Lukas Naegele als erfahrener Ultraläufer beim Kult-Triathlon im Allgäu

Insider im Triathlon behaupten ja, dass STAPS-Mitarbeiter Lukas in diesem Sommer Ultra-Marathons wie den Großglockner-Ultratrail oder den Eiger-Ultratrail nur gelaufen ist, um sich bestmöglich auf den legendären Kuhsteig beim Allgäu-Triathlon vorzubereiten. Ob es etwas gebracht hat und wie es ihm bei seinem Triathlon-Debüt erging, lest ihr in seinem Bericht:

 

„Wie, du hast noch nie einen Triathlon gemacht?“, die Frage, die ich im Frühjahr als Sportlicher Leiter beim Hannes-Hawaii-Tours-Camp auf Mallorca gefühlte tausend Mal zu hören bekam, nagte an mir! Dass ich schon lange dem Ausdauersport verfallen bin, schon unzählige Marathons, Ultramarathons, Trail-Läufe absolviert hatte…nebensächlich. Ich wollte nicht immer als „der Läufer“ abgestempelt werden, aber der legendäre Dreikampf, bestehend aus Schwimmen, Radfahren und Laufen, stand eben noch nicht auf meiner Haben-Seite. Das musste geändert werden!

Über das großartige Team von Hannes Hawaii Tours war die Verbindung zum Allgäu Triathlon der entscheidende Wegbereiter und noch im Camp wurde die Anmeldung zum KULT-Triathlon fixiert. Es wurde also ernst! Ein bisschen schwimmen, ein bisschen Radfahren - fortan schmückten zwei weitere Disziplinen meinen sonst immer recht gleich aussehenden (Lauf-)trainingsplan. Neben diversen Ultratrails in diesem Sommer, fehlte mir allerdings die letzte Konsequenz im Training und das Fragezeichen hinter der Sinnhaftigkeit meiner Teilnahme wuchs von Tag zu Tag. Die Aufregung gipfelte in den letzten Tagen vor dem Start! Schwimmen, Wechseln, Radfahren, Wechseln… auf was habe ich mich da bloß eingelassen?

Lukas Naegele als erfahrener Ultraläufer beim Kult-Triathlon im Allgäu

Am gestrigen Sonntag gab es dann kein Zurück mehr. Ich zog meinen Neo an, begab mich in die Einschwimm-Zone, versuchte ein paar Züge zu schwimmen und meinen Puls zu beruhigen. Das Wetter war traumhaft, der Alpsee glitzerte in seiner ganzen Schönheit noch völlig ruhig in der Morgensonne. Das sollte sich gleich ändern!

Ein lauter Knall und los ging das wilde Getümmel. Ich schwamm los wie ein Irrer, versuchte meinen Platz in der Masse hunderter hochmotivierter Athleten zu behaupten und meinen Rhythmus zu finden. „Ruhig bleiben“, ging es mir ständig durch den Kopf. Nicht verunsichern lassen, keine Panik kriegen - es funktionierte. Die erste Boje, der Landgang, alles lief nach Plan!

Knapp unter 35 Minuten zeigte die Uhr, als die erste Disziplin geschafft war. Ich rannte in die Wechselzone, hochkonzentriert keinen Fehler zu machen: Neo aus, Startnummernband an, Brille, Helm und ab dafür. Es fühlte sich verdammt gut an!

Lukas Naegele als erfahrener Ultraläufer beim Kult-Triathlon im Allgäu

Zum ersten Mal konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Schnell fand ich meinen Rhythmus auf dem Rad, konnte Platz um Platz gut machen. Die zwei anspruchsvollen Radrunden mit über 1.000 Höhenmetern liefen perfekt. Mein Ernährungsplan ging auf und auch in der zweiten Runde hatte ich noch genügend Dampf in den Beinen um das angeschlagene Tempo durchzudrücken. 2:30 Stunden für die 84km - es passte gut auf dem Rad!

Lukas Naegele als erfahrener Ultraläufer beim Kult-Triathlon im Allgäu

Jetzt nur noch laufen. Als erfahrener Läufer dachte ich: Easy! Falsch gedacht… Socken an, Schuhe an, Gel in die Tasche, Cap auf. Auch der zweite Wechsel lief reibungslos und ich rannte los. Dass sich die Beine nach dem Radfahren absolut miserabel anfühlen können, wusste ich. Dass sie sich aber so miserabel anfühlen können, war für mich auch ein neues, ziemlich unangenehmes Gefühl. Die Pace zeigte 3:45 Minuten pro Kilometer. Eigentlich ein Tempo, dass ich auf jeden Fall durchlaufen können sollte und wollte. Mit der Vorbelastung der beiden ersten Disziplinen ging das aber nicht. Ich spürte wie die Hitze dem Körper zusetzte, wie die müden Beine mit jedem Schritt noch müder wurden, wie die Energie von Kilometer zu Kilometer schwand. Ich beschloss an jeder Verpflegungsstation anzuhalten, mir die Zeit zu nehmen die Speicher aufzufüllen und den Körper zu kühlen. Ein guter Plan. Das „Laufgefühl“ kehrte zurück, die Pace stabilisierte sich. Am legendären Kuhsteig war nochmals Gänsehaut angesagt. Allmählich wich die Anspannung dem Genuss – trotz der Qualen und Schmerzen am ganzen Körper. Ich begann zu realisieren, dass ich meinen ersten Triathlon erfolgreich finishen würde.

