Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Wenn Aerodynamik und Biomechanik verschmelzen...

In den vergangenen Monaten haben wir viele tolle Projekte gemeinsam mit gebioMized in den Velodromen in Augsburg, Büttgen & Valencia durchgeführt. Wie ein "Aero-Test" mit uns aussehen kann, erfahrt ihr in unserem Gastbeitrag von Daniel Schade (Geschäftsführer gebioMized):

Wir waren aktuell mal wieder auf der Bahn in Büttgen, um mit unseren Kollegen von STAPS ein weiteres Aero-Projekt durchzuführen. Die schnellen Beine, die getestet und optimiert werden sollten, gehörten in diesem Fall der Profitriathletin Daniela Sämmler, die den gesamten Test durch ihr professionelles und extrem freundliches Auftreten sehr angenehm gestaltet hat. Ihr Trainer Utz Brenner war genauso in das Testprotokoll involviert wie Stefan Keul, der Bike-Experte von Danielas Radsponsor Canyon.

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPSIn diesem Blog möchte ich euch einige Eindrücke vermitteln, wie so ein Aerofitting von STAPS und gebioMized abläuft:

Physio-Baseline

Zu Beginn steht Danielas eigene Athletik auf dem Prüfstand. In verschiedenen Tests suchen wir nach kleinen Schwachstellen in Bezug auf Beweglichkeit, Flexibilität und Stabilität. Dabei steht vor allem das Optimierungspotential für die aerodynamische Radposition im Vordergrund, lauf- und schwimmspezifische Ursachen werden aber mitberücksichtigt (z.B. wenn eine einseitige Atmung beim Schwimmen zu Asymmetrien im Rücken- bzw. Schulterbereich führt). Bei Daniela werden wir nur bei Kleinigkeiten fündig (z.B. Kräftigung Gluteus medius), die nun im regelmäßigen Athletiktraining berücksichtigt werden können.

Biomechanik-Baseline

Im zweiten Schritt schauen wir uns Danielas Position auf dem Rollentrainer an. Diese „Baseline-Messung“ dient dazu, alle Kontaktstellen per Druckmesstechnik und die Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPSGelenkwinkel (+ Bewegungsqualität) in verschiedenen Kurbelpositionen per Videoanalyse zu analysieren. Auch hier bearbeiten wir die gleichen Fragen: Wo sind Optimierungspotentiale erkennbar, wie stabil ist die Position bereits, wie gut harmonieren Mensch und Kontaktstellen miteinander? Bei Daniela können wir an dieser Stelle einige Punkte notieren:

  • Die Sattelposition und das Sattelmodell führen zu erhöhtem Druck im Bereich der Symphyse (Bild A), was eine instabile Beckenposition und eine erhöhte Anzahl von „Saddle-Shifts“ vermuten lässt
  • Die Fußstellung ist in der Druckphase sehr spitzfüßig , der Kniewinkel ist dabei so weit geöffnet, dass die Sitzhöhe ebenfalls in Frage gestellt wird (Bild 2)
  • Die Position ist so kompakt, dass die Tretbewegung in der Druckphase nach hinten, unten Dies könnte mehr Energie als notwendig kosten.
  • Der Hüftwinkel ist in der obersten Kurbelposition zwar bereits klein, dennoch lässt Danielas extrem gute Beweglichkeit noch Potential erhoffen

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Alle Vermutungen werden zu diesem Zeitpunkt nur notiert und nicht verändert, da wir objektiv noch nicht wissen, wie aerodynamisch die Position eigentlich ist. Deswegen folgt nun der Wechsel auf die Bahn, um Danielas Luftwiderstand mittels des CdA-Werts, sowie die Stabilität ihrer Position in Echtzeit zu messen. Wir verwenden dazu das Track Aero System (Alphamantis, CA) und eine neue Software-Entwicklung der Satteldruckmessung von gebioMized. Beide Systeme senden ihre Daten in Echtzeit per WLAN, so dass die Ergebnisse bereits während des Runs analysiert werden können, um unmittelbar mögliche Optimierungspotential in unserer Experten-Runde zu diskutieren.

Aero-Baseline

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Zur Ermittlung des Luftwiderstands, der in der Aerodynamik auch als CdA-Wert bezeichnet wird, benutzen wir am Rad Messtechnik, die Formel 1-würdig ist: Mit einem kleinen Sensor sammeln wir alle ANT+-Signale, die Danielas Canyon während des Testlaufs abgibt: Leistungsdaten, Trittfrequenzen, Geschwindigkeiten, etc. Einkalkuliert werden muss zur sauberen Bestimmung des Widerstands aber nicht nur Daniela und ihr Rad; auch die Umgebungsbedingungen wie die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit als auch sämtliche Eigenschaften der Holzbahn (Länge, Kurvenneigung, etc.) werden dabei berücksichtigt. Sobald unsere Messtechnik einsatzbereit ist, darf Daniela fleißig Kilometer abspulen, während wir mit Hilfe des Alphamantis-Systems eine erste Baseline-Messung durchführen und ihren aerodynamischen Eingangswert bestimmen.

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Die Analyse der Beckenstabilität auf der Bahn zeigt das Optimierungspotential eindeutig: Jeder Ausreißer in der Verlaufskurve steht für einen “Shift”, das heißt für ein „aktives Bewegen des Beckens“ nach hinten. Diese Bewegungen erzeugen Turbulenzen im Rücken- und Hüftbereich und sind deshalb aerodynamisch von Nachteil. Ganz nebenbei wird auch die Kraftübertragung Richtung Pedal durch jeden Shift negativ beeinträchtigt. Bei Daniela messen wir 7,5 Shifts pro Minute, was einem Zeitintervall von 8 Sekunden zwischen den Shifts entspricht. Die Standardabweichung des Kraftangriffspunktes zeigt mit 18,5 ebenfalls einen auffälligen Wert der Instabilität.

