Ötztaler_2019

Der Mythos Ötztaler. Jedes Jahr haben rund 4.000 Rennradfahrer einen Traum: den anspruchsvollsten Radmarathon der Alpen zu finishen. Der Rundkurs führt auf 238 Kilometern von Sölden über 4 Alpenpässe (Kühtaisattel, Brenner-, Jaufenpass und Timmelsjoch) nach Südtirol und wieder zurück. Unglaubliche 5.500 Höhenmeter meistern die Teilnehmer, die schnellsten unter ihnen gelangen in einer Zeit von etwas mehr als sieben Stunden ins Ziel. Bei der diesjährigen Ausgabe gab es von Titelverteidiger Mathias Nothegger aus Österreich einen neuen Streckenrekord mit einer Zeit von 6:47.02 Stunden. Unser Coach Markus Hertlein konnte sich lange Zeit zusammen mit dem späteren Sieger in der Spitzengruppe des Rennens behaupten und belegte am Ende einen sehr starken 18. Platz. Bei den Frauen konnte Christina Rausch aus Deutschland ihren ersten Sieg beim legendären Radmarathon einfahren.

Auch dieses Jahr waren wir mit unseren STAPS-Sportlern wieder zahlreich am Start des Ötztaler Radmarathons. Insgesamt 38 Athleten plus 2 STAPS-Trainer konnten vergangenen Sonntag ihren Traum erfüllen und den Ötzi beenden. Im letzten Jahr haben wir 37 Athleten auf den Radmarathon vorbereitet und in 2017 kamen 42 unserer Sportler im Ziel in Sölden an.

Die Erfahrungsberichte von 2017 und 2018 findest du hier:

Ötztaler Radmarathon 2017 – 42 STAPS-Sportler im Ziel

STAPS-Sportler beim Ötztaler Radmarathon 2018

Klaus Stucke Ötztaler

Klaus Stucke beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Klaus Stucke

Alter: 53

STAPS-Coach: Jonas Kraienhorst

Ötztaler-Teilnahme: 12. Teilnahme

Statement:

„Für meine 12. Teilnahme am Ötztaler Radmarathon war alles perfekt geplant. Die Vorbereitung hätte nicht besser laufen können: die STAPS-Betreuung durch Jonas und die Eingliederung von Today´ Plan als Trainings-App haben sehr gut geklappt.

Das Wetter am 1.September in Sölden wurde mit Gewitter-Risiko am Abend vorhergesagt. Somit hieß die Devise, möglichst zeitig am Nachmittag anzukommen. Mit 9 Std 8 Min war ich dann mit meiner schnellsten gefahrenen Zeit trocken im Ziel angekommen.“

Zielzeit 2019: 09:08.56 Stunden

Werner Böhm- Ötztaler Radmarathon

Werner Böhm

Alter: 70

STAPS-Coach: Jonas Kraienhorst

Ötztaler-Teilnahme: 10. Teilnahme

Statement:

„Ich bin gestern zum 10. Mal den Ötztaler gefahren und auch wieder als Finisher ins Ziel gekommen. Dank der guten Betreuung von Jonas und seiner Unterstützung mit Rat und Tat, bin ich gestern Bestzeit gefahren. Gestern habe ich für die Strecke 10.17.13 h benötigt.
Außer am Jaufenpass , den ich absolut nicht mag, ( wird nicht mehr mein Freund) habe ich mich gut gefühlt. Das Wetter hätte außerdem für den Marathon nicht besser sein können.“

Zielzeit 2019: 10:17.13 Stunden

Markus Hertlein-Ötztaler

Markus Hertlein

Alter: 27

Ötztaler-Teilnahme: 3. Teilnahme

Statement:

„Das Rennen war einfach nur richtig cool. Die Taktik war sicher nicht unbedingt die Ergebnisförderlichste, aber in der 12 Mann Spitzengruppe über 4 Stunden lang das Rennen über den Brenner und in den Jaufen anzuführen war einfach der Hammer.
Für dieses Selbstmordkommando durfte ich dann aber auch am Timmelsjoch richtig richtig leiden, als Krönung gab es dann noch im völligen Delirium einen Sturz in der Abfahrt vom Timmelsjoch. Aber alles glimpflich ausgegangen und das am Ende doch noch eine Zeit von 7:07 Stunden rausgekommen ist hat mich selbst ein bisschen überrascht.  Insgesamt ein total geiles Radrennen mit dem ich super zufrieden bin.”

