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Skilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathleten

Alternativtraining Skilanglauf: Transfereffekte clever nutzen

Mal so richtig durch die Gegend „brettern“ – da sind sich Rad-und Triathlonprofis einig, dass macht im Winter am meisten Spaß auf Langlaufskiern. Kein Wunder also, dass in der radfreien Zeit die Radler und modernen Ausdauerdreikämpfer durch den Schnee gleiten. Denn wie beim Radfahren auch, ist der Sportler draußen an der frischen Luft, genießt die Natur und kann im Training mit dem Gelände spielen – sprich an den Anstiegen und Abfahrten die Intensität dem Gelände anpassen. Was als Bonus noch hinzukommt – die komplette Oberkörpermuskulatur wird durch den Stockeinsatz und das „dynamische“ Halten des Gleichgewichts automatisch mittrainiert. Wer das Gleiten in der Loipe beherrscht, der kann sich mit hohen Geschwindigkeiten auch in der Ebene belohnen, macht ganz anständig Strecke und spürt den Fahrtwind im Gesicht, was motiviert und im Training für Abwechslung sorgt.

Auch Lukas Pöstlberger, Profi bei Bora-hansgrohe und ehemaliger STAPS-Athlet, der seit Kindesbeinen auf den dünnen Brettern steht, sagt: „Richtig Spaß macht es, wenn der Ski unter einem ins Gleiten kommt. Das macht die Faszination des Langlaufens aus. Allerdings ist hier zuerst Technik und Stil gefragt, um die Kraft bestmöglich auf die Bretter zu bekommen.“

Gerade als Alternativtraining fürs Radfahren, das hierzulande im Moment wenig Spaß macht und außerhalb der eigenen vier Wände bei den chaotischenSkilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathleten Witterungsverhältnissen nur schwer möglich ist, ist das Skilanglaufen die Alternative Nummer eins – nicht nur für Profis, sondern auch für ambitionierte Radamateure und Triathleten. Physiologisch betrachtet, setzt dass Skilanglaufen einen starken Reiz für die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max); aufgrund der vermehrt beteiligten Muskulatur und der damit einhergehenden erhöhten Intensität der Belastung kommt es zu einem hohen Sauerstoffdurchfluss und einem erhöhten Energieumsatz. Wer die Langlauf-Technik richtig beherrscht, schult seine Koordination – Beine und Arme müssen zusammenspielen – trainiert nicht nur seine Muskulatur, sondern beugt auch Verletzungen vor. Gerade die Muskeln, Sehnen und Bänder im Adduktorenbereich, die bei vielen Triathleten durchs Laufen stark beansprucht werden, können so gekräftigt werden.

Doch alle drei Triathlondisziplinen profitieren vom Skilanglauf. Fürs Radfahren besonders vorteilhaft: bei niedriger bis mittlerer Intensität lassen sich mehrstündige Touren unternehmen in denen beispielsweise auch Schwellen-Intervalle eingestreut werden können. Hinzu kommt noch, dass der Sport den gesamten Körper beansprucht und die allgemeine Athletik fördert.

Fürs Laufen profitiert der Sportler gleich in vielfacher Hinsicht. Denn beim Skilanglaufen werden ähnliche Muskelbereiche aktiviert. Außerdem erfolgt Skilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathletendurch das aktive Aufrichten und den Abdruck bereits nach nur wenigen Einheiten eine muskuläre Anpassung der Gluten sowie Ab- und Adduktoren, was zu einer verbesserten Hüftstreckung, einem optimiertem Fußaufsatz und einer Stärkung der Achsstabilität der Knie führt. In Kombination mit der Kräftigung und Stabilisierung der Oberkörper- bzw. Rumpfmuskulatur, bei denen gerade die tieferliegenden kleinen Muskeln dauerhaft aktiviert werden, um das Gleichgewicht zu halten, resultiert daraus eine ökonomische sprich stilistisch saubere Lauftechnik. Ein vergleichsweiße geringer Impact ermöglicht einen hohen Trainingsumfang bei reduzierter mechanischer Belastung. Dies kann speziell nach einer längeren Laufpause oder noch fehlenden Trainingsumfängen eine hilfreiche Ergänzung im Training darstellen.

