen um 6.35 Uhr der Startschuss zu den legendären Ironman-Weltmeisterschaften hier auf Hawaii fällt. Diese Nacht wird kurz: Um 4.45 Uhr in der Früh werde ich das Hotel verlassen und mich in Richtung Dig me beach begeben, um die über 2.400 Startern beim Schwimmstart am Pier anzufeuern.

Seit nunmehr einer Woche bin ich jetzt auf Hawaii und darf mir zum ersten Mal das Spektakel rund um dieses Multisport-Event vor Ort anschauen. Ich habe versucht möglichst viel von der Stimmung aufzusaugen: Das morgendliche Schwimmen am Pier zum Coffee-boat, dieNationenparade beim Ironman auf Hawaii Nationenparade am Ali’i Drive, den hawaiianischen Kaffee, das „Castaway“ der Kona Brewing Company, rohen Thunfisch, das Bestaunen der Schildkröten im Pazifik und vieles mehr. Natürlich habe ich mir auch die verschiedensten Materialentwicklungen auf der Expo angeschaut, Partner besucht, tolle Gespräche geführt und mich sehr darüber gefreut, am gefühlt anderen Ende der Welt so viele bekannte Gesichter zu sehen.

Ich habe aber vor allem versucht zu verstehen, warum dieses Rennen die Bezeichnung des härtesten Rennens der Welt trägt. Das war mir aber bereits nach zwei Tagen klar:

Es ist hier - speziell heute - heiß. Wobei man heiß relativieren muss: Es hat eigentlich „nur“ um die 32 Grad Celsius, allerdings ist die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass die Luft sehr drückend und schwül wirkt. Aufgrund leichten Jetlags bin ich an den ersten Tagen noch um 5.30 Uhr laufen gewesen, was – gerade in Gedenken an den wohl vorherrschenden deutschen Winter bei der Rückkehr nächste Woche – noch recht angenehm war. Verschiebt man den Lauf aber um etwa eine Stunde nach hinten (so wie heute Morgen), gilt gefühlt die Faustformel, dass man nach Beendigung des Laufs noch etwa selbige Zeit, wie für den Lauf selber benötigt wurde, stillsitzen muss, um Herr über das Schwitzen zu werden. Das direkte Duschen nach dem Laufen macht keinen Sinn.

Auch das Schwimmen ist ungewohnt. Im Fühlinger See Kölns schmeckt das Wasser weitaus weniger salzig und der Schwimmen am Dig me beach - Pier beim Ironman auf HawaiiWellengang ist bedeutend geringer. Gerade das „Durchschaukeln“ aufgrund der starken Wellen, gepaart mit großem Durst aufgrund des salzigen Wassers sorgte für das ein oder andere flaue Gefühl. Gut, der Anblick des bunten Fischtreibens unter mir und der morgendliche Kaffee im Wasser beim Coffee-boat sind natürlich jeden Salzgeschmack wert. Auch Schildkröten gibt es im Fühlinger weniger. Aber ich bin mir sicher, dass die Athleten morgen keinen Gedanken ans Coffee-boat verschwenden und keinen Blick für die bunten Fische unter sich haben werden.

Vorgestern bin ich Teile der Radstrecke abgefahren. Was mir als Hawaii-Theoretiker bis dato klar war: Es ist windig und heiß auf der Radstrecke. Was mir aber – offen gesprochen – nicht klar war, ist die widerlich wellige Streckentopografie. Flach ist es eigentlich nie. Es geht nur hoch oder runter – im Übrigen ebenso beim Laufen. Einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden ist quasi unmöglich, sodass man immer wieder reflektieren muss, um nicht zu überpacen. Hinzu kommt der sich drehende Wind. Auf dem Rückweg von Hawi haben die Jan Frodenos und Sebastian Kienles dieser Welt wohl zu erwartenden Rückenwind und fahren per se eher 46 km/h als 36 km/h. Dadurch wirken die „Anstiege“ auch eher wie Wellen, sodass diese Jungs das kleine Kettenblatt vorne wohl auch in Kailua hätten lassen können. Da sich der Wind aber gegen Mittag zu drehen beginnt, hat der Agegrouper im worst case auf Hin- und Rückweg Gegenwind. Das fand ich schon früher in der Theorie immer sehr zermürbend. Als ich jetzt draußen auf dem Highway war und verstanden habe, was der Hawaiianer mit Gegenwind meint, ist mir zudem noch mal ganz deutlich in Erinnerung gerufen worden, warum ich hier – wie bei jedem Ironman, aber hier eben noch mal etwas mehr – wahnsinnigen Respekt vor jedem einzelnen Teilnehmer habe.