Zielzeit 2019: 7:07.24 Stunden

MarkPigors_Oetzi_2019

Mark Pigors

Alter: 35

STAPS-Coach: Niklas Lehnen

Ötztaler-Teilnahme: 4. Teilnahme

„Angenehme Temperaturen, kein Regen und wenig Wind. In diesem Jahr bot der Ötzi die besten Voraussetzungen für perfekten Radsport. Dank Niklas‘ abwechslungsreichen Training und den vielen Pendelkilometern erarbeiteten wir eine Pacingstrategie für eine Zeit von 8:20h. Die genauen Vorgaben für die Anstiege konnte ich auch gut einhalten und am Brenner erwischte ich eine flotte Gruppe. Am Fuße der Auffahrt zum Timmelsjoch habe ich dann noch Niklas auf dem Rad getroffen und konnte mir die letzten Tipps abholen. Das nenne ich mal eine intensive und direkte Betreuung! Schlussendlich beendete ich den optimalen Radtag mit einer erneuten persönlichen Bestleistung nur knapp über 8:20h!”

Zielzeit 2019: 8:23.43h

Günther Lippitsch

Günther Lippitsch beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Günther Lippitsch

Alter: 55

STAPS-Coach: Hosea Frick

Ötztaler-Teilnahme: 4. Teilnahme

Statement:

“Der Ötztaler … einmal unter 10 Stunden. Angesichts eines (beruflich bedingt) sehr begrenzten Zeitbudgets für das Training ein doch sehr ambitioniertes Ziel. Auch 2018, trotz widrigster Wetterbedingungen, habe ich mit 10:00.28 Stunden, wenn auch knapp, diese Ziel verfehlt. Aber dann kam STAPS … und ein ebenso cooler wie kompetenter Coach, Hosea Frick. Der STAPS Zugang zum Training hat mich, gerade ob eingeschränkter zeitlicher Ressourcen, gereizt. Als “old school”-Geprägten (Winter/Frühjahr lange Grundlageneinheiten usw.) jedoch auch skeptisch gestimmt. Hosea hat es aber vom Erstgespräch an verstanden, diese Skepsis zu zerstreuen. Trainingsstart war Mitte November 2018, der Unterschied zum bisherigen Training: weniger Zeitaufwand, dafür aber oft eine Intensität, die es in sich hatte – und so manche Trainingsvorgabe habe ich auch “verwünscht”. Dennoch kann ich mich nicht erinnern, je so abwechslungsreich und (nicht zuletzt auch deshalb) mit so viel Spaß trainiert zu haben. Und da der Coach über today’ plan quasi immer dabei ist (“big brother ist watching you”), will man sich ja auch keine Blöße geben. 

Zweifel zwischendurch hat es natürlich auch gegeben. Gerade hier aber hat sich gezeigt, wie wertvoll ein Coach ist, der es versteht, “Fordern” und “Fördern” entsprechend auszubalancieren. Und die nicht nur gefühlten (sondern sich auch in den Tests in München widerspiegelnden) Leistungssteigerungen insbesondere in den letzten Monaten haben das Ihrige dazu beigetragen, um für den Ötztaler entsprechend gerüstet zu sein.

Der Ötztaler Radmarathon am 1. September dann selbst: beste Rahmenbedingungen (Wetter etc.), eine gemeinsam “ausgeheckte” Pacing- und Ernährungsstrategie, von Frau und Tochter perfekt betreut und mit 9 Stunden und 16 Minuten eine Zeit, die ich niemals für möglich gehalten hätte … STAPS und vor allem Hosea: Chapeau und vielen, vielen Dank!”