Adrenalin, Gänsehaut, Glückseligkeit. Dieses absolut einzigartige Erlebnis war geschafft. Ich werde es wohl nochmals machen – irgendwann. Und ein Platz 15 zum Einstand ist für einen Läufer doch gar nicht so schlecht! 😉

Lukas Ergebnisse beim Allgäu-Triathlon geht es hier: Ergebnisse Mitteldistanz Allgäu-Triathlon

Lukas Naegele als erfahrener Ultraläufer beim Kult-Triathlon im Allgäu

STAPS ist eines der weltweit führenden Institute für Trainingsbetreuung, Leistungsdiagnostik sowie der biomechanischen und aerodynamischen Optimierung von Ausdauersportlern. Dank unser weltweit einzigartigen Methodik betreuen wir an unseren Standorten in Köln, Hamburg und München neben namhaften Profiathleten auch zahlreiche Amateur- und Freizeitsportler (national und international). Wir wollen unser Team weiter stärken und suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen

Marketing-Manager in Teilzeit oder auf freiberuflicher Basis (m/w)

Deine Aufgaben bei uns:

  • Marketing Management
    • Fortlaufende Umsetzung, Evaluierung und Weiterentwicklung von Marketing-Maßnahmen
    • Entwicklung und Umsetzung neuer Maßnahmen zur Optimierung der Zielgruppenansprache
    • Übergeordnete Website-Analyse und -optimierung
  • Content Management
    • Weiterentwicklung und Pflege des Content-Kalenders
    • Selbstständige (redaktionelle) Content-Erstellung
    • Content-Koordination von earned und paid media
    • Verwaltung und Bearbeitung von Bild- und Videomaterial

Dein Profil:

  • Einschlägige Berufserfahrung im (Sport-)Marketing und Content Management
  • Erfahrung in der Arbeit mit Content Management Systemen, Google Analytics sowie Suchmaschinen-Marketing (SEO, SEA)
  • Eigeninitiative, Begeisterungsfähigkeit und Kreativität

Was wir Dir bieten:

  • Eine spannende und abwechslungsreiche Aufgabe mit hohem Kreativpotential und Eigenverantwortung
  • Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeit sowie flexible Arbeit an unseren Standorten in Deutschland (bevorzugt Köln)
  • Ein junges Team mit flachen Hierarchien

Bist Du bereit für eine neue Herausforderung? Dann schicke Deine Bewerbung bis zum 31. August 2018 ausschließlich via Email an Björn Geesmann: contact@staps-online.com.

Wir freuen uns darauf, Dich kennenzulernen!

Neue Mitarbeiter für STAPS gesucht!

 

Das Münchener Institut sucht Verstärkung im Bereich der Leistungsdiagnostik

Das STAPS Institut hat sich in wenigen Jahren eine führende Stellung in der Trainingsbetreuung, Leistungsdiagnostik und der biomechanischen und aerodynamischen Optimierung von Ausdauersportlern erarbeitet. Unsere Methoden sind weltweit einzigartig und genießen im nationalen und internationalen Freizeit-, Amateur- und Profisport hohe Anerkennung. Im Zuge unserer Expansion suchen wir für das Hamburger Institut:

ab September/ Oktober 2018 einen Sportwissenschaftler (w/m) in Festanstellung (Teilzeit, Perspektive für Vollzeit)

Dabei möchten wir betonen, dass sich nach Möglichkeit für die ausgeschriebene Stelle mittelfristig (maximal 24 Monate) eine Anstellung in Vollzeit anschließt.

Du hast weitreichende Kenntnisse der Leistungsphysiologie, Trainingssteuerung, Biomechanik und Aerodynamik sowie ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaft (Schwerpunkt Trainingslehre, Leistungsdiagnostik, Leistungssport) oder ein aktuell noch laufendes Master-Studium?

Darüber hinaus verfügst Du über praktisches Wissen und Erfahrung im Bereich Triathlon und/oder Radsport, welches Du wortgewandt vermitteln kannst? Als neue(r) Mitarbeiter(in) bei STAPS führst Du physiologische und biomechanische Diagnostiken durch, berätst Kunden basierend auf den Ergebnissen, erstellst Trainingsprogramme und betreust Sportler(innen) via Email, Telefon und persönlich.

Als Teamplayer bringst Du dabei Deine Erfahrung und Dein Wissen ein, arbeitest dennoch eigenständig und übernimmst Verantwortung. Mit Deinem überdurchschnittlichen Engagement, welches Du teilweise in freier Zeiteinteilung umsetzt, bist Du fester Bestandteil eines jungen Teams bei STAPS. Im täglichen Umgang mit unseren Kunden bist Du kommunikativ und verfügst über ein selbstbewusstes Auftreten.

Hast Du nach dieser Chance gesucht? Dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung bis zum 31. August 2018, ausschließlich via Email an Björn Geesmann: contact@staps-online.com

 

Bikefitter und Sportwissenschaftler gesucht als Verstärkung für unser Hamburger Institut

Das Münchener Institut sucht Verstärkung im Bereich der Leistungsdiagnostik

Das STAPS Institut hat sich in wenigen Jahren eine führende Stellung in der Trainingsbetreuung, Leistungsdiagnostik und aerodynamischen Optimierung von Ausdauersportlern erarbeitet. Unsere Methoden sind weltweit einzigartig und genießen im nationalen und internationalen Freizeit-, Amateur- und Profisport hohe Anerkennung.

Für unser STAPS-Team im Münchner Institut suchen wir für ein Praktikum ab September/ Oktober einen Sportwissenschaftler/ Sportstudenten (w/m).

Du hast bereits erste Kenntnisse der Leistungsphysiologie, Trainingssteuerung und Biomechanik? Mindestens ein abgeschlossenes drittes Semester eines sportwissenschaftlichen Studiengangs (Bachelor)? Darüber hinaus verfügst Du über praktisches Wissen und Erfahrung im Bereich Triathlon und/oder Radsport, welches Du wortgewandt vermitteln kannst? Als Praktikant bei STAPS führst Du physiologische und biomechanische Diagnostiken durch, erhältst Einblicke in die Trainingsplanung vom Amateur bis zum Profi.

Hauptsächlich würden wir Dich gerne flexibel in unserem Diagnostikbereich mit einer Stundenanzahl von ca. 30h/Woche einbinden.

Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Deine kurze Bewerbung bis zum 31. August 2018, ausschließlich via Email an Hosea Frick: h.frick@staps-online.com

Bikefitter und Sportwissenschaftler gesucht als Verstärkung für unser Hamburger Institut

Diagnostiken im Bereich Sprint, Ausdauer, Kraft, Sprungkraft und Koordination - STAPS als Partner von Fortuna Düsseldorf

Wir freuen uns sehr über unsere neue Herausforderung im Fußball: Für die Saison 2018/2019 sind wir offizieller teamPARTNER von Fortuna Düsseldorf!

