STAPS München – Start und Eröffnungsfeier

Nach Köln und Hamburg haben wir in dieser Woche auch unser neues Institut in München eröffnet. Dieses liegt in der Landsberger Straße 408 in München-Pasing, verkehrsgünstig zu erreichen und nach den neuesten und höchsten Standards in puncto Trainingswissenschaft und Leistungsdiagnostik ausgestattet.

Warum gerade München? Weil wir bereits zahlreiche Sportler aus dem Süden betreuen und auf unseren „STAPS on Tour“-Terminen gemerkt haben, dass eine große Nachfrage nach dauerhafter STAPS München - Institutsleiter Hosea FrickTrainingsbetreuung sowie Diagnostik vor Ort besteht. Zudem bietet uns die Radrennbahn in Augsburg, die nicht einmal eine Autostunde vom Institut entfernt liegt, beste Voraussetzungen um unsere innovativen Aero-Tests durchzuführen. Oder kurz gesagt: Um im Süden Athleten – seien es ambitionierte Hobbysportler, Amateure oder Profis – beim Erreichen ihrer sportlichen Ziele mit unserer Expertise und unseren Erfahrungen zu unterstützen!

Geleitet wird das dritte STAPS Institut von unserem langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter Hosea Frick. Der renommierte Sportwissenschaftler (M. Sc. Exercise Science and Coaching, Deutsche Sporthochschule Köln) fährt nicht nur selbst gerne Rad, sondern verkörpert auch die STAPS-Philosophie.

Quälerei auf höchstem Niveau – in unserem neuen Institut

Auf 190 Quadratmetern gibt es in unseren neuen Räumlichkeiten natürlich auch ein Diagnostik-Labor, in dem wir euch immer wieder zu Bestleistungen bringen werden. Um euch eine höchstmögliche Qualität zu bieten, steht Euch nur das beste Test-Equipment zur Verfügung.

Bei den Tests auf dem Rad setzen wir auf ein Hochleistungsergometer der Firma SRM, welches selbst im höchstmöglichen Leistungsbereich, wie z.B. bei den 15-sekündigen Sprint-Tests unserer STAPS-Diagnostik, für Präzision steht. Die Lauf-Diagnostiken absolvieren die Sportler auf einem WOODWAY Pro Das STAPS-Ergometer von SRMXL-Laufband. Ausgestattet mit einer extra großen Lauffläche und bestehend aus einer Vielzahl an Lamellen, zählt dies zu den besten Laufbändern im Diagnostik-Bereich.

Auch sämtliche Analysen der körperlichen Daten wie Atemgase und Blutabnahmen am Ohrläppchen führen wir mit hochqualitativen Geräten durch – Spirometrien der Firma nSpire Health und Laktatanalysegeräten von EKF Diagnostics.

Ebenso wie unsere Institute in Köln und Hamburg zählt auch das neue Münchener Institut zu den am besten ausgestatteten im deutschsprachigen Raum.

Immer gut zu erreichen: perfekte Verkehrsanbindung

Entscheidend bei der Standortwahl all unserer Institute war und ist die Verkehrsanbindung, um euch eine möglichst stressfreie neues STAPS Institut in MünchenAnreise zu gewährleisten. Unser neuer Standort an der Landsberger Straße 408 in München ist in direkter Anbindung zu den Autobahnen A8, A99 und A96 – innerhalb von wenigen Minuten erreicht man uns über den Münchener Autobahnring, ohne in den zentralen Münchener Verkehr zu gelangen. Genügend Parkmöglichkeiten sind selbstverständlich direkt am Institut vorhanden.

Wer nicht mit dem Auto kommt, nutzt die gute Anbindung per öffentlichem Personennahverkehr sowie zum Münchener Flughafen. Der Fernbahnhof Pasing ist zu Fuß zu erreichen (ca. 15 Minuten), zum Münchener Flughafen dauert die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel knapp 1 Stunde, mit dem Taxi oder Leihwagen 30 Minuten.

Aerotest get-AERO! – schnelle Anbindung zum Velodrom Augsburg

In den vergangenen Monaten haben wir mit unserem innovativen Aerodynamik-Test get-AERO! schon viel Zeit im Velodrom in Augsburg verbracht. Die Eröffnung unseres neuen Instituts gibt uns die Möglichkeit unsere Aero-Optimierungen bestmöglich mit den Fittings im Labor zu verbinden. Ähnlich wie in Köln und dem Velodrom in Büttgen (bei Neuss) liegt die Anbindung zwischen unserem Institut in München und der Radbahn in Augsburg bei weniger als einer Stunde Fahrtzeit.

Save the date – Eröffnungsfeier am 16. September!

Die Einweihung unseres Instituts wollen wir natürlich mit euch feiern. Daher laden wir alle STAPS-Sportler, Partner und Interessenten zu unserer offiziellen Eröffnungsfeier am Samstag, den 16.09.2017 ab 16 Uhr in das neue Institut ein. Wir freuen uns auf viele tolle Gäste aus unserem Umfeld – seid dabei und besucht uns am 16. September in München!

Ihr könnt die Eröffnungsfeier nicht mehr abwarten und möchtet schon vorab einen Termin für eine Leistungsdiagnostik oder ein BikeFitting in unseren neuen Räumlichkeiten? Die Termin-Vergabe ist über unser Kontaktformular oder telefonisch (0221 46 00 76 90) möglich.

Wir freuen uns schon jetzt auf unser neues Zuhause in München und hoffen euch zur Eröffnungsfeier begrüßen zu dürfen!

Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

AeRoy Hinnen – Mensch oder Maschine? Was in Sachen Aerodynamik wirklich wichtig ist!

Im vergangenen Jahr haben wir von STAPS gemeinsam mit Triathlon-Coach und Aero-Pionier Roy Hinnen einen ersten Aero-Tag durchgeführt, bei dem wir unterschiedliche Triathlon-Einteiler unter die Lupe genommen haben. Die Resonanz damals: riesig! Grund genug, um unser Projekt gemeinsam mit Roy fortzusetzen und dem „Kind“ einen passenden Namen zu geben: das Projekt AeRoy Hinnen. Wir haben für euch einige Infos zusammengefasst, zudem findet ihr ein Video des Test-Tages am Ende des Artikels.

Anmerkung von STAPS: Die folgenden Ergebnisse sind Einzelfallanalysen, bezogen auf Roy Hinnen. Körper- und positionsspezifischen Unterschiede beziehen sich in diesem Fall auf Roy und werden voraussichtlich bei jedem Sportler zu abweichenden Ergebnissen führen. Grund genug, die eigene Aerodynamik analysieren zu lassen!Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

Mensch oder Maschine? Was in Sachen Aerodynamik wirklich wichtig ist

Die großen Rennen rücken näher. Damit wächst die Aufregung vieler Sportler und gelegentlich auch die Kauf-Motivation. Egal, ob es um Sekunden für eine Quali, die persönliche Bestleistung oder einfach den Kampf gegen die Konkurrenz geht – die Verlockung noch schnell einen neuen Satz Felgen, einen Aerohelm nach Vorbild der Stars oder den vermeintlichen Top-Anzug zu kaufen ist groß. Schließlich suggeriert einem die Werbung, dass all das den entscheidenden Zeitvorteil bringen kann. Doch tut es das wirklich?

Roy Hinnen und STAPS gingen dieser Frage im Augsburger Velodrom nach. „Projekt AeROy Hinnen“ lautete der Arbeitstitel. Dahinter verbarg sich keine geringere Frage als „Mensch oder Maschine?“ Wo verbirgt sich das größte Optimierungspotential in Sachen Aerodynamik auf dem Zeitfahrrad?

Mit der Testplanung und Durchführung war das STAPS Institut aus Köln, Hamburg und München betraut. Geschäftsführer Björn Geesmann arbeitet als Coach seit knapp zehn Jahren mit Athleten aller Leistungsklassen und beschäftigt sich seit langer Zeit mit Aero-Optimierungen. Größen des Triathlon-Sports, wie Jan Frodeno, Andreas Böcherer oder Daniela Sämmler waren in den vergangenen Monaten zu Gast, um auch 2017 perfekt aerodynamisch auf dem Rad zu sitzen.

Roy Hinnen darf man getrost als Aero-Pionier bezeichnen. Immerhin brachte der 50-jährige Schweizer, der seit 1998 auch als Coach tätig ist, schon in den 80er Jahren den Aerolenker nach Europa. „Material hatte im Triathlon schon seit jeher einen hohen Stellenwert,“ erklärt er sein ungebrochenes Interesse an Optimierung. „Wir haben schon damals immensen Aufwand betrieben, um uns und unser Material ständig zu verbessern. Nachdem es seinerzeit noch gar keine entsprechenden Produkte gab, haben wir uns einfach selbst etwas gebaut.“

Vier Testreihen mit unterschiedlichem Fokus

Natürlich lassen sich auch in der Aerodynamik Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Deshalb wurden bereits im Vorfeld vier verschiedene Testdurchläufe ausgearbeitet und geplant. Im wahrsten Sinne von Kopf bis Fuß sollte das Optimierungspotential betrachtet werden. Zunächst ging es um den idealen Helm und die Kopfhaltung. Weiter wurde – wie auch schon beim ersten Aufeinandertreffen von STAPS und Roy Hinnen – im Bereich Kleidung, insbesondere Oberbekleidung, getestet. Ernährung und Transportlösungen, sowie Trittfrequenz und Tretmuster bildeten den Abschluss der zwei Test-Tage.