Selbst fürs Schwimmen gibt es Benefits. Denn auch hier kann der Athlet die Transfereffekte beim Training der Oberkörpermuskultur sowie dem Einsatz der großen Muskelgruppen gewinnbringend nutzen.

Auch unser STAPS Trainer Lukas Naegele, einer der besten deutschen Trailläufer, nutzt das Skilanglaufen als Alternativtraining im Winter, um sich optimal auf die Trail- und Marathonsaison 2018 vorzubereiten. Nach seinem Umzug von Köln nach München kann man den gebürtigen Schwarzwälder auf den Loipen und Bergen rund um München antreffen. „Die Möglichkeit mein Training in den Wintermonaten abwechslungsreich und effektiv zu gestalten, motiviert mich enorm, um einfacher die gesetzten Ziele zu erreichen. Bereits in der Vorbereitung der Saison 2012 bis 2015 habe ich in Freiburg die umliegenden Berge und Loipen zur Vorbereitung genutzt. Nun freue ich mich natürlich mit den Bergen und Loipen um München ein großes und abwechslungsreiches Trainingsgebiet vorzufinden“, so Lukas. Wenn er nicht Trainingspläne schreibt, Leistungsdiagnostiken und Bike-Fittings durchführt, tourt er mit den Ski am Heimgarten bei Ohlstadt, am Kramer bei Garmisch-Partenkirchen oder geht Langlaufen auf den Loipen rund um Oberammergau.

Für Euch haben wir von STAPS einige Workouts zusammengestellt, die Ihr ergänzend Eures klassischen Rad, Lauf- oder Schwimmtrainings absolviert könnt.


Trainingsbeispiele Alternativ-Training:

Alternativen zum Radtraining

Beispiel 1: Kombination Langlauf und Rad/ Rolle

Moderat-intensive Langlaufeinheit (ca. 75-120 Minuten)

  • Inhalt: moderat-intensives Programm; vergleichbar zu wechselnden Belastungen im GA1-, GA2 und EB-Bereich auf dem Rad
  • Zielsetzung: Entleerung der Kohlenhydrat-Speicher & Erzielung eines hohen Energieumsatzes

ergänzendes Rollentraining mit kraftorientierten Intervallen (ca. 60 Minuten)

Beispiel 2: Skilanglauf-Schwerpunkt in profiliertem Gelände

Skilanglauf mit einigen Höhenmetern (ca. 120-180 Minuten)

  • Inhalt: wechselnde Intensitäten und Belastungen ergeben sich automatisch durch das Streckenprofil
  • Ziel: Verbesserung der Beinkraft, Erhöhung des Sauerstoffumsatzes und Erzielung eines relativ hohen Energieumsatzes

Beispiel 3: Kombination aus Rad-/ Rollentraining und Langlauf

Vorgeschaltetes Rollentraining (ca. 60-90 Minuten)

  • Inhalt: entweder moderat-intensiv (GA1-/GA2-Bereich) und reduzierter Kohlenhydrat-Zufuhr zuvor oder intensiver (z.B. mit Schwellen-Intervallen) und adäquater Kohlenhydrat-Zufuhr vor der Einheit
  • Ziel: Gesamtenergieumsatz erhöhen, Alternative zu langem Rollentraining schaffen und Sauerstoffaufnahme ansprechen

ergänzende Langlaufeinheit (ca. 90-150 Minuten)

  • Inhalt: relativ moderates Training, eher im Grundlagenbereich
  • Ziel: Erhöhung des Trainingsumfangs/ Sauerstoff- und Energieumsatzes durch Alternative zum Rollentraining