Nach über 15 Jahren im Ausdauersport möchten wir einen weiteren sportlichen Bereich für uns erschließen und widmen uns jetzt auch dem Teamsport. Dafür konnten wir für diese Saison mit dem Bundesliga-Aufsteiger aus Düsseldorf eine Partnerschaft schließen und unterstützen das Trainer-Team um Friedhelm Funkel. Für die erste Mannschaft um Michael Rensing, Diego Contento und Marvin Ducksch führen wir die Ausdauerleistungsdiagnostiken durch und beraten das Trainer-Team bei dem Übertrag der Diagnostik-Ergebnisse in das individuelle Training der Profis.

Physiologisches Profil und Energiestoffwechsel auch im Fußball

Die Besonderheit dabei: Unsere sportwissenschaftlichen Kernkompetenzen bringen wir dabei auch in den Fußball ein. Auch hier weichen wir von herkömmlichen Laktattests ab und haben ein neues Verfahren entwickelt, bei dem wir unter Zuhilfenahme unserer neuen Software INSCYD den Energiestoffwechsel der Fußballer bestimmen und analysieren. Neben der aktuellen Leistungsfähigkeit anhand von Schwellenbestimmungen, ermitteln wir – wie auch im Radsport und Laufen – den aeroben und anaeroben Stoffwechsel und können so individuelle physiologische Profile für die Sportler erstellen. Eine hohe Relevanz erhält dieser Aspekt vor allem, wenn man die physiologischen Daten der Athleten mit positionsspezifischen Bewegungsdaten aus dem Spiel abgleicht, um so Stärken und Schwächen der einzelnen Positionen auszumachen.

Modulares Testverfahren für den Teamsport

Neben der reinen Ausdauerdiagnostik sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben ein ganzheitliches, modulares Testverfahren gebaut, mit dem wir auch die Sprungkraft, Sprintfähigkeit und Koordination der Teamsportler testen. So quantifizieren wir die einzelnen Sportarten auf unterschiedlichen Ebenen und können gemeinsam mit den Trainer-Teams Potentiale im Training und im Spiel ausfindig machen.

Unser Teamsport-Konzept findet ihr hier: STAPS im Teamsport

Wir freuen uns auf diese neue Herausforderung und möchten Euch an dieser Stelle einen Einblick in unsere Arbeiten mit der Fortuna geben!

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Offizielle Presseberichte:

Bericht auf der Website von Fortuna Düsseldorf

Bericht auf bild.de

Bericht auf express.de

Bericht auf rp-online.com

 

Photocredit: Christian Siedler

Der Anstieg nach L'Alpe d'Huez ist Teil unserer Leistungsdiagnostiken

Heute steht er auf dem Speiseplan, der wohl bekannteste Anstieg in der Geschichte der Tour de France: L‘Alpe d’Huez.Der Anstieg nach L'Alpe d'Huez ist Teil unserer Leistungsdiagnostiken

Über 21 Kehren führt der Weg zur Skistation nach L‘Alpe d’Huez, eine Gesamtlänge von 13,8 Kilometern mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,1% wollen überwunden werden. Wie auch schon in den zahlreichen Jahren zuvor, kommt diesem Anstieg in diesem Jahr wieder eine besondere Bedeutung zu, da es sich hierbei um den Schlussanstieg der heutigen 12 Etappe handelt.

Das Schöne an diesen populären Anstieg ist, dass er relativ gleichmäßig und „kalkulierbar“ zu fahren ist. Es gibt keine ruppigen Rampen, gleichzeitig aber auch kein zwischenzeitliches Abflachen, bei dem der Rhythmus verloren gehen kann.

Der Asntieg nach L'Alpe d'Huez ist Teil unserer Leistungsdiagnostiken

Aufgrund dieser Gleichmäßigkeit als auch der Länge des Anstiegs stellt der Anstieg nach L‘Alpe d’Huez in unseren Rad-Diagnostiken die gelebte Realität dar. Anhand unserer Stoffwechselsimulationen errechnen wir für Sie, wie lange Sie – unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrem Systemgewicht – wie lange Sie für den Anstieg brauchen würden. Damit nicht genug: Zur bestmöglichen Einschätzung Ihres Leistungspotentials durch das anschließende Training, zeigen wir Ihnen zudem auf, wie viel Zeit Sie hoch nach L‘Alpe d’Huez sparen können, wenn Sie Ihre physiologischen Baustellen wie z.B. Ihre maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) oder Ihre maximale Laktatbildungsrate (VLamax) im Training um einen definierten Prozentsatz verbessern.

Heute wollen wir Sie aber nicht mehr mit Leistungsdiagnostiken quälen und wünschen Ihnen stattdessen viel Spaß bei der Berichtserstattung der 12. Etappe bis hoch nach L‘Alpe d’Huez!

Eine ausführliche Vorschau der 12. Etappe finden Sie hier: Vorschau 12. Etappe auf cyclingmagazine.de

Neue Partnerschaft mit dem Team Erdinger Alkoholfrei um Patrick Lange, Nils Frommhold und Daniela Sämmler

Die Farbe ERDINGER-Blau ist aus dem Triathlon-Feld eigentlich nicht wegzudenken. Mit über 5.000 Altersklassen-Athleten, dem Perspektivteam aus drei Nachwuchs-Athleten und dem Profi-Team um Patrick Lange und Daniela Sämmler ist das Team Erdinger Alkoholfrei die größte Triathlon-Community im deutschsprachigen Raum.

Bereits seit 2006 setzt die Brauerei aus Erding im Marketing auf die Sportart Triathlon und gehört damit zu den langjährigsten Partnern im Multisport. Wir freuen uns sehr darüber, nun unsere Kooperation mit dem Team Erdinger Alkoholfrei als neuer Silber-Partner ankündigen zu dürfen!