Zielzeit 2019: 9:16.07 Stunden

Michael Leykum beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Michael Leykum beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Michael Leykum

Alter: 53

STAPS-Coach: Niklas Lehnen

Ötztaler-Teilnahme: 13. Teilnahme

Statement:

„Ich bin jetzt das 13. Mal (das verflixte Mal) den Ötztaler gefahren. Leider hatte ich ein wenig gesundheitliche Probleme und kämpfte mit einer bereits länger anhaltenden, leichten Erkältung (wahrscheinlich durch die Autoklimaanlage/ Klimaanlage in diversen Einkaufsläden). Die Rechnung dafür bekam ich ab dem Jaufenpass. Ich bin dennoch mit dem Notprogram irgendwie halbwegs akzeptabel ins Ziel gefahren, wobei die mögliche und erreichbare Zielvorgabe hätte 30 – 35 Minuten schneller heißen sollen/ müssen! Das Event ist immer wieder ein Highlight, trotz meines Handicaps war ich bestens durch Niklas vorbereitet!”

Zielzeit 2019: 09:06.57 Stunden

Joachim Marquardt beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Joachim Marquardt beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Joachim Marquardt

Alter: 55

STAPS-Coach: Hosea Frick

Ötztaler-Teilnahme: 12. Teilnahme

Statement:

“Ich trainiere nun das dritte Jahr gemeinsam mit STAPS. Abgesehen von der guten Trainingsverfassung während des gesamten Jahres bereitet mich Hosea gezielt auf die anstehenden Wettbewerbe vor. Nach dem erfolgreichen Start beim RATA in Nauders im Juni 2019 legte ich meine persönlich Zielzeit für den diesjährigen Ötztaler bei 9 Stunden fest. Das schien aufgrund der Trainingsdaten gut machbar. Am Ende wurden es 9:13 Stunden, wobei die Zeit bei der Abfahrt verloren ging. Bergauf hielt ich meine Zielzeiten gut ein, bei der Abfahrt verlor ich Zeit und Plätze. Da war mir klar: auch eine schnelle Abfahrt muss trainiert werden. Mit dem Ötztaler beende ich die Wettkampf-Saison, trainieren werde ich selbstverständlich weiter mit STAPS über den Herbst und Winter.

Nach 3 Jahren Zusammenarbeit mit STAPS und Hosea kann ich nur eine sehr positive Bilanz ziehen. Durch das gezielte und personalisierte Intervalltraining steigerte ich meine Leistung deutlich, und erreichte gute Zeiten bei den Wettkämpfen (Rennrad und Mountainbike). Hosea stand immer mit wertvollen Tipps zur Ernährung und zur Wettkampftaktik zur Verfügung und war stets ein Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Training und den Wettkampf. In diesem Sinne freue ich mich auf die neue Saison – mal schauen was so kommt!”

Zielzeit 2019: 09:13.03 Stunden

Frank Krügener beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Frank Krügener beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Frank Krügener

Alter: 35

STAPS-Coach: Markus Hein

Ötztaler-Teilnahme: 3. Teilnahme

Statement:

