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Individuelle Trainingspläne, differenzierte Leistungsdiagnostiken und eine Sitzpositionanalyse zur Vorbereitung auf einen Radmarathon

Zahlreiche Sportler durften wir in den vergangenen Jahren bereits auf unterschiedlichste Radmarathons vorbereiten und haben uns damit einen hohen Erfahrungsschatz angeeignet. Darunter war unter anderem auch Laila Orenos, die den Ötztaler Radmarathon vier Mal in Folge gewinnen konnte (Link zum Rennbericht). Die Bandbreite der STAPS-Sportler in der Radmarathon-Szene ist dabei groß. In 2017 haben wir insgesamt 42 Sportler auf den "Ötztaler" vorbereitet und einige STAPS-Athleten portraitiert.

Im Hinblick auf diese Saison haben wir dazu ein besonderes Special für Dich: Wir möchten gemeinsam mit Dir Deine Vorbereitung auf Dein sportliches Highlight in 2018 angehen. Dafür haben wir ein Paket – bestehend aus STAPS-Diagnostiken, einer individuellen, zielgerichteten Trainingsbetreuung, der Optimierung Deiner Sitzposition und vielen hilfreichen Tipps und Tricks – geschnürt, welches Dir zum erfolgreichen Finish bei Deinem Radmarathon verhilft.

Unser Radmarathon-Special für die Saison 2018 findest Du hier: STAPS Radmarathon-Special 2018

Mit dem vierwöchigen Trainingsplan der STAPS on Tour den Einstieg in strukturiertes Training finden!

Am 23. Februar startet unsere STAPS on Tour und führt uns von Köln, Hamburg und München in 23 weitere Städten in Deutschland und Österreich. Auch in diesem Jahr möchten wir nicht nur Deine Leistungsfähigkeit testen sowie Deine physiologischen Stärken und Schwächen analysieren, sondern diese auch gezielt mit Dir im Training verbessern. Dazu erhältst Du nach Deiner Leistungsdiagnostik eine vierwöchige Trainingsplanung durch unsere STAPS-Trainer. Wir möchten Dir hier jetzt einen Überblick geben, wie diese Trainingsplanung aufgebaut ist und warum sie Dich optimal auf 2018 vorbereiten wird:

Die drei Säulen der Trainingsplanung

Eine Leistungssteigerung im Training baut auf drei entscheidenden Säulen in der Planungsphase auf:

  1. Analyse der physiologischen Stärken und Schwächen per differenzierter Leistungsdiagnostik
  2. Berücksichtigung der sportlichen, beruflichen und sozialen Rahmenbedingungen des Sportlers
  3. Ausrichtung auf die sportlichen Ziele des Sportlers

All diese Faktoren werden nicht nur bei unseren Trainingsbetreuungen berücksichtigt, sondern fließen auch durch unsere Sportwissenschaftler in die Trainingsplanungen unserer STAPS on Tour ein.

Die Basis dabei stellt die Leistungsdiagnostik, die wir auf unserer Tour anbieten. Das Entscheidende: Die STAPS-Leistungsdiagnostik unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Diagnostik-Verfahren. Geht es – wie zum Beispiel auch bei praxisnahen FTP- oder Critical Power-Tests – ausschließlich um die Ermittlung der aktuellen Leistungsfähigkeit, beinhaltet unser Diagnostik-Verfahren vor Mit dem vierwöchigen Trainingsplan der STAPS on Tour den Einstieg in strukturiertes Training finden!allem einen Blick ins „Innere“. Wir erfassen dabei Deine physiologischen Stärken und Schwächen und betrachten Deine für die Leistungserbringung so wichtigen unterschiedlichen Energiebereitstellungswege (anaerob/ aerob) get rennt voneinander. Dadurch ergibt sich für unsere STAPS-Trainer die Möglichkeit, Dir einen konkreten „Plan“ zu erstellen, mit dem Du exakt an Deinen ganz individuellen „Baustellen“ arbeiten kannst – ohne dabei über Junkmiles und planloses Training Zeit zu verlieren.

Mit dem vierwöchigen Trainingsplan der STAPS on Tour den Einstieg in strukturiertes Training finden!Da wir mit Sportlern jeder Leistungsklasse zusammenarbeiten, ist uns bewusst, dass die sportlichen, beruflichen und sozialen Rahmenbedingungen jedes Einzelnen sich stark voneinander unterscheiden. Natürlich berücksichtigen unsere Coaches auch Deine Rahmenbedingungen und erstellen Dir eine Planung, die genau auf Dein wöchentlich mögliches Pensum zugeschnitten ist. Wie ist beispielsweise Deine verfügbare Trainingszeit? Stehen spezielle Trainingslager an? Gibt es alternative Trainingsmöglichkeiten wie Skilanglauf oder Möglichkeiten zum Indoor-Training? Und natürlich die Frage nach Deinem sozialen Umfeld – Familie, Beruf sowie sonstige Verpflichtungen –, das selbstverständlich beim Trainingsaufbau berücksichtigt wird.

Unerlässlich ist in der Planung des Trainings natürlich die sportliche Zielsetzung. Dabei kann diese nicht nur eine Herausforderung im Sinne eines Wettkampfs sein. Auch eine geplante Alpen-Überquerung mit dem Rennrad oder Mountainbike, der Wunsch nach einer gesteigerten Fitness oder die Reduktion des Körpergewichts ohne Leistungseinbußen sind spannende sportliche Ziele, denen sich Dein STAPS-Trainer im Zuge der STAPS on Tour widmen wird. Durch unsere Erfahrungen in der Betreuung unserer STAPS-Sportler sind unsere Coaches aber auch in jedem Triathlon- und Rad-Wettkampf erfahren und bereiten Dich gezielt auf Dein sportliches Highlight in 2018 vor.

Profitiere von der Kompetenz unserer STAPS-Trainer

All diese Aspekte fließen am Ende in die Trainingsplanung des vierwöchigen Trainingsplans auf der STAPS on Tour ein. Dabei profitierst Du als Sportler vor allem auch von der Kompetenz unseres Trainer-Teams, welches ausschließlich aus Sportwissenschaftlern besteht und langjährige Erfahrungen im Ausdauersport besitzt. Im Zuge der STAPS on Tour lernst Du Deinen STAPS-Trainer bereits zu dem jeweiligen Tour-Termin kennen, da er zu unseren Tour-Stopps vor Ort ist und mit Dir im ausführlichen Auswertungsgespräch bereits viele wichtige Details Deiner Leistungsdiagnostik bespricht und Dir einen Ausblick zum Training geben kann. Der selbe STAPS-Trainer wird sich dann auch im Nachgang um Deine Trainingsplanung kümmern und steht Dir als persönlicher Kontakt während des Zeitraums Deines Trainings mit Rat und Tat zur Seite.

