Laila Orenos siegt beim Radmarathon Alpen Challenge

Laila Orenos auf dem Weg zur Titelverteidigung beim Ötzi

In diesem Blog wollen wir einen Einblick geben, wie sich die STAPS-Athletin und mehrfache Ötztaler Radmarathon-Siegerin Laila Orenos auf die Titelverteidigung vorbereitet; und warum Pacing-Strategie und Energieaufnahme unmittelbar zusammenhängen – am Beispiel der Alpen Challenge Lenzerheide.

Die unmittelbare Rennvorbereitung auf die Alpen Challenge Lenzerheide startete bei der Schweizerin Laila Orenos am Samstag mit einer Vorbelastung. Wie viele andere Athleten kommt sie damit besser zurecht als mit einem reinen Ruhetag. In dem eineinhalb Stunden dauernden Training sind ganz kurze Intervalle im Spitzenbereich eingebaut. Diese dienen allerdings nicht mehr dazu, einen Trainingsreiz zu setzen, sondern vielmehr den Muskeltonus hoch zu halten, um am Wettkampftag optimal vorbereitet und aktiviert zu sein. Laila fuhr diese Vorbelastung nach einem kohlenhydratreichen Mittagessen und gefüllten Speichern. Schon die gesamte Woche über ernährte sich die Schweizerin kohlenhydratreich, so dass 300 bis 400 Gramm Kohlenhydrate in der Muskulatur und Leber eingelagert werden konnten – Stichwort Carboloading. Zum Abendessen, das sie nicht zu spät – gegen 19:30 – einnahm, gab es Risotto (Reis 150 Gramm trocken) mit Gemüse und ein kleines Schokodessert.

Trainingsplan von Laila Orenos vor der Alpen Challenge zur Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon

Der Rennsonntag begann wie bei vielen Alpenmarathons äußerst früh – und damit auch die Nahrungsaufnahme. Daher lagen zwischen dem Wecken um 3:50 Uhr Rote Beete im Training und Wettkampfund dem Frühstück nur 20 Minuten. Aufgetischt wurden Haferbrei (ca. 60-70 Gramm trocken) mit Hafermilch, Nüssen und Früchten. Dazu nahm Laila dann einen Rote-Bete-Shot, wie schon an den Vortagen in dieser Woche. Die Rote-Bete zeigt seine leistungssteigernde Wirkung durch das anorganische Nitrat am besten als Kur vor dem Wettkampf – siehe hierzu: Science with STAPS – Rote Beete!

Während des Rennens war ein wichtiges Ziel nicht nur die vorgegebene Pacing-Strategie durchzuziehen, sondern auch genug Energie nachzutranken – und zwar eine möglichst hohe Menge an Kohlenhydrate. Die generelle Empfehlung liegt bei 1 bis 1,2 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht. Durch Dauertests im Training und in Marathons hat sich herausgestellt, dass Laila flüssige Produkte (Gels und kohlenhydrathaltige Getränke) besser verträgt als feste Nahrung wie Riegel und mit diesen eine Aufnahmefähigkeit von 80 bis 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde erreicht. Mit ein wichtiger Grund dafür, dass ihre hohe Pace in den Rennen nah an ihrer Schwellenleistung liegen kann. Der hohe Verbrauch an Kohlenhydraten kann durch ihre hohe Zufuhr zu Teilen kompensiert und der Leistungsabfall damit herausgezögert werden.

Bei der Alpen Challenge war folgendes ihre Marschverpflegung:

Laila Orenos - Energiezufuhr beim Alpen-Marathon

Abzüglich 5 Prozent Restmengen in Flaschen und Gels nahm Laila während des Rennens also insgesamt 567 Gramm Kohlenhydrate zu sich. Bei der Renndauer von 6:51 Stunden bedeutet das, dass sie 83 Gramm Kohlenhydrate oder 1,4 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht pro Stunde zuführte. Ihr Gesamtenergieverbrauch lag bei 4.430 Kilokalorien, so dass bei der Energiezufuhr von ca. 2.400 Kilokalorien das Bilanzminus von 2.000 Kilokalorien unter anderem durch das eingelagerte Glykogen in Muskulatur und Leber kompensiert wurde.

Weitere interessante Leistungsdaten, die zeigen, wo die „Energie geblieben ist“:

Durchschnittsleistung (190,6 Kilometer, 6:51 Stunden): 180 Watt

Abulapass (19 Kilometer, 1:07 Stunden): 249 Watt

Splügenpass (28,7 Kilometer, 1:50 Stunden): 223 Watt

Schlussanstieg: (8,2 Kilometer, 0:30 Stunden): 245 Watt

Last but not least, sollten wir bei der Flut an Zahlen und Daten, die Platzierung nicht vergessen. Laila gewann wie die Alpen Challenge Lenzerheide souverän mit 16 Minuten Vorsprung gegenüber der Zweitplatzierten Nina Zoller. Mit ihrer Zeit von 6:51:27 Stunde wäre sie bei den Männern sogar auf Platz zwölf gefahren. Trotz der wechselnden und widrigen Wetterbedingungen blieb sie nur fünf Minuten unter dem von ihr aufgestellten Streckenrekord, damals unter optimalen Bedingungen. Auch der Umstieg auf ihr neues Teamrad mit Scheibenbremsen klappte perfekt, sie fühlte sich in den Abfahrten sehr sicher.

Fazit: Der Ötzi kann kommen!

