Am 16. März drehte sich bei uns im Kölner Institut alles um das Thema Ultra-Radsport. Mit Guido Löhr und Axel Fehlau waren zwei von uns trainierte Athleten zu Gast, die in packenden und interessanten Vorträgen von ihren Erfahrungen bei Ultra-Events berichteten. Björn gab aus Trainersicht exklusive Einblicke in die Trainingssteuerung zur Vorbereitung auf ein Ultra-Radsportevent und vermittelte wertvolle Tipps in Bezug auf die Ernährung und Versorgung während Extrembelastungen.

In seiner kurzweiligen Präsentation berichtete Guido von seinen erfolgreichen Race Across America Teilnahmen, mit dem Podium und Klassensieg 2017, sowie Siegen beim Race Around Ireland und dem Schweizer Radmarathon. Anhand des Race Across Americas erzählte er von den organisatorischen, körperlichen und vor allem mentalen Herausforderungen des Extremradsports. Die spektakulären Bilder des Rennens und die mitreißenden Erzählungen von Guido ließen die Zuschauer teilhaben an dem wohl bedeutendsten Event der Ultracycling-Szene. Alle Erfahrungen hat Guido auch in seinem Buch 9 Tage 22 Stunden 40 Minuten: 4960 Kilometer nonstop beim härtesten Radrennen der Welt festgehalten. 

Der wohl bekannteste deutsche  Teilnehmer bei Trondheim-Oslo ist Axel Fehlau, der das Ultra-Rennen bereits 25-Mal gefinisht hat und bei unserem Get-Together gleich zwei Vorträge über seine beeindruckenden Erfahrungen gehalten hat. Mit dem Thema „Die Jagd nach der Sekunde“ gab Axel einen interessanten Einblick in das Unterfangen „Ultra-Radsportrennen“. In seinem zweiten Vortrag „Organisation Ultra-Radsport-Event“ zeigte Axel die Besonderheiten bei der Vorbereitung auf ein Ultra-Rennen und berichtete von seinen Erfahrungen in diversen Themen wie die Anmeldung, Anreise, Radtransport, Übernachtung, Vorbereitung und Logistik. Der letzte Punkt, die Logistik eines Ultra-Rennens, wurde anschaulich anhand von Playmobilfiguren nachgespielt und deutlich gemacht, wie komplex diese sein kann.

Trondheim-Oslo in der Paymobil-Version (Fotorechte: Tanja Ney)

Trondheim-Oslo in der Playmobil-Version (Fotorechte: Tanja Ney)

Björn Geesmanns Präsentationen beleuchteten die Vorbereitung auf ein Ultra-Rennen aus Trainersicht und zeigte die speziellen Anforderungen von Ultra-Ausdauerbelastungen auf. Dabei richtete er den Fokus bei seinem ersten Vortrag auf die Kontroversen des Trainings in Vorbereitung auf ein Ultra-Rennen. Auch wenn das Rennen darauf abzielt, dass man möglichst lange eine gleichbleibende Belastung absolvieren kann, sieht das Training dafür mit kurzen, intensiven Intervallen gänzlich anders aus. Mit seiner zweiten Präsentation zum Thema "Ernährung" ging Björn vorwiegend auf die Problematik ein, dass die speziellen Anforderungen von Ultra-Rennen in der wissenschaftlichen Literatur zu wenig abgedeckt werden. Mit detaillierten Erläuterungen gab er einen Einblick in verschiedene Ernährungsstrategien für Ultra-Rennen erklärte die Physiologie eines Ultra-Sportlers.

STAPS-Geschäftsführer Björn Geesmann (Fotorechte: Tanja Ney)

Wir möchten uns bei allen Beteiligten für den gelungenen Ultra-Radsporttag bedanken und sind uns sicher, dass es nicht das letzte Get-Together der Ultra-Radsportszene war! Der gesamte Erlös der Veranstaltung geht an eine Organisation, die uns schon lange Zeit am Herzen liegt: Die Organspende-Organisation Junge Helden, die sich zum Ziel gesetzt hat, vor allem junge Menschen auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen und sie darüber aufzuklären. Seit 5 Jahren fährt das STAPS-Team bei "Rund um Köln" für den guten Zweck mit und macht auf den Organspende-Verein aufmerksam.