„Um 6.54h geht es los und meine dritte Teilnahme am Ötzi beginnt. Ich spüre noch die Wanderungen durch die schöne Region in den Tagen zuvor in meinen Beinen, aber der Muskelkater ist am ersten Anstieg bereits vergessen. Die Beine machen ihren Job. Der Schmerz weicht der Euphorie. Position um Position geht es in der nicht endenden Schlange aus Radsportlern nach vorne. Die Passstraße zum Küthai ist nicht die Längste, aber doch die mit den größten Steigungsprozenten (bis 16%). Täuschung oder Realität, habe ich einen Platten am Vorderrad? Bei 1:08.23 h Auffahrt, geht einem viel durch den Kopf: Also rede dir nichts ein, der Reifen ist voll. Kurz vor der Kuppe, dann die „Schlagloch“ – Bestätigung, der Reifen hat Luft verloren. Es folgt ein Zwangs-stopp zum Pumpen. 
Die Abfahrt nach Innsbruck ist, mit Geschwindigkeiten von 75-95 km/h, die im Schnitt schnellste Abfahrt.  Es folgt der zweite Anstieg, der Brenner. Die 38,2 km kann ich in einer guten Gruppe mit einem Schnitt von 34.1 km/h bewältigen. Es folgt der erste Stopp an einer Labestation. Die Flaschen und Taschen müssen gefühlt werden und weiter geht’s rasant nach Sterzing zum Fuß des Jaufenpass. Ein Höhenunterschied von 1130 m gilt es in 1:07.06h (19,3km/h) zu bewältigen. Die Beine Schmerzen, Zähne beißend geht es nur mühsam bergan. Das erste Mal denke ich übers Aufgeben nach. Die Tränen werden verdrückt und alle Stärke zusammen genommen. So „kurz“ vor dem Ziel kann es für mich, Familie und Freunde keine Enttäuschung bzw. ein Rennausstieg geben!
Der Gipfel ist erreicht, nun runter ins sehr warme St. Leonhard zum Start des letzten und schwersten Anstiegs, die Timmelsjoch Passstraße. 1759HM am Stück auf 31,4 km bis die Gipfelhöhe auf 2509 m erreicht ist. Der Anfang ist schwer, bevor es dann wieder etwas flacher wird. Die letzte Labestation ist meine. Noch einmal versorgen und dann Arschbacken zusammen drücken und hoch da. Der Akku ist leer, der Schweiß rinnt in die Augen, das Tacho zeigt 9 km/h. Den Beinen weiter gut zureden und die Kurbel weiter im Grundlagenbereich drehen. Der Gipfel ist nach 2:10.11 h erreicht. Kurzes Rechnen offenbart, dass es eine neue Bestzeit werden kann. Keine Zeit verlieren und mit Spitzengeschwindigkeit von über 100 km/h abwärts Richtung Sölden. Problem: der kleine Endgegner vor der Mautstelle. Nochmal 10% Steigung und die Beine krampfen. 😖 
Sölden erreicht, allen Pässen getrotzt, alle mentale Tiefpunkte und Muskelschmerzen überwunden, habe ich den Zielstrich nach 8:12 Stunden überquert. Ich bin glücklich, stolz und begeistert über die körperliche sowie mentale Leistungsfähigkeit!”

Zielzeit 2019: 08:12.14 Stunden

Stephan Metzner

Stephan Metzner

Alter: 60

STAPS-Coach: Martin Benthack

Ötztaler-Teilnahme: 5. Teilnahme

Statement:

“Schon beim lockeren Einrollen am Freitag und  Samstag mit bestem Wetter saugt man mit jedem Atemzug die besondere Atmosphäre dieser Veranstaltung auf und lässt  die Spannung ansteigen. 6 Monate Training nach Plan von Martin zeigen Wirkung, die Beine sind schnell und locker wie nie. Diesen Leistungssprung habe ich nicht erwartet. Schwarzbrenner angeschraubt, der Freilauf rasselt den Weg frei und schon geht es mit Schwung nach Ötz. Kühtai im Schongang, Richtung Brenner verstecken und Sterzing erreicht. Jetzt geht es los, der Jaufen läuft rund und permanent mit Zug, die 10 Stunden-Marke weiter im Blick. Am Pass die vorbereiteten Flaschen greifen und weiter in die Traumabfahrt nach St. Leonhard. Leider sind die Flaschen nicht da, ich kann ein Gel schnorren und fülle Wasser nach. Ab jetzt wieder Schongang bis Schönau, der Versuch mich mit mit Kuchen und Laugenstange zu verpflegen, lässt mich endlos kauen, an schlucken ist gar nicht erst zu denken. Die zweite Hälfte des Schlußanstiegs wird zäh, dann melden sich auch noch Krämpfe und der Gegenanstieg sieht mich sitzend auf der Leitplanke. Wasser und Brot reichen halt nicht. Am Ende immer noch Bestzeit, tausend Dank an meinen Coach Martin und auch an den BikeFitter Jonas! Jetzt weiß ich, dass man tatsächlich richtig und absolut beschwerdefrei sitzen kann. Ich komme wieder, keine Frage. Die Rechnung ist offen und ich hab ja noch Zeit. Hat super viel Spaß gemacht!”

