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Optimierung der Sitzposition auf dem Rad - neue BikeFittings bei STAPS

Neu bei STAPS: High-End BikeFittings in Köln, Hamburg und München!

STAPS steht für weltweit einzigartige Leistungsdiagnostiken, individuelle Trainingsbetreuungen und Aero-Fittings, die euch wirklich schneller machen. Das ist eine ganze Menge. Doch wir wollen immer das Beste aus euch herauskitzeln – und aus uns auch. Deshalb erweitern wir unser Angebot und präsentieren unser neues High-End BikeFitting-Labor!

Ihr wisst, dass wir keine halben Sachen machen. Deshalb fangen wir auch nicht mit einem einzigen Labor an, sondern „fitten“ euch an all unseren Standorten in Köln, Hamburg und München. Wir gehen damit den nächsten Schritt, nachdem wir 2015 mit dem STAPS get-AERO! ein Aero-Fitting eingeführt haben, das sich dank unserer Formel-1-ähnlichen Messtechnik und unseres Know-Hows schnell bei Profis wie Jan Frodeno, Tony Martin oder Daniela Sämmler als neuer Standard etabliert hat.

neue Bikefittings bei STAPS zur Optimierung Ihrer SitzpositionWer einmal eine STAPS-Leistungsdiagnostik gemacht hat, kennt es ganz genau: Wir schauen uns nicht nur einen Bereich der Leistungsfähigkeit an, sondern alle für den sportlichen Erfolg relevanten. Daraus erstellen wir ein Diagramm, das euch genau zeigt, wo eure Stärken liegen – aber auch eure Schwächen sichtbar macht.  Gemeinsam arbeiten wir dann an einem möglichst gleichmäßigen Abbild eurer Leistungsfähigkeit.

Mit unserem eigenen Leistungsdiagramm waren wir zuletzt allerdings nicht mehr ganz zufrieden. Was tun? Daran arbeiten! Es neu zeichnen.Satteldruckmessungen am Rad - Die optimale Sitzposition, Herstellung eines Maßsattels

Nachdem wir auf der Radbahn sehr häufig mit der Messtechnik und den Fitting-Experten der Münsteraner Firma gebioMized zusammengearbeitet haben, ist uns aufgefallen, dass unser Fitting-Sektor optimiert werden kann. In Verbindung mit unserem STAPS get-AERO!-Test sehen wir Möglichkeiten, die wir für euch nutzen wollen: Die Videoanalyse während eines dynamischen Fittings, die Messungen von Sattel-, Fuß- und Armpad-Druck an den Kontaktstellen zum Rad sowie die Möglichkeit euch mit Maßeinlagen und Maßsätteln auszustatten. Daher statten wir unsere Standorte mit Laboren aus, die exakt nach dem etablierten Standards eines gebioMized concept labs aufgebaut sind.

Wir machen euch noch schneller!

Mit dem gesamten gebioMized-Team haben wir in den letzten zwei Jahren zahlreiche Profiathleten betreut. Radsportler wie Tony Maßsättel und Maßeinlagen für Ihr Rad und Ihre perfekte Sitzposition - nie wieder SitzbeschwerdenMartin und Nairo Quintana, die Teams von Katusha Alpecin und Movistar, ebenso Triathleten wie Jan Frodeno, Andi Böcherer, Boris Stein, Daniela Sämmler oder Patrick Lange haben wir aero- und biomechanisch optimiert. Jetzt bieten wir die einzigartige Kombination aus biomechanischem und aerodynamischem Fitting auch für Hobby- und Amateur-Sportler an!

Damit begleiten wir euch nicht nur trainingstechnisch. Auch eure Position auf dem Rad perfektionieren wir: Vom ersten Fitting über individuelle Maßprodukte (Maß-Sättel oder Schuh-Einlagen) bis hin zum Aero-Fitting auf der Radbahn – der Weg zu einer perfekten (Aero-) Position ist bereitet – unser STAPS-Diagramm weiter ausgebaut!

BikeFitting bei STAPS. Wir finden eine Sitzposition auf dem Rad für Sie mit Stabilität und Komfort.Die BikeFitting-Produkte bei STAPS

Ihr findet – aufgeteilt für Triathlon und Radsport – jeweils drei unterschiedliche Fitting-Formen (BASIC, ADVANCED und PRO). Hinzu kommt das PRE-AERO-Fitting. Das findet in unseren Laboren statt und dient als Vorab-Optimierung für ein optional folgendes Aero-Fitting – ob direkt am nächsten Tag oder mit zeitlicher Gewöhnung an eine neue Position.

