Köln, Hamburg und München - die Institute für Leistungsdiagnostik, Trainingsbetreuung und Aero- und BikeFitting

Ohne Bundesliga, ohne uns: Kölner und Hamburger Institut schließen bei Abstieg von Effzeh und HSV

Seit unserer Gründung stand STAPS vor allem für eins: Die Verknüpfung aus Wissenschaft, Profi- und Amateursport. Damit ist jetzt Schluss, das Kölner und Hamburger Institut schließen aufgrund der aktuellen Entwicklungen zum 12. Mai 2018.

Sehr gerne hätten wir an den beiden Standorten an Rhein und Elbe natürlich weiterhin unsere Dienstleistungen angeboten. Mit dem sich anbahnenden Abstieg des FC Köln UND des Hamburger Sportvereins fehlt uns in diesen Städten aber leider mittlerweile die Verknüpfung zum Profisport. Mit dem gestrigen Samstag sind sowohl Effzeh als auch HSV dem Abstieg wieder ein Stück näher gekommen - daher gilt es für uns nun daraus die Konsequenzen zu ziehen.

„Als Köln 2009 den Basketball und Hamburg 2016 den Handball verloren, waren das schon Vorboten des sportlichen Abstiegs der Städte. In 2018 gilt für uns ganz klar: Ohne Bundesliga, ohne uns!“ so Geschäftsführer Björn Geesmann zur Lage.

Abstieg des Effzeh ist nicht aufzuhalten

Abstieg des Effzeh kaum aufzuhalten (Quelle: Express)

Natürlich sind wir in Köln durch Ab- und Aufstieg immer an einem Fahrstuhl-Standort ansässig gewesen. Für einen einzelnen Standort war das in der Vergangenheit auch vertretbar, die Aufstiegsfeiern als auch der Europapokal-Einzug im letzten Jahr haben den Abstiegsschmerz gelindert.

Als dann in 2015 unsere Entscheidung zum zweiten Standort auf Hamburg gefallen ist, waren wir uns sicher, dass der Bundesliga-Dino unabsteigbar ist und wir über Jahre hinweg in der Hansestadt bleiben werden.

„Diese Stadionuhr im Hamburger Volkspark läuft jetzt seit 54 Jahren. Jetzt sind wir gerade richtig angekommen, waren sogar einige Male im Volksparkstadion, um den HSV vergeblich anzufeuern – und jetzt soll die Uhr stehen bleiben?!“ flucht ein sichtlich frustrierter Marc Sauer, der seit 2015 das Hamburger Institut leitet.

Standort in Hamburg muss schließen - keine Profi-Perspektive

Wir hätten nie damit gerechnet, dass die Uhr mal stehen bleibt. (Quelle: shz.de)

Zum letzten Bundesliga-Spieltag am 12. Mai endet damit auch unser Treiben in Köln und Hamburg. Gerade aufgrund der Leistungen des HSV ist uns eigentlich seit Wochen klar, dass wir die Hansestadt verlassen müssen und haben bereits mit den Umbaumaßnahmen begonnen, um die Räumlichkeiten fristgerecht und besenrein zu verlassen.

Standort in Hamburg muss schließen - keine Profi-Perspektive

Kurz vor Auszug: Das Hamburger Institut

All unsere Diagnostik-Geräte, unser BikeFitting-Labor und sämtliche Büromaterialien werden so lange zwischengelagert, bis wir zwei neue Standorte als Ersatz gefunden haben.

Dazu Geesmann: „Wir tendieren jetzt zu Standorten in Bremen und Leverkusen, statt Hamburg und Köln. Als ich diese Gedankenspiele in den letzten Wochen an die Kolleginnen und Kollegen weitergegeben habe, stand denen vor Entsetzen das Laktat bis in die Haarspitzen.“

Der einzige Lichtblick: Im Sommer 2017 haben wir einen weiteren Standort in München eröffnet, von dem wir uns endlich die gewünschte Konstanz und den nötigen Profi-Bezug erhoffen. Mit Lukas und Hosea sind damals zwei Mitarbeiter von Köln nach München gezogen – auch aus Weitsicht? „Es ist traurig zu sehen, dass die Kollegen aus Köln und Hamburg in ihrer Naivität wirklich geglaubt haben, dass diese beiden Vereine dauerhaft erstklassig bleiben werden. Wir werden jetzt versuchen einige Kollegen aus den anderen Institut abzuwerben und denken dann nur noch international.“ so Hosea Frick, Institutsleiter in München.

Die Kapitel Köln und Hamburg enden damit für uns. Um weiterhin die Nähe zum Profisport zu behalten und unseren Kunden damit Dienstleistungen höchster Qualität zu bieten, nehmen wir – zähneknirschend – sogar Bremen und Leverkusen in Kauf.

In Hamburg (und Köln) sagt man Tschüss….