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Tony Martin beim Zeitfahren der Tour de France

Auftaktzeitfahren der Tour de France – eine Analyse aus der Sicht eines „Fans von Beruf“

Dies hier ist kein normaler Bericht über das Auftaktzeitfahren der Tour de France. Da es bereits genug Analysen zu den 14 regenreichen und spannenden Kilometern durch Düsseldorf gibt, heute mal ein etwas anderer Beitrag. Ich, Björn, darf euch von meinem vergangenen Samstag berichten – aus der Sicht eines Berufs-Fans.Tour - Strecke Zeitfahren mit Messpunkten

Der Samstagmorgen hat sich angefühlt wie vor einem eigenen Rennen. Komische Nervosität, immer wieder der Blick nach Draußen und auf den Wetter-Radar. Die Startzeiten standen bereits seit Freitag fest. Es war klar, dass Tony zur letzten Startgruppe gehört und um 18.22 Uhr auf die Strecke geht. Beim Frühstück hatte der Wetterradar noch das Ende des Regens Richtung 17.00 Uhr angekündigt – das hätte für trockene Straßen gereicht.

Der Plan meines Fan-Seins war eigentlich schon am Samstagmorgen dahin. In den freien zwei Stunden nach dem Frühstück habe ich mir einen endgültigen Plan geschmiedet, wo ich die Fahrer am besten beobachten kann und welche Punkte strategisch entscheidend sind. Die Wahl ist dabei auf die Oberkasseler Brücke gefallen: Blick von oben auf die wichtige Links-Kurve bei 3,8 Kilometern, dann direkter Kontakt zu den Fahrern auf der Brücke, um sie aus nächster Nähe zu be

obachten, danach wiederum ein Blick von oben auf die Kilometer-Marke 10, die direkt unter der Brücke lag. Ein strategisch perfekter Punkt, um Zwischenzeiten zu nehmen und erste Studien über die Aero-Positionen zu betreiben. Bereits da war klar, dass dieser Tag eher von Hektik, Laptop und Handy bestimmt wird als von Bratwurst und Alt-Bier.
Schnell habe ich noch eine Excel-Tabelle gebaut, die alle Startzeiten der Fahrer beinhaltet und ausrechnet, wie die Abstände an den selbst-gemessenen Zeitpunkten bei Kilometer 3,8 und 10 sind, natürlich farblich gekennzeichnet je nach Standing des Fahrers an der Zwischenzeit. Ein kurzer Abstecher Richtung Start- und Zielbereich und die Absprache mit der sportlichen Leitung von Katusha Alpecin, um die genommenen Zwischenzeiten in das Auto, das Tony begleitet, zu übermitteln – spätestens jetzt wurde aus dem Fan-Tag ein offizieller „Auftrag“, der eine gewisse Brisanz mit sich brachte.

Um 15.30 Uhr habe ich meinen Platz auf der Brücke eingenommen und meinen „Arbeitsplatz“ eingerichtet: Laptop bereit, alle Uhren synchronisiert und zeitgleich geschaltet, Zettel und Stift parat gelegt für Notizen, Blick auf die Kurve, die lange Gerade auf der Brücke neben mir, auf die 10-km-Marke und auch auf die große Leinwand der Tonhalle mit Live-Bildern der ARD. Das Rennen kann losgehen!Tony Martin beim Zeitfahren der Tour de France

Passend zum Start des Rennens das Erwartbare: Es setzte, wie schon am Morgen, erneut der Regen ein, die Straßen waren nass. Neben dem Regen, der natürlich entscheidend für die Fahrweise in den Kurven ist, ist vor allem eines entscheidend: der Wind. Nicht nur auf der Brücke, sondern auch auf den langen Geraden vom Start weg bzw. zum Ziel hin sind sehr windanfällig gewesen.
In den ersten eineinhalb Stunden des Rennens besonders interessant: Die vielversprechenden Zwischenzeiten von Nikias Arndt, eine gute Performance des Katusha Alpecin-Fahrer Reto Hollenstein, der Auftritt von Weltmeister Peter Sagan und dann um kurz vor 17.00 Uhr das Setzen der Bestzeit durch Vasil Kiryienka. Die Bedingung zu diesem Zeitpunkt: Die Straße trocknete ab, da zumindest über eine Stunde kein weiterer Regen fiel, der Wind war relativ still.