 

Text: Daniel Beck, Photocredit Header: Sportograf

Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

AeRoy Hinnen – Mensch oder Maschine? Was in Sachen Aerodynamik wirklich wichtig ist!

Im vergangenen Jahr haben wir von STAPS gemeinsam mit Triathlon-Coach und Aero-Pionier Roy Hinnen einen ersten Aero-Tag durchgeführt, bei dem wir unterschiedliche Triathlon-Einteiler unter die Lupe genommen haben. Die Resonanz damals: riesig! Grund genug, um unser Projekt gemeinsam mit Roy fortzusetzen und dem „Kind“ einen passenden Namen zu geben: das Projekt AeRoy Hinnen. Wir haben für euch einige Infos zusammengefasst, zudem findet ihr ein Video des Test-Tages am Ende des Artikels.

Anmerkung von STAPS: Die folgenden Ergebnisse sind Einzelfallanalysen, bezogen auf Roy Hinnen. Körper- und positionsspezifischen Unterschiede beziehen sich in diesem Fall auf Roy und werden voraussichtlich bei jedem Sportler zu abweichenden Ergebnissen führen. Grund genug, die eigene Aerodynamik analysieren zu lassen!Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

Mensch oder Maschine? Was in Sachen Aerodynamik wirklich wichtig ist

Die großen Rennen rücken näher. Damit wächst die Aufregung vieler Sportler und gelegentlich auch die Kauf-Motivation. Egal, ob es um Sekunden für eine Quali, die persönliche Bestleistung oder einfach den Kampf gegen die Konkurrenz geht – die Verlockung noch schnell einen neuen Satz Felgen, einen Aerohelm nach Vorbild der Stars oder den vermeintlichen Top-Anzug zu kaufen ist groß. Schließlich suggeriert einem die Werbung, dass all das den entscheidenden Zeitvorteil bringen kann. Doch tut es das wirklich?

Roy Hinnen und STAPS gingen dieser Frage im Augsburger Velodrom nach. „Projekt AeROy Hinnen“ lautete der Arbeitstitel. Dahinter verbarg sich keine geringere Frage als „Mensch oder Maschine?“ Wo verbirgt sich das größte Optimierungspotential in Sachen Aerodynamik auf dem Zeitfahrrad?

Mit der Testplanung und Durchführung war das STAPS Institut aus Köln, Hamburg und München betraut. Geschäftsführer Björn Geesmann arbeitet als Coach seit knapp zehn Jahren mit Athleten aller Leistungsklassen und beschäftigt sich seit langer Zeit mit Aero-Optimierungen. Größen des Triathlon-Sports, wie Jan Frodeno, Andreas Böcherer oder Daniela Sämmler waren in den vergangenen Monaten zu Gast, um auch 2017 perfekt aerodynamisch auf dem Rad zu sitzen.

Roy Hinnen darf man getrost als Aero-Pionier bezeichnen. Immerhin brachte der 50-jährige Schweizer, der seit 1998 auch als Coach tätig ist, schon in den 80er Jahren den Aerolenker nach Europa. „Material hatte im Triathlon schon seit jeher einen hohen Stellenwert,“ erklärt er sein ungebrochenes Interesse an Optimierung. „Wir haben schon damals immensen Aufwand betrieben, um uns und unser Material ständig zu verbessern. Nachdem es seinerzeit noch gar keine entsprechenden Produkte gab, haben wir uns einfach selbst etwas gebaut.“

Vier Testreihen mit unterschiedlichem Fokus

Natürlich lassen sich auch in der Aerodynamik Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Deshalb wurden bereits im Vorfeld vier verschiedene Testdurchläufe ausgearbeitet und geplant. Im wahrsten Sinne von Kopf bis Fuß sollte das Optimierungspotential betrachtet werden. Zunächst ging es um den idealen Helm und die Kopfhaltung. Weiter wurde – wie auch schon beim ersten Aufeinandertreffen von STAPS und Roy Hinnen – im Bereich Kleidung, insbesondere Oberbekleidung, getestet. Ernährung und Transportlösungen, sowie Trittfrequenz und Tretmuster bildeten den Abschluss der zwei Test-Tage.

Dabei wurde vor jedem Test eine sogenannte Baseline ermittelt. Dazu werden zunächst verschiedene Daten in das Alphamantis-System – ein innovatives System, welches den Luftwiderstand des Sportlers in Echtzeit misst – eingegeben. Die Datensammlung ist dabei komplex: Luftdichte, Bahngeometrie, Powermeter-Signale, System-Gewicht aus Rad und Fahrer – die Liste setzt sich weiter fort. Der Testlauf Roy Hinnens erfolgte mit ausgewähltem, und für alle weiteren Testläufe normiertem Material. Rad-Setup, Gang, Position, Anzug, Helm und Brille wurden nach der Baseline nicht mehr verändert, außer sie lagen im Fokus des Tests. Nur so lassen sich akkurate Aussagen bezüglich Watt-Unterschieden treffen.

Test 1: In Deckung! Wie dich die richtige Kopfhaltung schneller macht

Vor wenigen Jahren noch waren die Aerohelme möglichst lang und spitz zulaufend. Bei jeder kleinsten Bewegung, die die windschnittige Kopfbedeckung aus ihrer Idealposition brachte, pfiff es im Wind. Kaum überraschend: Diese Bewegungen kosteten Sekunden. Mittlerweile setzt man deshalb auf fast kugel- besser noch tropfenförmige Helmformen. Doch auch mit diesen Helmen gilt es eine möglichst gute Position einzunehmen und vor allem zu halten. Wie die perfekte Aero-Kopfhaltung aussieht, darum drehte sich die erste Testreihe auf der Radrennbahn in Augsburg.

Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy HinnenDoch beginnen wir mit „preisewerterem“ Material. Warum braucht es überhaupt einen Wettkampfhelm? Tut es nicht auch der ganz normale Straßenhelm? Der Test zeigt deutlich: In sauberer Aeroposition hat die Wettkampfversion durchaus ihre Berechtigung: 8,1 Watt (@40km/h) zusätzlich benötigt beispielsweise ein Specialized S-Works Evade (ein durchaus aerodynamisch optimierter Straßenhelm) im Vergleich zum MET Drone Zeitfahrhelm.

Entscheidend dabei ist jedoch die saubere Aeroposition, wie der Test mit „bewegtem Kopf“ zeigt.

Neben dem MET Drone, der eine leichte Spitze aufweist, schickten wir den deutlich kürzeren Giro Aerohead in den Test. Dabei fuhr Roy Hinnen einmal in je sauberer Aeroposition, im nächsten Durchgang simulierte er eine unruhige Position, schaute in regelmäßigen Abständen nach unten auf den Tacho, und streckte damit die Helmspitze in den Wind.

Das Ergebnis: Der MET Aerohelm brachte in Bewegung sogar 1,6 Watt Verlust. Der Giro 0,5 Watt Verlust. Testsieger war in diesem Fall sogar der Specialized Straßenhelm mit lediglich 0,1 Watt Differenz.

Fazit: Wer tatsächlich vom teuren Aerohelm profitieren möchte, der muss eine optimale Position einnehmen und vor allem auch dauerhaft halten können. Wer dazu neigt, sich viel zu bewegen, der fährt mit dem optimierten Straßenhelm, wie der Specialized einer ist, meist sogar besser.

Wie wichtig die Position selbst in Details ist, zeigten weitere Tests: Ein aufgerichtetes Fahren im „Basebar“ beispielsweise erfordert 51,6 Watt mehr Aufwand bei 40 km/h Geschwindigkeit als das windschnittige Ducken auf dem Zeitfahrlenker. Gut, das Ergebnis dürfte nun nicht überraschend sein.

Anders sieht es bei der Veränderung von Kleinigkeiten aus: Schon eine schmalere Armhaltung kann aus aerodynamischer Sicht von Vorteil sein. Während die breite Position der Extensions (Armpads auf 28,5cm, Extensions auf 16cm) bei Roy Hinnen 255,8 Watt Leistung bei 40 km/h erfordert, sind es bei dem Testlauf mit schmalster möglicher Einstellung (Armpads 25,5cm, Extensions auf 8cm) 252,1 Watt – immerhin 3,7 Watt weniger.Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

Noch besser schneidet derjenige ab, der den Kopf dauerhaft mit Blick nach vorne zwischen den Schultern einziehen kann. Der sogenannte „Shoulder Shrug”, der die Silhouette noch schmaler macht, bringt ganze 9,8 Watt Ersparnis.

Fazit: Mit idealer Sitzposition und kleinen Veränderungen lassen sich deutlich Watt einsparen. Voraussetzung ist jedoch, dass man die Position einnehmen kann (Schlagwort Beweglichkeit) und diese auch dauerhaft halten kann (Schlagwort Stabilität).

Test 2: Kleider machen (schnelle) Leute – Wie du mit der richtigen Wettkampfkleidung Sekunden sparst

Der windschnittige Einteiler findet sich mittlerweile in jedem triathletischen Kleiderschrank. Bereits im letzten Jahr bewiesen Roy Hinnen und STAPS mit einem groß angelegten Aerotest, was für den Wettkampfzwirn am wichtigsten ist: Die perfekte Passform entscheidet über Sekunden. Doch was, wenn das Wettkampf-Wettrikot einmal nicht mitspielt? Was, wenn kaltes Wetter zusätzliche Kleidung nötig macht, oder Hitze nach Kühlung verlangt?

Wer eine Regenjacke zum Witterungsschutz über den Einteiler anzieht, muss mit bis zu 15,8 Watt zusätzlichem Aufwand rechnen. Das normale Radtrikot schneidet mit 6,5 zusätzlichen Watt im Vergleich zum Einteiler ebenfalls nicht besonders gut ab. Es lohnt sich also in einen gutsitzenden Einteiler zu investieren. Wie der Test Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnendes letzten Jahres zeigte, kommt es aber auch hier nicht auf das Topmodell an, sondern eher darauf, dass er perfekt und faltenlos sitzt. Denn jede Falte kostet Zeit.

Habt ihr euch bei kaltem und regnerischen Wetter nicht auch schon einmal gefragt wie aerodynamisch ein Neoprenanzug ist? Oder bei Hitze, wie es wäre, nur in Shorts zu fahren?

Im „Nur-zum-Spaß-Test“ – schließlich sind beide Varianten laut Regelwerk nicht erlaubt – schneidet der Neo mit lediglich 3,5 zusätzlichen Watt gar nicht schlecht ab. Knapp zehn Watt mehr ergab ein separater Vergleich zur Baseline mit Trikot bei 40 km/h zwischen Fahren mit Oberbekleidung und ohne.