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPSMaßnahmen und Re-Tests:

Nach eingehender Analyse der Baselines erstellen wir nun einen Plan, in welchen Schritten wir Maßnahmen an der Position vornehmen, um (hoffentlich) Optimierungen zu erreichen. Dieser Maßnahmenplan ist für jeden Athleten höchst individuell. Jede Maßnahme wird in einem Re-Test daraufhin geprüft, ob sie wirklich zu einer Verbesserung führt. Bei Daniela sieht unser „Masterplan“ wie folgt aus:

  • Wechsel des Sattelmodells (von SQLab 613 Tri zu COBB JOF 55]
  • Reduzierung der Sitzhöhe
  • Veränderung der Sattelposition nach hinten mit dem Ziel, die Tretbewegung zu optimieren (ohne die Position des Beckens auf dem Sattel zu beeinträchtigen)
  • Anwinkeln der Extensions
  • Test zweier Extension-Positionen
  • Test mit abgesenktem Front-End

Vorher – Nachher Vergleich

Wir kürzen den Bericht an dieser Stelle ab und stellen euch direkt den Vergleich der Ausgangslage zur finalen Position vor. Folgende objektive Veränderungen haben wir erreicht:

Biomechanik & Stabilität

  • Das Becken „steht“ auf dem gleichen Bereich des Sattels wie vorher, aber deutlich stabiler Die Anzahl der Shifts ist von 18 auf 0 reduziert
  • Die Standardabweichung des Kraftangriffspunktes am Sattel reduziert sich von 18,5 auf 3,7 (!)
  • Das Knie hat sich weiter nach hinten verlagert, so dass die Druckphase effektiver nach unten durchgeführt werden kann
  • Die Fußstellung ist um 11°Grad flacher in der untersten Kurbelposition, so dass die Druckphase länger durchgeführt werden kann

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Aerodynamik

  • die verbesserte Stabilität am Sattel hat bereits nur durch den Satteltausch positive Tendenzen erwirkt (Ersparnis: ca. 1-2 Watt @40km/h)
  • Danielas Position wurde „entzerrt“, um sie weniger komprimiert zu setzen. Dadurch hat sich ihr Rücken etwas abgeflacht und der Kopf gesenkt (Ersparnis: ca. 2-3 Watt @40km/h)
  • der „Gamechanger“ war der Einbau eines 7°-Neigungs-Spacers. Durch die verbesserte Stabilität im Oberkörper und die erhöhte „Länge“ der Arm- und Schulterpartien konnte Daniela den Kopf deutlich weiter senken und die Schulterbreite merklich reduzieren (Ersparnis: ca. 6-8 Watt @40km/h)
  • bei der Materialanalyse haben wir potentielle andere Helm-Hersteller getestet, um zu sehen, ob aerodynamisches Potential bei der Helmauswahl besteht. Wir haben allerdings für Daniela keinen „schnelleren“ Helm gefunden
  • Auf die Ironman Distanz bezogen, haben wir bei Daniela in der Summe ca. 12 Watt bei 40km/h gespart. Für ihr Verhältnisse reden wir demnach über eine Verbesserung oberhalb von 5%, die ihr auf den 180km – in der Theorie – etwa 5:00 Minuten Fahrzeit einsparen

Fazit:

Die Session mit Daniela zeigt, dass Biomechanik und Aerodynamik Hand in Hand gehen sollten, wenn ein Athlet das Optimum für seine Radposition erzielen möchte. Ohne den deutlichen Gewinn an Stabilität wäre der Aero-Benefit nicht so groß ausgefallen, ohne die Änderungen am Cockpit hätten wir ebenfalls keine signifkante CdA-Reduzierung erreicht. Der Parameter „Stabilität“ dient uns als wichtiger Kontrollparameter, um zu erkennen, wann wir noch Spielraum haben  oder es aerodynamisch übertreiben. Zusätzlich vergrößert ein Stabilitätsgewinn die Wahrscheinlichkeit, dass die Position über eine längere Zeit, zum Beispiel auf 180km gefahren werden kann. Dabei versuchen wir immer erst einen „passiven Gewinn“ zu erzielen, das heißt eine schnellere Position zu bauen, die vom Athleten nicht mehr aktiven Körpereinsatz als notwendig verlangt. Zu aktiven Maßnahmen („Shrug“) kann man danach, besonders als Zeitfahrer, immer noch greifen.

Weitere Infos:

Aerodynamik-Tests mit STAPS - der get-AERO! für Profis und Jedermann

BikeFittings für Triathleten - die Pioniere des BikeFittings von gebioMized

 Autoren:

Daniel Schade

Björn Geesmann

Bilder:  ©tomtittmann

Science with STAPS: die VLamax - Treibstoff und Gegenspieler zugleich!

VO2max ist bekannt, die VLamax auch?

VO2max – ein Begriff, der in den vergangenen Monaten immer häufiger im Ausdauersport auftaucht. War er vor Jahren nur „Eingeweihten“ wie Sportwissenschaftlern und Trainern ein Begriff, so schmeißen jetzt auch schon sportlich ambitionierte Hobbyrennradfahrer mit dieser Definition um sich. Kein Wunder, findet sich ihre Erwähnung immer häufiger in Artikeln über Profiradsportler. Doch was bedeutet VO2max und warum ist sie von so großer Bedeutung? Es steht für die maximale Sauerstoffaufnahme und gilt als wichtiges Kriterium der Ausdauerleistungsfähigkeit.

Anders verhält es sich allerdings mit der VLamax – einem Parameter der noch unbekannter, keineswegs aber unwichtiger, ist. Beiden gleich ist sowohl ein "V", dies bezeichnet eine Flussrate, als auch ein „kleines“ max, das den maximalen Zustand der Flussrate beschreibt. Der einzige, wenn auch große Unterschied der beiden Parameter liegt also im transportierten "Stoff": Beim einen ist es Sauerstoff (O2), beim anderen Laktat (La).