Dabei wurde vor jedem Test eine sogenannte Baseline ermittelt. Dazu werden zunächst verschiedene Daten in das Alphamantis-System – ein innovatives System, welches den Luftwiderstand des Sportlers in Echtzeit misst – eingegeben. Die Datensammlung ist dabei komplex: Luftdichte, Bahngeometrie, Powermeter-Signale, System-Gewicht aus Rad und Fahrer – die Liste setzt sich weiter fort. Der Testlauf Roy Hinnens erfolgte mit ausgewähltem, und für alle weiteren Testläufe normiertem Material. Rad-Setup, Gang, Position, Anzug, Helm und Brille wurden nach der Baseline nicht mehr verändert, außer sie lagen im Fokus des Tests. Nur so lassen sich akkurate Aussagen bezüglich Watt-Unterschieden treffen.

Test 1: In Deckung! Wie dich die richtige Kopfhaltung schneller macht

Vor wenigen Jahren noch waren die Aerohelme möglichst lang und spitz zulaufend. Bei jeder kleinsten Bewegung, die die windschnittige Kopfbedeckung aus ihrer Idealposition brachte, pfiff es im Wind. Kaum überraschend: Diese Bewegungen kosteten Sekunden. Mittlerweile setzt man deshalb auf fast kugel- besser noch tropfenförmige Helmformen. Doch auch mit diesen Helmen gilt es eine möglichst gute Position einzunehmen und vor allem zu halten. Wie die perfekte Aero-Kopfhaltung aussieht, darum drehte sich die erste Testreihe auf der Radrennbahn in Augsburg.

Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy HinnenDoch beginnen wir mit „preisewerterem“ Material. Warum braucht es überhaupt einen Wettkampfhelm? Tut es nicht auch der ganz normale Straßenhelm? Der Test zeigt deutlich: In sauberer Aeroposition hat die Wettkampfversion durchaus ihre Berechtigung: 8,1 Watt (@40km/h) zusätzlich benötigt beispielsweise ein Specialized S-Works Evade (ein durchaus aerodynamisch optimierter Straßenhelm) im Vergleich zum MET Drone Zeitfahrhelm.

Entscheidend dabei ist jedoch die saubere Aeroposition, wie der Test mit „bewegtem Kopf“ zeigt.

Neben dem MET Drone, der eine leichte Spitze aufweist, schickten wir den deutlich kürzeren Giro Aerohead in den Test. Dabei fuhr Roy Hinnen einmal in je sauberer Aeroposition, im nächsten Durchgang simulierte er eine unruhige Position, schaute in regelmäßigen Abständen nach unten auf den Tacho, und streckte damit die Helmspitze in den Wind.

Das Ergebnis: Der MET Aerohelm brachte in Bewegung sogar 1,6 Watt Verlust. Der Giro 0,5 Watt Verlust. Testsieger war in diesem Fall sogar der Specialized Straßenhelm mit lediglich 0,1 Watt Differenz.

Fazit: Wer tatsächlich vom teuren Aerohelm profitieren möchte, der muss eine optimale Position einnehmen und vor allem auch dauerhaft halten können. Wer dazu neigt, sich viel zu bewegen, der fährt mit dem optimierten Straßenhelm, wie der Specialized einer ist, meist sogar besser.

Wie wichtig die Position selbst in Details ist, zeigten weitere Tests: Ein aufgerichtetes Fahren im „Basebar“ beispielsweise erfordert 51,6 Watt mehr Aufwand bei 40 km/h Geschwindigkeit als das windschnittige Ducken auf dem Zeitfahrlenker. Gut, das Ergebnis dürfte nun nicht überraschend sein.

Anders sieht es bei der Veränderung von Kleinigkeiten aus: Schon eine schmalere Armhaltung kann aus aerodynamischer Sicht von Vorteil sein. Während die breite Position der Extensions (Armpads auf 28,5cm, Extensions auf 16cm) bei Roy Hinnen 255,8 Watt Leistung bei 40 km/h erfordert, sind es bei dem Testlauf mit schmalster möglicher Einstellung (Armpads 25,5cm, Extensions auf 8cm) 252,1 Watt – immerhin 3,7 Watt weniger.Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

Noch besser schneidet derjenige ab, der den Kopf dauerhaft mit Blick nach vorne zwischen den Schultern einziehen kann. Der sogenannte „Shoulder Shrug”, der die Silhouette noch schmaler macht, bringt ganze 9,8 Watt Ersparnis.

Fazit: Mit idealer Sitzposition und kleinen Veränderungen lassen sich deutlich Watt einsparen. Voraussetzung ist jedoch, dass man die Position einnehmen kann (Schlagwort Beweglichkeit) und diese auch dauerhaft halten kann (Schlagwort Stabilität).

Test 2: Kleider machen (schnelle) Leute – Wie du mit der richtigen Wettkampfkleidung Sekunden sparst

Der windschnittige Einteiler findet sich mittlerweile in jedem triathletischen Kleiderschrank. Bereits im letzten Jahr bewiesen Roy Hinnen und STAPS mit einem groß angelegten Aerotest, was für den Wettkampfzwirn am wichtigsten ist: Die perfekte Passform entscheidet über Sekunden. Doch was, wenn das Wettkampf-Wettrikot einmal nicht mitspielt? Was, wenn kaltes Wetter zusätzliche Kleidung nötig macht, oder Hitze nach Kühlung verlangt?

Wer eine Regenjacke zum Witterungsschutz über den Einteiler anzieht, muss mit bis zu 15,8 Watt zusätzlichem Aufwand rechnen. Das normale Radtrikot schneidet mit 6,5 zusätzlichen Watt im Vergleich zum Einteiler ebenfalls nicht besonders gut ab. Es lohnt sich also in einen gutsitzenden Einteiler zu investieren. Wie der Test Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnendes letzten Jahres zeigte, kommt es aber auch hier nicht auf das Topmodell an, sondern eher darauf, dass er perfekt und faltenlos sitzt. Denn jede Falte kostet Zeit.

Habt ihr euch bei kaltem und regnerischen Wetter nicht auch schon einmal gefragt wie aerodynamisch ein Neoprenanzug ist? Oder bei Hitze, wie es wäre, nur in Shorts zu fahren?

Im „Nur-zum-Spaß-Test“ – schließlich sind beide Varianten laut Regelwerk nicht erlaubt – schneidet der Neo mit lediglich 3,5 zusätzlichen Watt gar nicht schlecht ab. Knapp zehn Watt mehr ergab ein separater Vergleich zur Baseline mit Trikot bei 40 km/h zwischen Fahren mit Oberbekleidung und ohne.

Test 3: So kommst du in Tritt: Wie Trittfrequenz und Tretmuster deine Radzeit beeinflussen

Dampflok oder Turbo-Turbine? Während die einen auf eine hohe Trittfrequenz setzen, schwören die anderen auf wenige Umdrehungen. Auf der Suche nach dem „perfekten“ Tritt werden seit jeher Rad- und Triathlon-Profis analysiert und dennoch ist es schwer eine Antwort darauf zu finden. Warum das so ist, das versuchten Roy Hinnen und STAPS herauszufinden.

Zunächst stellte sich das Team die Frage, ob die Trittfrequenz eine Auswirkung auf die Aerodynamik hat. Dazu wurde Roy mit Trittfrequenzmesser losgeschickt. Mit 65, 85 und 100 Umdrehungen pro Minute fuhr er je einen Testdurchgang. Der Hintergedanke: Kostet die zusätzliche Bewegung bei hoher Trittfrequenz Watt? Das Testergebnis bei 40 Kilometern pro Stunde ergab kaum Unterschiede bei 65 U/min benötigte der Schweizer 262,2 Watt, bei 85 U/min 262,7 Watt und bei 100 U/min 263,2 Watt. vernachlässigbare Größen.

Ähnlich geringe Auswirkungen zeigte ein Testdurchgang mit verändertem Tretmuster. Fuhr Roy mit nach außen gedrehten Knien benötigte er 264,7 Watt – lediglich 0,8 Watt mehr als mit seiner normalen, schmalen Kniehaltung.

Etwas deutlicher sah der Unterschied aus, schafft man es, die Sattelhöhe zu verringern. Was beispielsweise dann nötig ist, wenn der Schuh flacher gebaut ist, oder sich die Cleat-Position in die Mitte des Schuhes verschiebt. Bei einer Baseline von 264,9 Watt wurde die Sattelhöhe um 1 cm verringert. Die Veränderung brachte eine Reduktion auf 262,9 Watt mit sich – zwei Watt Ersparnis. Setzt man im Gegensatz dazu den Athleten um 1cm höher auf das Rad wirkt sich dies mit 0,5 Watt zusätzlichem Aufwand aus.