Lange Rede, kurzer ehrfürchtiger Sinn: Schon als Tourist wird klar, was den Ironman auf Hawaii auszeichnet. Ich habe in dieser Woche viel über das Rennen gelernt und freu mich über diese Erfahrung. Die hawaiianischen Bedingungen morgen im Rennen zu erleben und an diesem Tag erfolgreich zu finishen – dafür wünsche ich schon jetzt jedem Athleten viel Erfolg und einen tollen Tag!

Expertentalks auf tri-mag.de

Natürlich habe ich auch versucht ein paar Tipps und Infos für die Vorbereitungen auf Hawaii oder im Hinblick auf eine mögliche Qualifikation für die Ironman-WM zu geben. Dazu habe ich mir bis dato drei Mal gemeinsam mit dem triathlon-Magazin-Herausgeber Frank Wechsel ein schattiges Plätzchen auf der Insel gesucht, um spontan und frei heraus über das Training, die Ernährung, das Material und vieles mehr zu plaudern.

Hier unsere „Expertentalks“:

Teil 1 – Was braucht man für eine Hawaii-Qualifikation?

Teil 2 – Das Radfahren beim Ironman Hawaii

Teil 3 – Der Weg zum Ironman Hawaii 2018 beginnt jetzt!

Ab morgen bin ich Fan!

Am heutigen Pre-Race-Abend werde ich noch letzte Vorbereitungen für morgen treffen und mich dann zu diversen Nerd-Talks mit dem ein oder anderen Szene-Mitglied treffen. Zudem findet nebenan die „Thank God I am not racing“-Party statt – das klingt nach einer Veranstaltung auf der ich richtig bin.

Eines zieht sich seit nunmehr einer Woche durch jeden Tag: Die Vorfreude auf das Rennen morgen. Morgen bin ich hier nicht als Sportwissenschaftler oder Coach, sondern vor allem als Fan eines beeindruckenden Rennens mit inspirierenden Athleten. Ich werde an zahlreichen Streckenabschnitten stehen und, wenn schon nicht auf der Strecke selber, aber dann zumindest vom Streckenrand aus, Vollgas zu geben. Ich freu mich wahnsinnig auf alle Athleten, mit denen wir in den letzten Monaten zusammengearbeitet haben wie die Canyon-Athleten um Jan Frodeno, Patrick Lange und Nick Kastelein; aber auch auf jeden einzelnen Age-Grouper, den wir hierher begleiten durften. Tipp für euch für morgen: Erschreckt euch bitte nicht, wenn es plötzlich laut wird! 😉

Euch zuhause wünsche ich viel Spaß in eurer persönlichen langen Hawaii-Nacht. Viel Spaß mit den zahlreichen Berichterstattungen und spezielle Grüße auch nach Hamburg zur langen Hawaii-Nacht des triathlon-Magazins in unserem Institut!

Liebe Grüße,

Björn

Unsere Trainingsbetreuungen für ihren sportlichen Erfolg im Radsport und Triathlon

„Ich brauch keinen Trainer, ich bin ja kein Profi.“ Solche Aussagen bekommen wir bei STAPS öfter zu hören, wenn wir erzählen, was wir machen. Oder: „Für einen Coach bin ich zu schlecht - das lohnt sich nicht“ – das sind auch Sätze, die gerne an uns adressiert werden. Dabei ist doch ein gut strukturiertes Training der Schlüssel zum Erfolg. Und wer will schließlich nicht schneller oder besser werden?

Coaching – darunter verstehen wir bei STAPS vielmehr als nur Intensitätsbereiche festzulegen, Trainingspläne zu schreiben und auszuwerten. Unser Verständnis von Coaching besteht aus vielen Facetten, die alle dazu führen, den Athleten besser zu machen; egal ob er Hobbysportler, ambitionierte Jedermann, Amateur oder Profi ist. Und dafür haben wir unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, von denen unsere Athleten alle profitieren. Dazu zählt neben der Leistungsdiagnostik und dem Schreiben der Trainingspläne sowie dem Analysieren der Einheiten, auch auf ein aufs Training und den Wettkampf abgestimmte Ernährungsvorgabe, das Erarbeiten einer Pacing-Strategie – sei es für Radmarathons und Langstreckenevents, Zeitfahren oder Triathlon -, sowie optional ein individuelles Bike-Fitting, das Verbesserungspotential für Tretökonomie und Kraftübertragung bietet.