Test 3: So kommst du in Tritt: Wie Trittfrequenz und Tretmuster deine Radzeit beeinflussen

Dampflok oder Turbo-Turbine? Während die einen auf eine hohe Trittfrequenz setzen, schwören die anderen auf wenige Umdrehungen. Auf der Suche nach dem „perfekten“ Tritt werden seit jeher Rad- und Triathlon-Profis analysiert und dennoch ist es schwer eine Antwort darauf zu finden. Warum das so ist, das versuchten Roy Hinnen und STAPS herauszufinden.

Zunächst stellte sich das Team die Frage, ob die Trittfrequenz eine Auswirkung auf die Aerodynamik hat. Dazu wurde Roy mit Trittfrequenzmesser losgeschickt. Mit 65, 85 und 100 Umdrehungen pro Minute fuhr er je einen Testdurchgang. Der Hintergedanke: Kostet die zusätzliche Bewegung bei hoher Trittfrequenz Watt? Das Testergebnis bei 40 Kilometern pro Stunde ergab kaum Unterschiede bei 65 U/min benötigte der Schweizer 262,2 Watt, bei 85 U/min 262,7 Watt und bei 100 U/min 263,2 Watt. vernachlässigbare Größen.

Ähnlich geringe Auswirkungen zeigte ein Testdurchgang mit verändertem Tretmuster. Fuhr Roy mit nach außen gedrehten Knien benötigte er 264,7 Watt – lediglich 0,8 Watt mehr als mit seiner normalen, schmalen Kniehaltung.

Etwas deutlicher sah der Unterschied aus, schafft man es, die Sattelhöhe zu verringern. Was beispielsweise dann nötig ist, wenn der Schuh flacher gebaut ist, oder sich die Cleat-Position in die Mitte des Schuhes verschiebt. Bei einer Baseline von 264,9 Watt wurde die Sattelhöhe um 1 cm verringert. Die Veränderung brachte eine Reduktion auf 262,9 Watt mit sich – zwei Watt Ersparnis. Setzt man im Gegensatz dazu den Athleten um 1cm höher auf das Rad wirkt sich dies mit 0,5 Watt zusätzlichem Aufwand aus.

Test 4: Ernährung im Aerotest – wenn dich deine Wettkampfverpflegung langsam macht

Wer im Ausdauersport konstant Leistung bringen und schnellstmöglich ins Ziel kommen will, der muss sich unterwegs verpflegen. Deshalb wird eingepackt: Zwei Flaschen hinter dem Sattel, eine ins Rahmendreieck, Verpflegung ins Oberrohrtäschchen und zwischen den Extensions. Doch verändert das Gepäck die Aerodynamik? Macht dich deine Verpflegung vielleicht sogar langsam?

Nicht umsonst wurde in den vergangenen Jahren in Sachen Zeitfahrrad vor allem an einer Stelle weiterentwickelt: Systemintegration. Denn klar ist: Ungünstig platzierte Verpflegung macht langsam!Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnen

Wo also hin, mit all den Flaschen, Riegeln und Gels? Aero-Sieger, wenn es um Gels und Riegel geht, ist mit lediglich 1,2 Watt Verlust die radeigene vollintegrierte Box des Canyon Zeitfahrrad. Sie versteckt sich so gut, dass kaum aerodynamische Nachteile zu finden sind. Dagegen bringen die auf dem Oberrohr aufgeklebten Gels 2,8 Watt Mehraufwand. Wer sich also ein neues Rad zulegen möchte, der sollte auf gut integrierte Verstaumöglichkeiten achten. Alternative ist das Oberrohrtäschchen, das sich mit Klett anbringen lässt. Wichtig dabei ist jedoch, dass es sauber am Steuerrohr abschließt und nichts absteht.

Ebenso im Test waren verschiedene Möglichkeiten der Trinkflaschenbefestigung. Einerseits wäre da die klassische Unterbringung im Rahmendreieck. Oder aber, man montiert einen Flaschenhalter hinter dem Sattel. Dritte Variante ist das Anbringen eines der vielfältigen Lenker-Trinksysteme.

Im Test zeigte die Profile Trinklösung mit flach gelegter Flasche zwischen den Lenkerextensions einen Mehraufwand von 2,9 Watt. Die kompakte Einschieb-Flasche für zwischen die Extensions mit etwas mehr Füllmenge und demnach Aerodynamik im Triathlon unter die Lupe genommen von Roy Hinnenauch Volumen kostet 1,9 Watt bei 40km/h im Vergleich zur Baseline ohne Trinksysteme. Die klassisch im Rahmendreieck platzierten Flaschen waren mit 11,7 zusätzlichen Watt bei 40km/h die denkbar schlechteste Lösung.

Die deutlich günstigste Variante in Sachen Aerodynamik ist es jedoch, Flaschen hinter dem Sattel anzubringen. Wer ganz akribisch ist, der achtet hier zudem auf die Position und rückt die Flaschen so nah wie möglich an den Sattel heran und richtet sie im 45° Winkel nach hinten. Im Vergleich zu senkrecht platzierten Flaschen (0,9 Watt mehr gegenüber ohne Flaschen) bringt der Winkel sogar 0,5 Watt Ersparnis.