Test 4: Ernährung im Aerotest – wenn dich deine Wettkampfverpflegung langsam macht

Wer im Ausdauersport konstant Leistung bringen und schnellstmöglich ins Ziel kommen will, der muss sich unterwegs verpflegen. Deshalb wird eingepackt: Zwei Flaschen hinter dem Sattel, eine ins Rahmendreieck, Verpflegung ins Oberrohrtäschchen und zwischen den Extensions. Doch verändert das Gepäck die Aerodynamik? Macht dich deine Verpflegung vielleicht sogar langsam?

Nicht umsonst wurde in den vergangenen Jahren in Sachen Zeitfahrrad vor allem an einer Stelle weiterentwickelt: Systemintegration. Denn klar ist: Ungünstig platzierte Verpflegung macht langsam!Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

Wo also hin, mit all den Flaschen, Riegeln und Gels? Aero-Sieger, wenn es um Gels und Riegel geht, ist mit lediglich 1,2 Watt Verlust die radeigene vollintegrierte Box des Canyon Zeitfahrrad. Sie versteckt sich so gut, dass kaum aerodynamische Nachteile zu finden sind. Dagegen bringen die auf dem Oberrohr aufgeklebten Gels 2,8 Watt Mehraufwand. Wer sich also ein neues Rad zulegen möchte, der sollte auf gut integrierte Verstaumöglichkeiten achten. Alternative ist das Oberrohrtäschchen, das sich mit Klett anbringen lässt. Wichtig dabei ist jedoch, dass es sauber am Steuerrohr abschließt und nichts absteht.

Ebenso im Test waren verschiedene Möglichkeiten der Trinkflaschenbefestigung. Einerseits wäre da die klassische Unterbringung im Rahmendreieck. Oder aber, man montiert einen Flaschenhalter hinter dem Sattel. Dritte Variante ist das Anbringen eines der vielfältigen Lenker-Trinksysteme.

Im Test zeigte die Profile Trinklösung mit flach gelegter Flasche zwischen den Lenkerextensions einen Mehraufwand von 2,9 Watt. Die kompakte Einschieb-Flasche für zwischen die Extensions mit etwas mehr Füllmenge und demnach Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnenauch Volumen kostet 1,9 Watt bei 40km/h im Vergleich zur Baseline ohne Trinksysteme. Die klassisch im Rahmendreieck platzierten Flaschen waren mit 11,7 zusätzlichen Watt bei 40km/h die denkbar schlechteste Lösung.

Die deutlich günstigste Variante in Sachen Aerodynamik ist es jedoch, Flaschen hinter dem Sattel anzubringen. Wer ganz akribisch ist, der achtet hier zudem auf die Position und rückt die Flaschen so nah wie möglich an den Sattel heran und richtet sie im 45° Winkel nach hinten. Im Vergleich zu senkrecht platzierten Flaschen (0,9 Watt mehr gegenüber ohne Flaschen) bringt der Winkel sogar 0,5 Watt Ersparnis.

Fazit: Mensch UND Maschine

Um auf die Ausgangsfrage nach Mensch und Maschine zurückzukommen: Natürlich hat Material einen großen Einfluss auf die Aerodynamik. Allerdings ist in Bezug auf die Windschnittigkeit weniger entscheidend, ob ein Schein mehr oder weniger über die Ladentheke wechselt. Viel mehr gilt es das Material perfekt auf den Athleten abzustimmen. Wenn das Zusammenspiel funktioniert, dann sind auch die Aerowerte gut. Deshalb rät STAPS Geschäftsführer Björn Geesmann: „Man sollte immer erst an die eigene Position denken, bevor man unnötig viel Geld z.B. in Laufräder investiert. 80% Luftwiderstand gehen vom Sportler selbst aus, da wäre es im ersten Schritt deutlich sinnvoller 500 Euro für eine Sitzpositionsoptimierung oder besser einen Aerotest zu investieren, um 80% Widerstand zu optimieren, als 2.000 € für einen Satz Laufräder bei maximal 5-8% Optimierungspotential.

 

Photo & Text: Christine Waitz

Gregor Mühlberger gewinnt Rund um Köln

Rund um Köln 2017 – STAPS am Start, Mühlberger gewinnt!

Rund um Köln – der Kreis schließt sich!

Fast 5 Jahre ist es her, dass Gregor Mühlberger das erste Mal in Köln war. Am 21. November 2012 absolvierte der damals 18-Jährige seine erste STAPS-Leistungsdiagnostik am Buchheimer Ring 87 zur Vorbereitung auf die erste Saison im Continental-Bereich – der Weg in den Profiradsport sollte beginnen.

Nachdem Gregor bereits diverse Junioren-Klassen durchlaufen hatte, wurde besonders Roland Pils – damals sportlicher Leiter des Tirol Cycling Team – auf den jungen Österreicher aufmerksam und verpflichtete ihn als Nachwuchsfahrer für die Tiroler Mannschaft.

Sein heutiger Arbeitgeber BORA-hansgrohe wurde erstmalig 2014 in seinem zweiten U23-Jahr – in dem Gregor bereits einige hochdekorierte Rennen gewinnen Mühlberger im Trikot des Tirol Cycling Teamskonnte und zudem „Glocknerkönig“ der Österreich-Rundfahrt wurde – auf ihn aufmerksam. Damals, noch unter dem Sponsor NetApp Endura, verpflichtete die Equipe um Ralph Denk ihn für die zweite Jahreshälfte als „Praktikanten“. Im gleichen Jahr fuhr der heute 23-Jährige auch erstmalig Rund um Köln, belegte auch damals einen Platz in der Ausreißergruppe und sicherte sich diverse Berg- und Sprintwertungen. Für den Sieg beim Kölner Frühjahrsklassiker (damals noch am Ostermontag) sollte es noch nicht reichen, den sicherte sich in 2014 sein heutiger Sprintkapitän Sam Bennett (BORA-hansgrohe), der auch am gestrigen Sonntag in Köln zu den Favoriten zählte.

Nach einem Abstecher zu Felbermayr-Simplon Wels in 2015 und den Gesamtsiegen der Friedensfahrt (Course de la Paix, 2. Ncup) und der Oberösterreich-Rundfahrt (2.2) konnte er das deutsche Pro-Continental Team BORA-Argon 18 endgültig von sich überzeugen und fuhr von der Saison 2016 an in den Teamfarben des heutigen WorldTour-Teams um Peter Sagan.

In gewisser Art und Weise schloss sich gestern der Kreis für Gregor Mühlberger: Nach seiner Auftakt-Diagnostik auf dem Weg zum Tirol Cycling Team in Köln vor fast 5 Jahren, feierte er gestern nach einer Attacke aus einer 10-köpfigen Spitzengruppe seinen ersten Profisieg bei der 101. Austragung von Rund um Köln.

Herzlichen Glückwunsch, Gregor!

Gregors Profil unter den STAPS-Athleten


Die jungen Helden von Rund um Köln

Wie schon in den vergangenen Jahren waren Teile unseres STAPS-Team auch in diesem Jahr wieder bei Rund um Köln für einen guten Zweck am Start. Als Teil des Teams „Rund um Köln mit Herz“, unterstützt von der Organspende-Organisation „Junge Helden“, absolvierten Jonas Kraienhorst, Anne Schlüchtermann und Björn Geesmann die 68 Kilometer durchs bergische Land.

In den vergangenen Jahren durften wir immer wieder Herz- und Lungentransplantierte bis zum Schloss Bensberg und zurückbegleiten, um die WichtigkeitRund um Köln mit STAPS der Organspende hervorzuheben. Auch in diesem Jahr versammelte sich wieder ein Team um den Transplantierten Christoph Biermann, mit einigen engagierten Studenten der Deutschen Sporthochschule Köln und eben unseren drei STAPSlern.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal darauf aufmerksam machen, dass Organspenden Leben retten können. Ohne Organspender hätten wir in den letzten Jahren nicht mit Christoph Biermann, Elmar Sprink und Co. zusammen Rund um Köln fahren können. Daher unser Wunsch: Setzt euch mit dem Thema auseinander, vielleicht möchtet ja auch ihr Organspender werden.

Hier geht es zu deinem Organspendeausweis: Junge Helden – Organspende

Bericht über “Rund um Köln mit Herz 2016”

Rund um Köln mit STAPS

Neues STAPS Institut in München!

STAPS München – der nächste Meilenstein

Nach Köln und Hamburg eröffnen wir nun auch ein Institut in München. Ab August 2017 testen und beraten wir euch auch in der bayerischen Landeshauptstadt. Unser neues Institut liegt in der Landsberger Straße 408 in München-Pasing, verkehrsgünstig zu erreichen und nach den neuesten und höchsten Standards in puncto Trainingswissenschaft und Leistungsdiagnostik ausgestattet.

Warum gerade München? Weil wir bereits zahlreiche Sportler aus dem Süden betreuen und auf unseren „STAPS on Tour“-Terminen gemerkt haben, dass eine große Nachfrage nach dauerhafter STAPS München - Institutsleiter Hosea FrickTrainingsbetreuung sowie Diagnostik vor Ort besteht. Zudem bietet uns die Radrennbahn in Augsburg, die nicht einmal eine Autostunde vom Institut entfernt liegt, beste Voraussetzungen um unsere innovativen Aero-Tests durchzuführen. Oder kurz gesagt: Um im Süden Athleten – seien es ambitionierte Hobbysportler, Amateure oder Profis – beim Erreichen ihrer sportlichen Ziele mit unserer Expertise und unseren Erfahrungen zu unterstützen!