Auch der spätere Sieger Geraint Thomas absolvierte die 14 Kilometer bei – für den gestrigen Tag – verhältnismäßig guten Bedingungen. Dass Thomas zum Kreis der Favoriten zu zählen ist, war bereits nach 3,8 Kilometern handgestoppt klar, als er mit Bestzeit in die Linkskurve einbog. Ebenfalls noch sehr gut im Rennen zu diesem Zeitpunkt war Jasha Sütterlin, der bei der 3,8-km-Marke nur 2 Sekunden langsamer war als der zwei Minuten nach ihm gestartete Thomas.

Zeitabstände an das Begleitfahrzeug von Tony Martin

Ausschnitte des SMS-Verlaufs ins Begleitfahrzeug

Passend zum Start der Top-Favoriten und Klassement-Fahrer setzte dann erneut starker Regen ein. Besonders mein Laptop hatte mit dem Wetter zu kämpfen – an ein vernünftiges Regen-Outfit für mich und meinen Lenovo-Rechner habe ich im Vorhinein leider nur bedingt gedacht. Neben dem Regen kam dann erneut starker Wind auf, der die Ergebnisse im Nachgang sicherlich beeinflusst hat.
Vorab abgesprochen war, dass ich bei „meinem“ Messpunkt nach 3,8 km alle wichtigen Zeiten in das Auto hinter Tony funke. Da ergab dann folgenden Zwischenstand, nachdem Tony durchfuhr: Favoriten: Geraint Thomas (+5s), Vasil Kiryienka (+6s) und Alejandro Valverde (+6s). Durchgegeben habe ich die Zeiten von Thomas und dem vorab als Mit-Favoriten gehandelten Primoz Roglic, der zu dem Messpunkt aber bereits 16 Sekunden Rückstand hatte und nicht mehr um das Podium mitfahren konnte.

Von da an begann das lange Warten: Unten in der Kurve war jede Zwischenzeit langsamer als Tonys. Auch Stefan Küng hatte zu diesem Zeitpunkt bei vergleichbaren Wetterbedingungen bereits 3 Sekunden verloren. Die Frage war also vor allem, wie sich der Gegenwind auf dem Rückweg auf die Fahrer auswirkt.
Als Tony dann bei Kilometer 10 die Marke passierte und dort trotz Führung bei 3,8 Kilometer sowie an der offiziellen Zwischenzeitnahme mit 3 Sekunden Rückstand auf Thomas eintraf, war klar, dass auch der Gegenwind das Unterfangen Gelbes Trikot weiter erschweren würde.

Das Ende ist bekannt: Die Zieleinfahrt habe ich auf der Leinwand der Tonhalle verfolgt, Tony fuhr nach Thomas und Kiryienka als 3. ins Ziel. Dass auch noch Küng an ihm vorbeizog, war dann egal. Das Ziel war Platz 1, nicht Platz 2, 3 oder 4. Der Tag war gelaufen, komplett nass habe ich meinen Laptop eingepackt.

Ob das Wetter eine entscheidende Rolle gespielt hat? Ich glaube – ohne es bisher nachgerechnet zu haben –, dass das Wetter einen Einfluss hatte, aber das Podium nicht entscheidend verändert hätte. Geraint Thomas war einfach bärenstark und wäre vermutlich auch bei gleicher Wetterlage nicht zu schlagen gewesen. Stefan Küng war bei quasi gleichen Bedingungen im Ziel fünf Sekunden schneller. Glückwunsch an die beiden zu einem sensationellen Ritt!Vergleich Gerraint Thomas gegen Tony Martin pro Kilometer