Die STAPS-Trainer

Zuallererst einmal profitieren die Sportler, die wir trainieren, von der Kompetenz unseres Trainer-Teams. Diese erstellen ein Stärken-Schwächen-Profil, schreiben die Trainingspläne, reagieren auf Veränderungen, vermitteln wichtiges Wissen z. B. in puncto Ernährung, geben Tipps und Hilfestellung bei der Umsetzung. Wir sind davon überzeugt, dass der persönliche Kontakt zwischen Sportler und Coach elementar für die Weiterentwicklung des Athleten ist und den wohl wichtigsten Das STAPS-Team - die Experten für Leistungsdiagnostiken, Training, Ernährung und SitzpositionenBaustein einer erfolgreichen Trainingsbetreuung darstellt. Und daher legen wir bei der Auswahl unserer Mitarbeiter extremen Wert auf fachliche wie soziale Kompetenz. STAPS-Trainer sind nicht nur studierte Sportwissenschaftler mit einem Bachelor- oder Masterabschluss sowie leistungssportlichem Background (Physiologie, Biomechanik, Ernährungswissenschaft, Psychologie), sondern besitzen zumeist auch eine sportliche Vita (STAPS Trainer Lukas Naegele bei der Berglauf-WM). Außerdem bilden sich die Mitglieder unser Trainer-Team regelmäßig fort, besuchen Kongresse, und studieren bzw. promovieren teilweise noch parallel, um ihr Wissen zu vertiefen und ihren Horizont zu erweitern. Kurzum: Sie alle wissen also, worüber sie schreiben und wovon sie reden – und können das dem Athleten auch vermitteln. Das haben jedenfalls unzählige Feedback-Gespräch, die wir mit den von uns betreuten Sportlern geführt haben, ergeben.

Unsere Coaches halten direkten Kontakt zu den Sportlern über Telefon, Mail und Skype oder korrespondieren face-to-face bei Diagnostik-Terminen oder wennDas STAPS-Team - die Experten für Leistungsdiagnostiken, Training, Ernährung und Sitzpositionen gewünscht auch vor oder bei wichtigen Wettkämpfen. Es wird allerdings nicht nur in eine Richtung gesprochen, denn ein guter Coach steht im ständigen Dialog mit seinem Athleten, „verarbeitet“ immer auch das Feedback. Einer der Gründe, warum wir keine vorgefertigten Trainingspläne herausgeben und neue Trainingspläne immer nur nach Rückmeldung des Athleten geschrieben werden. Für einen echten Leistungsfortschritt ist es elementar, dass der Trainer immer auf die aktuelle Situation des Sportlers – physisch wie psychisch – reagiert.

Unsere Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler findet ihr hier!

Das STAPS-Team - die Experten für Leistungsdiagnostiken, Training, Ernährung und Sitzpositionen

Die STAPS-Trainingsbetreuung – Strategie und Struktur

Eine erfolgreiche Trainingsbetreuung steht bei STAPS immer auf drei entscheidenden Säulen:

  1. Ein physiologisches Stärken- und Schwächen-Profil des Sportlers, das über die STAPS-Leistungsdiagnostik ermittelt und immer wieder überprüft wird.
  2. Die Rahmenbedingungen des Sportlers, die für das Training wichtig sind. Dazu zählen beispielsweise verfügbare Trainingszeit, spezielle Trainingslager, alternative Trainingsmöglichkeiten und natürlich das soziale Umfeld wie Familie, Beruf sowie sonstige Verpflichtungen. Alles wird aufeinander abgestimmt.
  3. Die Ziele des Sportlers. Das kann eine Platzierung oder eine Zeit bei einem bestimmten Wettkampf sein. Das Ziel kann aber auch sein, Gewicht zu verlieren oder sportlich leistungsfähiger zu werden. Das bestimmt der Sportler selbst, wir unterstützen ihn dabei, sich realistische Ziele zu setzen.Physiologische Stärken und Schwächen des Sports aufdecken, um diese im Training zu verbessern

Das Training bei STAPS

Wer bei STAPS trainiert, wird individuell betreut. Ausgerichtet an den persönlichen Stärken und Schwächen, den Zielen und natürlich dem Zeitbudget bekommt der Athlet sein Training „verschrieben“.

Bevor es aber überhaupt losgeht, gibt es ein persönliches Kennenlernen, erstmal am Telefon und auf jeden Fall direkt bei der ersten Leistungsdiagnostik. Auf diese aufbauend werden erst dann die Trainingspläne geschrieben, um die physiologischen „Baustellen“ zu berücksichtigen. Daher liegt kein Algorithmus wie bei einer Software, einer App oder Trainingsplattform hinter unseren Trainingsplänen.