Geleitet wird das dritte STAPS Institut von unserem langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter Hosea Frick. Der renommierte Sportwissenschaftler (M. Sc. Exercise Science and Coaching, Deutsche Sporthochschule Köln) fährt nicht nur selbst gerne Rad, sondern verkörpert auch die STAPS-Philosophie.

Quälerei auf höchstem Niveau – in unserem neuen Institut

Auf 190 Quadratmetern gibt es in unseren neuen Räumlichkeiten natürlich auch ein Diagnostik-Labor, in dem wir euch immer wieder zu Bestleistungen bringen werden. Um euch eine höchstmögliche Qualität zu bieten, steht Euch nur das beste Test-Equipment zur Verfügung.

Bei den Tests auf dem Rad setzen wir auf ein Hochleistungsergometer der Firma SRM, welches selbst im höchstmöglichen Leistungsbereich, wie z.B. bei den 15-sekündigen Sprint-Tests unserer STAPS-Diagnostik, für Präzision steht. Die Lauf-Diagnostiken absolvieren die Sportler auf einem WOODWAY Pro Das STAPS-Ergometer von SRMXL-Laufband. Ausgestattet mit einer extra großen Lauffläche und bestehend aus einer Vielzahl an Lamellen, zählt dies zu den besten Laufbändern im Diagnostik-Bereich.

Auch sämtliche Analysen der körperlichen Daten wie Atemgase und Blutabnahmen am Ohrläppchen führen wir mit hochqualitativen Geräten durch – Spirometrien der Firma nSpire Health und Laktatanalysegeräten von EKF Diagnostics.

Ebenso wie unsere Institute in Köln und Hamburg zählt auch das neue Münchener Institut zu den am besten ausgestatteten im deutschsprachigen Raum.

Immer gut zu erreichen: perfekte Verkehrsanbindung

Entscheidend bei der Standortwahl all unserer Institute war und ist die Verkehrsanbindung, um euch eine möglichst stressfreie neues STAPS Institut in MünchenAnreise zu gewährleisten. Unser neuer Standort an der Landsberger Straße 408 in München ist in direkter Anbindung zu den Autobahnen A8, A99 und A96 – innerhalb von wenigen Minuten erreicht man uns über den Münchener Autobahnring, ohne in den zentralen Münchener Verkehr zu gelangen. Genügend Parkmöglichkeiten sind selbstverständlich direkt am Institut vorhanden.

Wer nicht mit dem Auto kommt, nutzt die gute Anbindung per öffentlichem Personennahverkehr sowie zum Münchener Flughafen. Der Fernbahnhof Pasing ist zu Fuß zu erreichen (ca. 15 Minuten), zum Münchener Flughafen dauert die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel knapp 1 Stunde, mit dem Taxi oder Leihwagen 30 Minuten.

Aerotest get-AERO! – schnelle Anbindung zum Velodrom Augsburg

In den vergangenen Monaten haben wir mit unserem innovativen Aerodynamik-Test get-AERO! schon viel Zeit im Velodrom in Augsburg verbracht. Die Eröffnung unseres neuen Instituts gibt uns die Möglichkeit unsere Aero-Optimierungen bestmöglich mit den Fittings im Labor zu verbinden. Ähnlich wie in Köln und dem Velodrom in Büttgen (bei Neuss) liegt die Anbindung zwischen unserem Institut in München und der Radbahn in Augsburg bei weniger als einer Stunde Fahrtzeit.

Save the date – Eröffnungsfeier am 16. September!

Die Einweihung unseres Instituts wollen wir natürlich mit euch feiern. Daher laden wir alle STAPS-Sportler, Partner und Interessenten zu unserer offiziellen Eröffnungsfeier am Samstag, den 16.09.2017 in das neue Institut ein (genauere Infos folgen). Bereits ab Anfang August könnt ihr in unseren neuen Räumlichkeiten eine STAPS-Diagnostik absolvieren, die Terminvergabe ist schon jetzt über unser Kontaktformular oder telefonisch (0221 46 00 76 90) möglich.

Wir freuen uns schon jetzt auf unser neues Zuhause in München und hoffen euch zur Eröffnungsfeier begrüßen zu dürfen!


Stellenausschreibung: Wir suchen als Verstärkung für unser Institut in München einen Sportwissenschaftler

STAPS München sucht Verstärkung

Im Zuge unserer Institutseröffnung in München suchen wir Verstärkung:

Sportwissenschaftler (w/m) in Teilzeit im Bereich Training & Diagnostik

Du hast weitreichende Kenntnisse der Leistungsphysiologie, Trainingssteuerung, Biomechanik und Aerodynamik sowie ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaft oder ein aktuell noch laufendes Master-Studium? Darüber hinaus liegt Deine Leidenschaft im Triathlon und/oder Radsport?

Dann findest Du hier eine Stellenausschreibung als STAPS-Trainer (Teilzeit, Perspektive für Vollzeit) ab Juli 2017 (Bewerbungsfrist: 23. Juni 2017): Werde Teil des STAPS-Teams!

Sportwissenschaftler, Physiotherapeut oä. (w/m) in Teilzeit als BikeFitter

Du hast weitreichende Kenntnisse der Biomechanik und Aerodynamik, sowie eine abgeschlossene Ausbildung der Physiotherapie und/oder ein abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaft oä.? Du hast Erfahrung in der praktischen Analyse und Arbeit mit Menschen (Physiotherapie oä.) und biomechanischer Messtechnik?

Dann findest Du hier eine Stellenausschreibung als STAPS-BikeFitter (Teilzeit, Perspektive für Vollzeit) ab Juli 2017 (Bewerbungsfrist: 23. Juni 2017): Werde Teil des STAPS-Teams!

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Wenn Aerodynamik und Biomechanik verschmelzen…

In den vergangenen Monaten haben wir viele tolle Projekte gemeinsam mit gebioMized in den Velodromen in Augsburg, Büttgen & Valencia durchgeführt. Wie ein “Aero-Test” mit uns aussehen kann, erfahrt ihr in unserem Gastbeitrag von Daniel Schade (Geschäftsführer gebioMized):

Wir waren aktuell mal wieder auf der Bahn in Büttgen, um mit unseren Kollegen von STAPS ein weiteres Aero-Projekt durchzuführen. Die schnellen Beine, die getestet und optimiert werden sollten, gehörten in diesem Fall der Profitriathletin Daniela Sämmler, die den gesamten Test durch ihr professionelles und extrem freundliches Auftreten sehr angenehm gestaltet hat. Ihr Trainer Utz Brenner war genauso in das Testprotokoll involviert wie Stefan Keul, der Bike-Experte von Danielas Radsponsor Canyon.

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPSIn diesem Blog möchte ich euch einige Eindrücke vermitteln, wie so ein Aerofitting von STAPS und gebioMized abläuft:

Physio-Baseline

Zu Beginn steht Danielas eigene Athletik auf dem Prüfstand. In verschiedenen Tests suchen wir nach kleinen Schwachstellen in Bezug auf Beweglichkeit, Flexibilität und Stabilität. Dabei steht vor allem das Optimierungspotential für die aerodynamische Radposition im Vordergrund, lauf- und schwimmspezifische Ursachen werden aber mitberücksichtigt (z.B. wenn eine einseitige Atmung beim Schwimmen zu Asymmetrien im Rücken- bzw. Schulterbereich führt). Bei Daniela werden wir nur bei Kleinigkeiten fündig (z.B. Kräftigung Gluteus medius), die nun im regelmäßigen Athletiktraining berücksichtigt werden können.

Biomechanik-Baseline

Im zweiten Schritt schauen wir uns Danielas Position auf dem Rollentrainer an. Diese „Baseline-Messung“ dient dazu, alle Kontaktstellen per Druckmesstechnik und die Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPSGelenkwinkel (+ Bewegungsqualität) in verschiedenen Kurbelpositionen per Videoanalyse zu analysieren. Auch hier bearbeiten wir die gleichen Fragen: Wo sind Optimierungspotentiale erkennbar, wie stabil ist die Position bereits, wie gut harmonieren Mensch und Kontaktstellen miteinander? Bei Daniela können wir an dieser Stelle einige Punkte notieren:

  • Die Sattelposition und das Sattelmodell führen zu erhöhtem Druck im Bereich der Symphyse (Bild A), was eine instabile Beckenposition und eine erhöhte Anzahl von „Saddle-Shifts“ vermuten lässt
  • Die Fußstellung ist in der Druckphase sehr spitzfüßig , der Kniewinkel ist dabei so weit geöffnet, dass die Sitzhöhe ebenfalls in Frage gestellt wird (Bild 2)
  • Die Position ist so kompakt, dass die Tretbewegung in der Druckphase nach hinten, unten Dies könnte mehr Energie als notwendig kosten.
  • Der Hüftwinkel ist in der obersten Kurbelposition zwar bereits klein, dennoch lässt Danielas extrem gute Beweglichkeit noch Potential erhoffen

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Alle Vermutungen werden zu diesem Zeitpunkt nur notiert und nicht verändert, da wir objektiv noch nicht wissen, wie aerodynamisch die Position eigentlich ist. Deswegen folgt nun der Wechsel auf die Bahn, um Danielas Luftwiderstand mittels des CdA-Werts, sowie die Stabilität ihrer Position in Echtzeit zu messen. Wir verwenden dazu das Track Aero System (Alphamantis, CA) und eine neue Software-Entwicklung der Satteldruckmessung von gebioMized. Beide Systeme senden ihre Daten in Echtzeit per WLAN, so dass die Ergebnisse bereits während des Runs analysiert werden können, um unmittelbar mögliche Optimierungspotential in unserer Experten-Runde zu diskutieren.