Fazit: Mensch UND Maschine

Um auf die Ausgangsfrage nach Mensch und Maschine zurückzukommen: Natürlich hat Material einen großen Einfluss auf die Aerodynamik. Allerdings ist in Bezug auf die Windschnittigkeit weniger entscheidend, ob ein Schein mehr oder weniger über die Ladentheke wechselt. Viel mehr gilt es das Material perfekt auf den Athleten abzustimmen. Wenn das Zusammenspiel funktioniert, dann sind auch die Aerowerte gut. Deshalb rät STAPS Geschäftsführer Björn Geesmann: „Man sollte immer erst an die eigene Position denken, bevor man unnötig viel Geld z.B. in Laufräder investiert. 80% Luftwiderstand gehen vom Sportler selbst aus, da wäre es im ersten Schritt deutlich sinnvoller 500 Euro für eine Sitzpositionsoptimierung oder besser einen Aerotest zu investieren, um 80% Widerstand zu optimieren, als 2.000 € für einen Satz Laufräder bei maximal 5-8% Optimierungspotential.

 

Photo & Text: Christine Waitz

Gregor Mühlberger gewinnt Rund um Köln

Rund um Köln 2017 – STAPS am Start, Mühlberger gewinnt!

Rund um Köln – der Kreis schließt sich!

Fast 5 Jahre ist es her, dass Gregor Mühlberger das erste Mal in Köln war. Am 21. November 2012 absolvierte der damals 18-Jährige seine erste STAPS-Leistungsdiagnostik am Buchheimer Ring 87 zur Vorbereitung auf die erste Saison im Continental-Bereich – der Weg in den Profiradsport sollte beginnen.

Nachdem Gregor bereits diverse Junioren-Klassen durchlaufen hatte, wurde besonders Roland Pils – damals sportlicher Leiter des Tirol Cycling Team – auf den jungen Österreicher aufmerksam und verpflichtete ihn als Nachwuchsfahrer für die Tiroler Mannschaft.

Sein heutiger Arbeitgeber BORA-hansgrohe wurde erstmalig 2014 in seinem zweiten U23-Jahr – in dem Gregor bereits einige hochdekorierte Rennen gewinnen Mühlberger im Trikot des Tirol Cycling Teamskonnte und zudem „Glocknerkönig“ der Österreich-Rundfahrt wurde – auf ihn aufmerksam. Damals, noch unter dem Sponsor NetApp Endura, verpflichtete die Equipe um Ralph Denk ihn für die zweite Jahreshälfte als „Praktikanten“. Im gleichen Jahr fuhr der heute 23-Jährige auch erstmalig Rund um Köln, belegte auch damals einen Platz in der Ausreißergruppe und sicherte sich diverse Berg- und Sprintwertungen. Für den Sieg beim Kölner Frühjahrsklassiker (damals noch am Ostermontag) sollte es noch nicht reichen, den sicherte sich in 2014 sein heutiger Sprintkapitän Sam Bennett (BORA-hansgrohe), der auch am gestrigen Sonntag in Köln zu den Favoriten zählte.

Nach einem Abstecher zu Felbermayr-Simplon Wels in 2015 und den Gesamtsiegen der Friedensfahrt (Course de la Paix, 2. Ncup) und der Oberösterreich-Rundfahrt (2.2) konnte er das deutsche Pro-Continental Team BORA-Argon 18 endgültig von sich überzeugen und fuhr von der Saison 2016 an in den Teamfarben des heutigen WorldTour-Teams um Peter Sagan.

In gewisser Art und Weise schloss sich gestern der Kreis für Gregor Mühlberger: Nach seiner Auftakt-Diagnostik auf dem Weg zum Tirol Cycling Team in Köln vor fast 5 Jahren, feierte er gestern nach einer Attacke aus einer 10-köpfigen Spitzengruppe seinen ersten Profisieg bei der 101. Austragung von Rund um Köln.

Herzlichen Glückwunsch, Gregor!

Gregors Profil unter den STAPS-Athleten


Die jungen Helden von Rund um Köln

Wie schon in den vergangenen Jahren waren Teile unseres STAPS-Team auch in diesem Jahr wieder bei Rund um Köln für einen guten Zweck am Start. Als Teil des Teams „Rund um Köln mit Herz“, unterstützt von der Organspende-Organisation „Junge Helden“, absolvierten Jonas Kraienhorst, Anne Schlüchtermann und Björn Geesmann die 68 Kilometer durchs bergische Land.

In den vergangenen Jahren durften wir immer wieder Herz- und Lungentransplantierte bis zum Schloss Bensberg und zurückbegleiten, um die WichtigkeitRund um Köln mit STAPS der Organspende hervorzuheben. Auch in diesem Jahr versammelte sich wieder ein Team um den Transplantierten Christoph Biermann, mit einigen engagierten Studenten der Deutschen Sporthochschule Köln und eben unseren drei STAPSlern.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal darauf aufmerksam machen, dass Organspenden Leben retten können. Ohne Organspender hätten wir in den letzten Jahren nicht mit Christoph Biermann, Elmar Sprink und Co. zusammen Rund um Köln fahren können. Daher unser Wunsch: Setzt euch mit dem Thema auseinander, vielleicht möchtet ja auch ihr Organspender werden.

Hier geht es zu deinem Organspendeausweis: Junge Helden – Organspende

Bericht über “Rund um Köln mit Herz 2016”

Rund um Köln mit STAPS

STAPS Köln & Hamburg | STAPS on Tour

STAPS News – große Neuigkeiten für den Sommer!

Einige Monate intensiver Planungen und Vorbereitungen liegt hinter uns – jetzt ist es Zeit für die ersten Neuigkeiten: Wir haben in diesem Sommer Großes vor!