Offen gestanden war die Enttäuschung gestern sehr groß und hält auch heute noch an. Gar nicht mal, wegen des möglichen kleinen persönlichen Erfolgs; vor allem für Tony, für Katusha Alpecin und für „Radsport-Deutschland“ wäre es toll gewesen, wenn Tony sich gestern das Gelbe Trikot geholt hätte. Ob das dann jetzt die Enttäuschung des Radsport-Fans ist oder die Enttäuschung von jemandem, der mit Tony in der Vorbereitung zusammengearbeitet hat – keine Ahnung. Das ist das Luxus-Problem, dass man solche Fragen nicht beantworten braucht, wenn man glücklicherweise sein Hobby zum Beruf gemacht hat.

Abschließend noch ein persönlicher Dank: Danke an Tony für ein spannendes und trotz der Enttäuschung beeindruckenden Rennens. Danke auch an alle Organisatoren, ehrenamtlichen Helfer und Zuschauer, die der Tour de France gestern einen würdigen Auftakt in Düsseldorf bereitet haben – das war ganz große Werbung, um den Radsport in Deutschland weiter nach vorne zu bringen!

*Laptop aus, Eurosport an, Daumendrücken für Greipel, Kittel und Co.*

Photocredit Bilder Tony Martin: Jens Erbeck Fotografie

Tony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf 4

+++ Eilmeldung: Tony Martin beim Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf mit City-Rad am Start +++

Einige eingeweihte Aero-Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, jetzt ist die Sensation perfekt: Tony Martin wird am 1. Juli beim Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf auf sein Zeitfahr-Rad verzichten und stattdessen mit dem Canyon „Commuter“ – dem City-Rad des Koblenzer Rad-Herstellers – an den Start gehen.

Bereits erste Aerodynamik-Tests im vergangenen Dezember im Trainingslager in Valencia haben gezeigt, dass der Commuter aufgrund seiner ausgefeilten Bauweise nicht einfach nur ein normales City-Rad ist. Das vollintegrierte Vorderlicht, der luftleitende Gepäckträger und auch der Riemenantrieb bieten klare Luftwiderstand-reduzierende Vorteile gegenüber dem Speedmax.

Vorteile, auf die der 4-fache Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin beim Tour-Auftakt in Düsseldorf nicht verzichten möchte: „Ein 14 Kilometer langes Zeitfahren zum Start der Tour de France mit derTony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf 3 Aussicht auf das gelbe Trikot – das sind Situationen, in denen das beste Material am Ende über Millisekunden entscheidet. Um nichts dem Zufall zu überlassen setze ich daher auf das aerodynamischste Rad, auf dem ich je gesessen habe: den Canyon Commuter“, so der detailverliebte Kapitän des Teams Katusha Alpecin (zum Aero-Interview mit Tony Martin).

Für die Welt des Radsports wird diese Nachricht eine Sensation sein, für den Radausrüster Canyon ist der Commuter lediglich das Ergebnis jahrelanger Arbeit auf dem Gebiet der Aerodynamik. Als sich die Verpflichtung von Tony Martin für das Team Katusha Alpecin abzeichnete, begann das Team um Liasion Manager Andreas Walzer bereits mit der Entwicklung eines noch schnelleren, noch aerodynamischeren Rads als dem Speedmax.

Dazu Andreas Walzer: „Außergewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen! Wenn du auf dem Gebiet der Aerodynamik noch größere Schritte machen willst, musst du kreativ sein. Um für Tony das beste Setup für Düsseldorf zu bauen, haben wir daher den Sektor „Aero-Rad“ komplett auf den Kopf gestellt und unsereTony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf Ideen von Null begonnen. Das Ergebnis wird die komplette Disziplin des Zeitfahrens neu definieren!“.

Ein entscheidender Teil der Entwicklung waren die späteren Aerodynamik-Tests im Velodrom in Valencia, die Canyon, Katusha Alpecin, Tony Martin und STAPS gemeinsam abhielten. Die größte Herausforderung war es dabei, den Aero-Test-erfahrenen Tony Martin von der ungewöhnlichen Maßnahme zu überzeugen.