Hier gehts zur STAPS on Tour - Frühjahr 2018!

Mit dem vierwöchigen Trainingsplan der STAPS on Tour den Einstieg in strukturiertes Training finden!

Trainingslager von Hannes Hawaii Tours und STAPS auf Mallorca. Dein perfekter Einstieg in die Radsport und Triathlon-Saison!

Es kommt zusammen, was zusammen gehört: Wir freuen uns, dass wir unsere Zusammenarbeit mit dem legendären Reiseveranstalter für Ausdauersportler, Hannes Hawaii Tours, bekannt geben dürfen.

Seit über 20 Jahren veranstaltet der heutige Marktführer Hannes Hawaii Tours bereits Wettkampfreisen und Trainingslager für Ausdauersportler – speziell für Triathleten. Auch zahlreiche unserer trainingsbetreuten Sportlerinnen und Sportler sind in den vergangenen Jahren in die Trainingslager oder zu Wettkämpfen über „Hannes“ geflogen und haben den Service der Allgäuer schätzen gelernt.

Aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft für den Triathlonsport und der Überschneidungen in unseren Zielgruppen haben wir uns von STAPS und dem Team um Hannes Blaschke und Christoph Fürleger – standesgemäß auf Hawaii im Zuge des Ironmans –  auf eine Zusammenarbeit verständigt, die jetzt mit unserem ersten gemeinsamen Trainingslager ins Rollen kommt:

Trainingslager von Hannes Hawaii Tours und STAPS auf Mallorca. Dein perfekter Einstieg in die Radsport und Triathlon-Saison!

Vom 07. bis 21. April werden die beiden STAPS-Trainer Lukas Naegele und Björn Geesmann gemeinsam mit Christoph Fürleger ein Triathlon-Trainingslager auf Mallorca veranstalten. Der Trainingsplan für die Tage ist dabei schon ausgearbeitet – die Sportlerinnen und Sportler erwartet dabei Einiges: strukturierte Trainingseinheiten im Laufen, Radfahren und Schwimmen auf Basis der STAPS-Trainingsphilosophie, Critical Power-Tests am Berg, Workshops zur Lauf- und Schwimmtechnik, gemeinsame Analyse der Trainingsdateien, Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen (Physiologie, Training, Ernährung, Sitz- und Aeroposition) und vieles mehr.

Zusätzlich profitiert jeder Teilnehmer natürlich von dem bekannten „Hannes“-Standard bestehend aus einer tollen Unterkunft (4-Sterne Hotel Beach Trainingslager von Hannes Hawaii Tours und STAPS auf Mallorca. Dein perfekter Einstieg in die Radsport und Triathlon-Saison!Club Font de sa Cala), Miträdern, einer Werkstatt, sowie einem Testcenter mit zahlreichen Produkten der Partner von Hannes Hawaii Tours (u.a. GARMIN, Oakley, Schwalbe).

Du hast Lust Dich gemeinsam mit Hannes Hawaii Tours und STAPS auf die neue Saison vorzubereiten? Dann findest Du hier alle Informationen und die Möglichkeit einer unverbindlichen Anfrage: Hannes Hawaii Tours – Trainingslager Mallorca

Du hast Fragen zu den Inhalten des Trainingslagers und möchtest sichergehen, dass das Trainingslager für Dich passend ist? Dann schreib uns eine Nachricht an contact@staps-online.com.

Melde Dich an – wir haben trainingstechnisch einiges mit Dir vor!

 

Photocredit: Hannes Hawaii Tours

Skilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathleten

Mal so richtig durch die Gegend „brettern“ – da sind sich Rad-und Triathlonprofis einig, dass macht im Winter am meisten Spaß auf Langlaufskiern. Kein Wunder also, dass in der radfreien Zeit die Radler und modernen Ausdauerdreikämpfer durch den Schnee gleiten. Denn wie beim Radfahren auch, ist der Sportler draußen an der frischen Luft, genießt die Natur und kann im Training mit dem Gelände spielen – sprich an den Anstiegen und Abfahrten die Intensität dem Gelände anpassen. Was als Bonus noch hinzukommt – die komplette Oberkörpermuskulatur wird durch den Stockeinsatz und das „dynamische“ Halten des Gleichgewichts automatisch mittrainiert. Wer das Gleiten in der Loipe beherrscht, der kann sich mit hohen Geschwindigkeiten auch in der Ebene belohnen, macht ganz anständig Strecke und spürt den Fahrtwind im Gesicht, was motiviert und im Training für Abwechslung sorgt.

Auch Lukas Pöstlberger, Profi bei Bora-hansgrohe und ehemaliger STAPS-Athlet, der seit Kindesbeinen auf den dünnen Brettern steht, sagt: „Richtig Spaß macht es, wenn der Ski unter einem ins Gleiten kommt. Das macht die Faszination des Langlaufens aus. Allerdings ist hier zuerst Technik und Stil gefragt, um die Kraft bestmöglich auf die Bretter zu bekommen.“

Gerade als Alternativtraining fürs Radfahren, das hierzulande im Moment wenig Spaß macht und außerhalb der eigenen vier Wände bei den chaotischenSkilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathleten Witterungsverhältnissen nur schwer möglich ist, ist das Skilanglaufen die Alternative Nummer eins – nicht nur für Profis, sondern auch für ambitionierte Radamateure und Triathleten. Physiologisch betrachtet, setzt dass Skilanglaufen einen starken Reiz für die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max); aufgrund der vermehrt beteiligten Muskulatur und der damit einhergehenden erhöhten Intensität der Belastung kommt es zu einem hohen Sauerstoffdurchfluss und einem erhöhten Energieumsatz. Wer die Langlauf-Technik richtig beherrscht, schult seine Koordination – Beine und Arme müssen zusammenspielen – trainiert nicht nur seine Muskulatur, sondern beugt auch Verletzungen vor. Gerade die Muskeln, Sehnen und Bänder im Adduktorenbereich, die bei vielen Triathleten durchs Laufen stark beansprucht werden, können so gekräftigt werden.

Doch alle drei Triathlondisziplinen profitieren vom Skilanglauf. Fürs Radfahren besonders vorteilhaft: bei niedriger bis mittlerer Intensität lassen sich mehrstündige Touren unternehmen in denen beispielsweise auch Schwellen-Intervalle eingestreut werden können. Hinzu kommt noch, dass der Sport den gesamten Körper beansprucht und die allgemeine Athletik fördert.