Ergo: VLamax steht für die maximale Laktatbildungsrate und gibt Einblick in den anaeroben Stoffwechsel des Sportlers. Vereinfacht erklärt werden im anaeroben Stoffwechsel Kohlenhydrate ohne Zuhilfenahme von Sauerstoff in Laktat umgewandelt. Dadurch spielt die Laktatbildungsrate nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Übersäuerung des Sportlers nach höchst-intensiven Belastungen, sondern auch generell bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten bei klassischen Ausdauerbelastungen.

Gegenspieler der aeroben Leistungsfähigkeit

Warum? Weil das Eine das Andere bedingt! Die VLamax ist der "Gegenspieler" des aeroben Stoffwechsels (VO2max) und nimmt positiven Einfluss auf kurzzeitig-intensive Belastungen, bringt aber ebenso Einschränkungen für die Dauerleistungsfähigkeit des Athleten mit sich – und somit auch auf den Fettstoffwechsel.

Vergleichbar mit der VO2max können mit höherer VLamax auch höhere Leistungen erbracht werden. Dies gilt allerdings nur für kurzzeitige, hochintensive Science with STAPS | Die VLamax - maximale LaktatbildungsrateBelastungen wie Sprints oder Attacken. Überschreiten diese Intensitäten eine kurze Zeitdauer von mehreren Sekunden oder wenigen Minuten, führt die übermäßige Produktion von Laktat schnell zu einer Veränderung des pH-Werts im Blut – und damit zu einer Übersäuerung der Muskulatur und einem Leistungsabfall.

Allerdings hat die VLamax wie schon oben beschrieben großen Einfluss auf die „klassische“ Ausdauerleistungsfähigkeit. Sie beeinflusst die Laktatproduktion und -anhäufung, die Erholungsfähigkeit und die Fähigkeit, Fette zu verstoffwechseln. Für eine hohe Dauerleistungsfähigkeit oder anaerobe Schwelle wäre daher eine sehr geringe VLamax sinnvoll. Siehe hierzu auch die Animation, die verdeutlicht, wie eine geringe VLamax die Kohlenhydrate geradezu schont und vermehrt Fette zur Energiegewinnung heranzieht.Science with STAPS | Die VLamax - maximale Laktatbildungsrate

Denn: Je geringer der Wert, desto niedriger die Aktivität des anaeroben Stoffwechsels. Zur Orientierung: Vermutlich über 95% aller Ausdauersportler liegen im Bereich von 0,3 mmol/l/s (Produktion von Millimol Laktat pro Liter Blut pro Sekunde) bis 0,9 mmol/l/s.

Triathlon: je niedriger, desto besser. Radsport: abhängig von der Rennbelastung

Im Triathlon lässt sich die optimale Ausrichtung des anaeroben Stoffwechsel vorsichtig pauschalisieren: Je geringer die maximale Laktatbildungsrate, desto besser. Selbst auf eine Sprintdistanz ist die Belastung über einen Zeitraum von ca. 20 bis 40 Minuten (je nach Einzeldisziplin) hoch. Umso deutlicher ist es auf der Langdistanz: Eine geringe Laktatproduktion spart durch den ausgeprägten Fettstoffwechsel Kohlenhydrate und erlaubt das Fahren submaximaler Leistungen.

Weniger deutlich ist die Ausrichtung der VLamax im Radsport: Für längere Belastungen ohne Leistungsspitzen (Radmarathons, Einzelzeitfahren, Kletterpartien etc.) sind extrem tiefe Werte (<0,35 mmol/l/s) erstrebenswert. Sind allerdings – wie bei Kriterien, Straßenrennen o. ä. – phasenweise hoch-intensive Belastungen nötig, empfiehlt sich eine Laktatbildungsrate von 0,40 bis 0,50 mmol/l/s. Reine Straßensprinter oder Bahnfahrer liegen bei der VLamax zumeist darüber, da diese Form der Energiebereitstellung bei maximalen Belastungen von hoher Bedeutung ist. Daher lässt sich für den Radsport keine ideale Laktatbildungsrate angeben, da diese von den Anforderungen des Wettkampfs abhängig ist.

Entscheidend ist – sowohl im Radsport als auch im Triathlon –, dass der maximalen Laktatbildungsrate eine gleichfalls entscheidende Rolle bei der Ermittlung der Ausdauerleistungsfähigkeit zukommt. Die Laktatbildungsrate ist erfolgsbestimmend und muss individuell bestimmt werden, um die Hintergründe der Physiologie des Sportlers zu erfahren und diese im Trainingsprozess einbeziehen zu können!

Weitere Beiträge unserer Science with STAPS-Reihe:

Stellenausschreibung Sportwissenschaftler STAPS Trainer

Du bist Sportwissenschaftler mit einer Leidenschaft für Triathlon und Radsport? Dann bewirb Dich bei uns!

Zur Verstärkung unseres Kölner STAPS-Teams suchen wir Dich!

Das STAPS Institut hat sich in wenigen Jahren eine führende Stellung in der Trainingsbetreuung, Leistungsdiagnostik und aerodynamischen Optimierung von Ausdauersportlern erarbeitet. Unsere Methoden sind weltweit einzigartig und genießen im nationalen und internationalen Freizeit-, Amateur- und Profisport hohe Anerkennung.