Zielzeit 2019: 10:47.15 Stunden

Lutz Winker mit Familie

Lutz Winker mit Familie

Lutz Winker

Alter: 51

STAPS-Coach: Yannick Nodler

Ötztaler-Teilnahme: 3. Teilnahme

Eine etwas anderes Statement haben wir von Lutz erhalten, das wir euch nicht vorenthalten möchten. Es zeigt, dass die Bestleistung und Zielzeit manchmal nicht das Entscheidende bei einem Wettkampf sind. Respekt für deine Entscheidung, Lutz!

Statement:

„Ich habe mein Rennen am Jaufenpass für meinen Freund aufgegeben, weil er einen richtigen Leistungseinbruch hatte, und aus Sorge bin ich zur Labestation zurückgefahren und hab mich um ihn gekümmert. Manchmal ist so etwas wichtiger als der Sport. Ich habe den Ötzi 2014 und 2017 gefinisht und im nächsten Jahr wird wieder attackiert. Eigentlich lief es gut bis zum Jaufenpass, die Leistung stimmte, aber so zu entscheiden war in dem Moment für mich wichtiger.“

Zielzeit 2019: nicht gewertet

Günter Kempinger

Günter Kempinger beim Ötztaler 2019 (Fotorechte: sportograf.com)

Günter Kempinger

Alter: 49

STAPS-Coach: Patrick Marseille

Ötztaler-Teilnahme: 4. Teilnahme

„Nachdem bei der 3. Teilnahme im letzten Jahr die Wetterbedingungen grenzwertig waren, wurde die Hoffnung auf bessere Bedingungen in diesem Jahr mehr als erfüllt. Bei bestem Wetter und einem sehr guten Startplatz im 2. Startblock ging es pünktlich auf die Strecke.

Der Plan war, bei der Auffahrt zum Kühtai etwas mehr Körner zu investieren als im letzten Jahr, um dann eine schnelle Gruppe für die Auffahrt zum Brenner zu erwischen. Nach einem kurzen Tankstopp an der Labe Kühtai ging es dann in die Abfahrt nach Innsbruck. 109 km/h Top Speed war da angesagt. Das geht im Grunde vom Kühtai oben bis nach Kematen fast ohne zu bremsen – ob das vernünftig ist, keine Ahnung.

Bei der Auffahrt Brenner habe ich diesmal eine große, super zügige Gruppe erwischt. Oben am Brenner schnell rechts ab an die Labe und weiter. Das kostet zwar schon Überwindung und auch relativ viel Zeit, wenn nahezu die komplette Gruppe an der Labe vorbeifährt. Aber der Motor braucht Treibstoff und das nicht zu knapp. Bei der Ausfahrt von der Labe wieder eine relativ gute Gruppe erwischt. Dann wartet der Jaufen. Da wirds schon langsam zäh – trotzdem 5 Minuten schneller als 2018 geschafft. Oben kurz vor der Passhöhe ein letztes Mal ran an die Labestation und beide Flaschen gefüllt, 6 Packungen Gel eingepackt weiter. 

Die Abfahrt vom höchsten Punkt am Timmel inklusive kurzem Gegenanstieg zur Mautstelle war dann auch kein Problem mehr. Das Ortsschild von Sölden zu passieren und die Einfahrt ins Ziel sind ein Genuss und sorgen für Gänsehaut, jedes Mal wieder aufs Neue.

Dank meines STAPS-Coach Patrick Marseille war ich dieses Jahr in der Lage, meine Zeit aus dem Vorjahr um 33 Minuten zu unterbieten. Ziel war es eine Zeit um die 8:30 Stunden zu fahren, was für mich mit 81kg Körpergewicht schon eine echte Herausforderung darstellt. In Anbetracht meiner Netto-Fahrtzeit von 07:59 Stunden wäre eine nennenswerte Zeitersparnis mit eigenem Support an der Strecke auf alle Fälle möglich. Das Anfahren der Labestationen kostet trotz super Organisation und hilfsbereitem Personal einfach doch recht viel Zeit.