Fürs Laufen profitiert der Sportler gleich in vielfacher Hinsicht. Denn beim Skilanglaufen werden ähnliche Muskelbereiche aktiviert. Außerdem erfolgt Skilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathletendurch das aktive Aufrichten und den Abdruck bereits nach nur wenigen Einheiten eine muskuläre Anpassung der Gluten sowie Ab- und Adduktoren, was zu einer verbesserten Hüftstreckung, einem optimiertem Fußaufsatz und einer Stärkung der Achsstabilität der Knie führt. In Kombination mit der Kräftigung und Stabilisierung der Oberkörper- bzw. Rumpfmuskulatur, bei denen gerade die tieferliegenden kleinen Muskeln dauerhaft aktiviert werden, um das Gleichgewicht zu halten, resultiert daraus eine ökonomische sprich stilistisch saubere Lauftechnik. Ein vergleichsweiße geringer Impact ermöglicht einen hohen Trainingsumfang bei reduzierter mechanischer Belastung. Dies kann speziell nach einer längeren Laufpause oder noch fehlenden Trainingsumfängen eine hilfreiche Ergänzung im Training darstellen.

Selbst fürs Schwimmen gibt es Benefits. Denn auch hier kann der Athlet die Transfereffekte beim Training der Oberkörpermuskultur sowie dem Einsatz der großen Muskelgruppen gewinnbringend nutzen.

Auch unser STAPS Trainer Lukas Naegele, einer der besten deutschen Trailläufer, nutzt das Skilanglaufen als Alternativtraining im Winter, um sich optimal auf die Trail- und Marathonsaison 2018 vorzubereiten. Nach seinem Umzug von Köln nach München kann man den gebürtigen Schwarzwälder auf den Loipen und Bergen rund um München antreffen. „Die Möglichkeit mein Training in den Wintermonaten abwechslungsreich und effektiv zu gestalten, motiviert mich enorm, um einfacher die gesetzten Ziele zu erreichen. Bereits in der Vorbereitung der Saison 2012 bis 2015 habe ich in Freiburg die umliegenden Berge und Loipen zur Vorbereitung genutzt. Nun freue ich mich natürlich mit den Bergen und Loipen um München ein großes und abwechslungsreiches Trainingsgebiet vorzufinden“, so Lukas. Wenn er nicht Trainingspläne schreibt, Leistungsdiagnostiken und Bike-Fittings durchführt, tourt er mit den Ski am Heimgarten bei Ohlstadt, am Kramer bei Garmisch-Partenkirchen oder geht Langlaufen auf den Loipen rund um Oberammergau.

Für Euch haben wir von STAPS einige Workouts zusammengestellt, die Ihr ergänzend Eures klassischen Rad, Lauf- oder Schwimmtrainings absolviert könnt.


Trainingsbeispiele Alternativ-Training:

Alternativen zum Radtraining

Beispiel 1: Kombination Langlauf und Rad/ Rolle

Moderat-intensive Langlaufeinheit (ca. 75-120 Minuten)

  • Inhalt: moderat-intensives Programm; vergleichbar zu wechselnden Belastungen im GA1-, GA2 und EB-Bereich auf dem Rad
  • Zielsetzung: Entleerung der Kohlenhydrat-Speicher & Erzielung eines hohen Energieumsatzes

ergänzendes Rollentraining mit kraftorientierten Intervallen (ca. 60 Minuten)

Beispiel 2: Skilanglauf-Schwerpunkt in profiliertem Gelände

Skilanglauf mit einigen Höhenmetern (ca. 120-180 Minuten)

  • Inhalt: wechselnde Intensitäten und Belastungen ergeben sich automatisch durch das Streckenprofil
  • Ziel: Verbesserung der Beinkraft, Erhöhung des Sauerstoffumsatzes und Erzielung eines relativ hohen Energieumsatzes

Beispiel 3: Kombination aus Rad-/ Rollentraining und Langlauf

Vorgeschaltetes Rollentraining (ca. 60-90 Minuten)

  • Inhalt: entweder moderat-intensiv (GA1-/GA2-Bereich) und reduzierter Kohlenhydrat-Zufuhr zuvor oder intensiver (z.B. mit Schwellen-Intervallen) und adäquater Kohlenhydrat-Zufuhr vor der Einheit
  • Ziel: Gesamtenergieumsatz erhöhen, Alternative zu langem Rollentraining schaffen und Sauerstoffaufnahme ansprechen

ergänzende Langlaufeinheit (ca. 90-150 Minuten)

  • Inhalt: relativ moderates Training, eher im Grundlagenbereich
  • Ziel: Erhöhung des Trainingsumfangs/ Sauerstoff- und Energieumsatzes durch Alternative zum Rollentraining

Alternativen zum Lauftraining

Beispiel 1: Erhöhung der Verbesserung der Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Laufökonomie durch Langlaufen

Skilanglauf am Berg (ca. 90-150 Minuten)

  • Inhalt: längeren, intensiven Intervallen (ca. Schwellen-Bereich; 3-5x für 5-10 Minuten)
  • Ziel: Verbesserung der VO2max, der Beinkraft und der Laufökonomie

Beispiel 2: Fettstoffwechseltraining und Trainingsumfang ohne mechanische Überlastung

längere Skilanglaufeinheit im Grundlagenbereich

  • Inhalt: umfangsorientiere Einheit, dabei mit einer eingeschränkten Kohlenhydrat-Zufuhr starten (Menge der Kohlenhydrate je nach Dauer der Einheit)
  • Ziel: Verbesserung der Bildungsrate und damit Verbesserung des Fettstoffwechsels - ohne übermäßige mechanische Belastung!

Beispiel 3: Kombination aus Skilanglauf und Lauftraining

Langlaufeinheit als Vorbelastung zur Laufeinheit (ca. 60-120 Minuten)

  • Inhalt: moderat-intensive Einheit Skilanglauf
  • Ziel: Reduktion der Kohlenhydrat-Speicher, um die Qualität des Fettstoffwechsel-Laufs zu erhöhen

Ergänzende Laufeinheit zur Verbesserung des Fettstoffwechsels (ca. 45-60 Minuten)

  • Inhalt: im Anschluss an die Langlaufeinheit (entweder direkt "gekoppelt" oder mit etwas Zeitversatz und ergänzender Kohlenhydrat-Zufuhr) Fettstoffwechseltraining im Dauerlauf extensiv oder Dauerlauf intensiv-Bereich
  • Ziel: Gesamtenergieumsatz und Trainingsumfang erhöhen und den Fettstoffwechsel qualitativ trainieren; dabei aber mit einer geringeren Belastung für Sehnen, Bänder und Gelenke im Vergleich zu umfangsorientiertem, reinen Lauftraining

Alternativen zum Schwimmtraining

Beispiel 1: Technische Langlaufeinheit (ca. 45-90 Minuten)