Wir möchten unser Team im Institut Köln verstärken und suchen dafür zwei neue Sportwissenschaftler:

Sportwissenschaftler (w/m) in Teilzeit ab Januar 2017

Du hast weitreichende Kenntnisse der Leistungsphysiologie, Trainingssteuerung, Biomechanik und Aerodynamik sowie ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaft (Schwerpunkt: Trainingswissenschaft, Leistungsdiagnostik, Physiologie, Leistungssport) oder ein aktuell noch laufendes Master-Studium? Darüber hinaus liegt Deine Leidenschaft im Triathlon und/oder Radsport? Dann findest Du hier eine Stellenausschreibung als STAPS-Trainer (in Teilzeit) ab Januar 2017 (Bewerbungsfrist: 10. Dezember 2016):

Sportwissenschaftler (w/m) in Teilzeit ab Januar 2017


Sportwissenschaftler oder Sportstudent (w/m) als Werksstudent/SHK oder Freiberufler ab sofort

Du hast weitreichende Kenntnisse der Leistungsphysiologie, Trainingssteuerung, Biomechanik und Aerodynamik? Zudem ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaft (Schwerpunkt Trainingslehre, Leistungsdiagnostik, Leistungssport) oder ein aktuell noch laufendes Bachelor- oder Master-Studium (mind. abgeschlossenes viertes Semester)? Du bist zeitlich flexibel, hast die Möglichkeit ca. 15-25 Stunden pro Woche in unserem Kölner Institut zu sein? Dann findest Du hier eine Stellenausschreibung als Werkstudent/SHK bzw. Freiberufler (je nach Nebentätigkeit) ab sofort (Bewerbungsfrist: 15. November 2016):

Sportwissenschaftler oder Sportstudent (w/m) als Werksstudent/SHK oder Freiberufler ab sofort

aero-seminare-und-workshops-mit-triathlon

Aero-Seminare und Workshops mit dem triathlon-Magazin

Aerodynamik im Triathlon – (Luft-) Widerstand ist zwecklos!

Gemeinsam mit der triathlon veranstalten wir im Oktober/ November Seminare und Workshops rund um das Thema Aerodynamik. Dass der Kampf gegen den Luftwiderstand auch im Triathlon immer bedeutender wird, zeigt sich mittlerweile nicht mehr nur im Profi-, sondern auch im Age-Grouper-Feld. Mit den Seminaren und Workshops der triathlon schaffen wir für Sie die Möglichkeit erste Einblicke in das Thema Aerodynamik zu bekommen oder sogar Aerodynamik-Optimierungen im Velodrom mitzuerleben.

Das triathlon-Aerodynamik-Seminar in Köln und Hamburg

Das 90-minütige Seminar (Kosten: 29€) ist sowohl für Aero-Anfänger als auch für Aero-Experten geeignet. Neben ersten Basics geben wir für Sie detaillierte Einblicke in die Optimierungen des Luftwiderstands.

Inhalt

  • Aerodynamik – Basics und Grundlagen des Luftwiderstands
  • Aerodynamik vs. Komfort – der goldene Mittelweg für die Langdistanz
  • Mensch, Maschine, Material – Auswirkungen und Optimierungspotentialaero-seminare-und-workshops-mit-triathlon
  • Körperposition & Kopfhaltung
  • „personalisiertes“ Material – Helm & Anzug
  • Erkenntnisse zu Laufrädern, Reifen und Co.
  • Detailfrage: Überschuhe, Trinksysteme, etc.
  • Die Top 10 der Aero-Optimierungen

Termine

13. Oktober 2016 in Köln (18.00-19.30 Uhr)

20. Oktober 2016 in Hamburg (18.00-19.30 Uhr)

Orte

STAPS Köln

Buchheimer Ring 87

51067 Köln

 

spomedis-akademie

Altonaer Poststr. 13a

22767 Hamburg

Zur Anmeldung der Seminare geht es [ hier ]!


Der triathlon-Aerodynamik-Workshop im Velodrom Büttgen

Der Aero-Workshop (Kosten: 69€) findet auf der Radrennbahn in Büttgen (bei Neuss) statt und wird den Teilnehmern über praktische und theoretische Teile das Thema Aerodynamik näher bringen. In diesem Workshop geben unsere Aero-Experten Einblicke in die aerodynamischen Optimierungen von Mensch, Maschine und Material. Der Workshop eignet sich sowohl für Anfänger als auch Aero-Experten – keine Vorerfahrungen nötig!

Seminar I (Theorie): Aerodynamik – die Optimierung des Triathleten

  • Begrüßung der Teilnehmer
  • Bahnbegehung und Überblick über den Tagesablauf
  • Kennenlernen der Messtechnik zur Bestimmung der Aerodynamik
  • Vortrag: Aerodynamik – die Optimierung des Triathleten

Workshop I (Praxis): Aerodynamik – die Optimierung des Triathleten

Für den praktischen Teil des Aero-Workshops steht uns ein Proband zur Verfügung, an dem wir diverse Veränderungen von Mensch, Maschine und Material durchführen werden.

  • Überblick über die Messtechnik der Aerodynamik
  • Aerodynamik vs. Komfort – der goldene Mittelweg für die Langdistanz
  • Optimierung des Triathlon (Veränderungen werden am Probanden durchgeführt, direkte Rückmeldung der Aero-Veränderung über das Alphamantis-Messsystem)
    • Auswirkungen von Sitzhöhe und Sitzlänge
    • Kopfhaltung in Verbindung zum Helm
    • Arm- und Handhaltung des Sportlers

Seminar II (Theorie): Aerodynamik – Maschine und Material

  • Vortrag: Aerodynamik – Maschine und Material
  • „personalisiertes“ Material: Helm & Anzug
  • Erkenntnisse zu Laufrädern, Reifen und Co.
  • Detailfrage: Überschuhe, Trinksysteme, etc.

Workshop II (Praxis): Aerodynamik – Maschine und Material

Im Workshop II zur Aerodynamik von Maschine und Material werden wir unterschiedlichste Materialien testen. Wir bitten zudem jeden Teilnehmer, ein „Material“ seiner Wahl mitzubringen (Laufrad, Helm o.ä.), welches wir dann mit unserem Probanden testen können.