Aero-Baseline

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Zur Ermittlung des Luftwiderstands, der in der Aerodynamik auch als CdA-Wert bezeichnet wird, benutzen wir am Rad Messtechnik, die Formel 1-würdig ist: Mit einem kleinen Sensor sammeln wir alle ANT+-Signale, die Danielas Canyon während des Testlaufs abgibt: Leistungsdaten, Trittfrequenzen, Geschwindigkeiten, etc. Einkalkuliert werden muss zur sauberen Bestimmung des Widerstands aber nicht nur Daniela und ihr Rad; auch die Umgebungsbedingungen wie die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit als auch sämtliche Eigenschaften der Holzbahn (Länge, Kurvenneigung, etc.) werden dabei berücksichtigt. Sobald unsere Messtechnik einsatzbereit ist, darf Daniela fleißig Kilometer abspulen, während wir mit Hilfe des Alphamantis-Systems eine erste Baseline-Messung durchführen und ihren aerodynamischen Eingangswert bestimmen.

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Die Analyse der Beckenstabilität auf der Bahn zeigt das Optimierungspotential eindeutig: Jeder Ausreißer in der Verlaufskurve steht für einen “Shift”, das heißt für ein „aktives Bewegen des Beckens“ nach hinten. Diese Bewegungen erzeugen Turbulenzen im Rücken- und Hüftbereich und sind deshalb aerodynamisch von Nachteil. Ganz nebenbei wird auch die Kraftübertragung Richtung Pedal durch jeden Shift negativ beeinträchtigt. Bei Daniela messen wir 7,5 Shifts pro Minute, was einem Zeitintervall von 8 Sekunden zwischen den Shifts entspricht. Die Standardabweichung des Kraftangriffspunktes zeigt mit 18,5 ebenfalls einen auffälligen Wert der Instabilität.

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPSMaßnahmen und Re-Tests:

Nach eingehender Analyse der Baselines erstellen wir nun einen Plan, in welchen Schritten wir Maßnahmen an der Position vornehmen, um (hoffentlich) Optimierungen zu erreichen. Dieser Maßnahmenplan ist für jeden Athleten höchst individuell. Jede Maßnahme wird in einem Re-Test daraufhin geprüft, ob sie wirklich zu einer Verbesserung führt. Bei Daniela sieht unser „Masterplan“ wie folgt aus:

  • Wechsel des Sattelmodells (von SQLab 613 Tri zu COBB JOF 55]
  • Reduzierung der Sitzhöhe
  • Veränderung der Sattelposition nach hinten mit dem Ziel, die Tretbewegung zu optimieren (ohne die Position des Beckens auf dem Sattel zu beeinträchtigen)
  • Anwinkeln der Extensions
  • Test zweier Extension-Positionen
  • Test mit abgesenktem Front-End

Vorher – Nachher Vergleich

Wir kürzen den Bericht an dieser Stelle ab und stellen euch direkt den Vergleich der Ausgangslage zur finalen Position vor. Folgende objektive Veränderungen haben wir erreicht:

Biomechanik & Stabilität

  • Das Becken „steht“ auf dem gleichen Bereich des Sattels wie vorher, aber deutlich stabiler Die Anzahl der Shifts ist von 18 auf 0 reduziert
  • Die Standardabweichung des Kraftangriffspunktes am Sattel reduziert sich von 18,5 auf 3,7 (!)
  • Das Knie hat sich weiter nach hinten verlagert, so dass die Druckphase effektiver nach unten durchgeführt werden kann
  • Die Fußstellung ist um 11°Grad flacher in der untersten Kurbelposition, so dass die Druckphase länger durchgeführt werden kann

Aerodynamik-Test mit Daniela Sämmler, Canyon, gebioMized und STAPS

Aerodynamik

  • die verbesserte Stabilität am Sattel hat bereits nur durch den Satteltausch positive Tendenzen erwirkt (Ersparnis: ca. 1-2 Watt @40km/h)
  • Danielas Position wurde „entzerrt“, um sie weniger komprimiert zu setzen. Dadurch hat sich ihr Rücken etwas abgeflacht und der Kopf gesenkt (Ersparnis: ca. 2-3 Watt @40km/h)
  • der „Gamechanger“ war der Einbau eines 7°-Neigungs-Spacers. Durch die verbesserte Stabilität im Oberkörper und die erhöhte „Länge“ der Arm- und Schulterpartien konnte Daniela den Kopf deutlich weiter senken und die Schulterbreite merklich reduzieren (Ersparnis: ca. 6-8 Watt @40km/h)
  • bei der Materialanalyse haben wir potentielle andere Helm-Hersteller getestet, um zu sehen, ob aerodynamisches Potential bei der Helmauswahl besteht. Wir haben allerdings für Daniela keinen „schnelleren“ Helm gefunden
  • Auf die Ironman Distanz bezogen, haben wir bei Daniela in der Summe ca. 12 Watt bei 40km/h gespart. Für ihr Verhältnisse reden wir demnach über eine Verbesserung oberhalb von 5%, die ihr auf den 180km – in der Theorie – etwa 5:00 Minuten Fahrzeit einsparen

Fazit:

Die Session mit Daniela zeigt, dass Biomechanik und Aerodynamik Hand in Hand gehen sollten, wenn ein Athlet das Optimum für seine Radposition erzielen möchte. Ohne den deutlichen Gewinn an Stabilität wäre der Aero-Benefit nicht so groß ausgefallen, ohne die Änderungen am Cockpit hätten wir ebenfalls keine signifkante CdA-Reduzierung erreicht. Der Parameter „Stabilität“ dient uns als wichtiger Kontrollparameter, um zu erkennen, wann wir noch Spielraum haben  oder es aerodynamisch übertreiben. Zusätzlich vergrößert ein Stabilitätsgewinn die Wahrscheinlichkeit, dass die Position über eine längere Zeit, zum Beispiel auf 180km gefahren werden kann. Dabei versuchen wir immer erst einen „passiven Gewinn“ zu erzielen, das heißt eine schnellere Position zu bauen, die vom Athleten nicht mehr aktiven Körpereinsatz als notwendig verlangt. Zu aktiven Maßnahmen („Shrug“) kann man danach, besonders als Zeitfahrer, immer noch greifen.

Weitere Infos:

Aerodynamik-Tests mit STAPS – der get-AERO! für Profis und Jedermann

BikeFittings für Triathleten – die Pioniere des BikeFittings von gebioMized

 Autoren:

Daniel Schade

Björn Geesmann

Bilder:  ©tomtittmann

Science with STAPS: die VLamax – Treibstoff und Gegenspieler zugleich!

VO2max ist bekannt, die VLamax auch?

VO2max – ein Begriff, der in den vergangenen Monaten immer häufiger im Ausdauersport auftaucht. War er vor Jahren nur „Eingeweihten“ wie Sportwissenschaftlern und Trainern ein Begriff, so schmeißen jetzt auch schon sportlich ambitionierte Hobbyrennradfahrer mit dieser Definition um sich. Kein Wunder, findet sich ihre Erwähnung immer häufiger in Artikeln über Profiradsportler. Doch was bedeutet VO2max und warum ist sie von so großer Bedeutung? Es steht für die maximale Sauerstoffaufnahme und gilt als wichtiges Kriterium der Ausdauerleistungsfähigkeit.

Anders verhält es sich allerdings mit der VLamax – einem Parameter der noch unbekannter, keineswegs aber unwichtiger, ist. Beiden gleich ist sowohl ein “V”, dies bezeichnet eine Flussrate, als auch ein „kleines“ max, das den maximalen Zustand der Flussrate beschreibt. Der einzige, wenn auch große Unterschied der beiden Parameter liegt also im transportierten “Stoff”: Beim einen ist es Sauerstoff (O2), beim anderen Laktat (La).

Ergo: VLamax steht für die maximale Laktatbildungsrate und gibt Einblick in den anaeroben Stoffwechsel des Sportlers. Vereinfacht erklärt werden im anaeroben Stoffwechsel Kohlenhydrate ohne Zuhilfenahme von Sauerstoff in Laktat umgewandelt. Dadurch spielt die Laktatbildungsrate nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Übersäuerung des Sportlers nach höchst-intensiven Belastungen, sondern auch generell bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten bei klassischen Ausdauerbelastungen.

Gegenspieler der aeroben Leistungsfähigkeit

Warum? Weil das Eine das Andere bedingt! Die VLamax ist der “Gegenspieler” des aeroben Stoffwechsels (VO2max) und nimmt positiven Einfluss auf kurzzeitig-intensive Belastungen, bringt aber ebenso Einschränkungen für die Dauerleistungsfähigkeit des Athleten mit sich – und somit auch auf den Fettstoffwechsel.