  • Inhalt: intensivere Intervalle im Doppelstockschub (z.B. 4x4 Minuten im Schwellen-Bereich mit 4-minütiger Erholung im GA1-Bereich)
  • Ziel: hohe muskuläre Belastung und Verbesserung der Kraftausdauer

 

Skilanglaufen als Alternative im Training für Radsportler und Triathleten

 

Rollentraining auf dem Rad im Winter

Da ist sie wieder: Die triste Zeit, in der das Rennradfahren beziehungsweise das Training auf der Straße hierzulande kaum noch Spaß macht. Allein die Auswahl und das Anziehen der wetterfesten Kleidung, die Entscheidung über die Route sowie das Putzen des Rades und die Reinigung der Bekleidung hinterher, die beinah mehr Zeit einnimmt als das eigentliche Training, kosten Zeit und Nerven. Ganz abgesehen, von der Gefahr zu stürzen und sich zu erkälten. Daher raten wir nicht nur unseren, sondern allen Sportlern, das Training phasenweise auf die Rolle zu verlagern. Denn das ist äußerst effizient. Dadurch, dass der klassische Rollentrainer mitTrainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle Bremse keinen Freilauf besitzt, zählt jeder Pedaltritt und so auch jede Sekunde beim Rollentraining. Auch bremsen keine Kreuzungen, Ampeln, Kreisverkehre das „Fahren“; und die Trainingsbereiche lassen sich viel leichter einhalten, da es weder wechselnde Winde noch wechselndes Gefälle gibt. Insgesamt haben die Junkmiles auf der Rolle keine Chance gesammelt zu werden, sofern der Athlet sich an ein sinnvolles Trainingsprogramm hält und nicht nur einfach herumrollert.

Passend zum Wintertraining auf der Rolle haben wir für euch vier kurzweilige und leistungssteigernde Workouts zusammengestellt, die jeder absolvieren kann, sofern er gesund ist und seine individuelle anaerobe Schwelle kennt. Denn auch Indoor ist es entscheidend, sich in den „richtigen“ Trainingsbereichen zu belasten, da bei der Leistungsentwicklung sonst einiges „falsch“ laufen kann.

Vor und nach allen aufgeführten Workouts sollten jeweils zehn Minuten im GA1-Bereich locker pedaliert werden – mit einer Trittfrequenz zwischen 80 und 105 Umdrehungen pro Minute.Rollentraining für den Winter - vier Einheiten die schneller machen

Schwellen-Intervalle

Primäres Ziel der sogenannten Schwellen-Intervalle ist die Verbesserung der aeroben Ausdauer beziehungsweise der maximalen Sauerstoffaufnahme. Erreicht wird dies durch den erhöhten Sauerstoffumsatz während des Intervalls, dass zwischen vier und acht Minuten dauern kann. Wie der Name schon sagt, liegt die Intensität während des Intervalls an der individuellen anaeroben Schwelle (ANS). Das bietet den Vorteil, dass die Leistung an der ANS die höchstmögliche Leistung ist, bei der der Laktatabbau noch die Laktatproduktion deckt und es so zu keiner signifikanten Akkumulation des Laktats im Blut kommt. Dadurch lassen sich relativ lange intensive Intervalle mit einer höheren Wiederholungszahl fahren. Der positive Effekt entsteht durch den Mehr-Umsatz an Sauerstoff: Die Aufnahme des Sauerstoffs steigt im submaximalen Bereich linear zur getretenen Leistung. Gehen wir also zum Beispiel von einem Sportler mit einer Schwellenleistung von 250 Watt (GA1-Bereich entsprechend bei 150 Watt) aus, so würde dieser bei einer einstündigen Einheit mit 4x6 Minuten im Schwellenbereich in diesen akkumulierten 24 Minuten etwa 40 Prozent mehr Sauerstoffumsatz haben, als im GA1-Bereich – und das, ohne dass die Laktatproduktion (anaerober Stoffwechsel) zu sehr angeregt wird.

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

Intermitted Exercise Training

Dieses hochintensive Training zielt ausschließlich auf die Erhöhung der Sauerstoffaufnahme (VO2max) ab und führt somit zu einer Verbesserung der aeroben Ausdauer – trotz der relativ kurzen, aber eben hochintensiven Belastungen. Die aktive Pause mit 20 oder 30 Sekunden ist so gewählt, dass der Sportler ein wenig regenerieren und etwas Laktat verstoffwechseln kann. Zu Nutze macht man sich durch die kurze Abfolge von Be-und Entlastung die „Trägheit“ der Sauerstoffaufnahme, die während der aktiven Erholung kaum absinkt. Dies ist vergleichbar mit der Herzfrequenz, die nach hochintensiven Belastungen in kurzen Pausen auch kaum absinkt. Durch dieses physiologische Phänomen fährt der Sportler zwar „nur“ zum Beispiel 10x40 Sekunden im hochintensiven Bereich, das aerobe System arbeitet aber quasi kontinuierlich über 10 Minuten auf hohem Niveau.

Mehr im Detail zu Intermitted Exercise im Vergleich zum klassischen Grundlagenausdauertraining in unserer Kategorie Science with STAPS - Wintertraining einmal effizient, bitte!

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

Kraftausdauer (K3) - Programm

Die kraftbetonten Einheiten ähneln dem Fahren am Berg, da durch eine geringere Trittfrequenz mit einem erhöhten Kraftanteil gefahren wird. Dadurch werden bewusst die „langsam-zuckenden“ Muskelfasern angesteuert, die im Vergleich zu ihren schnell-zuckenden „Verwandten“ kein Laktat produzieren. Der Gegenspieler der aeroben Ausdauer – die maximale Laktatbildungsrate – wird dadurch minimiert. Angenehme Nebeneffekte dieser Tretmühle: Das Fahren mit dickem Gang stärkt Bänder, Sehnen sowie Gelenke und der Athlet kann sich bei der Leistungsentfaltung auf den Tritt konzentrieren und bewusst die am Bewegungsablauf beteiligten Muskeln ansteuern.

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

Trittfrequenztraining

Wer seine Motorik effizient schulen will, sollte spezielle Technikeinheiten wie das Fahren mit hohen Frequenzen, kurze Antritte über 6 Sekunden oder das einbeinige Pedalieren ins Training einbauen. So verlangt das einbeinige Pedalieren vom Sportler einen sauberen Bewegungsablauf, da die ansonsten hilfreiche Unterstützung durch das andere Bein entfällt. Ziel der Einheit: Bei jeder Pedalumdrehung die aufgebrachte Leistung relativ verlustfrei und „flüssig“ in Vortrieb zu generieren. Gerade das Hochziehen des Pedals – im letzten Viertel der Kurbelumdrehung zwischen 270 und 360 Grad – sowie die Übergänge bei den Totpunkten oben und unten werden so geschult. Durch dieses spezielle Techniktraining übt der Sportler einen geschmeidigen Bewegungsablauf und die Zuhilfenahme seiner Beuger- und Steckermuskulatur in der Hüfte.