Mögliche Materialtests:aero-seminare-und-workshops-mit-triathlon

  • Helme
  • Anzüge
  • Laufräder
  • Trinksysteme
  • Überschuhe
  • Material der Teilnehmer

 Termine

12.11.2016 - 9.30-15.30 Uhr (Teilnehmer: max. 20)

23.11.2016 - 9.30-15.30 Uhr (Teilnehmer: max. 20)

Ort

Sportforum Kaarst-Büttgen e.V.
Olympiastraße 5
41564 Kaarst-Büttgen

Zur Anmeldung der Workshops geht es [ hier ]!aero-seminare-und-workshops-mit-triathlon

Science and Cycling Kongress Tour de France

Science & Cycling – Konferenz 2016 (Caen, Frankreich)

Auch in diesem Jahr fand am Startort der Tour de France wieder der Science & Cycling Kongress statt – STAPS dürfte dabei natürlich nicht fehlen. Wie schon im letzten Jahr (siehe unten) möchten wir euch auch in diesem Jahr einen kleinen Einblick in die Themen des Kongresses geben:

Hitzeakklimatisation in der Badewanne

Die Straßenweltmeisterschaften finden dieses Jahr im Oktober (9.-16.10.2016) in Doha, Katar statt. Ein heiß debattiertes Thema bleibt – nicht zuletzt aufgrund der Umgebungsbedingungen in Katar - nach wie vor die Hitze und verschiedene Möglichkeiten der Akklimatisation an heiße Bedingungen.

Leider ergibt sich nicht für jeden Sportler die Möglichkeit kurzfristig ein Trainingslager in warmen Gefilden aufzusuchen um sich an das Klima zu adaptieren. Eine Alternative zum Hitze-Camp könnte dabei – so profan es klingen mag – ein heißes Bad sein. Eine kürzlich veröffentliche Studie zeigt, dass sich eine Anpassung an die Hitze durch ein Bad direkt nach dem Training positiv auf die Leistung in warmen Temperaturen auswirkt. An sechs Tagen

Science and Cycling Kongress Tour de France

mysportscience.com

haben die Probanden in kühlen Temperaturen trainiert und anschließend ein Bad bei 40° Grad genommen, wodurch sich die Leistung im Schnitt um knapp 5% in der Hitze verbesserte (Zurawlew et al., 2015).

Frei nach dem Motto: “Train-cool, bathe-hot“ könnte zukünftig die Vorbereitung auf einen heißen Wettkampf Zuhause in der Wanne stattfinden.

Praktische Tipps von STAPS:

  • moderates Training über ca. 40min in angenehmen Temperaturen (ca. 16-21 Grad)
  • nach dem Training direkt ein heißes Bad nehmen (40 Grad Wassertemperatur für 15min)
  • die Länge des Bades täglich um ca. 5min erhöhen
  • insgesamt mindestens 6 Tage hintereinander als Akklimatisation einplanen

Der Kopf spielt mit

Meist unterschätzt, aber häufig entscheidend: Der Kopf!

Die Fokussierung auf ein bestimmtes Ziel kann einen deutlichen Effekt auf das Belastungsempfinden, die Pace-Regulierung und die Leistung haben. Dabei kann zum Beispiel das bewusste Fokussieren auf die Umgebung (Ablenkungsstrategie) die Wahrnehmung für ein unangenehmes Gefühl schwächen und das Belastungsempfinden reduzieren. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich durch diese Ablenkung und den Mangel an Konzentration die Pace verringert.

Science and Cycling Kongress Tour de France

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Anerkannt und häufig praktiziert zur Optimierung des mentalen Faktors sind das Selbstgespräch (self-talk) und die Visualisierung (imagery). Die Empfehlungen für die Praxis wären positive Selbstgespräche wie z.B.: „das schaffst du“ oder „ich fühle mich super“. Beim Visualisieren könnte man sich beispielsweise vorstellen, wie die Beine wie die Zahnräder einer Dampflok konstant ineinander greifen und sich vorwärts bewegen. Mit solchen Techniken arbeiten auch die Profis um sich in schwierigen Momenten mit positiven Gedanken nach vorne zu bringen.

Praktische Tipps von STAPS:

  • mehrere Phasen aufschreiben mit denen man sich wohlfühlt. Am besten zwei für die frühen Phasen einer Betätigung und zwei für die späte Phase (z.B. „ich fühle mich super“ oder „du musst jetzt durchhalten“)
  • diese Phrasen in den jeweiligen Phasen des Wettkampfes/Trainings einbauen
  • die Vorstellung wie die Beine zum Motor einer Dampflokomotive werden und sich stetig nach vorne bewegen

Koffein: Responder und Non-Resonder?Science and Cycling Kongress Tour de France

Im Bereich der Nahrungsergänzung bleibt Koffein weiterhin ein Favorit der Leistungssteigerung. Koffein wirkt als Booster auf kurzen als auch auf langen Distanzen. Aber gilt das wirklich für jeden? Nach einer aktuellen Studie ist diese Selbstverständlichkeit nicht unbedingt als Gesetz anzusehen. Koffein könnte für einige Sportler im schlimmsten Fall sogar leistungsminimierend sein - je nachdem wie der Körper mit der Verstoffwechselung zurechtkommt. Verantwortlich für die unterschiedlichen Ergebnisse ist ein Gen namens CYP1A2, welches mitverantwortlich für die Geschwindigkeit der Verstoffwechselung im Körper ist. Bei den Personen die Koffein sehr langsam verarbeiten kommt es eher zu einem Leistungsabfall. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Anzahl der Personen bei den kein Leistungsschub zu erwarten ist eher gering ist.