Neue Partnerschaft mit dem Team Erdinger Alkoholfrei um Patrick Lange, Nils Frommhold und Daniela Sämmler

Photo-Credit: Ingo Kutsche

Unsere ersten Berührungspunkte haben wir bei STAPS vor allem mit einigen Profi-Athleten aus dem Team gehabt. So arbeiten wir seit zwei Jahren unter anderem im Bereich der Bike- und Aerodynamik-Optimierungen gemeinsam mit unserem Partner gebioMized mit dem amtierenden IRONMAN-Weltmeister Patrick Lange sowie mit Nils Frommhold, dem Roth-Sieger aus 2015, zusammen. Mit Daniela Sämmler, die gemeinsam mit Laura Philipp die Speerspitze bei den weiblichen Athleten des Teams bildet, durften wir vor zwei Wochen mit dem Sieg der Challenge Roth einen der größten Siege in der STAPS-Geschichte feiern.

Neue Partnerschaft mit dem Team Erdinger Alkoholfrei um Patrick Lange, Nils Frommhold und Daniela Sämmler

Photo-Credit: Tom Tittmann

Seit 2018 kümmern wir uns neben den Profi-Athleten auch um das Perspektivteam und durften Anna-Lena Pohl, Fabian Günther und Fabian Reuter schon zur Leistungsdiagnostik und zum BikeFitting in unseren Instituten begrüßen. In enger Zusammenarbeit mit der Team-Managerin Wenke Kujala möchten wir dabei für die Perspektivsportler gerne unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und arbeiten aktuell an einem langfristigen Konzept zur Entwicklung des Nachwuchses.

Mit der neuen Partnerschaft als Silber-Partner des Teams ist es unser großes Ziel, unsere Leistungen nicht nur an die Profis und Perspektiv-Sportler des Teams weiter zu geben, sondern auch mit der großen Community aus Altersklassen-Athleten zu arbeiten. Dabei freuen wir uns sehr darauf, unsere Expertise und unsere Erfahrungen aus dem Profi-Triathlon auch in das Training und den Wettkampf der AK-Sportler einbringen zu können.

Ein netter Nebeneffekt: Wir werden euch in Köln, Hamburg und München sicherlich auch auf eine Flasche Erdinger Alkoholfrei einladen!

Du interessierst dich auch für das Team Erdinger Alkoholfrei? Dann findest du hier alle wichtigen Informationen dazu: Team Erdinger Alkoholfrei.

Neue Partnerschaft mit dem Team Erdinger Alkoholfrei um Patrick Lange, Nils Frommhold und Daniela Sämmler

Photo-Credit: Christian Siedler

Erfahrungen von Katrin Meyer bei der Challenge in Roth

In der vergangenen Woche haben wir Euch die Challenge Roth mit dem Bericht von Coach Björn zum Sieg von Daniela Sämmler näher gebracht. An dieser Stelle möchten wir ebenso all die Agegrouper huldigen, die in Roth, Frankfurt und bei allen anderen Rennen auf der Langdistanz eine tolle Leistung abliefern. Dazu haben wir für Euch einen Erfahrungsbericht von STAPS-Sportlerin Katrin Meyer, die ihr Langdistanz-Debüt in Roth in einer Zeit von 12:20:38h finishte. Katrins Erlebnisse am längsten Tag des Jahres:

Und auf einmal war er da. Der 1. Juli 2018. Der Tag, auf den ich die letzten sieben Monate hintrainiert habe. Der Tag der Challenge Roth. Der Tag meiner ersten Langdistanz, meines elften Triathlons überhaupt. Aber als Kölnerin ist diese Zahl irgendwie bezeichnend …

Es ist 5:00 Uhr, als ich aus dem Shuttlebus, der meine Mitstreiter und mich zum Schwimmstart brachte, verlasse. Es dämmert, die Lufttemperatur beträgt knackige 12 Grad. Ich biege von der Hauptstraße auf die Zufahrt zum Kanal, die eine 90 Grad Kurve beschreibt. Es ist das erste Mal an diesem Tag, dass ich kurz innehalten muss. Atmen. Die Sonne geht gerade über dem Kanal auf, epische Musik dröhnt aus den Lautsprechern. In der Wechselzone ist bereits emsiges Treiben. Und ich stehe da und weiß nicht, ob ich für den heutigen Tag bereit bin. Atmen.

Mein Rad hat die Nacht auch ohne mich gut überstanden. „George“ steht in perfekter Position, direkt am Mittelgang, gegenüber vom Aufstieg.  Noch einmal Luftdruck kontrollieren – passt. Ich klicke meine Schuhe ein, befülle meine Flaschen und platziere meine benötigte Verpflegung. Noch schnell den Radbeutel abgeben und schon ist über eine Stunde vergangen. Ich treffe kurz Björn und wärme mich in der Sonne auf. Kurz danach kommt auch schon Caro, die mich als Trainerin auf den heutigen Tag vorbereitet hat. Es kann nichts mehr schiefgehen. Es knallt, die Profis sind unterwegs. Caro gibt mir das Zeichen: Neo anziehen. Und viel zu schnell schickt sie mich auch schon auf die Reise. Ich verabschiede mich von meiner kleinen Supporter-Crew, die es zum Start geschafft hat. Atmen.