Vergleichbar mit der VO2max können mit höherer VLamax auch höhere Leistungen erbracht werden. Dies gilt allerdings nur für kurzzeitige, hochintensive Science with STAPS | Die VLamax - maximale LaktatbildungsrateBelastungen wie Sprints oder Attacken. Überschreiten diese Intensitäten eine kurze Zeitdauer von mehreren Sekunden oder wenigen Minuten, führt die übermäßige Produktion von Laktat schnell zu einer Veränderung des pH-Werts im Blut – und damit zu einer Übersäuerung der Muskulatur und einem Leistungsabfall.

Allerdings hat die VLamax wie schon oben beschrieben großen Einfluss auf die „klassische“ Ausdauerleistungsfähigkeit. Sie beeinflusst die Laktatproduktion und -anhäufung, die Erholungsfähigkeit und die Fähigkeit, Fette zu verstoffwechseln. Für eine hohe Dauerleistungsfähigkeit oder anaerobe Schwelle wäre daher eine sehr geringe VLamax sinnvoll. Siehe hierzu auch die Animation, die verdeutlicht, wie eine geringe VLamax die Kohlenhydrate geradezu schont und vermehrt Fette zur Energiegewinnung heranzieht.Science with STAPS | Die VLamax - maximale Laktatbildungsrate

Denn: Je geringer der Wert, desto niedriger die Aktivität des anaeroben Stoffwechsels. Zur Orientierung: Vermutlich über 95% aller Ausdauersportler liegen im Bereich von 0,3 mmol/l/s (Produktion von Millimol Laktat pro Liter Blut pro Sekunde) bis 0,9 mmol/l/s.

Triathlon: je niedriger, desto besser. Radsport: abhängig von der Rennbelastung

Im Triathlon lässt sich die optimale Ausrichtung des anaeroben Stoffwechsel vorsichtig pauschalisieren: Je geringer die maximale Laktatbildungsrate, desto besser. Selbst auf eine Sprintdistanz ist die Belastung über einen Zeitraum von ca. 20 bis 40 Minuten (je nach Einzeldisziplin) hoch. Umso deutlicher ist es auf der Langdistanz: Eine geringe Laktatproduktion spart durch den ausgeprägten Fettstoffwechsel Kohlenhydrate und erlaubt das Fahren submaximaler Leistungen.

Weniger deutlich ist die Ausrichtung der VLamax im Radsport: Für längere Belastungen ohne Leistungsspitzen (Radmarathons, Einzelzeitfahren, Kletterpartien etc.) sind extrem tiefe Werte (<0,35 mmol/l/s) erstrebenswert. Sind allerdings – wie bei Kriterien, Straßenrennen o. ä. – phasenweise hoch-intensive Belastungen nötig, empfiehlt sich eine Laktatbildungsrate von 0,40 bis 0,50 mmol/l/s. Reine Straßensprinter oder Bahnfahrer liegen bei der VLamax zumeist darüber, da diese Form der Energiebereitstellung bei maximalen Belastungen von hoher Bedeutung ist. Daher lässt sich für den Radsport keine ideale Laktatbildungsrate angeben, da diese von den Anforderungen des Wettkampfs abhängig ist.

Entscheidend ist – sowohl im Radsport als auch im Triathlon –, dass der maximalen Laktatbildungsrate eine gleichfalls entscheidende Rolle bei der Ermittlung der Ausdauerleistungsfähigkeit zukommt. Die Laktatbildungsrate ist erfolgsbestimmend und muss individuell bestimmt werden, um die Hintergründe der Physiologie des Sportlers zu erfahren und diese im Trainingsprozess einbeziehen zu können!

Weitere Beiträge unserer Science with STAPS-Reihe:

Fettstoffwechsel Training Radsport Triathlon

Nach der Saison ist vor der Saison – so gelingt der Saisonstart 2017!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – diese Fußballerweisheit lässt sich auf die Rennradsaison übertragen. Nach der Saison ist vor der nächsten Saison; und wer clever ist, nutzt die Erkenntnisse des abgelaufenen Rennradjahres, um Bilanz zu ziehen. Und zwar nicht erst im nächsten Frühling, wenn die Sonne die bleichen Beine wärmt und der Rückblick verklärt und dadurch geschönt ist, sondern jetzt. Überlegen Sie, was lief gut, was lief schief!

Lassen Sie das abgelaufene Sportjahr einmal Revue passieren: Habe ich meine gesteckten Saisonziele erreicht? Wie verliefen meine Hauptwettkämpfe? Habe ich richtig trainiert? Wie viele Jahreskilometer hätte ich mehr fahren oder hätte ich „härter“ trainieren müssen, um in den entscheidenden Phasen noch schneller zu sein? Jeder Athlet kann sich auf diesen selbstreflektierenden Fragen selbst die passenden, wenn auch unliebsamen Antworten geben. Übrigens: Keine Saison verläuft perfekt.

Nach diesem Rückblick kommt der Ausblick. Welche Ziele will ich 2017 erreichen: Meine persönliche Bestzeit bei meinem Lieblings-Radmarathon knacken? Die eigene Langdistanz-Premiere beim Ironman Hamburg feiern? Oder auch nach längerer sportlicher Abstinenz erstmal wieder fit werden und Gewicht verlieren?

Alle Fragen detailliert beantwortet? Gar nicht so einfach – oder? Nicht immer weiß man selbst, worin die Ursache für die Schwäche wirklich liegt und wie man sich möglichst effizient auf das Highlight vorbereitet. Machen Sie es wie die die Profis. Holen Sie sich fürs Bilanzziehen bzw.  die Auswertung wie auch fürs Training für die neuen Saisonziele Unterstützung und nutzen Sie bestimmte Tools. Denn Leistungen in Ausdauerdisziplinen – gerade im Radsport – lassen sich messen. Was zugegebenermaßen technisch und etwas kühl klingt, hat den Vorteil, dass sich das Erreichen der sportlichen Ziele dadurch planbar machen und effizient gestalten lässt. Und wer möchte nicht nach dem Wintertraining behaupten können, dass er im Rahmen seiner verfügbaren Leistungsdiagnostik Radsport und Triathlon | SaisonstartTrainingszeit bestmögliche Fortschritte gemacht hat und bereits im Frühjahr schon richtig aufs Pedal drücken kann anstatt mühsam dann erst beginnen die Form aufzubauen.

Eine gut gemachte Leistungsdiagnostik hilft ihnen dabei, Ihre Stärken und Schwächen schonungslos aufzudecken. Das sagt ja schon der Name Diagnostik. Zu viele Sportler geben sich damit zufrieden, hier ihre individuellen Trainingsbereiche bestimmt zu bekommen. Aber das funktioniert einfacher und ist billiger – hier reicht ein „selbstgemachter“ Critical Power-Test. Eine Leistungsdiagnostik sollte zwar immer ihren Status quo ermitteln bzw. „testen“, aber viel wichtiger ist es, daraus die Schlüsse zu ziehen und die individuellen Baustellen für das Training der kommenden Wochen und Monate aufzudecken.

Vorbereitung: Training und Ernährung vor dem Test

Der ideale Zeitpunkt für einen solchen Auftakt-Check ist abhängig von Ihrer Ambition – zu Beginn des Winter- oder Frühjahrstrainings. Aber bitte einen solchen Test nicht „aus der kalten Buchse“ fahren. Eine erste „Einrollphase“ von zwei bis drei Wochen sollte der Sportler schon hinter sich haben, um leidige Off-Season-Nachwirkungen wie Muskelkater und Co. zu überwinden und bestimmte (besonders neuronale) Prozesse im Körper, die „eingeschlafen“ sind, wieder anzukurbeln. Innerhalb dieser Zeit vor der ersten Leistungsanalyse reichen bis drei Einheiten pro Woche vollkommen aus. Auch die Dauer kann auf 60 bis 90 Minuten pro Einheit beschränkt werden. Dieses „Warm up-Training“ sollte auch erste kürzere Intensitätsspitzen – z.B. kurze Schwellenintervalle, K1-Antritte oder auch hochintensive Intervalle – beinhalten, damit die Ausbelastung während der Leistungsdiagnostik nicht das erstmalige Erreichen des „roten Bereichs“ ist.

Rückt der Testtag näher, sollte der Sportler die Vorbereitungsphase standardisieren. Leistungsdiagnostiken, die einmal nach einem trainingsintensiven Wochenende Montagsmorgens und einmal nach völligem Ruhezustand für mehr als 2 bis 3 Tage absolviert werden, sind eher mäßig vergleichbar. Daher haben wir ein paar Tipps, um die Vergleichbarkeit mehrerer Diagnostiken zu gewährleisten:

Das Training sollte zwei Tage vor einem Leistungstest auf regenerative Einheiten oder Ruhetage beschränkt sein. Die letzte intensive, vielleicht auch längere Einheit spätestens drei Tage vor dem Test absolvieren, damit keine Nachwirkungen die Ergebnisse und spätere Analyse beeinflussen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir zwei Tage vor dem Test eine lockere Regenerationseinheit von maximal 90 Minuten und am Vortag einen Ruhetag.Vorbereitung Leistungsdiagnostik Radsport und Triathlon

Einen erheblichen Einfluss auf die Testergebnisse hat die Ernährung. Startet der Sportler – aus Sorge vor übermäßiger Hautfaltendicke bei der Körperfettmessung – zum Beispiel nach einer dreitägigen kohlenhydratarmen Ernährung zum Test, ist die Aussagekraft der gewonnenen Resultate beeinträchtigt. Es gilt also, sich in den Tagen vor und am Tag der Analyse ausgewogen zu ernähren, zu jeder Mahlzeit eine normale Menge an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen und mit ca. zwei Litern Flüssigkeit pro Tag auch den Flüssigkeitshaushalt zu sichern.