Bei der Konzeption der Trainingspläne setzen wir auf moderne wissenschaftlich überprüfbare Erkenntnisse. Bei uns gibt es Physiologische Stärken und Schwächen des Sports aufdecken, um diese im Training zu verbessernkeine Philosophie, geprägt von einem bestimmten Trainings-„Duktus“. Das Schrubben zeitaufwendiger Grundlagenkilometer im Winter? Keine Option für einen individuellen Trainingsplan. Für uns gibt es keine Trainingsinhalte, die sich nach der Jahreszeit richten, Übungseinheiten werden ausschließlich auf Basis der drei Säulen des STAPS-Trainings abgestimmt. Auch im Winter kann eine Einheit kurz und knackig sein, wenn es zur Entwicklung des Sportlers beiträgt. (Science with STAPS: Wintertraining einmal effizient bitte!)

Auch gibt es kein Ausprobieren wie „erst mal drei Monate Grundlage, dann mal 2 Wochen intensiv trainieren“. Erstens motiviert solch ein Training nicht sonderlich, zweitens – und viel wichtiger – legt die Leistungsdiagnostik die Schwächen offen, an denen direkt gearbeitet werden kann. Um objektiv festzustellen, dass das Training „anschlägt“ und den gewünschten Effekt erzielt, wird anhand weiterer Diagnostiken der Leistungsfortschritt und die Entwicklung der Physiologie des Sportlers regelmäßig kontrolliert. Daher gibt es bei dieser Konzeption des Trainings eine Art „Garantie“, dass man weder Stunden noch Kilometer großartig verschenkt und nach 3 Monaten feststellt, dass „Grundlage“ eben doch nicht der richtige Ansatz war.

Trainingseinheiten sind lediglich das Tool. Sie miteinander sinnvoll zu verknüpfen, sie individuell auf den Formzustand des Athleten anzustimmen und in den Alltag eines Hobbysportlers zu integrieren, ohne ihn zu überfordern noch zu unterfordern - darin besteht eine wichtige Eigenschaft des modernen Coachings.

Keine andere Sportart als das Radfahren beziehungsweise das Radfahren im Triathlon liefert mehr einfach zugängliche Trainingsdaten. „Leistung“ lässt sich nur in diesen Sportarten präzise messen, analysieren und zur Trainingssteuerung nutzen. Gerade dieses „Fahren nach Zahlen“ ist äußerst effizient und zeitsparend. Es kann sozusagen minutiös geplant werden, kein Meter wird umsonst gefahren und es schützt vor Über- wie Unterforderung gleichermaßen. Das soll aber im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass unsere Athleten nicht auch mal nach Lust und Laune einen Roadtrip machen dürfen. Hier können wir genauso über die Analyse der Leistungsdaten Rückschlüsse ziehen und diese Touren als Training einordnen.

Die Datenanalyse – über Leistung oder Herzfrequenz – hilft nicht nur das Training zu kontrollieren, sondern auch Trainingserfolge schnell sichtbar zu machen und den Fortschritt schnell auf die zukünftigen Einheiten anzupassen. Außerdem analysieren unsere Coaches die Leistungsdaten aus den Rennen beziehungsweise Wettkämpfen und können hier sehr schnell Rückschüsse in Abhängigkeit zur Energieversorgung und der eingeschlagenen Pacingstrategie ziehen.

Rennanalyse der Siegerin Laila Orenos beim Ötztaler Radmarathon 2017

Ernährung

Sport und Ernährung gehören zusammen. Bestimmte Trainingseinheiten erfordern zwangsläufig sogar eine Ernährungsstrategie vor, während und nach der Belastung, um das Trainingsziel zu erreichen. Daher ist die Ernährung Teil einer jeden STAPS-Trainingsbetreuung.

So ist ein effizientes Training des Fettstoffwechsels mit gefüllten Glykogenspeicher schlichtweg unmöglich, genauso wenig machen hochintensive Einheiten ohneFettstoffwechseltraining richtig gemacht! eine ausreichendende Versorgung mit dem Treibstoff Kohlenhydrat Sinn. Auch können bestimmte Substanzen wie Nitrate in Form Roter Bete (Science with STAPS: Ökonomischer mit Roter Bete) oder Koffein die Leistungsfähigkeit verbessern; andere dagegen wie zum Beispiel Vitamin C den Trainingsreiz schwächen. All dies berücksichtigen wir bei der individuellen Trainingsplanung unserer Athleten. Genauso wie das Thema Gewicht, dass natürlich gerade bei dem Thema Watt pro Kilogramm eine „schwerwiegende“ Rolle spielt. Allerdings alles in Abhängigkeit von individueller Veranlagung, Training bzw. Wettkampfziel sowie den persönlichen Begleitumständen:

Ein Satz noch zum oftmals falsch verstandenen Thema „Nüchtern-Training“. Hier finden wir den Begriff häufig falsch verstanden. Bei uns fährt man selten nüchtern, stattdessen setzen wir bei der Trainingsform „train low“ auf eine kohlenhydratarme Ernährung und legen mehr Wert auf die Zufuhr von Fett und Eiweiß und versuchen so, dass die Kalorienbilanz auf einem ähnlichen Niveau bleibt wie bei einer kohlenhydratreichen Ernährung. Hungern muss also niemand. Die Angaben lauten eher „Starte die Einheit ohne Kohlenhydrate“, statt das Wort „nüchtern“ zu verwenden. Außerdem wird diese Trainingsform nur dann von uns eingesetzt, wenn bestimmte physiologische Baustellen verändert werden sollen (z.B. Senkung der maximalen Laktatbildungsrate, Verbesserung des Fettstoffwechsels etc.).

Mehr dazu auch in unserem STAPS Advisor #1 zum Fettstoffwechseltraining!

Wir nutzen zudem im Jahresverlauf bestimmte Trainingseinheiten dazu, eine Ernährungsstrategie für den Wettkampf auszuprobieren, damit der Sportler sich sicher sein kann, was er in der Rennhektik verträgt und wann er was essen muss. Wir geben dem Athleten eine Strategie für den Wettkampf mit auf den Weg, damit er weiß, wann er wie viel an Flüssigkeit, Kohlenhydrate, ggf. anderen Makronährstoffen (gerade im Ultra-Ausdauerbereich) zu sich nehmen sollte und wie er Bio-Booster wie rote Bete oder Koffein leistungssteigend einsetzt.

Natürlich „monitoren“ wir auch nach einem Wettkampf diese Strategie und analysieren das Rennen. (Ernährungsstrategie Alpen-Challenge 2017)

Taktik-Tipps: Das perfekte Pacing

Bitte nicht falsch verstehen, wir werden den von uns trainierten Radsportlern niemals sagen, wo sie im Rennen eine Attacke lancieren sollen - dafür sind zum Beispiel im Profisport die sportlichen Leiter zuständig. Was wir anhand der vielen physiologischen Parameter aber problemlos voraussagen können, ist das perfekte Pacing. Also mit welcher Leistung bestimmte Rennabschnitte gefahren werden können, ohne dass der Athlet einbricht. Das gilt natürlich nicht nur für Langstreckenevents oder Radmarathons, sondern besonders für Zeitfahren sowie den Radsplit im Triathlon. Gerade bei letzterem ist es extrem wichtig, clever mit den Kräften hauszuhalten, da ja darauf noch ein (Marathon-) Lauf folgt. Aufgrund der Stoffwechselanalyse und dem Fett- und Kohlenhydrat-Verbrauch, die Teile der STAPS-Leistungsdiagnostik sind, können wie hier sogar bestimmte Zeiten voraussagen.

Fazit

Ihr Wunsch ist es doch, schneller zu fahren bzw. besser zu werden? Dann investieren Sie in den Motor und das sind Sie. Und nicht immer wieder in das Chassis wie die Carbonlaufräder, den superleichten Rahmen oder die elektrische Schaltung. Wir „Tuner“ von STAPS freuen uns schon darauf, ein paar PS mehr aus Ihnen herauszuholen. Noch Fragen? Dann einfach anrufen oder eine Mail schreiben!

Alle Informationen zu unseren Trainingspaketen und -angeboten finden Sie hier: STAPS-Betreuungen

Ironman-Weltmeister Jan Frodeno arbeitet zur Optimierung seiner Aero-Position mit STAPS und gebioMized zusammen

Wird er dieses Jahr zum dritten Mal in Folge Ironman-Weltmeister werden können? Nichts weniger ist das Ziel für Jan Frodeno. Auf seinem Weg zur erneuten Titelverteidigung begleiten wir ihn gemeinsam mit gebioMized. Unsere Herausforderung dabei: Die optimale Kombination aus perfekter Aerodynamik und maximalem Komfort.

Wir geben euch einen Einblick in unsere Arbeit mit Jan Frodeno:

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Photocredit: Felix Rüdiger

Jan Frodeno auf dem Weg zum Ironman Hawaii - Positionsoptimierungen zur Verbesserung der Aerodynamik