Alternativen zum Lauftraining

Beispiel 1: Erhöhung der Verbesserung der Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Laufökonomie durch Langlaufen

Skilanglauf am Berg (ca. 90-150 Minuten)

  • Inhalt: längeren, intensiven Intervallen (ca. Schwellen-Bereich; 3-5x für 5-10 Minuten)
  • Ziel: Verbesserung der VO2max, der Beinkraft und der Laufökonomie

Beispiel 2: Fettstoffwechseltraining und Trainingsumfang ohne mechanische Überlastung

längere Skilanglaufeinheit im Grundlagenbereich

  • Inhalt: umfangsorientiere Einheit, dabei mit einer eingeschränkten Kohlenhydrat-Zufuhr starten (Menge der Kohlenhydrate je nach Dauer der Einheit)
  • Ziel: Verbesserung der Bildungsrate und damit Verbesserung des Fettstoffwechsels - ohne übermäßige mechanische Belastung!

Beispiel 3: Kombination aus Skilanglauf und Lauftraining

Langlaufeinheit als Vorbelastung zur Laufeinheit (ca. 60-120 Minuten)

  • Inhalt: moderat-intensive Einheit Skilanglauf
  • Ziel: Reduktion der Kohlenhydrat-Speicher, um die Qualität des Fettstoffwechsel-Laufs zu erhöhen

Ergänzende Laufeinheit zur Verbesserung des Fettstoffwechsels (ca. 45-60 Minuten)

  • Inhalt: im Anschluss an die Langlaufeinheit (entweder direkt "gekoppelt" oder mit etwas Zeitversatz und ergänzender Kohlenhydrat-Zufuhr) Fettstoffwechseltraining im Dauerlauf extensiv oder Dauerlauf intensiv-Bereich
  • Ziel: Gesamtenergieumsatz und Trainingsumfang erhöhen und den Fettstoffwechsel qualitativ trainieren; dabei aber mit einer geringeren Belastung für Sehnen, Bänder und Gelenke im Vergleich zu umfangsorientiertem, reinen Lauftraining

Alternativen zum Schwimmtraining

Beispiel 1: Technische Langlaufeinheit (ca. 45-90 Minuten)

  • Inhalt: intensivere Intervalle im Doppelstockschub (z.B. 4x4 Minuten im Schwellen-Bereich mit 4-minütiger Erholung im GA1-Bereich)
  • Ziel: hohe muskuläre Belastung und Verbesserung der Kraftausdauer

 

Skilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathleten

 

Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

Weltmeisterschaft im Berglauf über die Langstrecke: ein Erfahrungsbericht von STAPS-Coach Lukas Naegele

STAPS-Coach Lukas Naegele verbringt seine Zeit, wenn er sich nicht gerade um unsere Athleten kümmert, laufend. Nicht einfach nur flach und geradeaus; gerne auch extrem steil berghoch und über Stock und Stein. Im August hat Lukas als Teil der deutschen Nationalmannschaft an den Weltmeisterschaften im Berglauf über die Langstrecke teilgenommen. In seinem Bericht erhaltet ihr einen Einblick in seine Erlebnisse:

Intensives Erlebnis bei der Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaft in Premana (Italien)

Erfahrungsbericht von Lukas Naegele

Dunkle Wolken stehen am Himmel, Hubschrauberlärm kreist über uns, Schweißperlen laufen über mein Gesicht. Aus Lautsprechern dröhnt motivierende Musik, immer wieder übertönt durch die laute Stimme des italienischen Moderators. Die Häuser sind geschmückt mit Girlanden, hinter den Straßenabsperrungen versammeln sich Zuschauer bereits in Zweier- und Dreierreihen.