Beiträge des Science & Cycling - Kongress in Utrecht 2015

Science with STAPS | Rote Beete

Science with STAPS – Ökonomischer mit roter Beete

Egal ob per Selbstversuch oder auf Basis unserer Expertise und Erfahrung – mit unserer Kategorie Science with STAPS möchten wir euch über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Laufenden halten und unser Know-How aus Profisport und Wissenschaft vermitteln.

Unser aktuelles Objekt der Wissenschafts-Begierde: Rote Beete. Seit einigen Jahren zeigt die Sportwissenschaft, dass die Einnahme von Roter Beete, z.B. in flüssiger Form, einige Benefits für die sportliche Leistungsfähigkeit mit sich bringt. Wir haben das Thema für euch einmal aufbereitet und uns dabei natürlich nicht vor einem Selbstversuch gescheut:

Ökonomischer mit roter Beete

Rote Beete enthält – wie auch andere grünblättrige Gemüsesorten (z.B. Spinat) – anorganisches Nitrat. Dieser Wirkstoff ist quasi der Schlüssel zum Erfolg und der Grund für die Popularität derScience with STAPS | Rote Beete roten Beete. Nitrat wird mit der Nahrung aufgenommen oder über Rote-Beete-Saft getrunken und im Körper zu Nitrit umgewandelt. Diese Umwandlung führt zu einer erhöhten Nitrit-Konzentration im Blut, wodurch sich wiederum positive Effekte auf den Körper einstellen.

Hier einige Benefits, die vor allem auch bei sportlicher Leistung zum Tragen kommen:

  • der systolische und diastolische Blutdruck in Ruhe ist gesenkt
  • eine Vasodilatation findet statt, die Blutgefäße erweitern sich
  • ein reduzierter Sauerstoffverbrauch bei submaximaler Belastung stellt sich ein, der Körper geht ökonomischer mit dem vorhandenen Sauerstoff um

Positive Effekte, die sich ein Sportler natürlich gerne zu Nutze machen darf. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass die Sauerstoffaufnahme im Anschluss an eine Rote-Beete-Kur bei submaximalen Belastungen um 5% reduziert ist. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass mit gleicher Sauerstoffaufnahme ein Mehr an Leistung generiert werden kann.

Rote-Beete- Saft zum Frühstück

Wie die optimale Rote-Beete-Strategie aussieht? Die Sportwissenschaft tendiert in eine klare Richtung: 4-7 Tage vor dem Wettkampf soll die Einnahme stattfinden, ca. 500ml Saft sind das Ziel. Der Zeitpunkt der Einnahme ist dabei zweitrangig, in den wissenschaftlichen Studien wird der Drink größtenteils morgens getrunken. Gerade diese Kur in der Woche vor dem Wettkampf ist zielführend, wohingegen eine dauerhafte Einnahme von Rote-Beete-Saft wiederum zu einer Gewöhnung führt – der positive Effekt verpufft. Empfehlen würden wir auf jeden Fall, den Saft vor der Wettkampf-Woche ausreichend auf Geschmack und Verträglichkeit zu checken, um unangenehme Nebeneffekte zu vermeiden. Rote-Beete-Saft ist nicht jedermanns Sache, daher bieten mittlerweile auch diverse Sportnahrungs-Hersteller Rote-Beete-Konzentrate an, die in Form eines „Shots“ getrunken werden können. Um den Rote-Beete-Saft zu ersetzen wären ca. 1-2 Shots – je nach Konzentration – nötig.

Selbst ist der Sportwissenschaftler

Um die Erkenntnisse aus der Sportwissenschaft selbst zu testen haben wir einen Selbstversuch durchgeführt:Science with STAPS | Rote Beete

Unser Mitarbeiter Martin hat zwei Lauftests durchgeführt – einmal ohne die Rote-Beete-Supplementierung, einmal nach einer einwöchigen Rote-Beete-Saft-Kur. Bei der Kur gönnte sich Martin morgendlich einen halben Liter rote Beete – mal mit verschönender Dekoration, mal ohne.

Die Ergebnisse (siehe Grafik unten) tendieren stark in die Richtung der wissenschaftlichen Lage: Zwar unterscheidet sich die Menge des umgesetzten Sauerstoffs im Ruhezustand nur bedingt (siehe Geschwindigkeit: 0 m/s), bei den submaximalen Geschwindigkeiten von 1,6 m/s bis 3,6 m/s spart Martin allerdings 5-11% seiner absoluten Sauerstoffaufnahme – seine Ökonomie ist damit deutlich verbessert!

Die Effekte der Roten Beete sind deutlich und zeigen klar in eine positive Richtung. Aus unserer Erfahrung heraus würden wir sagen, dass in den letzten Jahren kaum ein Nahrungsmittel/ Supplement mit so positiven wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgezeichnet wurde.

Unser Tipp: Ausprobieren!Science with STAPS | Rote Beete

Weitere Beiträge unserer Science with STAPS-Reihe:

Aerodynamik-Test | Triathlon-Anzug Test | Roy Hinnen

get-AERO! – der große Triathlon-Anzug-Test mit Roy Hinnen

Einteiler oder Zweiteiler? Ohne Ärmel oder mit Ärmeln bis zu den Ellenbogen? Das sind nur zwei der zahlreichen Fragen, die ein Triathlet an seinen Anzug stellt. Ergänzend dazu sollte man sich bei der Wahl nach dem richtigen Stück „Stoff“ auch immer fragen, ob die Passform ideal und der Anzug aerodynamisch ist und ob man in diesem auch gut laufen kann. Um bei der Wahl nach dem perfekten Triathlon-Anzug eine kleine Hilfestellung zu geben, haben wir gemeinsam mit Triathlon-Legende Roy Hinnen und triathlon.de verschiedene Anzüge getestet:

Anzug ist individuell!

