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Tony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf 4

+++ Eilmeldung: Tony Martin beim Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf mit City-Rad am Start +++

Einige eingeweihte Aero-Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, jetzt ist die Sensation perfekt: Tony Martin wird am 1. Juli beim Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf auf sein Zeitfahr-Rad verzichten und stattdessen mit dem Canyon „Commuter“ – dem City-Rad des Koblenzer Rad-Herstellers – an den Start gehen.

Bereits erste Aerodynamik-Tests im vergangenen Dezember im Trainingslager in Valencia haben gezeigt, dass der Commuter aufgrund seiner ausgefeilten Bauweise nicht einfach nur ein normales City-Rad ist. Das vollintegrierte Vorderlicht, der luftleitende Gepäckträger und auch der Riemenantrieb bieten klare Luftwiderstand-reduzierende Vorteile gegenüber dem Speedmax.

Vorteile, auf die der 4-fache Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin beim Tour-Auftakt in Düsseldorf nicht verzichten möchte: „Ein 14 Kilometer langes Zeitfahren zum Start der Tour de France mit derTony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf 3 Aussicht auf das gelbe Trikot – das sind Situationen, in denen das beste Material am Ende über Millisekunden entscheidet. Um nichts dem Zufall zu überlassen setze ich daher auf das aerodynamischste Rad, auf dem ich je gesessen habe: den Canyon Commuter“, so der detailverliebte Kapitän des Teams Katusha Alpecin (zum Aero-Interview mit Tony Martin).

Für die Welt des Radsports wird diese Nachricht eine Sensation sein, für den Radausrüster Canyon ist der Commuter lediglich das Ergebnis jahrelanger Arbeit auf dem Gebiet der Aerodynamik. Als sich die Verpflichtung von Tony Martin für das Team Katusha Alpecin abzeichnete, begann das Team um Liasion Manager Andreas Walzer bereits mit der Entwicklung eines noch schnelleren, noch aerodynamischeren Rads als dem Speedmax.

Dazu Andreas Walzer: „Außergewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen! Wenn du auf dem Gebiet der Aerodynamik noch größere Schritte machen willst, musst du kreativ sein. Um für Tony das beste Setup für Düsseldorf zu bauen, haben wir daher den Sektor „Aero-Rad“ komplett auf den Kopf gestellt und unsereTony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf Ideen von Null begonnen. Das Ergebnis wird die komplette Disziplin des Zeitfahrens neu definieren!“.

Ein entscheidender Teil der Entwicklung waren die späteren Aerodynamik-Tests im Velodrom in Valencia, die Canyon, Katusha Alpecin, Tony Martin und STAPS gemeinsam abhielten. Die größte Herausforderung war es dabei, den Aero-Test-erfahrenen Tony Martin von der ungewöhnlichen Maßnahme zu überzeugen.

„Zu Beginn kam ich mit dem Rad noch nicht sonderlich gut zurecht, mit der Zeit wurde es aber immer besser. Am Ende waren kleinste Details entscheidend, um die Jagd nach dem gelben Trikot mit dem Commuter anzugehen!“

Insgesamt mehrere Tage haben sich die Aero-Experten dazu auf der Radbahn eingeschlossen, um jedes noch so kleine Detail mit dem bisherigen Speedmax zu vergleichen: Das Aero-Cockpit gegen das vollintegrierte Vorderlicht, der Ketten- gegen den Riemenantrieb, die Aero-Laufräder gegen die Reifen mit Schutzblechen.

Der Teufel steckt im Detail: Um alle erdenklichen Zehntelsekunden auf der Düsseldorfer Kö einzusparen, wurde jedes noch so kleine Anbauteil der beiden Räder verglichen. Die Ergebnisse waren selbst für erfahrene Aerodynamiker beeindruckend. Dazu Björn Geesmann von STAPS: „Der Commuter besitzt schlichtweg das Potential der „Gamechanger“ im Kampf gegen die Uhr zu sein. Einen Zeitfahrweltmeister wie Tony zu überzeugen ist nicht einfach. Am Ende haben ihn gerade die Vorteile des aerodynamischen Gepäckträgers, der die Luft deutlich besser anlegt und leitet als jedes Scheibenrad, überzeugt.“

Natürlich wird es im Vergleich zum Testmodell beim Test noch ein paar Umbaumaßnahmen geben. Zum Beispiel werden Zipps 8080-Laufräder Tony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorfeingesetzt und ein Aero-Aufsatz montiert, der erst kurz vor der Tour zu sehen sein wird. Denn bisher war die Sitzposition auf diesem aerodynamisch optimierten Rahmen noch nicht optimal – wie sich jeder denken kann. Aber dank der STAPS-Experten konnte auch hier eine Lösung gefunden werden, die beim Tour-Start in Düsseldorf für viel Aufmerksamkeit sorgen wird. Details dazu werden zu einem geeigneten Zeitpunkt bekannt gegeben.