Trainingseinheiten für das Radtraining im Winter auf der Rolle

 

Copyright Fotos: Schlegel & Header @Jens Erbeck; Canyon @JoJo Harper

NDR Reporter Hendrik Maaßen auf dem Weg zum Ironman

Habt ihr gute Vorsätze für das neue Jahr? Etwa zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr fasste sich NDR-Reporter Hendrik Maaßen ein Herz und setzte sich für 2017 einen besonderen Vorsatz: Die Teilnahme an der Erstaustragung des Ironmans in Hamburg.

Zur Vorbereitung begab sich Hendrik dabei in unsere Hände. Die Vorbereitung auf die 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und den abschließenden Marathon begann Anfang Januar mit einer ersten Triathlon-Diagnostik und einem BikeFitting Triathlon PRO (STAPS Leistungen) in unserem Hamburger Institut.

Wie Hendriks Vorbereitung auf den Ironman verlief? Welche Höhen und Tiefen er dabei erlebte und ob er das Ironman-Debüt erfolgreich abschließen konnte? Seht mehr dazu in der NDR-Dokumentation aus der Reihe der Sportclub Story: Das Ironman-Experiment!

Bild: @NDR Sportclub Story

Die neue Saison kommt - ganz bestimmt. Daher ist es Zeit, sich langsam aber sicher darauf vorzubereiten: Möge das Wintertraining beginnen!

Bei dem Gedanken an das Training im Winter, denken viele an kalte Temperaturen, die frühe Dunkelheit und häufig sogar nasses Wetter. Dass es mit einem Rollentrainer eine Möglichkeit gibt, den äußeren Einflüssen zu entkommen ist zwar bekannt, macht die Stimmungslage aber häufig nicht viel besser. Stundenlanges Rollenfahren hat oft viele negative BeFredericgleiterscheinungen: Das Fernsehprogramm nervt, die DVD-Sammlung - in Abhängigkeit ihrer Größe - nähert sich dem Ende oder muss sogar wiederiederholt werden - unterm Strich keine wirklich begeisternde Situation.

Schluss mit dem Gejammer und rauf auf die Rolle! - es gibt kein Trainingsgerät für Radfahrer oder Triathleten, auf dem man das Training so effektiv und mit so viel Qualität bestreiten kann, wie auf der Rolle. Um euch das zu veranschaulichen widmet sich unsere "Science with STAPS"-Reihe heute einer examplarischen Rollenheit und zeigt die Effektivität dieser:

Trainingsziel: Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max)

Proband: STAPS-Mitarbeiter

Untersuchung: Grundlageneinheit vs. intensive IE-Einheit ("intermitted exercise")

Die maximale Sauerstoffaufnahme zählt zu den wichtigsten physiologischen Parametern und ist für uns - gerade bei eingeschränktem Trainingsumfang - eines der ersten Dinge, die wir im Wintertraining anpassen wollen. Als probates Trainingsmittel gilt das sogenannte "intermitted exercise" (IE), welches sich durch hohe Effektivität auszeichnet. Beim IE-Training kann sich der Sportler die Eigenschaften der Sauerstoffaufnahme zu Nutze machen: Die Kinetik der VO2 ist eher träge - vergleichbar, wie z.B. die Herzfrequenz. Das IE-Training ist deshG1-Einheitalb so gestaltet, dass ein IE-Intervall grundsätzlich eine Minute dauert und sich in eine Intervallphase (30-40s, @100% der VO2max) und eine Pausephase (ca. 20-30s, @G1-Bereich) unterteilen lässt. Diese Intervalle werden dann ca. 6-10x nacheinander absolviert. Der große Vorteil liegt darin, dass die Pausenzeiten so kurz gehalten sind, dass die träge Sauerstoffaufnahme sich kaum absenkt und daher für die komplette Dauer auf einem hohen Niveau läuft. Inhaltlich sprechen wir also von 6-10 x 30-40s an der VO2max, für die Sauerstoffaufnahme kommt das aber 6-10 Minuten im Bereich der VO2max gleich.

Unser Mitarbeiter hat für euch einen Vergleich aufgestellt und eine reine G1-Einheit über eine Stunde mit eIE-Einheitiner IE-Einheit (30s Intervall/ 30s Pause) verglichen. Passend zu den Trainingseinheiten haben wir die Leistung [Watt], die Herzfrequenz [1/min] und natürlich die Sauerstoffaufnahme [ml/min] aufgezeichnet:

Die Grundlageneinheit ist er mit 140 Watt durchschnittlich über exakt 60 Minuten gefahren und hat dabei im Mittel eine VO2 von 2.161 ml/min gehabt. Dadurch ergibt sich in der Summe eine O2-Menge von 129 Litern.

Die IE-Einheit war so gestaltet, dass unser Proband sich zunächst 10 Minuten im G1-Bereich aufgewärmt hat, dann 2x10x IEs (30/30) gefahren ist mit kurzer Pause und sich danach ausgerollt hat. Das Ergebnis: die durchschnittliche Leistung lag bei 185 Watt, die VO2 im Mittel bei 2.744 ml/min, wodurch sich eine O2-Menge von 120 Litern ergab - bei 44 Minuten Dauer. Bei fast gleicher Menge an verarbeitetem Sauerstoff hat der Sportler also eine Viertelstunde weniger Tretzeit benötigt und damit 25% Trainingszeit eingespart. Oder anders gesagt: In einer Stunde Trainingszeit ist es durch IE-Einheiten möglich, deutlich mehr Sauerstoff durch den Körper zu schleusen, um so sehr zeiteffektiv für wichtige Anpassungen der VO2max zu sorgen!

Eine perfekte Einheit also für Tage, an denen weniger Trainingszeit zur Verfügung steht, man aber trotzdem qualitativ trainieren möchte. Vielleicht sogar eine Abwechslung für die Mittagspause?

Leertreten geht nicht

Einen Effizienz-Vorteil bietet das Rollentraining gegenüber dem "Draussen-Training" auch bei der Einhaltung der Trainingsbereiche oder überhaupPowerchart outsidet beim "Treten". Ist man draussen unterwegs, muss man an Ampeln und Kreuzungen anhalten, kann bergab den Trainingsbereich nicht halten, etc. Viele Momente, in denen man nicht tritt - und damit auch nicht trainiert!