Es ist 7:00 Uhr. Ich stehe am Schwimmeinstig mit 250 anderen Ladies. Wir haben heute alle ein gemeinsames Ziel: Über uns hinauszuwachsen. Ich gehe ins Wasser, wo es deutlich wärmer ist als draußen und schwimme mit dem Pulk in Richtung Startline. Atmen. Der Schuss kommt und auf einmal geht alles von ganz selbst. Am Ende des Feldes positioniert, schwimme ich den Mädels vor mir hinterher. Ich schwimme mein Tempo, mit Kraft, lasse mich aber nicht mitreißen. Denn das ist eine meiner größten Ängste, dass mir die Luft ausgeht. Als schwache Schwimmerin habe ich noch viel Zeit vor mir. Als es nach 1,5 Kilometern um die erste Wendeboje geht, habe ich die Linie nicht perfekt getroffen, aber dafür kann ich dem Landkreis Roth nun ein 1-A GPS-Profil des Kanals zur Verfügung stellen. Den habe ich spitzenmäßig von links nach rechts vermessen. Der Rückweg läuft, ich bin besser drin. Die zweite Wendemarke ist gefühlt schneller da als die erste und schon bin am Ausstieg. Nicht schnell, aber ich habe meine Angstdisziplin hinter mir und stehe wieder mit beiden Beinen fest am Boden! Atmen.Erfahrungen von Katrin Meyer bei der Challenge in Roth

Ich laufe Richtung Wechselzelt, schnappe mir meinen Beutel und habe auch schon eine tolle Helferin neben mir, die mir meine Sachen abnimmt. Socken an, Brille und Helm auf und schon geht’s ab zum Rad. Den Weg kenne ich. Ich schnappe mir meinen „George“ und bin auch direkt am Start der Radstrecke. Aufgesprungen und ab geht die wilde Fahrt. Ich biege auf die Hauptstraße, an der schon so viele Leute uns Athleten auf die Strecke verabschieden. Nur noch 180 Kilometer. Atmen.

Schon nach der zweiten Kurve feuert mich der erste Teil meiner Crew mehr als lautstark an. Spätestens jetzt müssten alle wach sein. Doch dann bin ich mit Erfahrungen von Katrin Meyer bei der Challenge in Rothmir allein. Ich kenne die Runde von meiner Probefahrt, erinnere mich an viele Stellen und so vergehen die Kilometer gefühlt viel zu schnell. Es kommen der erste Hotspot in Greding, viel zu schnell der Kränzleinberg und schon bin ich zurück in Hilpoltstein. Und ich weiß, was jetzt kommt. Links und rechts von mir weisen mir die Drängelgitter den Weg, die grünen Werbebanner des Hauptsponsors leuchten in der Sonne. Ich biege ab und er ist vor mir: der Solarer Berg. Atmen. Tausende Menschen hinter der Absperrung jubeln uns entgegen. Atmen. Ich gucke den Anstieg hoch, die Absperrgitter hören weit hinten auf und ich sehe nur noch Menschen. Sie verschlucken die Straße und die Athleten sprichwörtlich. Man sieht nichts anderes mehr. Atmen. Ich sprinte an den beiden Triathleten vor mir vorbei, damit ich am Anstieg mein Tempo fahren kann. Es wird immer enger, der Anstieg steiler. Es ist kaum in Worte zu fassen. Die Fans an der Strecke tragen uns förmlich den Berg hinauf, sie feuern an, klatschen, klopfen einem auf die Schulter, machen Heiratsanträge. Ja, definitiv ein Moment, in dem einem die Tränen kommen. Wahnsinn! Atmen. Denn du darfst heute noch einmal hier hoch. Geil!

Auch die zweite Radrunde vergeht viel zu schnell. Ich halte mich an die abgesprochenen Wattbereiche, versuche konstant zu fahren. Nach und nach sammele ich immer mehr Mädels ein. In den wenigen Momenten, in denen ich merke, dass es sich etwas schwerer anfühlt, erinnere ich mich an die Worte von Björn: Bleib geduldig. Bleibe ich, denn schließlich darf ich gleich Laufen. Meine Supporter tauchen immer wieder unverhofft an der Strecke auf. Bis auf die Biermeile, da habe ich die Mädels vermutet … Schnapsdrosseln … Und ruck zuck ist es vorbei. Ich bin angekommen. In Roth. An der Wechselzone 2. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich 180 km Rad gefahren. Atmen.

Ich springe – mehr oder weniger elegant – von meinem Rad. Ein Helfer nimmt es mir ab. Ich finde meinen Beutel direkt, stehe im vollkommen überfüllten Wechselzelt und bin spontan überfordert. Eine Helferin nimmt mir meinen Beutel aus und mich an die Hand und schon sitze ich auf einer freien Bank. Sie hilft mir, meine Laufsachen anzuziehen. Die Griffe sind geübt und nach drei Minuten schickt sie mich los auf die Laufstrecke. Es ist geschafft. Nur noch Laufen. Nur noch 42 Kilometer bis ins Ziel. Krass. Ich kann es nicht fassen. Atmen.

Meine Beine sind schwer, der Hintern brennt (Videoaufzeichnungen dokumentieren eine nicht ganz so diplomatische Ausdrucksweise zur Verfassung meines Hinterteils). Wie immer laufe ich viel zu schnell an: 5:40er Schnitt hat Caro gesagt, die Uhr zeigt 4:14… Langsam! Bleib ruhig. Atme! Ich finde meinen Rhythmus. Und schon sind sie wieder da: meine Supporter. Und ich weiß, dass sie es sind, die mich – gemeinsam mit den vielen anderen Triathlon-Erfahrungen von Katrin Meyer bei der Challenge in RothFans – ins Ziel tragen werden. Unser Plan geht auf, ich halte mein Tempo im Bereich von 5:30 bis 5:40. Doch die Beine werden schwerer. Die LäuferInnen neben mir fangen an zu gehen. Soll ich das auch tun? Nein. Doch bei Kilometer 19 kommt die erste Erschöpfung. Ich muss kurz gehen. Gleich kommt eine Verpflegungsstelle. Ich trabe wieder los, reduziere mein Tempo, denke nun von Versorgungsstation zu Versorgungsstation. Alle zwei Kilometer eine kleine Pause, um mich zu vernünftig zu verpflegen. „Verpflegung mit hoher Energiedichte!“ kommt es vom Chef am Rand. Es läuft und läuft und läuft. Nicht so schnell wie erhofft, aber ich laufe. Im Gegensatz zu vielen anderen. Immer wieder sind meine Leute da, schreien mich an, laufen ein Stück mit, motivieren mich, sind für mich da. Ich muss zu diesem Zeitpunkt einfach nur noch laufen. Und so geht es dem Ziel entgegen. Die vielen Zuschauer sind noch immer an den Hotspots der Strecke und sorgen für Gänsehaut. Noch zwei Kilometer, noch einer, ich bin da. Das Eventgelände. Ich biege links ab, die Massen drängen sich an die Gitter, rufen unsere Namen. Atmen.