Wir dürfen gespannt sein, ob der Traum vom gelben Trikot in Düsseldorf wahr wird. Mit dem Canyon Commuter haben sich Tonys Chancen auf das gelbe Trikot aber noch einmal deutlich erhöht. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Geheimwaffe des Commuters: Bei Regenwetter wird Tony durch die integrierten Schutzbleche und die Regenreifen deutliche Vorteile gegenüber den anderen Roleuren haben!

Wir wünschen Tony für Düsseldorf viel Erfolg!

Photo: Saron Duchardt | saronduchardt.de / Daniel Beck

Ein Blick hinter die Kulissen: STAPS im Canyon.Home

Speedmax, Aeroad, Ultimate – die Produktpalette von Canyon ist uns im Zuge unserer engen Kooperation mit dem Koblenzer Radhersteller aus diversen Aero-Fittings hinreichend bekannt. Boris Stein, Patrick Lange, Tony Martin, das World Tour-Team Katusha-Alpecin; um nur einige Namen von Canyon-Athleten zu nennen, mit denen wir in den letzten Wochen zusammenarbeiten durften.

Optimierungen im Bereich der Aerodynamik gehen immer mit einer hohen Kenntnis über das Material einher. Nicht nur jeder Athlet, auch jedes Rad bringt seine eigenen Eigenschaften, Geometrien und Einstellungsmöglichkeiten mit sich. Da wir gerade im Profisport sehr häufig mit Rädern aus Koblenz arbeiten, wollten wir die Produkte von Canyon noch besser kennen lernen und haben das Canyon.Home besucht.

Blick hinter die Kulissen: STAPS im Canyon.Home!Kurz vor Weihnachten sind wir mit den beiden STAPS-Teams aus Köln und Hamburg der Einladung von Liaison Manager Andreas Walzer gefolgt, der sich federführend um die Belange der Profi-Athleten von Canyon kümmert.

Nach einer Koffein-Supplementierung durch den frisch eingetroffenen Frodissimo-Kaffee im Café des Canyon.Home, haben wir den Show-Room besucht und durch Andreas Walzer zahlreiche Informationen über die verschiedenen Produkte aus dem Straßen-, MTB- und Triathlon-Bereich bekommen.

Die Abteilung des Qualitätsmanagements Canyons sucht sicherlich seines Gleichen. Gordon Koenen, Director Quality Management, hat uns einen Blick hinter die Kulissen der Qualitätskontrolle gegeben: Zahlreiche Stresstests, denen sich Rahmen, Gabeln, Lenker und Co. aussetzen müssen. Ein CT-Scanner, mit dem jede Gabel vor dem Verkauf gescannt wird. Und besonders über das Canyon-interne System: Jedes verbaute Element eines Rahmen-Kits bekommt einen Identifikations-Code. Dadurch lässt sich auch bei einem möglichen Gabel-Bruch während der Kopfsteinpflaster-Passagen Paris-Roubaix’ noch im Nachgang auflösen, ob diese Gabel bereits bei Auslieferung fehlerhaft war und ein Defekt ggf. werksseitig übersehen wurde.

Gordon‘s Fazit: Neben des umfangreichen technischen Qualitätsmanagements zählt auch immer das Feedback der Straße. Blick hinter die Kulissen: STAPS im Canyon.Home!Deshalb ist die Forschung in diesem Bereich auch ein nie endendes Projekt: Durch Materialtests im Labor sowie auf der Straße mit den Profis bleibt Canyon jederzeit auf dem aktuellsten Stand und garantiert dadurch die bestmögliche Qualität der Räder.

Im Anschluss an die Abteilung des Qualitätsmanagements informierte uns Sebastian Jadczak, Director Development Road, Produktmanagement, über die neusten Projekte im Hause Canyon. Das bestimmende Thema auch in Koblenz: Scheibenbremsen im Straßenradsport. Seit neustem wird auch das Aeroad mit Scheibenbremsen ausgeliefert. Zudem darf die Radsport-Welt auf viele spannende Entwicklungen aus Koblenz gespannt sein – wir wollen aber noch nicht zu viel verraten!

Das Canyon.Home ist besonders, genau wie die Marke Canyon auch. Für uns war der Besuch in Koblenz ein beeindruckender Blick hinter die Kulissen einer führenden Marke in der Welt des Radsports und Triathlons. Wir freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit und besonders auf weitere Athleten aus dem Canyon-Lager, die uns in den kommenden Wochen für Aero-Optimierungen besuchen werden – stay tuned!

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Fotos: (c) Saron Duchardt | www.saronduchardt.de