Gemeinsam mit euch, unseren Sportlerinnen und Sportlern, möchten wir die erfolgreichen Entwicklungen von STAPS aus den vergangenen Jahren weitergehen. Unser oberstes Ziel ist es, euch auf eurem Weg zum sportlichen Erfolg zu begleiten und zu unterstützen. Ob mit unserer STAPS-Diagnostik, den individuellen Trainingsplänen für euch oder mit unseren Bike- und Aero-Fittings – euer sportliches Ziel ist unsere tägliche Herausforderung!

Um euch den bestmöglichen Support zu bieten, ist es entscheidend, dass wir für euch gut erreichbar sind und ihr die Möglichkeit habt, von unserer STAPS-Diagnostik zu profitieren. In den vergangenen Jahren haben wir daher – neben unserem dauerhaften Dasein in Köln und Hamburg – die STAPS on Tour eingeführt, die uns in zahlreiche Regionen und Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz gebracht hat.

Ab dem kommenden Sommer werden wir einen weiteren großen Schritt gehen und für euch noch besser erreichbar sein. Zu viel möchten wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Die große Veröffentlichung unseres Vorhabens erfolgt am 24. Mai 2017 – seid gespannt!

Lukas Pöstlberger gewinnt die 1. Etappe des Giro d'Italia und holt sich das rosa Trikot

Pöstlbergers Ritt in Rosa – Leistungsdaten der 1. Etappe des Giro d’Italia

In typischer Pösti-Manier hat Lukas Pöstlberger für alle überraschend gestern die 1. Etappe des Giro d’Italia gewonnen und sich damit ins rosa Trikot gefahren.

206 flache Kilometer standen zum Auftakt des 100. Giro d’Italias auf dem Programm. Eine typische Sprinter-Etappe, für die sich die Sprint-Elite um Caleb Ewan (Orica-Scott), Sam Bennett (Bora-hansgrohe) und André Greipel (Lotto Soudal) in Stellung gebracht hat, um den Etappensieg und damit den Sprung ins Trikot des Gesamtführenden unter sich aus zu machen.

Sicherlich auf keiner Favoriten-Liste für den gestrigen Tag stand der spätere Sieger: STAPS-Sportler und Bora-hansgrohe-Profi Lukas Pöstlberger. Für den 25-jährigen Österreicher lag der Fokus der ersten Etappe der Jubiläumsausgabe des Giros in der Sprint-Vorbereitung für Kapitän Sam Bennett. Spätestens als 3,7 Kilometer vor dem Zielstrich die letzten Ausreißer des Tages gestellt wurden, war klar, dass es zum Sprint Royale in Olbia auf Sardinien kommen würde. Etwa 1.800m vor Ziel setzte sich „Pösti“ an die Spitze des Feldes, um seinen Kapitän auf dem winkligen Kurs in Position zu bringen.

Leistungsdaten Giro d'Italia Pöstlberger

Gesamtübersicht der Leistungsdaten der 1. Etappe von Lukas Pöstlberger

In einer scharfen Kurve öffnete sich dann unerwartet ein kleines Loch zwischen Pöstlberger und dem Rest des Feldes und der 25-jährige witterte seine Chance auf den ersten Etappensieg bei seiner Grand-Tour-Premiere. Mit vollem Einsatz und der bekannten #Pöstipower konnte Lukas den Vorsprung auf das Feld tatsächlich auf dem letzten Kilometer aufrechterhalten und sich den Etappensieg und das Rosa Trikot sichern.

550 Watt über zwei Minuten – die Differenz zum „Amateursport“

Für die 206 Kilometer benötige das Peloton um Lukas 5:15h Fahrtzeit – eine Geschwindigkeit von fast 40 km/h. Die durchschnittliche Leistung von Lukas betrug über die Gesamtdauer 201 Watt. Bei diesen Daten wird sich der ein oder andere Nicht-Profi vermutlich noch an den letzten ambitionierten Radmarathon oder die lange Ausgabe eines Jedermann-Rennens erinnert fühlen. Der Unterschied zwischen dem Profi- und „Amateursport“ liegt nicht im Durchschnittlichen, sondern vielmehr in den entscheidenden Phasen des Rennens, in denen der Profi zu weitaus höheren Leistungen und bestmöglicher Erholungsfähigkeit über kürzere Zeiträume in der Lage sein muss, um Rennen dieser Kategorie erfolgreich zu beenden.Leistungsdaten Giro d'Italia Pöstlberger

Betrachtet man die Verteilung der Leistung über die Renndauer, kann man festhalten, dass Lukas sich nahezu zwei Stunden in einem Leistungsbereich unterhalb von 200 Watt aufhielt. Für Lukas auf dem Papier eine Leistung unterhalb des Regenerationsbereichs. Der Knackpunkt ist, dass der Bora-hansgrohe-Profi aufgrund von Positionskämpfen und besonders dem entscheidenden Finale aber auch mehr als 30 Minuten oberhalb von 500 Watt unterwegs war – der Unterschied zum Amateur – und Hobbybereich.

Das Finale und der Ritt in Rosa

Sprintzug Giro d'Italia Pöstlberger

Der Sprintzug von Lukas Pöstlberger 3.500 Meter vor dem Ziel

Auf den letzten 3,5 Kilometer des Rennens war die Ausreißergruppe eingeholt und das Finale wurde durch die Sprinterteams endgültig eingeläutet. Eine Phase, in der Lukas bereits über vier Minuten mit mehr als 480 Watt im Durchschnitt fährt und diese vor allem nicht gleichmäßig pedaliert, sondern immer wieder beschleunigen und rausnehmen muss, um für sich und Sam Bennett eine optimale Position im Finale zu finden.