Erster Torbogen. Ich sehe den Einlauf ins Station. Nummer noch mal kontrollieren und nun ist er da, dieser Moment, der die letzten sieben Monate bestimmt hat. Auf den Rängen jubeln die zahllosen Zuschauer. Ich sehe meine Leute. Sie sind alle da. Sie lassen Konfetti für mich regnen. Eine letzte Ehrenrunde durch das Stadion. Genießen. Eine Stimmung, die ihresgleichen sucht. Mehr kann es vermutlich nicht geben. Ich bin da, ich bin im Ziel. Ich bin ein Challenger. Atmen!

Katrins Erlebnisse rund um den Triathlon kann man am besten auf ihrem Instagram-Account verfolgen!

Erfahrungen von Katrin Meyer bei der Challenge in Roth

Montag, der 02. Juli 2018. Es ist 16 Uhr. Eine Nacht und etwa 24 Stunden nach dem Finish wird mir so langsam klar, was am Sonntag in Roth passiert ist: Daniela Sämmler hat in einem beeindruckenden Rennen nicht nur den deutschen Rekord auf der Langdistanz auf Ansage gebrochen, sondern sich vor allem gegen die Weltelite um Lucy Charles und Kaisa Sali den Sieg der Challenge Roth erkämpft.

Berichte, Interviews und Videos zum Rennen gibt es genügend. Gerne möchte ich, Björn Geesmann, euch das Rennen einmal aus der Perspektive des Coaches erzählen und euch ein paar Einblicke hinter die Kulissen geben.

Seit fast zwei Jahren arbeiten wir bei STAPS schon mit Daniela zusammen, diagnostizieren ihre Leistungsfähigkeit und optimieren gemeinsam mit unserem Partner gebioMized ihre Position auf dem Rad – sowohl im Labor als auch im Velodrom. Seit März dieses Jahres betreue ich Daniela auch als Coach und durfte sie auf ihr Saison-Highlight in Roth vorbereiten. Dass mich das später an einem einzigen Sonntag im Juli gefühlte 10 Jahre meines Lebens kosten sollte, war mir damals nicht bewusst. 😉

In der Vorbereitung öffnet sich der Knoten in Heilbronn

In der Vorbereitung auf Roth gab es für Daniela drei Vorbereitungs-Rennen: Die Ironman 70.3s in Marbella und im Kraichgau, sowie die Challenge in Heilbronn. Vielleicht kommt letzterem auf dem Papier die geringste Bedeutung zu, allerdings war das Rennen auf dem Weg nach Roth das wichtigste. Das Rennen in Marbella war aufgrund der zahlreichen Höhenmeter auf dem Rad eher ungünstig und weniger für Dannis Radstärke geeignet. Im Kraichgau ergatterte sie hinter Laura Philipp den zweiten Platz und konnte sich in einem spannenden Halbmarathon-Finale erstmals in ihrer Karriere gegen die langjährige Konkurrentin Yvonne van Vlerken durchsetzen. Ein erster kleiner Fingerzeig!

Nach dem Ergebnis im Kraichgau und den vielen qualitativen Kilometern im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen, habe ich das erste Mal an Dannis Ansage gedacht, in Roth den deutschen Rekord auf der Langdistanz (Sandra Wallenhorst, 8:47:26 Stunden beim Ironman Austria 2008) brechen zu wollen.

Der anschließende Start in Heilbronn war zunächst gar nicht geplant. Danni erzählte in der Woche nach dem Kraichgau davon, dort gerne starten zu wollen und dass ich eine Nacht über die Entscheidung schlafen soll. Das war aus zwei Gründen überhaupt nicht nötig:

  1. Danni konnte die Challenge bereits im vergangenen Jahr gewinnen. Zudem ist die Strecke quasi vor ihrer Haustür und das Rennen bot eine perfekte Möglichkeit, sich das nötige Selbstvertrauen für Roth zu holen.
  2. Zwei Wochen vor einer Langdistanz ist eine Mitteldistanz, die man gewinnen kann für einen Sportler viel schöner, als im Training dreieinhalb Stunden alleine Rad zu fahren und darauf zwei Stunden zu koppeln.

Einzige Bedingung vom Coach: Das Rennen mit 100% Attacke angehen, zu keiner Zeit nachlässig werden und im Idealfall alle drei Zwischenzeiten für sich zu entscheiden. Dass es dann aufgrund eines Tritts zu Beginn des Schwimmens „nur“ zur fünftbesten Schwimmzeit und später zur zweibesten Halbmarathon-Zeit reicht, lässt sich bei insgesamt 7 Minuten Vorsprung auf Gesamtplatz 2 vollkommen verschmerzen.

Vielleicht bin ich da etwas sehr aus dem Radsport geprägt. Aber ähnlich wie dort zum Beispiel vom Übergang aus dem U23-Bereich in den Elitebereich gilt für einen Profi: Nicht das Siegen verlieren! Im Training kann man sehr gute Leistungen vollbringen, auch zweite und dritte Plätze können riesige Erfolge sein. Aber ab und an ist es eben auch wichtig als Erster über die Ziellinie zu laufen und deutlich zu machen, dass man hier und heute nicht zu schlagen ist. Die Challenge Heilbronn war dafür das perfekte Rennen!

Daniela Sämmlers Sieg bei der Challenge Heilbronn in der Vorbereitung

Renntaktik für das Saison-Highlight – der Plan A

Ich zahle für den nachfolgenden Satz sehr gerne die bekannten drei Euro ins Phrasenschwein: So ein Tag bei einem Langdistanz-Rennen ist lang. Umso wichtiger war es, Daniela in den vielen Gesprächen vor dem eigentlichen Renntag auf die unterschiedlichen Szenarien vorzubereiten. Wie ist der Abstand zu Lucy Charles nach dem Schwimmen? Gibt es im Feld weibliche Profis, die ihr Tempo auf dem Rad folgen können? Welche Zeiten brauchen wir in den einzelnen Disziplinen, um den deutschen Rekord auf der Langdistanz zu brechen?