Die beiden nebenstehenden Bilder zeigen die Häufigkeitsverteilung der Leistung bei einer 3-stündige Einheit draussen und auf der Rolle. Auffällig ist dabei, dass der Sportler in der Indoor-Einheit lediglich wenige Minuten (<3 Minuten) "leer" tritt. Dem gegenüber zeigt die Outdoor-Einheit eine Leertretzeit (<20 Watt) von ca. 25 Minuten, die aufsummierte Zeit unterhalb des G1-Bereichs dürfte sogar bei >30 Minuten liegen. Ein Sechstel der gesamten Trainingseinheit gehen also draussen verloren!Powerchart inside

Dass gerade das Fahren höherer Umfänge draussen bedeutend schöner ist - da sind sich vermutlich alle Sportler einig. Allerdings gibt es genügend Zeitfenster, in denen man auch mit 30-45min Trainingszeit auf der Rolle sehr effektiv und erfolgreich trainieren kann.

Der goldene Mittelwert macht's also!

Fettstoffwechsel Training Radsport Triathlon

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – diese Fußballerweisheit lässt sich auf die Rennradsaison übertragen. Nach der Saison ist vor der nächsten Saison; und wer clever ist, nutzt die Erkenntnisse des abgelaufenen Rennradjahres, um Bilanz zu ziehen. Und zwar nicht erst im nächsten Frühling, wenn die Sonne die bleichen Beine wärmt und der Rückblick verklärt und dadurch geschönt ist, sondern jetzt. Überlegen Sie, was lief gut, was lief schief!

Lassen Sie das abgelaufene Sportjahr einmal Revue passieren: Habe ich meine gesteckten Saisonziele erreicht? Wie verliefen meine Hauptwettkämpfe? Habe ich richtig trainiert? Wie viele Jahreskilometer hätte ich mehr fahren oder hätte ich „härter“ trainieren müssen, um in den entscheidenden Phasen noch schneller zu sein? Jeder Athlet kann sich auf diesen selbstreflektierenden Fragen selbst die passenden, wenn auch unliebsamen Antworten geben. Übrigens: Keine Saison verläuft perfekt.

Nach diesem Rückblick kommt der Ausblick. Welche Ziele will ich 2017 erreichen: Meine persönliche Bestzeit bei meinem Lieblings-Radmarathon knacken? Die eigene Langdistanz-Premiere beim Ironman Hamburg feiern? Oder auch nach längerer sportlicher Abstinenz erstmal wieder fit werden und Gewicht verlieren?

Alle Fragen detailliert beantwortet? Gar nicht so einfach – oder? Nicht immer weiß man selbst, worin die Ursache für die Schwäche wirklich liegt und wie man sich möglichst effizient auf das Highlight vorbereitet. Machen Sie es wie die die Profis. Holen Sie sich fürs Bilanzziehen bzw.  die Auswertung wie auch fürs Training für die neuen Saisonziele Unterstützung und nutzen Sie bestimmte Tools. Denn Leistungen in Ausdauerdisziplinen – gerade im Radsport – lassen sich messen. Was zugegebenermaßen technisch und etwas kühl klingt, hat den Vorteil, dass sich das Erreichen der sportlichen Ziele dadurch planbar machen und effizient gestalten lässt. Und wer möchte nicht nach dem Wintertraining behaupten können, dass er im Rahmen seiner verfügbaren Leistungsdiagnostik Radsport und Triathlon | SaisonstartTrainingszeit bestmögliche Fortschritte gemacht hat und bereits im Frühjahr schon richtig aufs Pedal drücken kann anstatt mühsam dann erst beginnen die Form aufzubauen.

Eine gut gemachte Leistungsdiagnostik hilft ihnen dabei, Ihre Stärken und Schwächen schonungslos aufzudecken. Das sagt ja schon der Name Diagnostik. Zu viele Sportler geben sich damit zufrieden, hier ihre individuellen Trainingsbereiche bestimmt zu bekommen. Aber das funktioniert einfacher und ist billiger – hier reicht ein „selbstgemachter“ Critical Power-Test. Eine Leistungsdiagnostik sollte zwar immer ihren Status quo ermitteln bzw. „testen“, aber viel wichtiger ist es, daraus die Schlüsse zu ziehen und die individuellen Baustellen für das Training der kommenden Wochen und Monate aufzudecken.

Vorbereitung: Training und Ernährung vor dem Test

Der ideale Zeitpunkt für einen solchen Auftakt-Check ist abhängig von Ihrer Ambition - zu Beginn des Winter- oder Frühjahrstrainings. Aber bitte einen solchen Test nicht „aus der kalten Buchse“ fahren. Eine erste „Einrollphase“ von zwei bis drei Wochen sollte der Sportler schon hinter sich haben, um leidige Off-Season-Nachwirkungen wie Muskelkater und Co. zu überwinden und bestimmte (besonders neuronale) Prozesse im Körper, die „eingeschlafen“ sind, wieder anzukurbeln. Innerhalb dieser Zeit vor der ersten Leistungsanalyse reichen bis drei Einheiten pro Woche vollkommen aus. Auch die Dauer kann auf 60 bis 90 Minuten pro Einheit beschränkt werden. Dieses „Warm up-Training“ sollte auch erste kürzere Intensitätsspitzen – z.B. kurze Schwellenintervalle, K1-Antritte oder auch hochintensive Intervalle - beinhalten, damit die Ausbelastung während der Leistungsdiagnostik nicht das erstmalige Erreichen des „roten Bereichs“ ist.

Rückt der Testtag näher, sollte der Sportler die Vorbereitungsphase standardisieren. Leistungsdiagnostiken, die einmal nach einem trainingsintensiven Wochenende Montagsmorgens und einmal nach völligem Ruhezustand für mehr als 2 bis 3 Tage absolviert werden, sind eher mäßig vergleichbar. Daher haben wir ein paar Tipps, um die Vergleichbarkeit mehrerer Diagnostiken zu gewährleisten:

Das Training sollte zwei Tage vor einem Leistungstest auf regenerative Einheiten oder Ruhetage beschränkt sein. Die letzte intensive, vielleicht auch längere Einheit spätestens drei Tage vor dem Test absolvieren, damit keine Nachwirkungen die Ergebnisse und spätere Analyse beeinflussen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir zwei Tage vor dem Test eine lockere Regenerationseinheit von maximal 90 Minuten und am Vortag einen Ruhetag.Vorbereitung Leistungsdiagnostik Radsport und Triathlon

Einen erheblichen Einfluss auf die Testergebnisse hat die Ernährung. Startet der Sportler – aus Sorge vor übermäßiger Hautfaltendicke bei der Körperfettmessung – zum Beispiel nach einer dreitägigen kohlenhydratarmen Ernährung zum Test, ist die Aussagekraft der gewonnenen Resultate beeinträchtigt. Es gilt also, sich in den Tagen vor und am Tag der Analyse ausgewogen zu ernähren, zu jeder Mahlzeit eine normale Menge an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen und mit ca. zwei Litern Flüssigkeit pro Tag auch den Flüssigkeitshaushalt zu sichern.