An diesem Punkt sei gesagt: Auch das Körpergewicht und der Körperfettanteil liegen zu Beginn des Trainings nicht nahe des Optimums. Daher gibt es keinen Grund zu Hungern und auch keinen Grund sich schon vorab Gedanken zur Körperkonstitution zu machen. Körperfett ist erstmal nur ein „Energiespeicher“. Ob man diesen dann im Laufe der Saison um das ein oder andere Kilogramm reduzieren sollte, oder aber vielleicht auch Acht geben sollte, dass man einen nicht zu geringen Körperfettanteil hat, erklären unsere STAPS-Sportwissenschaftler dann in der späteren Analyse und legen gemeinsam mit dem Sportler auch für diese Zahl einen Fahrplan fest.

Anders als im Wettkampf oder Training sollte der Athlet vor einer Leistungsdiagnostik eines auf jeden Fall reduzieren: Koffein. Um es noch exakter auszudrücken, auch Taurin (z.B. in Red Bull), Teein (das „Koffein“ im Tee) etc. gilt es zu vermeiden. Diese belebenden Substanzen sollten 3 bis 4 Stunden vor dem Test komplett vermieden werden. Findet die Leistungsdiagnostik dagegen erst am Mittag oder Nachmittag statt, wollen wir den Kaffeetrinker aber auch nicht zu sehr auf die Folter spannen: Wer regelmäßig morgens 2 bis 3 Tassen Kaffee trinkt, darf diese auch am Testtag genießen – vorausgesetzt, diese wurden mindestens drei Stunden vor der Belastung getrunken!

Leistungsdiagnostik bei STAPS: Stärken und Schwächen aufdecken – gezielt trainieren!

Und dann beginnt sie, die Quälerei. Bei STAPS beinhaltet eine radspezifische Diagnostik einen maximalen, 15-sekündigen Sprinttest und einen ca. 16- bis 20-minütigen Rampentest (davon 12 Minuten Aufwärmen) bis zur Ausbelastung. Eine Laufdiagnostik setzt sich aus einem 20- bisSTAPS on Tour | Leistungsdiagnostik Radsport Triathlon 30-minütigen submaximalen Test und einem 10- bis 15-minütigen Rampentest bis zur Ausbelastung zusammen. Die Ermittlung des Gewichts und des Körperfettanteils sind natürlich ebenfalls fester Bestandteil. Während dieser Testverfahren sammeln die Sportwissenschaftler alle relevanten Daten, die für die spätere Analyse nötig sind: Blutabnahmen am Ohrläppchen, Messung der Herzfrequenz und Leistung, Ermittlung der Atemgase, Protokollierung von Körpergewicht und Körperfett – die Physiologie des Sportlers wird in Zahlen gefasst.

Dass die Testverfahren bei STAPS anders aufgebaut sind als herkömmliche Testverfahren, hat zwei entscheidende Gründe: Zum einen ist unser Testverfahren genauer als herkömmliche Testmethoden (wie z.B. der klassische Laktatstufentest), zum anderen ist für uns nicht nur der aktuelle Leistungsstand relevant, sondern wir wollen vor allem die physiologischen Hintergründe und Stoffwechselsysteme hinter der Leistung erfahren. Worin besteht der limitierende Faktor des aktuellen Leistungsstands? An welchen Stellschrauben muss gedreht werden, um effektiv leistungsfähiger zu werden? Und wie lassen sich welche Stoffwechselwege auch in Bezug auf die verfügbare Trainingszeit des Sportlers optimieren? Dass herkömmliche Verfahren bei der Beantwortung dieser Fragen schnell an ihre Grenzen stoßen, wurde schon vor Jahren in Fachzeitschriften aufgeschlüsselt.

Die STAPS-Methodik liefert genau auf diese Fragen die passenden Antworten. Durch die Differenzierung unserer Testverfahren erstellen wir für jeden Sportler ein physiologisches Profil (siehe Grafik) mit allen wichtigen Parametern, die wir mit der Diagnostik ermittelt haben.

individuelles Training im Radsport | VO2max | Laktat

Stärken und Schwächen des Sportlers

Entscheidend für eine erfolgreiche Diagnostik zum Saisonstart ist dabei immer ein ausführliches Analysegespräch mit dem Sportler. STAPS entwickelt keine Trainingskonzepte, ohne beispielsweise die realistischen zeitlichen Verfügbarkeiten des Sportlers zu berücksichtigen. Sinnvoll ist ein Training nur dann, wenn die Sportwissenschaftler die Zielsetzung für die Saison 2017 gemeinsam mit dem Athleten abgesteckt haben. Im ausführlichen Auswertungsgespräch – bei dem die Kaffeetrinker übrigens ausreichend mit Koffein versorgt werden – lässt sich auf Basis der Analysen und den individuellen Voraussetzungen des Sportlers, die physiologischen Baustellen priorisieren und einen detaillierten Fahrplan für das Wintertraining festlegen.

Denn genau dieser ist die Motivation, um mit Elan abwechslungsreich durch die kalte und dunkle Jahreszeit zu kommen, ohne dabei stumpf Kilometer abzureißen. Also: Starten Sie schon heute in die Saison 2017!

Tony Martin im Aero-Interview bei STAPS

Aero-Interview mit Tony Martin

Zur Vorbereitung auf die Saison 2017 arbeiten wir mit dem Profi-Radteam Katusha Alpecin zusammen. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Aero-Partnerschaft mit dem Team um Tony Martin und Alex Kristoff: STAPS neuer Aero-Partner von Katusha Alpecin.

Prominentester und stärkster Neuzugang des Teams ist der Aero-Fitting mit Tony Martin und Katusha Alpecin im Velodrom Valenciaviermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin. Eines der Saisonziele des 31-jährigen Deutschen ist der Gewinn des Auftaktzeitfahrens bei der Tour de France in Düsseldorf. Bei einem Erfolg würde er dann nach 2015 das Gelbe Trikot erneut überstreifen. Wir haben mit ihm im Velodrom Valencia ein kleines Aero-Interview mit ihm geführt:

Wie gefallen Dir solche Aerodynamik-Test?

Generell denkst Du als Athlet bei solchen Terminen daran, dass du einen Trainingstag verlierst. Also erst einmal nervig. Aber wenn du dann auf der Bahn bist, ein ganzes Team um dich herumhast, dass sich um dich kümmert, und du spürst, dass „step by step“ ein paar Watt herausgekitzelt werden, dann macht das unheimlich Spaß. Das treibt einen dann richtig an.

Wirst Du dann auch selbst zum Tüftler?

Ja man probiert man natürlich vieles aus. Die ganze Unternehmung bekommt eine positive Dynamik, einen Challenge Charakter beziehungsweise ich selbst spürt dann auch ein bisschen einen Findertrieb. Aber es ist Teamwork. Jeder trägt seinen Teil dazu bei – Katusha SportsAero-Fitting mit Tony Martin und Katusha Alpecin im Velodrom Valencia mit der Bekleidung, Canyon mit dem Material, gebioMized mit dem Fitting, STAPS mit dem Testverfahren und ich noch mit dem Performance-Gedanken, was sich wohl wo noch herausholen lässt. Dieser Mix aus verschiedensten Inputs gibt dann am Ende ein schönes Ergebnis. Durch die Baseline-Messung zu Beginn sieht man deutlich, wo man begonnen hat und am Ende zeigt sich, dass man 7 Watt, 12 Watt, wie viel auch immer eingespart. Da sagt man sich dann am Ende des Tages: Da hätte ich heute lange trainieren müssen, um diese Verbesserung herauszuholen.

Rechnest Du tatsächlich dagegen, wie viel Du dafür hättest trainieren müssen?

Natürlich. Diese Verbesserungen, die wir jetzt beim Aerodynamik-Test in Valencia erzielt haben, kann ich in meinen Bereichen durchs Training kaum mehr erreichen.

Aero-Fitting mit Tony Martin und Katusha Alpecin im Velodrom Valencia

Aero-Partnerschaft zwischen STAPS und dem Profi-Radteam Katusha Alpecin

#racetowin lautet nicht nur der Hashtag des WorldTour Radrennstalls Katusha Alpecin, es ist auch deren Motto. Damit es noch mehr Siege gibt – in der Saison 2016 waren es 25 – hat sich die Equipe für die Saison 2017 nochmals verstärkt – mit insgesamt 11 „neuen“ Fahrern. Prominentester und stärkster Neuzugang: der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Aero-Interview mit Tony Martin) . Eines der Saisonziele des 31-jährigen Deutschen ist der Gewinn des Auftaktzeitfahrens bei der Tour de France in Düsseldorf. Bei einem Erfolg würde er dann nach 2015 das Gelbe Trikot erneut überstreifen.