„Zu Beginn kam ich mit dem Rad noch nicht sonderlich gut zurecht, mit der Zeit wurde es aber immer besser. Am Ende waren kleinste Details entscheidend, um die Jagd nach dem gelben Trikot mit dem Commuter anzugehen!“

Insgesamt mehrere Tage haben sich die Aero-Experten dazu auf der Radbahn eingeschlossen, um jedes noch so kleine Detail mit dem bisherigen Speedmax zu vergleichen: Das Aero-Cockpit gegen das vollintegrierte Vorderlicht, der Ketten- gegen den Riemenantrieb, die Aero-Laufräder gegen die Reifen mit Schutzblechen.

Der Teufel steckt im Detail: Um alle erdenklichen Zehntelsekunden auf der Düsseldorfer Kö einzusparen, wurde jedes noch so kleine Anbauteil der beiden Räder verglichen. Die Ergebnisse waren selbst für erfahrene Aerodynamiker beeindruckend. Dazu Björn Geesmann von STAPS: „Der Commuter besitzt schlichtweg das Potential der „Gamechanger“ im Kampf gegen die Uhr zu sein. Einen Zeitfahrweltmeister wie Tony zu überzeugen ist nicht einfach. Am Ende haben ihn gerade die Vorteile des aerodynamischen Gepäckträgers, der die Luft deutlich besser anlegt und leitet als jedes Scheibenrad, überzeugt.“

Natürlich wird es im Vergleich zum Testmodell beim Test noch ein paar Umbaumaßnahmen geben. Zum Beispiel werden Zipps 8080-Laufräder Tony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorfeingesetzt und ein Aero-Aufsatz montiert, der erst kurz vor der Tour zu sehen sein wird. Denn bisher war die Sitzposition auf diesem aerodynamisch optimierten Rahmen noch nicht optimal – wie sich jeder denken kann. Aber dank der STAPS-Experten konnte auch hier eine Lösung gefunden werden, die beim Tour-Start in Düsseldorf für viel Aufmerksamkeit sorgen wird. Details dazu werden zu einem geeigneten Zeitpunkt bekannt gegeben.

Wir dürfen gespannt sein, ob der Traum vom gelben Trikot in Düsseldorf wahr wird. Mit dem Canyon Commuter haben sich Tonys Chancen auf das gelbe Trikot aber noch einmal deutlich erhöht. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Geheimwaffe des Commuters: Bei Regenwetter wird Tony durch die integrierten Schutzbleche und die Regenreifen deutliche Vorteile gegenüber den anderen Roleuren haben!

Wir wünschen Tony für Düsseldorf viel Erfolg!

Photo: Saron Duchardt | saronduchardt.de / Daniel Beck

Science and Cycling Kongress Tour de France

Science & Cycling – Konferenz 2016 (Caen, Frankreich)

Auch in diesem Jahr fand am Startort der Tour de France wieder der Science & Cycling Kongress statt – STAPS dürfte dabei natürlich nicht fehlen. Wie schon im letzten Jahr (siehe unten) möchten wir euch auch in diesem Jahr einen kleinen Einblick in die Themen des Kongresses geben:

Hitzeakklimatisation in der Badewanne

Die Straßenweltmeisterschaften finden dieses Jahr im Oktober (9.-16.10.2016) in Doha, Katar statt. Ein heiß debattiertes Thema bleibt – nicht zuletzt aufgrund der Umgebungsbedingungen in Katar – nach wie vor die Hitze und verschiedene Möglichkeiten der Akklimatisation an heiße Bedingungen.