Das kleine, beschauliche Örtchen Premana, unweit des Comer Sees an den steilen Hängen der Bergamasker Alpen gelegen, hat sich rausgeputzt für den großen Tag. Für den Tag an dem hier die offizielle Weltmeisterschaft der IAAF (International Association of Athletics Federations) im Berglauf über die Langstrecke stattfindet. Es ist der 6. August 2017, morgens um kurz vor 8. Die Luftfeuchtigkeit beträgt gefühlte 90%, die Temperatur an diesem Tag kratzt bereits an der 30°C-Marke.

Als Teil eines 4-köpfigen Männerteams zusammen mit Florian Reichert, Thomas Kühlmann und Marcel Krieghoff liegt vor uns eine der härtesten Strecken, die jemals für eine solche WM ausgewählt wurde. 32 Kilometer mit schweren 2.600 Höhenmetern, verteilt auf 3 Berge stehen auf dem Programm. In der Frauenwertung vertreten Maria Koller und Tanja Grießbaum die deutschen Farben.Nationalmannschaft Berglauf Trailrunning

„…representing GERMANY!“, hallt es durch die Gassen des Bergdorfs. Als Team werden wir aufgerufen und zur Startlinie geführt. Gänsehaut. Weltmeisterschaft. Ich bin wieder dabei. Was für ein Gefühl! Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Stolz erfüllt mich, dass ich nach der WM 2016 in Slowenien auch dieses Jahr wieder das Nationaltrikot tragen und mich mit den besten der Welt messen darf.

Der erste Kilometer führt steil bergab durch die Straßen von Premana. Ich blicke mich um: Alle, die hier jetzt laufen, sehen fit aus; alle, die jetzt hier die Straßen hinunter prügeln, haben Dampf in den Beinen und alle, die sich jetzt auf diese extreme Strecke wagen, haben es sich verdient hier dabei sein zu dürfen. Ehrfurcht erfüllt mich! Es ist die Phase des Rennens, in der der Kopf gerne anfängt alles zu hinterfragen: das Training, die Form, die Strecke, die Konkurrenz. Wie immer versuche ich den Gedanken keine Bedeutung beizumessen.

Die ersten Höhenmeter sind schrecklich. Meine Beine fühlen sich an wie Blei. Einer nach dem anderen tippelt leichtfüßig an mir vorbei. „Wo ist meine Leichtigkeit? Wo ist all das harte Training hin?“ Ein Donner reißt mich aus meinen Gedanken. Dicke Tropfen prasseln auf mich ein. „Was wird das nur für ein Tag?“ Nur mit Mühe schaffe ich es einen Rhythmus zu finden. Steil schlängelt sich der Weg nach oben. Schon nach kurzer Zeit wechsele ich das erste Mal in den Geh-Modus. Ich stelle alles in Frage, überlege mir, ob das Rennen auf Grund von Gewitter wohl auch abgebrochen werden würde. Ich hätte nichts dagegen gehabt in diesem Moment. Ich fühle mich schlecht, nicht würdig dieses Trikot mit der großen, roten Aufschrift „GERMANY“ tragen zu dürfen.

Irgendwo an Position 45 liegend erreiche ich den ersten höchsten Punkt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich und das Rennen komplett abgeschrieben. Es schien mir unvorstellbar einen, geschweige denn zwei weitere Berge dieser Kategorie auch nur annähernd sportlich zu bewältigen. Also aufgeben? Bei einer WM? Mitten im Nirgendwo? Niemals: „Aufgeben ist keine Option!“ Dieser Satz begleitet mich den ganzen ersten steilen und sehr technischen Downhill. Unten warten mein Papa und meine Schwester. Und eine Verpflegungsstation. Ich bleibe stehen, kippe alles in mich rein, was angeboten wird. Und dann weiter, immer weiter! Aufgeben ist keine Option!

Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

Erst flacher, später immer steiler, technischer, alpiner werdend geht es Höhenmeter um Höhenmeter nach oben. Zumindest überholt mich niemand mehr und die Waden fühlen sich auch etwas lockerer an. „Ich werde dieses Rennen also vielleicht doch beenden können“, geht es mir durch den Kopf. Die letzten Meter des zweiten Anstiegs sind einzigartig. Noch immer grollen die Donner über uns hinweg und trotzdem säumen mehrere 100 Zuschauer mitten in den hochalpinen Bergen an diesem extrem steilen Abschnitt das große Finale durch eine schmale Gebirgsscharte. Musik dröhnt aus Boxen. Die Leute brüllen einen förmlich den Trail nach oben. Gänsehaut, ein Lächeln… Ich kann es mir nicht verkneifen. Für ein paar Sekunden fühle ich mich leicht wie eine Feder. Alpe d’Huez-Feeling!

Der folgende Downhill ist extrem. Die nassen Steine auf dem verblockten Trail lassen keinen Fehler zu. Die richtige Balance zwischen Risiko und Vorsicht ist gefragt. Ein schmaler Grat, wie ich selbst erfahren muss. Ein Sturz bringt mich aus der Fassung: Adrenalin, Verunsicherung und wieder die Gedanken ans Aufgeben. Ich laufe weiter, denke an die anderen aus dem Team. Aktuell befinde ich mich immer noch an dritter Stelle bei den deutschen Männern und falle damit ins Ranking für die Mannschaftswertung. Ein Grund mehr, diesen wahnsinnigen Lauf zu Ende zu bringen.

Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

An jeder Verpflegungsstation halte ich nun ein paar Sekunden an, schütte abwechselnd Cola und Wasser in mich hinein, wohl wissend, dass es am letzten Berg ganz darauf ankommen wird, energetisch nicht leer zu gehen. Der Plan geht auf! Allmählich kommt mir ein Läufer nach dem anderen entgegen. Und ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass das, was ich hier veranstalte etwas mit Laufen zu tun hat. Die Aufholjagd hat begonnen. Kämpfen! Beißen! Und das Ding nun doch noch anständig nach Hause bringen. „Top 30 wäre doch ok!“ Am Ende des letzten Berges habe ich mich Team-intern auf Rang zwei vorgearbeitet, und befinde mich wohl irgendwo in den tiefen 30er Rängen. Erleichterung macht sich innerlich breit. Jetzt noch einmal über extrem verblocktes Gelände den letzten Downhill konzentriert laufen. Es geht gut. Da ist er dieser Rhythmus, nach dem ich so lange gesucht habe. Ich spiele mit dem Gelände, habe das Gefühl es unter Kontrolle zu haben. Nochmals überhole ich zwei, drei Läufer und biege alleine auf die Straße ein, die wir vor 3,5 Stunden nach dem Start in 3:00er Pace bergab gerannt sind. Die letzten Meter. Die Stimmung ist ohrenbetäubend. Italien feiert ihre Helden und jeden einzelnen Finisher. Ich kann es genieße, trotz eines so schwierigen Rennens, das alles bot und als ein absolut einzigartiger Wettkampf für mich in Erinnerung bleiben wird.

Dass am Ende ein 27. Platz steht, stimmt mich zufrieden. Mit der Teamwertung erreichen wir den 8. Platz, sicherlich auf dem Papier enttäuschend nach der Bronzemedaille im vergangenen Jahr, aber letzten Endes stellt sich für mich nach einem solchen Wettkampf die Frage, ob der Erfolg, die Medaille, oder die faktische Platzierung tatsächlich immer alles ist. Vielmehr ist es doch die Begeisterung und die Leidenschaft, die uns dazu bewegt, diesen Sport ausüben. Ein solches Rennen beinhaltet so viele emotionale Höhen und Tiefen, stellt einen vor so viele Herausforderungen, bietet atemberaubende Natur und wahnsinnige Bilder. Es ist tragisch, emotional, begeisternd, mitreißend und am Ende für jeden, der es ins Ziel schafft, ein wahnsinnig intensives Erlebnis.