Das Setzen an die Spitze des Feldes und der 1.200 Meter lange Solo-Ritt zum Ziel

Als Lukas sich 1.800 Meter vor dem Ziel an die Spitze des Feldes setzt um Sam Bennett zum Sprint Royale abzuliefern, zeigt sein Leistungsmesser über 30 Sekunden mehr als 630 Watt an – der Moment, an dem Pösti gleichzeitig das Loch zum Feld reißt und sich einen Vorsprung erarbeitet. Ein kurzes Umschauen, die Realisierung, dass auch ein Solo-Ritt erfolgsversprechend sein kann und das 1,2 Kilometer lange „Einzelzeitfahren“ beginnt: 1.200m mit 560 Watt später und Lukas kann leicht rausnehmen, die Arme in die Luft reißen und seinen ersten Grand-Tour-Erfolg feiern.

Lukas Pöstlberger: ein junger Fahrer, der in den letzten Jahren immer engagiert und voller Elan gearbeitet hat, um seinen Traum als Radprofi zu leben. Dieser Erfolg ist der verdiente Lohn für sein unglaubliches Engagement.

Herzlichen Glückwunsch von STAPS, Lukas!

Photo Credit Titelbild: APA/AFP/LUK BENIES

Tony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf 4

+++ Eilmeldung: Tony Martin beim Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf mit City-Rad am Start +++

Einige eingeweihte Aero-Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, jetzt ist die Sensation perfekt: Tony Martin wird am 1. Juli beim Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf auf sein Zeitfahr-Rad verzichten und stattdessen mit dem Canyon „Commuter“ – dem City-Rad des Koblenzer Rad-Herstellers – an den Start gehen.

Bereits erste Aerodynamik-Tests im vergangenen Dezember im Trainingslager in Valencia haben gezeigt, dass der Commuter aufgrund seiner ausgefeilten Bauweise nicht einfach nur ein normales City-Rad ist. Das vollintegrierte Vorderlicht, der luftleitende Gepäckträger und auch der Riemenantrieb bieten klare Luftwiderstand-reduzierende Vorteile gegenüber dem Speedmax.

Vorteile, auf die der 4-fache Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin beim Tour-Auftakt in Düsseldorf nicht verzichten möchte: „Ein 14 Kilometer langes Zeitfahren zum Start der Tour de France mit derTony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf 3 Aussicht auf das gelbe Trikot – das sind Situationen, in denen das beste Material am Ende über Millisekunden entscheidet. Um nichts dem Zufall zu überlassen setze ich daher auf das aerodynamischste Rad, auf dem ich je gesessen habe: den Canyon Commuter“, so der detailverliebte Kapitän des Teams Katusha Alpecin (zum Aero-Interview mit Tony Martin).

Für die Welt des Radsports wird diese Nachricht eine Sensation sein, für den Radausrüster Canyon ist der Commuter lediglich das Ergebnis jahrelanger Arbeit auf dem Gebiet der Aerodynamik. Als sich die Verpflichtung von Tony Martin für das Team Katusha Alpecin abzeichnete, begann das Team um Liasion Manager Andreas Walzer bereits mit der Entwicklung eines noch schnelleren, noch aerodynamischeren Rads als dem Speedmax.

Dazu Andreas Walzer: „Außergewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen! Wenn du auf dem Gebiet der Aerodynamik noch größere Schritte machen willst, musst du kreativ sein. Um für Tony das beste Setup für Düsseldorf zu bauen, haben wir daher den Sektor „Aero-Rad“ komplett auf den Kopf gestellt und unsereTony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorf Ideen von Null begonnen. Das Ergebnis wird die komplette Disziplin des Zeitfahrens neu definieren!“.

Ein entscheidender Teil der Entwicklung waren die späteren Aerodynamik-Tests im Velodrom in Valencia, die Canyon, Katusha Alpecin, Tony Martin und STAPS gemeinsam abhielten. Die größte Herausforderung war es dabei, den Aero-Test-erfahrenen Tony Martin von der ungewöhnlichen Maßnahme zu überzeugen.

„Zu Beginn kam ich mit dem Rad noch nicht sonderlich gut zurecht, mit der Zeit wurde es aber immer besser. Am Ende waren kleinste Details entscheidend, um die Jagd nach dem gelben Trikot mit dem Commuter anzugehen!“

Insgesamt mehrere Tage haben sich die Aero-Experten dazu auf der Radbahn eingeschlossen, um jedes noch so kleine Detail mit dem bisherigen Speedmax zu vergleichen: Das Aero-Cockpit gegen das vollintegrierte Vorderlicht, der Ketten- gegen den Riemenantrieb, die Aero-Laufräder gegen die Reifen mit Schutzblechen.

