Reto Indergand

Reto Indergand will diese Saison mit seinem BMC Mountainbike Racing Team an seine Erfolge aus den vorherigen Jahren anknüpfen und weiterhin bei den Mountainbike Weltcups vorne mitmischen. Wir unterstützen den Profisportler seit letztem Jahr mit einem Rundum-Paket: so wird Reto trainingswissenschaftlich von Hosea Frick betreut und kommt regelmäßig ins Münchner STAPS-Institut, um mithilfe der Leistungsdiagnostik Professional BLACK seine Entwicklung zu überprüfen. Zudem versorgt Hosea den MTB-Spezialisten mit individuell abgestimmten Ernährungsempfehlungen sowie mit Kraft- und Athletikplänen zur Vorbeugung von Verletzungen und zur Förderung der allgemeinen Stabilität. Als Reto zu Beginn der Saison sein neues Teamrad von BMC erhalten hat, haben wir zusätzlich ein Bike-Fitting PRO durchgeführt, um durch eine optimale Position die maximale Kraftübertragung zu erzielen und Beschwerden auf dem Rad vorzubeugen.

Aufgewachsen in einer Radsport-Familie begann er mit sieben Jahren mit dem Rennradfahren. Der gebürtige Schweizer startete für den VMC Silenen/ IG Radsport Uri und konnte bereits in der Schülerkategorie zahlreiche Siege einfahren. Erst später entdeckte er seine Leidenschaft zum Mountainbiken und wechselte zu den Stollenreifen. Zunehmend stellten sich auch die Erfolge auf dem Mountainbike ein und Reto schaffte schließlich 2005 den Sprung in den Kader der Zentralschweiz. Als Nationalfahrer nahm der Schweizer an zahlreichen internationalen Rennen teil und arbeitete sich Jahr für Jahr weiter nach oben. In seiner Zeit als Nachwuchsfahrer konnte er sich die Bronzemedaille bei der Juniorenweltmeisterschaft in Canberra (Australien) sichern, wurde 3. bei der Schweizer Bergmeisterschaft in der U23-Klasse und belegte den 3. Platz beim Weltcup in Windham (USA).

Reto Indergand

Fotorechte: Irmo Keizer

Saisonvorbereitung 2019

Nach einem erfolgreichen Jahr 2018, startete er mit ein wenig Pech in die Vorbereitung für die kommende Saison und brach sich bei einem Trainingssturz zwei Knochen in der rechten Hand. Die Genesung verlief glücklicherweise problemlos und Reto konnte zügig wieder mit dem Training beginnen. Der Start der STAPS-Betreuung begann klassischerweise mit einer Leistungsdiagnostik, um den aktuellen Stand vom MTB-Fahrer zu ermitteln und seine Baustellen aufzudecken. Die Ergebnisse des Tests waren sowohl für Reto als auch Hosea zufriedenstellend. „Reto kam in einer mehr als guten Form zu uns, was sich sicherlich auch an den Ergebnissen der letzten Jahre zeigt und für eine sehr gute Trainingsarbeit bis dato spricht. Die Herausforderung ist nun erst einmal potentielle Felder für eine Verbesserung zu identifizieren und diese dann in das Training einzubauen.“, meinte Coach Hosea nach der Leistungsdiagnostik. Wenn man in der Trainingssteuerung von Verbesserung spricht ist dies meist gleichbedeutend mit Veränderung der bisherigen Strukturen. Zum Glück harmonierte das Trainer-Sportler-Duo von Beginn sehr gut miteinander und  sie konnten schnell ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen. „Die Kommunikation war von Anfang an äußerst angenehm und ehrlich, da Reto Veränderungen sehr offen gegenübersteht“, so Hosea. Fragt man Reto nach seinen größten Baustellen so sieht er diese vor allem im Trainingsumfang und der Ernährung. In beiden Bereichen setzt er auf die Expertise der STAPS-Coaches, um an den Problemstellen zu arbeiten und das volle Potential auszuschöpfen.

Reto Indergand

Fotorechte: Irmo Keizer

In der Vorbereitung auf die Saison 2019 richtete Hosea den Fokus auf das Krafttraining und nahm in diesem Bereich die größten Änderungen vor. So passte er die Trainingsinhalte und Übungen individuell für Reto an und veränderte die Periodisierung, um etwas mehr Spritzigkeit in der ersten Saisonhälfte zu bekommen. „Den Umfang versuchen wir gezielt in bestimmten Wochen deutlich zu erhöhen, das ganze allerdings immer mit Blick auf die Erholung und einen dementsprechenden Ausgleich.“, berichtet der STAPS-Trainer. Alle langfristigen Maßnahmen und die weiteren Trainingsinhalte werden erst nach der nächsten Leistungsdiagnostik und nach dem Start in die Rennsaison detailliert geplant.

Herausforderungen bei der Betreuung eines Profi-Sportlers aus Athleten- und Trainersicht

Auch der Beruf des Profisportlers bringt einige Verpflichtungen mit sich und der Trainingsalltag von Reto muss häufig rund um Presseveranstaltungen, Fototermine und Teamtreffen geplant werden. Trotzdem hat ein Berufssportler deutlich mehr Zeit für seinen Sport zur Verfügung und kann dem Körper die erforderliche Regeneration bieten. Aus Trainersicht liegt genau in diesen Punkten die Herausforderung bei der Trainingssteuerung, um die richtige Mischung aus Be- und Entlastung zu finden und den Sportler nicht zu über- oder unterfordern. Die präzise Umsetzung des Trainingsplans und die exakte Dokumentation mittels einer Trainingsplattform sind essentielle Bausteine, um die Fortschritte festzustellen und das Training dementsprechend anzupassen. Die nötige Motivation für die Umsetzung holt sich Reto häufig mit dem Gedanken an die zukünftigen Erfolge und in dem er sich vor Augen führt, welche Auswirkungen das Training an diesem Tag auf seine weitere sportliche Entwicklung hat. Eine weitere Motivationshilfe bietet ihm seine Trainingsumgebung, denn Reto genießt es draußen in der Natur zu sein.

Reto Indergand

Fotorechte: Andreas Dobslaff

Ziele 2019

Dieses Jahr möchte der MTB-Spezialist an seine erfolgreiche Saison von 2018 anknüpfen und ein Top 5 Resultat bei einem Weltcup einfahren. Darüber hinaus richtet er seinen Fokus auf die Europameisterschaft Ende Juli in Brno (Tschechien) und die Weltmeisterschaft in Mont-Saint-Anne am 01. September. Seinen Start in die Saison erfolgt dieses Wochenende in Marseille beim Coupe de France. Wir sind gespannt wie Reto sich schlägt und drücken die Daumen! Mehr zu Reto und seinen aktuellen Rennergebnissen findest du auf seiner Website und seiner Facebook-Seite.