An diesem Punkt sei gesagt: Auch das Körpergewicht und der Körperfettanteil liegen zu Beginn des Trainings nicht nahe des Optimums. Daher gibt es keinen Grund zu Hungern und auch keinen Grund sich schon vorab Gedanken zur Körperkonstitution zu machen. Körperfett ist erstmal nur ein „Energiespeicher“. Ob man diesen dann im Laufe der Saison um das ein oder andere Kilogramm reduzieren sollte, oder aber vielleicht auch Acht geben sollte, dass man einen nicht zu geringen Körperfettanteil hat, erklären unsere STAPS-Sportwissenschaftler dann in der späteren Analyse und legen gemeinsam mit dem Sportler auch für diese Zahl einen Fahrplan fest.

Anders als im Wettkampf oder Training sollte der Athlet vor einer Leistungsdiagnostik eines auf jeden Fall reduzieren: Koffein. Um es noch exakter auszudrücken, auch Taurin (z.B. in Red Bull), Teein (das „Koffein“ im Tee) etc. gilt es zu vermeiden. Diese belebenden Substanzen sollten 3 bis 4 Stunden vor dem Test komplett vermieden werden. Findet die Leistungsdiagnostik dagegen erst am Mittag oder Nachmittag statt, wollen wir den Kaffeetrinker aber auch nicht zu sehr auf die Folter spannen: Wer regelmäßig morgens 2 bis 3 Tassen Kaffee trinkt, darf diese auch am Testtag genießen – vorausgesetzt, diese wurden mindestens drei Stunden vor der Belastung getrunken!

Leistungsdiagnostik bei STAPS: Stärken und Schwächen aufdecken – gezielt trainieren!

Und dann beginnt sie, die Quälerei. Bei STAPS beinhaltet eine radspezifische Diagnostik einen maximalen, 15-sekündigen Sprinttest und einen ca. 16- bis 20-minütigen Rampentest (davon 12 Minuten Aufwärmen) bis zur Ausbelastung. Eine Laufdiagnostik setzt sich aus einem 20- bisSTAPS on Tour | Leistungsdiagnostik Radsport Triathlon 30-minütigen submaximalen Test und einem 10- bis 15-minütigen Rampentest bis zur Ausbelastung zusammen. Die Ermittlung des Gewichts und des Körperfettanteils sind natürlich ebenfalls fester Bestandteil. Während dieser Testverfahren sammeln die Sportwissenschaftler alle relevanten Daten, die für die spätere Analyse nötig sind: Blutabnahmen am Ohrläppchen, Messung der Herzfrequenz und Leistung, Ermittlung der Atemgase, Protokollierung von Körpergewicht und Körperfett – die Physiologie des Sportlers wird in Zahlen gefasst.

Dass die Testverfahren bei STAPS anders aufgebaut sind als herkömmliche Testverfahren, hat zwei entscheidende Gründe: Zum einen ist unser Testverfahren genauer als herkömmliche Testmethoden (wie z.B. der klassische Laktatstufentest), zum anderen ist für uns nicht nur der aktuelle Leistungsstand relevant, sondern wir wollen vor allem die physiologischen Hintergründe und Stoffwechselsysteme hinter der Leistung erfahren. Worin besteht der limitierende Faktor des aktuellen Leistungsstands? An welchen Stellschrauben muss gedreht werden, um effektiv leistungsfähiger zu werden? Und wie lassen sich welche Stoffwechselwege auch in Bezug auf die verfügbare Trainingszeit des Sportlers optimieren? Dass herkömmliche Verfahren bei der Beantwortung dieser Fragen schnell an ihre Grenzen stoßen, wurde schon vor Jahren in Fachzeitschriften aufgeschlüsselt.

Die STAPS-Methodik liefert genau auf diese Fragen die passenden Antworten. Durch die Differenzierung unserer Testverfahren erstellen wir für jeden Sportler ein physiologisches Profil (siehe Grafik) mit allen wichtigen Parametern, die wir mit der Diagnostik ermittelt haben.

individuelles Training im Radsport | VO2max | Laktat

Stärken und Schwächen des Sportlers

Entscheidend für eine erfolgreiche Diagnostik zum Saisonstart ist dabei immer ein ausführliches Analysegespräch mit dem Sportler. STAPS entwickelt keine Trainingskonzepte, ohne beispielsweise die realistischen zeitlichen Verfügbarkeiten des Sportlers zu berücksichtigen. Sinnvoll ist ein Training nur dann, wenn die Sportwissenschaftler die Zielsetzung für die Saison 2017 gemeinsam mit dem Athleten abgesteckt haben. Im ausführlichen Auswertungsgespräch – bei dem die Kaffeetrinker übrigens ausreichend mit Koffein versorgt werden – lässt sich auf Basis der Analysen und den individuellen Voraussetzungen des Sportlers, die physiologischen Baustellen priorisieren und einen detaillierten Fahrplan für das Wintertraining festlegen.

Denn genau dieser ist die Motivation, um mit Elan abwechslungsreich durch die kalte und dunkle Jahreszeit zu kommen, ohne dabei stumpf Kilometer abzureißen. Also: Starten Sie schon heute in die Saison 2017!

Fettstoffwechsel | Fettstoffwechseltraining | Nüchtern-Training | Radmarathon | Triathlon | Training & Ernährung | maximale Laktatbildungsrate | VLamax

Viele Mythen und Mysterien ranken sich um den Fettstoffstoffwechsel. Was bedeutet er eigentlich physiologisch und warum ist er gerade für Ausdauersportler so wichtig? Wir geben Ihnen 5 Tipps zum Training Ihres Fettstoffwechsels – der STAPS Advisor #1!

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STAPS Tipp #5: Empfehlungen für unterwegs!

Gerade Low-Carb-Training funktioniert nicht automatisch Fettstoffwechsel | Fettstoffwechseltraining | Nüchtern-Training | Radmarathon | Triathlon | Training & Ernährung | maximale Laktatbildungsrate | VLamaxund sofort. Das Fahren mit reduzierten Kohlenhydratspeichern will geübt sein, da der Körper vermehrt unter Stress gesetzt wird. Daher sollten die ersten Einheiten mit wenigen Kohlenhydraten zunächst 120 Minuten nicht übersteigen. Wer sich das nicht zutraut, kann mit kürzeren Morgeneinheiten auf der Rolle beginnen. Mit etwas Übung können die Einheiten Woche für Woche ausgedehnt werden und gerne auch mit diversen Intervallen, zum Beispiel im Grundlagenbereich 2, gespickt werden.