Next level bikefitting – neue Labore ab September in Köln, Hamburg und München

Bereits vor ein paar Wochen haben wir begonnen, unsere neuen Labore „zu fitten“. Das gebioMized concept lab in unserem neuen Institut in München könnt ihr auf unserer Eröffnungsfeier (16.September ab 16 Uhr) genauestens unter die Lupe nehmen. In Hamburg und Köln sind wir ab dem 12. September bereit, eure Positionen zu perfektionieren und euch Maßprodukte zu bauen. In Köln lagern wir unser Fitting aus, da findet ihr unser BikeFitting-Lab in der Siegener Straße 1 – lediglich zwei Kilometer von unserem Institut am Buchheimer Ring entfernt.

Du möchtest mehr über unsere Fittings erfahren? Lass dich beraten und besuche uns in unseren Instituten in Köln, Hamburg und München.

Wir dürfen deine Position direkt optimieren? Hier findest du unseren neuen Fitting-Angebote.

Ironman-Weltmeister Jan Frodeno arbeitet zur Optimierung seiner Aero-Position mit STAPS und gebioMized zusammen

Photocredit Bild Frodeno: Felix Rüdiger

Tony Martins Vorbereitung im Kampf um das gelbe Trikot der Tour de France

Go for gelb! – Einblick in die Aero-Vorbereitung von Tony Martin

Wenn am Samstagnachmittag Tony Martin ins Auftaktzeitfahren der Tour de France startet, werden zwei Zuschauer ganz gespannt am Streckenrad stehen und Stilstudien betreiben – Björn Geesmann von STAPS und Daniel Schade von gebioMized. Sie sind die Väter von Tony Martins aerodynamischer Position, die ihn auf hohe Geschwindigkeiten bringen und zu Gelb führen soll. Geesmann und Schade arbeiten schon seit Jahren mit Tony Martin zusammen, doch das Projekt Tour-Sieg in Düsseldorf ist schon etwas Einzigartiges. Bereits im vergangenen Herbst, nach den Weltmeisterschaften in Doha, ging das Team auf die Bahn und feilte an Martins Position. „Die große Herausforderung war, dass Tony mit dem Wechsel zu Katusha Alpecin mit komplett neuem Material ausgestattet wurde“, erklärt Geesmann. Nicht nur das Zeitfahrrad änderte sich – vom Specialized Shiv zum Canyon Speedmax –; auch die Parts wie Lenker oder Sattel sowie das gesamte Equipment wie Bekleidung und Helm waren aufgrund der Ausrüsterverträge des neuen Teams komplett andere. „Eigentlich mussten wir bei null beginnen“, sagt Björn Geesmann. „Wir haben sogar die Rahmengröße in Frage gestellt und ein Modell in S und eines in M aufgebaut“, erklärt Geesmann.

Doch bevor überhaupt auf der Bahn nach dem Einsparpotenzial geforscht wurde, ging es zum sogenannten Pre-Fitting. Denn aller Anfang ist ein sogenanntes biomechanischer Check-up. Hier wird zuallererst dieTony Martins Vorbereitung im Kampf um das gelbe Trikot der Tour de France Stabilität des Beckens im Sattel und die Kraftübertragung der Fußsohle am Pedal untersucht. „Nur, wenn der Fahrer stabil im Sattel sitzt, funktioniert die Kraftübertragung auch verlustfrei“, erklärt Daniel Schade. Erkennen lässt sich eine instabile Position beziehungsweise „schlechte“ Position an den sogenannten Shifts – so bezeichnen die Experten das kurze Vor- oder Zurücksetzen auf dem Sattel – sowie bei der Begutachtung des Schaubildes der Druckmessfolie am Sattel. Was liegt im grünen Bereich, welche Stellen sind gelb- oder gar rotgefärbt; und wie hoch ist der Druck hier auf wenigen Quadratzentimetern? „Die Beantwortung ist nicht ganz unerheblich, gerade für Zeitfahren, die etwas länger sind. Der Fahrer muss eine Position auch immer halten können“, erklärt Schade. „Wenn wir hier sehen, dass ungeheuer hoher Druck flächendeckend auf dem Sattel lastet, ist das ein klares Indiz dafür, etwas an der Position oder dem Sattelmodell zu ändern“, so Schade weiter. Ob die Sitzposition dem Optimum nahe kommt, zeigt sich auch direkt an der Messung der Leistung mittels Druckmessfolien in den Schuhsohlen. „Kommt zu wenig bzw. zu ungleichmäßig Leistung an, müssen wir evaluieren“ erklärt Schade. Erst wenn diese beiden Kontaktstellen „abgearbeitet“ sind, beginnen die tatsächlichen aerodynamischen Tests und das magische Dreieck aus den Schenkeln Kraftübertragung am Pedal, Stabilität im Sattel wird durch die Aerodynamik im Cockpit komplettiert.