Nach mittlerweile 2 Jahren Zusammenarbeit mit STAPS bzw. Patrick Marseille habe ich noch immer Spaß und kann eine stetige Leistungssteigerung verbuchen – egal ob bei meinen diesjährigen Mountainbike-Marathons oder auf dem Rennrad! An der Stelle nochmals vielen Dank Patrick!”

Zielzeit 2019: 8:07.04 Stunden

Andreas Köstl

Andreas Köstl

Alter: 47

STAPS-Coach: Patrick Marseille

Ötztaler-Teilnahme: 3. Teilnahme

Statement:

„Ich habe zur Vorbereitung auf meine 3. Teilnahme am Ötztaler das ganze Jahr über nach den Plänen von Patrick trainiert. Das Training war zwar häufig sehr zäh, aber dafür fühle ich mich richtig gut und das Fahren macht noch mehr Spaß! Trotz eines Schlüsselbeinbruchs im Juni, bin ich dank des Trainings mit Patrick beim Ötztaler fitter denn je gewesen und konnte meine Zielzeit von 8:30 Stunden um eine gute Viertelstunde unterbieten.“

Zielzeit 2019: 08:14.38 Stunden

Michael Wappelhorst

Michael Wappelhorst

Alter: 53

STAPS-Coach: Jonas Kraienhorst

Ötztaler-Teilnahme: 7. Teilnahme

Statement:

„Als Mountainbiker stellt der Ötzi eine ganz besondere Herausforderung dar, obwohl ich natürlich auch viel auf dem Rennrad trainiere. Auch in diesem Jahr hat mich mein Coach Jonas wieder punktgenau fit gemacht. Leider hat es nicht ganz hingehauen mit einer neuen Bestzeit.“

Zielzeit 2019: 9:06.21 Stunden

Christian Schlemminger

Christian Schlemminger

Alter: 56

STAPS-Coach: Yannick Nodler

Ötztaler-Teilnahme: 1. Teilnahme

Statement:

„Meine lange harte Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Obwohl ich meine Zielzeit um 20 Minuten verpasst habe, bin mit meiner ersten Teilnahme sehr zufrieden. Die Dauer und Härte des Ötztaler sollte man nicht unterschätzen. Dazu kommen nicht planbare Unwägbarkeiten, die einem auch mental das Letzte abfordern. Dank an Yannick, der mich 10 Monate mit viel Know-how und motivierenden Worten begleitet hat!“

Zielzeit 2019: 9:22.56 Stunden

Niklas beim letztjährigen Ötztaler (Fotorechte: sportograf.com)

Niklas beim letztjährigen Ötztaler (Fotorechte: sportograf.com)

Niklas Lehnen

Alter: 32

Statement:

„Am Sonntag waren wirklich perfekte Wetter-Bedingungen. Ich hatte auch eine super Brenner-Gruppe erwischt – da gab es keine Ausreden. Vorgenommen hatte ich mir eine Zielzeit von mindestens 8:30 Stunden, im besten Falle von 8:15 Stunden. Jedoch hatte ich leider schon im ersten Anstieg einige muskuläre Probleme, konnte aber bis oben auf dem Jaufenpass meine angestrebten Wattzahlen fahren. Am Timmelsjoch ging es mir energetisch im Gegensatz zum letzten Jahr zwar noch gut, aber die Muskeln waren schnell zu und ich hatte ordentlich Krämpfe und die Leistung ging runter. In der letzten Abfahrt bin ich noch mal in einer Kurve geradeaus gefahren – das war eine ganz enge Kiste.  Am Ende habe ich dann an einem schwierigen Tag mit 8:30 Stunden mein Mindestziel erreicht und bin daher recht zufrieden!“

Zielzeit 2019: 8:30.31 Stunden