Heraus kam ein Plan A. Natürlich auch ein Plan B, C, D… Aber den A-Plan möchte ich euch gerne vorstellen:

Voller Fokus aus das Schwimmen bei der Challenge Roth mit Daniela Sämmler

Dass Danni trotz ihrer Schwimmstärke gegen die ehemalige Profi-Schwimmerin Lucy Charles einen großen Abstand nach dem Schwimmen bekommt, war klar. Nach einem perfekten Schwimmen hätten wir mit 6 Minuten gerechnet, ohne Sahnetag im Wasser eher mit 8 Minuten.

Letzteres Szenario war der Fall: Mit einer Zeit von 46:48 Minuten „brannte“ Lucy das Schwimmen ab und sicherte sich die schnellste Zeit des Tages. Nicht nur der weiblichen Profis, Lucy war auch eine Minute schneller als die männlichen Profis um Andi Dreitz, Sebastian Kienle und Co.

Ein erster kleiner Dämpfer und nun mal nicht das absolute Traum-Ergebnis. Aber eben weiterhin Plan A.

Auf den letzten Rad-Kilometer den Druck erhöhen

Es war klar, dass das Radfahren Dannis Paradedisziplin in Roth sein wird. Das taktische Ziel: Ein einsamer Radsplit über 180 Kilometer. Das mag komisch klingen, hatte aber renntechnisch große Bewandtnis.

Dass sie Lucy Charles nach dem großen Vorsprung beim Schwimmen nur schwierig einholt, war eingeplant. Entscheidend war aber auch, gerade die schnellen Läuferinnen und damit insbesondere Kaisa Sali (2:59 Stunden beim Ironman Südafrika 2017) auf Abstand zu halten und erst gar nicht aufschließen zu lassen.

Der Plan A sah vor, in der ersten Stunde auf dem Rad direkt das Leaderboard zu ordnen, den Abstand nach vorne konstant zu halten oder zu verkürzen und auf die Verfolgerinnen nach dem Schwimmen direkt eine Gap aufzubauen. Dann das Rennen kontrolliert anzugehen, um anschließend nach etwa 120 bis 130 Kilometern noch einmal das Tempo zu erhöhen und damit Druck auf die Konkurrenz aufzubauen.

Danni konnte zwar nach dem Schwimmen bereits einen Vorsprung um die Mitstreiterinnen um Kaisa Sali, Yvonne van Vlerken und Laura Sidall aufweisen, der ganz große Punch musste aber aufgrund eines blöden Malheurs ausbleiben: Danni verlor etwa bei Kilometer 20 ihre Flasche mit der kompletten Kohlenhydrat-Versorgung und musste daher bereits nach der ersten Rennstunde an der Verpflegungsstation anhalten, um sich ihre Rennversorgung zu sichern.

Nachdem Danni dieses Problem aber super gelöst hat und sich trotzdem sehr gut versorgt hat, ging zumindest der zweite Teil der Rad-Taktik voll auf: Lag sie nach den ersten 90 Kilometern noch 7 Minuten hinter Lucy und nur 1:30 Minuten vor Kaisa Sali, konnte sie bis zum Wechsel auf die Laufstrecke die Abstände deutlich zu ihren Gunsten verbessern. Durch eine beeindruckende zweite Radrunde schmolz die Differenz nach vorne auf 3:45 Minuten und vergrößerte sich zu Kaisa, Yvonne und Laura auf über 7 Minuten.

Ähnlich wie beim Schwimmen auch hat der eigentliche Plan A ein paar Dellen und Kratzer erlitten. Es wäre aber kein Langdistanz-Rennen, wenn man nicht auch trotz des Plan As ein paar Hürden und Herausforderungen nehmen müsste. Mit einer Zeit von 4:41:44 Stunden legte Danni trotz des Winds und der Probleme mit der Renn-Versorgung einen sensationellen Rad-Split hin.

Daniela Sämmler bei der Challenge Roth am Solarer Berg

Das Rennen möglichst lange offenhalten

Es gab ein Szenario, welches wir erst zwei Tage vor dem Rennen besprochen haben. Was passiert eigentlich, wenn Danni Lucy einholt? Wie gehen wir vor, wenn es für Danni um den Sieg geht?

Ein Szenario, welches man – anders als das Schwimmen und den Radsplit – nie zu Ende denken kann, da in den Rennstunden vorher so viele Ereignisse passieren. Aber eins war von vorne herein klar: Lucy Charles geht sicherlich als Favoritin ins Ziel. Auch Kaisa Sali wurden spätestens nach ihrem fünften Platz auf Hawaii im letzten Jahr in den Medien höhere Siegchancen prognostiziert.  Allerdings war Danni und mir klar, dass wir den Sieg nicht einfach hergeben werden. Ihre körperliche Verfassung, die Vorbereitung der letzten Monate und das im Training erarbeitete Selbstvertrauen waren gut genug, um uns zumindest in sehr kleiner Runde klar zu machen, dass wir das Rennen möglichst lange offenhalten wollen und der internationalen Konkurrenz bei einem Heimrennen nichts schenken werden. Dieser Plan war auch in der zweiten Wechselzone noch ein realistischer Plan!

Entwicklung der Abstände bei der Challenge Roth im Profi-Frauen Rennen

Entwicklung der Abstände und Zeiten zwischen den Profi-Frauen (Quelle: endurance-data.com)

Ein konstanter Marathon mit neuer Bestzeit!

In den vergangenen Monaten haben Danni und ich viel am Laufen gearbeitet. Ihre bisherige Bestzeit auf dem anschließenden Marathon ist mit 3:08 Stunden (Ironman Hamburg Copenhagen 2017) gut gewesen, im internationalen Vergleich aber noch etwas von der Spitze entfernt. Nach sehr guten Trainingsmonaten und den erfolgreichen Mitteldistanzen war das Ziel für den Marathon eine 3:05 Stunden. Wenn alles perfekt läuft konnten wir uns auch eine Zeit von 3:03 Stunden vorstellen. Dass Danni am Ende mit einer 3:04:10 Stunden eher die perfekte Variante gelaufen ist, ist eines dieser i-Tüpfelchen, über das ich mich maximal gefreut habe.