Hilfreich ist auch, den Organismus durch eine Umstellung der täglichen Ernährung auf weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine sowie Fette darauf vorzubereiten.

STAPS Tipp #5: Notfall-Riegel mitnehmen!

Das wichtigste Hilfsmittel während der Einheit ist immer der „Notfall-Riegel“. Wenn das Frühstück kohlenhydratärmer ausfällt und die geplante Drei-Stunden-Einheit vielleicht doch länger dauert, ist es wichtig den anbahnenden Hungerast durch einen Riegel zu verscheuchen. Diesen Riegel auch essen, wenn einen der Hunger überkommt und man sich nicht mehr wohlfühlt. Da der Fettstoffwechsel eine kleine Menge – wenn auch verschwindend gering – an Kohlenhydraten benötigt, um auf Touren zu bleiben, torpediert dies nicht das eigentliche Trainingsziel.

Ist die Einheit beendet, die Speicher direkt wieder auffüllen. Der gerne angeführte „Nachbrenneffekt“ ist ein Mythos, daher zur bestmöglichen Regeneration Flüssigkeit sowie Kohlenhydrate, Proteine und Mineralstoffe aufnehmen!

Um die Trainingseinheit trotz verringerter bzw. ohne Kohlenhydrate effizient zu gestalten, sollten Elektrolyte bzw. Mineralstoffe in die Trinkflasche mit Wasser gefüllt werden. Sie helfen, den Mineralhaushalt auch mit verminderten Kohlenhydraten aufrechtzuerhalten. Dabei immer darauf achten, dass das Elektrolyt-Pulver keine oder nur sehr wenige Kohlenhydrate enthält, um den Fettstoffwechsel nicht zu torpedieren.

Alternativ kann auch eine Messerspitze herkömmliches Kochsalz in die Wasserflasche gefüllt werden.

 Zum Abschluss zwei finale STAPS-Tipps aus dem Profisport:

  • Die Zufuhr von Kohlenhydraten kann dem Körper auch vorgegaukelt werden. Dafür einfach während der Einheit den Mund mit „süßen“ Drinks spülen und die Flüssigkeit anschließend ausspucken („mouth rinse“). Die sensorischen Rezeptoren im Mund bekommen dadurch das Zeichen, dass Kohlenhydrate zugeführt werden und setzen weitere körpereigene Kohlenhydrate frei. So lässt sich das Umschalten in den „Nothaushalt“ des Körpers (z.B. Hungerast etc.) hinauszögern.
  • Wenn der Athlet mit zunehmender Dauer in solch einem Training müde wird und die Trittfrequenz abfällt, können kurze, fünf bis sechs Sekunden dauernde Sprints oder auch Trittfrequenz-Pyramiden helfen, die Motorik der Muskulatur wieder aufzuwecken.

STAPS Advisor #1: 5 Tipps - So trainieren Sie Ihren Fettstoffwechsel!

In unserem STAPS Advisor haben wir 5 Tipps zum optimalen Training des Fettstoffwechsels zusammen gefasst. Unsere Tipps enthalten die Reduzierung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, intensives Training zur Verbesserung des aeroben System, den allgemeinen Umgang mit Kohlenhydraten, Möglichkeiten zum Stoffwechsel-Boost und Tipps für unterwegs.

Alle Tipps finden Sie in unserem Advisor, den Sie hier kostenfrei downloaden können: STAPS Advisor #1

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STAPS Tipp #4: Boost your Stoffwechsel!

Es soll hier auf keinen Fall das Klischee bedient werden, mitFettstoffwechsel | Fettstoffwechseltraining | Nüchtern-Training | Radmarathon | Triathlon | Training & Ernährung | maximale Laktatbildungsrate | VLamax bestimmten Nahrungs-Supplementen das „Fatburning“ zu beschleunigen. Faktisch haben sich in der Wissenschaft in den vergangenen Jahren aber Stoffe herauskristallisiert, die den Fettstoffwechsel während des Trainings positiv beeinflussen. Hier die drei interessantesten bzw. meist diskutiertesten: Kaffee, L-Carnitin und Grüner Tee. Jedem Kaffeetrinker ist die anregende Wirkung von Koffein bekannt. Ähnlich verhält es sich im Training: Koffein regt das sympathische Nervensystem an, wodurch Fettsäuren vermehrt freigesetzt werden.

STAPS Tipp #4: Koffein als Hilfsmittel!

Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass Koffein bestimmte enzym-hemmende Prozesse im Körper anregt, die wiederum die Aktivität der Lipolyse (Fettstoffwechsel) auf direktem Wege erhöht. Die Wirkung von Koffein setzt dabei – je nach täglichem Koffein-Konsum – ca. 30 bis 90 Minuten nach Einnahme ein und hält ca. 4 bis 6 Stunden an. Als Richtwerte für die Menge der Einnahme gelten ca. 3 mg/ kg Körpergewicht (70 kg Sportler = 210 mg). Zu beachten ist dabei, dass ein dauerhafter Koffeinkonsum nicht zu empfehlen ist, daher bitte nur sehr dosiert einsetzen – am besten in Form eines leckeren Cappuccinos.

L-Carnitin wird leider häufig als Hilfsmittel zur Gewichtsreduktion verkauft. Eine reine Marketingmaßnahme, die der wissenschaftlichen Grundlage widerspricht. Zwar spielt L-Carnitin durch den Transport langkettiger Fette in Richtung der Mitochondrien (Kraftwerke der Muskulatur) eine entscheidende Rolle, allerdings kommt L-Carnitin in der normalen Nahrung, zum Beispiel in rotem Fleisch oder auch proteinreicher Nahrung, so häufig vor, dass eine zusätzliche Supplementierung überflüssig bis kontraproduktiv ist. Als Alternative zu Koffein wird gerne Teein – im Speziellen grüner oder schwarzer Tee – herangezogen.

Die Wirkmechanismen scheinen im Vergleich zum Koffein ähnlich zu sein, allerdings sind die genauen Hintergründe der Wirkweisen von Tee noch nicht vollends geklärt. Auch konkrete Angaben zur Einnahme rund um das Training sind bis dato unklar.

 Unser STAPS-Tipp:

Da die Zufuhr von Koffein nachweislich den Fettstoffwechsel „triggert“, empfiehlt es sich vor mehrstündigen Grundlageneinheiten am Wochenende zwei doppelte Espresso zu trinken; entscheidend ist dabei aber, dass zunächst die „Basics“, wie die limitierte Zufuhr der Kohlenhydrate vor dem Training richtig eingehalten werden.

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