 

Die Herausforderung bei Tony Martin bestand darin, ein passendes Sattelmodell seines neuen Ausrüsters zu finden, und in Kombination mit der Sitzhöhe und dem Vor- und Nachsitz des Sattels ihn so zu positionieren, dass er sowohl stabil als auch komfortabel im Sattel sitzt. „Für uns war es ganz angenehm, dass er seinen Schuhausstatter nicht wechseln musste– so hatten wir eine Baustelle weniger“, sagt Daniel Schade.

„Früher hat man unglaublich viel Wert auf die Aerodynamik gelegt und sich bei der Position im Sattel sowie der Kraftübertragung aufs Pedal auf das Gefühl das Athleten verlassen“, sagt Björn Geesmann. DieseTony Martins Vorbereitung im Kampf um das gelbe Trikot der Tour de France Zeiten sind vorbei. Heute kann alles sichtbar gemacht werden – in Echtzeit. Und so wird auch bei Aerodynamik-Tests nicht nur der momentane Luftwiderstand des Fahrers ermittelt, sondern auch immer wieder kontrolliert, inwieweit sich die biomechanischen Werte am Sattel bzw. den Fußsohlen verändern. „Wir können einen Fahrer in eine radikale, sehr tiefe Position bringen, dann aber dafür in Kauf nehmen, dass er dies nur kurze Zeit halten kann beziehungsweise dadurch sein Power-Output verringert wird“, erklärt Geesmann. Hier ist immer die Frage zu beantworten, was ist für den Wettkampf besonders wichtig – Komfort, Stabilität oder Aerodynamik? „Gerade für Sprinter baut man Prolog-Positionen, die wirklich schmerzen, dafür unheimlich aerodynamisch sind“, erklärt Schade. Die Strapazen nimmt der Fahrer dann aber gern in Kauf – für fünf Minuten und eine Top-Platzierung.Aerodynamik-Test mit Tony Martin zur Vorbereitung auf die Tour de France

Wenn STAPS und gebioMized auf der Bahn Aerodynamik-Checks machen, erinnert das stark an Formel-1-Tests. In Echtzeit bekommen die Männer an den Laptops jede Veränderung des Luftwiderstands (CdA) mitgeteilt. Möglich macht dies moderne Alphamantis-Technik, die Leistungsdaten, Geschwindigkeit sowie Trittfrequenz aufzeichnet und per WLAN an den Rechner schickt. Die Software errechnet damit unter Berücksichtigung von Parametern wie Bahnlänge, Kurvenneigung und aktuell herrschender Luftdichte den Aero-Wert aus, wodurch sich Prognosen abgeben lassen, welche Auswirkungen die Veränderungen auf einer vorher festgelegte Strecke haben. „Noch während der Fahrer seine Runden dreht, können wir sehen, was welcher Wechsel mit sich bringt“, erklärt Björn Geesmann.
Im Fall von Tony Martin wurde nicht nur das Set-up des Rades unter die Lupe genommen und moderat verändert; es wurden auch verschiedene Helm- und Zeitfahrmodelle sowie Überschuhe und Aerosocken dem Aerodynamik-Check unterzogen. Mit Erfolg, denn es wurde einiges an Watt eingespart. Dies muss dann am Samstag nicht zur Überwindung des Luftwiderstandes eingesetzt werden, sondern kann direkt in Vortrieb verwandelt werden – Go for „Gelb“!

Aero-Interview mit Tony Martin

Übrigens: Tony Martin ist nicht der einzige Tour-de-France-Teilnehmer, der durch die Hände von Björn Geesmann und Daniel Schade ging. Die Equipe Movistar mit dem junge Deutsche Jasha Sütterlin, der die Chance hat, beim Zeitfahren in die Top 5 zu fahren und das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers zu holen, genauso wie Fahrer des Teams Katusha Alpecin. Geesmann und Schade haben also genug zu tun, Stilstudien zu betreiben.

 

Photo: Saron Duchardt | saronduchardt.de

Videos: Canyon & Seb Montaz Studio