Um im Zeitfahren erfolgreich zu sein, ist neben der Physis und Psyche auch das Material und die Aerodynamik entscheidend. Daher setzt Katusha Alpecin auf der Jagd nach den letzten Sekunden und möglichen Optimierungspotentialen auf STAPS und arbeitet mit uns auf dem Sektor der Aerodynamik zusammen.

Aero-Gespann aus Canyon, gebioMized und STAPS

Um bei der Erfüllung von #racetowin nichts dem Zufall zu überlassen, setzt das Team Katusha Alpecin auf eine Kombination, die auch bereits in der Triathlon-Welt überzeugt: die Aero-Fitting mit Tony Martin und Katusha Alpecin im Velodrom ValenciaAero-Zusammenarbeit zwischen Radausstatter Canyon, unserem Fitting-Partner gebioMized und uns. In dieser Konstellation haben wir bereits zahlreiche Optimierungen an Aeropositionen und Material vorgenommen und durften dadurch Teil der beeindruckenden Erfolge von Boris Stein und Patrick Lange beim Ironman auf Hawaii sein. Unsere Expertise sowie die gemeinsamen Erfahrungen aus mittlerweile zahlreichen Aerodynamik-Tests übertragen wir jetzt gemeinsam mit gebioMized auf das Team um Tony Martin, Alexander Kristoff und Co. Das Ziel dabei ist die perfekte Abstimmung aus der Aerodynamik und gleichzeitigen Stabilität der Katusha Alpecin-Fahrer auf dem Zeitfahrrad Speedmax CF SLX 9.0 – #precisionisinthedetail!

Katusha Alpecin im Kampf gegen die Uhr

Der Kader von Katusha Alpecin besteht aus 26 Fahrern. Darunter findet sich die Zeitfahrer-Fraktion mit etablierten Rouleuren wie Tony Martin (Aero-Interview mit Tony Martin) und Michael Mørkøv oder auch Nachwuchs-Hoffnungen wie Marco Mathis (U23-Zeitfahr-Weltmeister 2016) und Mads Würtz Schmidt (U23-Zeitfahr-Weltmeister 2015). Nicht weniger entscheidend ist eine optimierte Aero-Position natürlich auch für die Rundfahrer wie Ilnur Zakarin, Rein Taaramäe und Simon Spilak. Wer in der Gesamtwertung von Rundfahrten oder gar Grand Tours vorne dabei sein will, sollte auf den Kampf gegen die Uhr optimal vorbereitet sein und auch bei möglichen Mannschaftszeitfahren ein Team aus aerodynamischen „Zeitfahrern“ um sich versammeln. Selbst für Sprinter oder Klassikerfahrer wie Alex Kristoff kann sich eine kürzere Rundfahrt wie bei den „Drei Tagen von de Panne“ (2.HC) im Zeitfahren entscheiden, sodass wir auch mit diesen Akteuren intensiv auf der Radbahn an der Position gefeilt haben.Aero-Fitting mit Tony Martin und Katusha Alpecin im Velodrom Valencia

Aerodays in Calpe

Die ersten Tests mit dem Team Katusha Alpecin fanden bereits im Trainingslager in Calpe an der Costa Blanca im Dezember vergangenen Jahres statt. Gemeinsam mit Sportwissenschaftlern und Physiotherapeuten von gebioMized haben wir eine Woche vor Ort verbracht, zunächst „Vorarbeiten“ mit den Fahrern im Hotel gemacht, bevor wir dann für ein paar Tage ins Velodrom nach Valencia gegangen sind.

Um die unterschiedlichen Voraussetzungen der Fahrer zu nivellieren und erste große Vorarbeiten zu leisten, verbringen wir vor den Tests auf der Radrennbahn einige Zeit mit sogenannten „Pre-Fittings“. Da Aero-Fitting mit Tony Martin und Katusha Alpecin im Velodrom Valenciaes für uns wichtig ist, Veränderungen in Zahlen sichtbar zu machen, setzen wir bei den Pre-Fittings auf die Expertise und Messtechnik von gebioMized. Durch Messungen an den drei Kontaktstellen Hintern-Sattel, Fuß-Pedale sowie Arm/Hand-Lenker können wir für die Fahrer nicht nur erste Druckpunkte an den genannten Stellen analysieren, sondern zum Beispiel auch anhand von Bewegungen während der Fahrt den Kraftangriffspunkt am Sattel eruieren. Dadurch erkennen wir, wie stabil der Fahrer in seiner aktuellen Position sitzt, speziell am Sattel vielleicht ungewollte Bewegungen vollführt und im „worst case“ seine Position sogar durch ein kurzes Vor- oder Zurücksetzen auf dem Sattel (sogenannte „Shifts“) korrigieren muss.

Nachdem wir dann in den Pre-Fittings alle Fragen zur Sitzposition, zur Wahl des Sattels und zur Stabilität auf dem Sattel beantwortet haben, starten wir mir den Tests im Velodrom. Dort machen wir zunächst eine „Baseline“-Messung, um den Ist-Zustand der Aero-Fitting mit Tony Martin und Katusha Alpecin im Velodrom Valenciaaerodynamischen Position zu erfassen. Im Anschluss nehmen wir – in Abhängigkeit der „Baustellen“ des Athleten – die Optimierungen der aerodynamischen Positionen vor. Wir arbeiten dabei vermehrt am Cockpit des Canyon Zeitfahrrads, haben Einstellungsmöglichkeiten über die Armpads, unterschiedliche Extensions, geneigte Lenker etc. Ein zumeist großer Spielraum, selbstverständlich immer unter der Berücksichtigung der UCI-Spielregeln. Sobald wir eine einzelne Veränderung vorgenommen haben, absolviert der Fahrer erneut Messrunden im Velodrom (ca. 2.000 bis 2.800 Meter insgesamt, bei einer Rundenlänge von 250 Meter), damit wir eine direkte Rückmeldung zur Positions- oder Materialveränderung bekommen und diese analysieren können. Zudem haben wir durch die „mobile“ Messtechnik von gebioMized, die Möglichkeit den Satteldruck in Echtzeit während des Fahrens zu erfassen und können dadurch die Stabilität des Fahrers aus den Pre-Fittings überprüfen. Dieses Prozedere wiederholen wir so lange, bis wir für jeden einzelnen Fahrer das optimale Verhältnis einer aerodynamischen und stabilen Position gefunden haben.

Wie komplex derartige Aerodynamik-Testtage im Velodrom sind, zeigt das Video – siehe unten. Neben den Mitarbeitern und Aero-Experten von gebioMized und STAPS haben wir zudem vier bis fünf Fahrer, drei Mechaniker, drei Soigneure sowie mehrere Sportliche Leiter und Trainer vor Ort.

Bisher waren wir für eine Woche im Dezember und für eine Woche im Januar in Calpe beziehungsweise Valencia vor Ort. Wir werden über diese Tests und unsere Partnerschaft zum Team Katusha Alpecin in den nächsten Wochen noch detailliert berichten und freuen uns schon jetzt auf weitere Aerodays und erkenntnisreiche Optimierungen mit Tony Martin, Alex Kristoff und Co.

Wir haben für Euch ein Interview mit Tony Martin geführt: Aero-Interview mit Tony Martin

Photo 1&2: @Saron Duchardt www.saronduchardt.de /Photo 3: @Tim de Waele/ Photo 4: Daniel Beck/ Video: @katushacycling @sebastien.montaz.rosset

Du bist Sportwissenschaftler mit einer Leidenschaft für Triathlon und Radsport? Dann bewirb Dich bei uns!

Zur Verstärkung unseres Hamburger STAPS-Teams suchen wir Dich!

Das STAPS Institut hat sich in wenigen Jahren eine führende Stellung in der Trainingsbetreuung, Leistungsdiagnostik und aerodynamischen Optimierung von Ausdauersportlern erarbeitet. Unsere Methoden sind weltweit einzigartig und genießen im nationalen und internationalen Freizeit-, Amateur- und Profisport hohe Anerkennung.

Wir möchten unser Team im Institut Hamburg verstärken und suchen dafür:

Sportwissenschaftler oder Sportstudent (w/m) als Werksstudent/SHK oder Freiberufler ab sofort

Du hast weitreichende Kenntnisse der Leistungsphysiologie, Trainingssteuerung, Biomechanik und Aerodynamik? Zudem ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaft (Schwerpunkt Trainingslehre, Leistungsdiagnostik, Leistungssport) oder ein aktuell noch laufendes Bachelor- oder Master-Studium (mind. abgeschlossenes viertes Semester)? Du bist zeitlich flexibel, hast die Möglichkeit ca. 15-25 Stunden pro Woche in unserem Hamburger Institut zu sein? Hast Du nach dieser Chanche gesucht? Dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung bis zum 31. Januar 2017, ausschließlich via Email an Björn Geesmann: contact@staps-online.com.

Stellenausschreibung_Werksstudent_Freiberufler_HH_2017