Dabei war der Plan für den Marathon vorher klar: Möglichst konstant das eigene Tempo angehen. Anlaufen im 4:15 Minuten pro Kilometer-Tempo (Marathon-Zeit von 3:00 Stunden); hintenraus Pace einzubüßen ist natürlich logisch. Es war uns klar, dass Danni eine realistische Chance auf das Podium hat, wenn sie das Tempo bis zur Kilometer-Marke 28 oder 30 aufrechterhalten kann.

Das Verrückte am Marathon letzten Sonntag: An Platz zwei liegend wurden die Abstände immer geringer. Nach vorne, allerdings auch nach hinten. Kaisa Sali startete fulminant in den Marathon und holte auf den ersten 8 Kilometern bereits zwei Minuten auf Danni auf. Die Devise für uns: Nicht nervös machen lassen, dieses Tempo kann auch Kaisa nicht über 20 oder 30 Kilometer gehen. Für die nächsten zwei Minuten Abstandsverkürzung braucht sie dann auch nicht mehr 8, sondern schon 16 Kilometer und war nach 25 Kilometern immer noch 3:08 Minuten zurück.

Gleichzeitig wurde aber auch der Abstand nach vorne zu Lucy nach 25 Laufkilometern von 3:45 Minuten auf 2:24 Minuten verkürzt. Eine realistische Chance auf Platz 1? Ein Rückfall auf Platz 3? Das Rennen war offener, als wir uns das jemals vorher ausgemalt hätten!

Daniela Sämmler auf der Laufstrecke am Kanal bei der Challenge Roth

Die letzten 12 Laufkilometer entscheiden das Rennen

Die erste Rennentscheidung passierte eigentlich bei Kilometer 30: Kaisa Sali lag immer noch 2:12 Minuten zurück und konnte diesen Rückstand auch seit einigen Kilometern nicht mehr signifikant verkürzen. Bei Kilometer 31 stieg dieser sogar an und es wurde uns klar, dass Danni das Rennen auf dem zweiten Platz beenden kann, wenn sie nicht mehr einbricht.

Der Abstand auf Lucy Charles war zu dem Zeitpunkt auf 30 Sekunden geschmolzen und die Szenerie für ein Herzschlag-Finale fertig.

Da Danni Lucy in Sichtweite hatte und klar war, dass Kaisa nicht mehr rankommen kann, waren Abstände und Zwischenzeit überflüssig. Meine Kommunikation von außen wich von „Lauf kontrolliert dein Tempo weiter, du hast 2:13 Minuten nach vorne und 3:15 Minuten nach hinten, lass dich nicht nervös machen“ zu „HOL SIE DIR JETZT, DU KANNST DAS DING HIER HEUTE GEWINNEN!!!“. Auch für den Coach ein anstrengender Tag – leider lässt es sich bei dem Gedanken an die Athleten nur schwierig klagen.

Wie das Rennen zu Ende ging ist Jedem klar, der am Sonntag zugeschaut hat. Dass bei einem Langdistanz-Rennen über 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42 Kilometern die Plätze 1 und 2 innerhalb von 9 Sekunden liegen, spricht Bände. Nichts sagt allerdings mehr über das Rennen aus, als das untenstehende Video.

Die Siegerehrung bei der Challenge Roth

Plan A? Auch nicht mehr als Theorie!

Danni konnte in Roth den Plan A durchsetzen. Leichte Anpassungen aufgrund verlorener Radflasche, eines nicht perfekten Schwimmens – aber eigentlich Plan A. Wenn man sich solche Pläne im Vorhinein als Coach zurechtlegt, ist das fundiert; man erlaubt sich das, weil man den Sportler sehr gut aus dem Training kennt und weiß, was er im Stande ist zu leisten. Auch während des Rennens habe ich versucht mit Dannis wunderbaren Supportern rund um ihren Freund Moritz, Einfluss auf das Renngeschehen zu nehmen und Danni bestmöglich zu unterstützen.

Am Ende ist ein Plan aber auch nur ein Plan. Nicht viel mehr als eine Theorie. Die Umsetzung des Plans muss der Sportler im Main-Donau-Kanal, Richtung Greding, am Solarer Berg, dann an der Lände, am Kanal, später in Büchenbach und zurück auf dem Weg zur Finishline alleine umsetzen. Gegen die Konkurrenz, das Wetter, Schmerzen und Krämpfe und die riesige Anspannung rund um dieses Spektakel. All das hat Danni am vergangenen Sonntag wahnsinnig toll gemacht. In über 10 Jahren in diesem Sport habe ich noch nie bei einem Rennen so sehr mitgefiebert und mich am Ende so – vor allem für sie - gefreut.

Um es mit Dannis Worten von der Siegerehrung zu sagen: Man muss an sich glauben. Ob als Agegrouper oder Profi; ob im Triathlon oder im realen Leben.

Danke für diesen tollen Tag, Danni!

Renn-Bericht auf tri-mag.de:

https://tri-mag.de/szene/packendes-duell-zwischen-daniela-saemmler-und-lucy-charles

Photo-Credit: Ingo Kutsche Fotografie

Triathlon-Trainingslager mit Hannes Hawaii Tours und STAPS

Vom 7. bis 21. April durften wir gemeinsam mit unserem Partner Hannes Hawaii Tours unser erstes Triathlon-Trainingslager ausrichten. Für die über 70 Triathletinnen und Triathleten standen zahlreiche Radkilometer; einige Läufe; Workshops zu den Themen Schwimm- und Lauftechnik, Radmechanik oder Regeneration; abendliche Vorträge u.a. zum Training, der Ernährung oder der Benutzung eines Powermeters, Faszien- und Athletiktraining, Dehn- und Flexibilitätseinheiten und jede Menge Spaß auf dem Programm.

Wir haben für euch einige Impressionen festgehalten:

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