Vorweg das Wichtigste: Die aerodynamischen Auswirkungen eines Anzugs sind immer individuell. In Abhängigkeit der Körperkonstitution, der Position auf dem Rad und der Passform des Anzugs wirkt jeder Anzug anders. Daher gibt der folgende Test einen guten Eindruck über die unterschiedlichen Auswirkungen verschiedenster Anzüge, kann aber nicht als pauschal bewertet werden.

Da das Thema der unterschiedlichen Triathlon-Anzüge immer bedeutender wird, haben wir uns gemeinsam mit Roy Hinnen und triathlon.de Mitte Mai auf der Radrennbahn in Augsburg getroffen und die Eigenschaften 11 verschiedener Anzüge unter die Aerodynamik-Lupe genommen.

Aerodynamik-Test | Triathlon-Anzug Test | Roy Hinnen

Foto: triathlon.de

Drei Kernpunkte der Anzug-Aerodynamik

Die Auswahl des richtigen Anzugs? Bei der Entscheidungsfindung und der Analyse der Aerodynamik zählen drei Kernpunkte: 1. das Material des Anzugs, 2. die Passform und 3. die Position des Triathleten samt seiner Körperkonstitution. Um den individuell-aerodynamischten Anzug ausfindig zu machen, sollten immer alle drei Kernpunkte im Einklang stehen. Auch das beste Material kombiniert mit einer sehr guten Sitzposition ist nachteilig, wenn der Anzug nicht „sitzt“ und Falten wirft. Ebenso kann der Anzug aber perfekt passen, das Material aber nicht vorteilhaft gewählt sein: An unterschiedlichen Stellen des Anzugs – und damit an unterschiedlichen Teilen des Anzugs – wirken sich verschiedenste Materialien und Gewebe-Muster unterschiedlich aus.

Testablauf mit namhaften Herstellern

Gemeinsam mit Testpilot Roy Hinnen haben wir 11 verschiedene Anzüge verglichen: Als Referenz (und Vergleich zu reinen Zeitfahr-Anzügen aus dem Profi-Radsport) haben wir den Castelli BP 3.0 eingesetzt, der komplett lange Arme (bis zu den Händen) hat und sich in den letzten Monaten immer wieder als schnellster Einteiler herausgestellt hat.

Von zahlreichen namhaften Herstellern (u.a. 2XU, Kiwami, Saysky, Skinfit) haben wir Anzüge in Roys passender Größe zur Verfügung gestellt bekommen – durchgehend mit Armen bis zu den Ellenbogen. Ebenfalls getestet haben wir einen sehr alten Henniez-Anzug (schulterfrei), mit dem Roy in früheren Jahren diverse Bestzeiten aufgestellt hat, sowie den aktuellen Anzug der Schweizer Nationalmannschaft (schulterfrei). Im folgenden eine Auflistung der CdA-Werte (Parameter des Luftwiderstands), als auch die Leistungen, die Roy in den jeweiligen Anzügen für 36, 40 und 45 km/h fahren muss:

Aerodynamik-Test | Triathlon-Anzug Test | Roy Hinnen

Überraschende (individuelle) Ergebnisse

Wie groß die unterschiedlichen Auswirkungen eines Anzugs sein können lässt sich nicht nur an den CdA-Werten, sondern auch an den Leistungsersparnissen zwischen einem aerodynamischen und einem weniger-aerodynamischen Anzug aufzeigen: Bei 45km/h liegen zwischen dem überraschenden Tagessieger PA-Suit und dem Anzug der Schweizer Nationalmannschaft 13 Watt (3,5%).

Aerodynamik-Test | Triathlon-Anzug Test | Roy Hinnen

Foto: triathlon.de

Die Ergebnisse lassen sich in mehrere Gruppen einteilen: Klare Sieger für Roy waren der als Newcomer ins Rennen gegangene PA-Suit, sowie Anzüge von Skinfit und des dänischen Herstellers Saysky. Der Zone3-Anzug folgte mit etwas Abstand (aber auch Vorsprung auf Platz 5) an vierter Stelle. Der Anzug von Jan Frodenos Sponsor 2XU und der Zoot belegten direkt aufeinanderfolgend die Plätze 5 und 6. Etwas abgeschlagen im unteren Mittelfeld fanden sich die Anzüge von Kiwami, der Castelli San Remo und ein Anzug von Assos wieder. Abgeschlagen lagen der „Retro“-Henniez Anzug und der Nationalmannschafts-Anzug der Schweizer auf den letzten Plätzen.

Die Ergebnisse sind zwar „individuell“ und daher nicht als valide anzusehen, klare Tendenzen sind aber in Sicht: Der PA-Suit zum Beispiel liegt seit einigen Monaten bei unseren Aerodynamik-Tests immer wieder im vorderen Bereich und stellt sich als sehr guter Anzug heraus – vorausgesetzt die Passform stimmt.

Lange Arme schlagen kurze Arme

Zu einem pauschalen Urteil lassen wir uns aber – nicht nur aufgrund der Ergebnisse des Tages, sondern auch aus der Erfahrung der letzten Monate und Jahre heraus – hinreißen: Ärmellose Anzüge sind langsamer als Anzüge mit Ärmeln bis zu den Ellenbogen. Die Begründung liefern wir gleich mit: Durch einen ärmellosen Anzug steht viel Haut im Wind und Haut besitzt aufgrund seiner „Glätte“ eher schlechte aerodynamische Eigenschaften. Dabei ist weniger die Anströmung der Haut als vielmehr das schnelle „Abreißen“ der Luft an der glatten Haut und die damit verbundenen Verwirbelungen nachteilig. Des Weiteren wird durch ärmellose Anzüge das Schultergelenk freigelegt, wodurch ein relativ breites, kantiges Gelenk im Wind steht.

Wir bedanken uns für diesen spannenden und aufschlussreichen Testtag bei Roy Hinnen und triathlon.de!