Leider ergibt sich nicht für jeden Sportler die Möglichkeit kurzfristig ein Trainingslager in warmen Gefilden aufzusuchen um sich an das Klima zu adaptieren. Eine Alternative zum Hitze-Camp könnte dabei – so profan es klingen mag – ein heißes Bad sein. Eine kürzlich veröffentliche Studie zeigt, dass sich eine Anpassung an die Hitze durch ein Bad direkt nach dem Training positiv auf die Leistung in warmen Temperaturen auswirkt. An sechs Tagen

Science and Cycling Kongress Tour de France

mysportscience.com

haben die Probanden in kühlen Temperaturen trainiert und anschließend ein Bad bei 40° Grad genommen, wodurch sich die Leistung im Schnitt um knapp 5% in der Hitze verbesserte (Zurawlew et al., 2015).

Frei nach dem Motto: “Train-cool, bathe-hot“ könnte zukünftig die Vorbereitung auf einen heißen Wettkampf Zuhause in der Wanne stattfinden.

Praktische Tipps von STAPS:

  • moderates Training über ca. 40min in angenehmen Temperaturen (ca. 16-21 Grad)
  • nach dem Training direkt ein heißes Bad nehmen (40 Grad Wassertemperatur für 15min)
  • die Länge des Bades täglich um ca. 5min erhöhen
  • insgesamt mindestens 6 Tage hintereinander als Akklimatisation einplanen

Der Kopf spielt mit

Meist unterschätzt, aber häufig entscheidend: Der Kopf!

Die Fokussierung auf ein bestimmtes Ziel kann einen deutlichen Effekt auf das Belastungsempfinden, die Pace-Regulierung und die Leistung haben. Dabei kann zum Beispiel das bewusste Fokussieren auf die Umgebung (Ablenkungsstrategie) die Wahrnehmung für ein unangenehmes Gefühl schwächen und das Belastungsempfinden reduzieren. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich durch diese Ablenkung und den Mangel an Konzentration die Pace verringert.

Science and Cycling Kongress Tour de France

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Anerkannt und häufig praktiziert zur Optimierung des mentalen Faktors sind das Selbstgespräch (self-talk) und die Visualisierung (imagery). Die Empfehlungen für die Praxis wären positive Selbstgespräche wie z.B.: „das schaffst du“ oder „ich fühle mich super“. Beim Visualisieren könnte man sich beispielsweise vorstellen, wie die Beine wie die Zahnräder einer Dampflok konstant ineinander greifen und sich vorwärts bewegen. Mit solchen Techniken arbeiten auch die Profis um sich in schwierigen Momenten mit positiven Gedanken nach vorne zu bringen.

Praktische Tipps von STAPS:

  • mehrere Phasen aufschreiben mit denen man sich wohlfühlt. Am besten zwei für die frühen Phasen einer Betätigung und zwei für die späte Phase (z.B. „ich fühle mich super“ oder „du musst jetzt durchhalten“)
  • diese Phrasen in den jeweiligen Phasen des Wettkampfes/Trainings einbauen
  • die Vorstellung wie die Beine zum Motor einer Dampflokomotive werden und sich stetig nach vorne bewegen

Koffein: Responder und Non-Resonder?Science and Cycling Kongress Tour de France

Im Bereich der Nahrungsergänzung bleibt Koffein weiterhin ein Favorit der Leistungssteigerung. Koffein wirkt als Booster auf kurzen als auch auf langen Distanzen. Aber gilt das wirklich für jeden? Nach einer aktuellen Studie ist diese Selbstverständlichkeit nicht unbedingt als Gesetz anzusehen. Koffein könnte für einige Sportler im schlimmsten Fall sogar leistungsminimierend sein – je nachdem wie der Körper mit der Verstoffwechselung zurechtkommt. Verantwortlich für die unterschiedlichen Ergebnisse ist ein Gen namens CYP1A2, welches mitverantwortlich für die Geschwindigkeit der Verstoffwechselung im Körper ist. Bei den Personen die Koffein sehr langsam verarbeiten kommt es eher zu einem Leistungsabfall. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Anzahl der Personen bei den kein Leistungsschub zu erwarten ist eher gering ist.

Beiträge des Science & Cycling – Kongress in Utrecht 2015