Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon

STAPS-Kundin Laila Orenos will sich das Triple beim Ötztaler Radmarathon holen

Er zählt zu den härtesten Jedermann-Rennen in der Welt des Radsports und Jahr für Jahr versuchen mehr als 4000 Hobbysportler, sich den Traum vom Finishen, von einer bestimmten Zielzeit oder Platzierung zu erfüllen. Eine von ihnen ist die Schweizerin Laila Orenos. Die 33-Jährige fährt nicht einfach nur mit, sondern will in 2016 den Hattrick schaffen und zum dritten Mal in Folge nach 238 Kilometern und 5500 Höhenmetern in Sölden die Frauenwertung gewinnen. 2014 gewann sie nach 8:01:24 Stunden. Ein Jahr später unterbot sie als Siegerin ihre Vorjahreszeit und beendete das Rennen nach 7:46:50 Stunden.

Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon.5

Foto: Alpen Challenge/Sportograf

In dieser Saison trainiert Laila Orenos erstmals bei STAPS – und es war eher ein zufälliges Aufeinandertreffen als Kalkül. Laila machte „zum Spaß“ einen Leistungstest bei der STAPS on Tour in Sankt Gallen und war von der Herangehensweise und Methodik überzeugt „Nachdem Leistungstest habe ich mich dazu entschieden, nach der STAPS-Methode 6 Monate zu trainieren. Der Fokus lag dabei klar wieder bei den Marathons mit dem Höhepunkt: Ötztaler Radmarathon“, sagt die Rennradfahrerin aus Appenzell.

Für Laila war solch ein Training eine komplette neue Erfahrung, hatte sie sich doch in den Jahren zuvor in Eigenregie trainiert und sich auf ihre Rennen und den Ötztaler Radmarathon vorbereitet. So stieg sie früher in die Saison ein als in den Jahren zuvor und konnte sogar dem vormals langweiligen Rollentraining, das sie aus diesem Grund nie gemacht hatte, etwas abgewinnen.  „Mit der richtigen Rolle und dem intensiven und abwechslungsreichen Trainingsplan machte aber sogar das Rollentraining Spaß“, so Orenos. Was ebenfalls neu für sie war, war die Tatsache, dass jetzt jede Einheit auch ein wirkliches Ziel verfolgte.

„Den Weg zur Arbeit mit dem Rad, nutze ich jetzt viel effizienter. Hier sind Intervalle zur Reduktion meiner maximalen Laktatbildungsrate eingebaut, oder auf dem Rückweg stehen manchmal K3-Intervalle am Berg auf dem Programm“, sagt sie. Auch die Wochenendausflüge – wie sie ihre Trainingseinheiten am Samstag und Sontag liebevoll nennt – besitzen jetzt Struktur und sind nicht einfach mehr die typisch „klassischen“ Gruppenausfahrten, die ein Mix zwischen lockerem Dahingleiten und „Rennen spielen“ sind. „Das hat zwar etwas Zeit gebraucht, um sich daran zu gewöhnen. Gerade die Ausfahrten mit den Jungs gestalteten sich zu Beginn etwas schwierig. Mit der Zeit hat sich das aber auch eingependelt und es harmoniert nun ganz gut.“

Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon

Foto: Alpen Challenge/Henning Angerer

Die Zahlen beweisen es. Nach gut vier Monaten Training steigerte sie ihre Leistung an der individuellen anaeroben Schwelle um 22 Prozent – von 3,40 Watt pro Kilogramm Körpergewicht (W/kg) auf 4,15W/kg. Der letzte abschließende Feldtest vor dem Beginn ihrer Rennsaison im Juni erbrachte eine Schwellenleistung von 4,60 W/kg.

Der Ötztaler Radmarathon ist aber für Laila nicht irgendeine Challenge, sondern ein ganz besonderes Event. „An kein anderes Rennen habe ich so viele positive und schöne Erinnerungen daran. Jedenfalls freut sich sogar meine Familie jedes Jahr wieder als Zuschauer hautnah mit dabei zu sein, obwohl sie es nicht ganz verstehen können, wieso man sich das alles antut“, sagt die Schweizerin, die erst 2007 durch ihren Freund zum Rennradfahren kam. Den ersten Wettkampf bestritt sie mit dem Engadiner Radmarathon im Jahr 2009.

Und auch der erste Sieg 2014 bei ihrer Premiere im Ötztal kam unerwartet für sie und die Konkurrenz. „Zwar wusste ich, dass es an einem sehr guten Tag für einen Podestplatz reichen könnte, zumindest in meiner Kategorie. Da es aber mein erstes Jahr war, in dem ich mich auf die langen Strecken konzentriert habe, war es wohl sehr überraschend für alle“, sagt sie.

Im Jahr 2015 wollte sie dann sich und allen beweisen, dass der Sieg aus dem Vorjahr nicht einfach nur Zufall war. „Nach dem letzten Formtest zwei Wochen vor dem Ötztaler bei der Alpen

Challenge, wusste ich, dass meine Form stimmen sollte. Ich fuhr also mit einem guten Gefühl nach Sölden. Was mich dann am Renntag 2015 erwartet hatte, war einfach nur genial und kaum in Worte zu fassen! Es gibt nicht viele solche Tage, an denen einfach alles stimmt. Deshalb erwarte ich auch nicht, dass ich die Zeit von 2015 unterbieten kann. Wenn das Wetter passt, wäre ich mit einer Zeit von unter acht Stunden mehr als zufrieden“, sagt die 33-Jährige.

Die Generalprobe ist Laila schon mal gelungen. Die Alpen Challenge konnte sie nicht nur gewinnen, sondern auch dank cleverer Pacing-Strategie und sehr guter Leistungsfähigkeit bis zum Schluss „ihre Werte hochhalten“, wie sie selbst sagt.

Auf ein Neues beim Ötzi. STAPS wünscht viel Erfolg und drückt die Daumen!

Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon

Foto: Alpen Challenge/Sportograf