Du hast Fragen zu diesem Aerodynamik-Test oder möchtest vielleicht selber mal die schnellsten Anzüge für dich ausfindig machen oder deine Position auf dem Rad mit unseren Aero-Experten optimieren? Lass dich gerne von uns beraten (Kontakt STAPS) oder besuch unsere Aero-Seite unter staps-online.com/get-aero.

Unser Testtag im Video:

Deutsche Meisterschaft Jedermann

1. Deutsche Meisterschaft Jedermann: Kooperation und STAPS-Seminar

Zum ersten Mal findet in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft der Jedermänner statt. Vom 24. bis 26. Juni steht dabei in hessischen Nidda ein Zeitfahren über 23km, sowie ein Straßenrennen über 92km auf dem Programm. Teilnehmen dürfen Jedermänner, die rückwirkend für drei Jahre nicht im Besitz einer Amateur-Lizenz gewesen sind.

Alle wichtigen Informationen zur 1. Deutschen Meisterschaft der Jedermänner gibt es unter folgendem Link: rad-dm-jedermann.de

STAPS-Seminar inkl. Radausfahrt am Samstag, 21. Mai

Zur optimalen Vorbereitung auf die Meisterschaften bieten wir gemeinsam mit dem Veranstalter WEC GmbH am Samstag, den 21. Mai ein Seminar in Nidda an. Dabei werden wir zwei Vorträge halten (Themen: Training im Radsport & Aerodynamik), bevor dann alle Teilnehmer gemeinsam eine erste Streckenbesichtigung mit dem Rad vornehmen.

Zeitplan:

11:00 Uhr: Ankunft Bürgerhaus

11:15: Begrüßung, Einführung

11:30: STAPS Training im Radsport – neueste Erkenntnisse aus Profi-Sport und Wissenschaft

12:30: Mittagessen

13:30: STAPS Aerodynamik – (Luft-)Widerstand zwecklos

15:00: Gemeinsame Radausfahrt über die DM-Strecke, ca. 22 Kilometer (inkl. STAPS-Vorgaben für 2-3 Trainingsinhalte)

16:15/16:30: Come together, Ende

Der Preis pro Person beträgt 29€ für Seminar und Essen.

Zur Anmeldung zum Seminar und natürlich auch zur 1. Deutschen Meisterschaft der Jedermänner gelangt ihr hier: rad-dm-jedermann.de

Wir wünschen allen Jedermännern viel Erfolg und freuen uns auf ein gemeinsames Seminar mit euch am 21. Mai!

Training mit dem Powermeter/ Leistungsmesser | RoadBIKE

Powermeter - eine Liebeserklärung von Björn Geesmann

Powermeter - Eine Liebeserklärung von Björn Geesmann (RoadBIKE 03/2016)

"Powermeter zählen sicherlich zu den wichtigsten Erfindungen im Radsport, seit findige Urzeitler feststellten, dass Räder grundsätzlich besser rollen, wenn sie rund sind.

Mit einem – akkurat funktionierendem, richtig kalibriert und eingestelltem – Powermeter lassen sich nicht nur Trainingseinheiten sekundengenau steuern und Rennen analysieren; selbst die Bestimmung der menschlichen Physiologie, verschiedener Stoffwechselsysteme und individueller Stärken und Schwächen sind spätestens seit Einführung erster Leistungsmesser vor 25 Jahren möglich. Auch wenn es dem Radsport vielleicht ein Stück Romantik nimmt: Keine andere Sportart der Welt lässt sich so differenziert in Zahlen fassen wie es im Radsport möglich ist.

Aber: Der Leistungsmesser ist kein Spielzeug, welches am Rad angebracht werden sollte, um als Konsequenz eine Zahl (Leistung) mehr auf dem Tacho zu haben. Die Bandbreite der Funktionen, detaillierte Analysen von Training und Wettkampf, die Kontrolle der Leistungsentwicklung und die Perfektionierung der Trainingssteuerung erfordern Expertise, dezente Zahlenverliebheit und ein gewisses Faible für dieses technische Gerät – oder eben professionelle Unterstützung durch erfahrene Sportwissenschaftler, Trainer oä. Bei aller Lobhudelei meinerseits, ein Powermeter bleibt ein Hilfsmittel. Ein Hilfsmittel, welches erst all seine Eigenschaften offenlegt, wenn es den Experten (egal ob Radsportler oder Sportwissenschaftler) gibt, der dieses Gerät beherrscht. Jeder Sportler sollte sich vor dem Anbringen eines Powermeters immer die Frage stellen, warum er diesen Schritt geht: Weil der Trainingskollege auch ein Powermeter hat? Nein, weil das Training damit auf ein neues, außergewöhnliches Level gehoben werden kann!"

Den ausführlichen Artikel über Powermeter, Training mit dem Leistungsmesser etc. von Daniel Beck gibt es in der RoadBIKE 03/2016. Erhältlich als E-Paper oder Heft.Training mit dem Powermeter/ Leistungsmesser | RoadBIKE

Leistungsdiagnostiken im Test | TOUR Magazin

Leistungsdiagnostiken im Check des TOUR-Magazins

Oldie but Goldie

Der Leistungsdiagnostik-Check "Wie gut bin ich?" (02/2010) aus dem TOUR-Magazin ist mittlerweile sechs Jahre alt, hat dabei aber nicht an Aktualität verloren. Auch Du möchtest zur Vorbereitung auf die neue Saison Deinen Leistungsstand bestimmen und zudem die Hintergründe Deiner Leistungsfähigkeit erfahren? Du möchtest Deine Stärken und Schwächen kennen lernen und wissen, wie effizientes und effektives Training funktionieren kann?

Die TOUR hat dazu passend unterschiedliche Methoden der Leistungsdiagnostik unter die Lupe genommen. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Lesen des Artikel und bedanken uns für die Bereitstellung des Artikels beim TOUR Magazin.

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