Der Teufel steckt im Detail: Um alle erdenklichen Zehntelsekunden auf der Düsseldorfer Kö einzusparen, wurde jedes noch so kleine Anbauteil der beiden Räder verglichen. Die Ergebnisse waren selbst für erfahrene Aerodynamiker beeindruckend. Dazu Björn Geesmann von STAPS: „Der Commuter besitzt schlichtweg das Potential der „Gamechanger“ im Kampf gegen die Uhr zu sein. Einen Zeitfahrweltmeister wie Tony zu überzeugen ist nicht einfach. Am Ende haben ihn gerade die Vorteile des aerodynamischen Gepäckträgers, der die Luft deutlich besser anlegt und leitet als jedes Scheibenrad, überzeugt.“

Natürlich wird es im Vergleich zum Testmodell beim Test noch ein paar Umbaumaßnahmen geben. Zum Beispiel werden Zipps 8080-Laufräder Tony Martin mit City-Rad zum Zeitfahren der Tour de France in Düsseldorfeingesetzt und ein Aero-Aufsatz montiert, der erst kurz vor der Tour zu sehen sein wird. Denn bisher war die Sitzposition auf diesem aerodynamisch optimierten Rahmen noch nicht optimal – wie sich jeder denken kann. Aber dank der STAPS-Experten konnte auch hier eine Lösung gefunden werden, die beim Tour-Start in Düsseldorf für viel Aufmerksamkeit sorgen wird. Details dazu werden zu einem geeigneten Zeitpunkt bekannt gegeben.

Wir dürfen gespannt sein, ob der Traum vom gelben Trikot in Düsseldorf wahr wird. Mit dem Canyon Commuter haben sich Tonys Chancen auf das gelbe Trikot aber noch einmal deutlich erhöht. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Geheimwaffe des Commuters: Bei Regenwetter wird Tony durch die integrierten Schutzbleche und die Regenreifen deutliche Vorteile gegenüber den anderen Roleuren haben!

Wir wünschen Tony für Düsseldorf viel Erfolg!

Photo: Saron Duchardt | saronduchardt.de / Daniel Beck

aero-seminare-und-workshops-mit-triathlon

Aero-Seminare und Workshops mit dem triathlon-Magazin

Aerodynamik im Triathlon – (Luft-) Widerstand ist zwecklos!

Gemeinsam mit der triathlon veranstalten wir im Oktober/ November Seminare und Workshops rund um das Thema Aerodynamik. Dass der Kampf gegen den Luftwiderstand auch im Triathlon immer bedeutender wird, zeigt sich mittlerweile nicht mehr nur im Profi-, sondern auch im Age-Grouper-Feld. Mit den Seminaren und Workshops der triathlon schaffen wir für Sie die Möglichkeit erste Einblicke in das Thema Aerodynamik zu bekommen oder sogar Aerodynamik-Optimierungen im Velodrom mitzuerleben.

Das triathlon-Aerodynamik-Seminar in Köln und Hamburg

Das 90-minütige Seminar (Kosten: 29€) ist sowohl für Aero-Anfänger als auch für Aero-Experten geeignet. Neben ersten Basics geben wir für Sie detaillierte Einblicke in die Optimierungen des Luftwiderstands.

Inhalt

  • Aerodynamik – Basics und Grundlagen des Luftwiderstands
  • Aerodynamik vs. Komfort – der goldene Mittelweg für die Langdistanz
  • Mensch, Maschine, Material – Auswirkungen und Optimierungspotentialaero-seminare-und-workshops-mit-triathlon
  • Körperposition & Kopfhaltung
  • „personalisiertes“ Material – Helm & Anzug
  • Erkenntnisse zu Laufrädern, Reifen und Co.
  • Detailfrage: Überschuhe, Trinksysteme, etc.
  • Die Top 10 der Aero-Optimierungen

Termine

13. Oktober 2016 in Köln (18.00-19.30 Uhr)

20. Oktober 2016 in Hamburg (18.00-19.30 Uhr)

Orte

STAPS Köln

Buchheimer Ring 87

51067 Köln

 

spomedis-akademie

Altonaer Poststr. 13a

22767 Hamburg

Zur Anmeldung der Seminare geht es [ hier ]!


Der triathlon-Aerodynamik-Workshop im Velodrom Büttgen

Der Aero-Workshop (Kosten: 69€) findet auf der Radrennbahn in Büttgen (bei Neuss) statt und wird den Teilnehmern über praktische und theoretische Teile das Thema Aerodynamik näher bringen. In diesem Workshop geben unsere Aero-Experten Einblicke in die aerodynamischen Optimierungen von Mensch, Maschine und Material. Der Workshop eignet sich sowohl für Anfänger als auch Aero-Experten – keine Vorerfahrungen nötig!

Seminar I (Theorie): Aerodynamik – die Optimierung des Triathleten

  • Begrüßung der Teilnehmer
  • Bahnbegehung und Überblick über den Tagesablauf
  • Kennenlernen der Messtechnik zur Bestimmung der Aerodynamik
  • Vortrag: Aerodynamik – die Optimierung des Triathleten

Workshop I (Praxis): Aerodynamik – die Optimierung des Triathleten

Für den praktischen Teil des Aero-Workshops steht uns ein Proband zur Verfügung, an dem wir diverse Veränderungen von Mensch, Maschine und Material durchführen werden.

  • Überblick über die Messtechnik der Aerodynamik
  • Aerodynamik vs. Komfort – der goldene Mittelweg für die Langdistanz
  • Optimierung des Triathlon (Veränderungen werden am Probanden durchgeführt, direkte Rückmeldung der Aero-Veränderung über das Alphamantis-Messsystem)
    • Auswirkungen von Sitzhöhe und Sitzlänge
    • Kopfhaltung in Verbindung zum Helm
    • Arm- und Handhaltung des Sportlers

Seminar II (Theorie): Aerodynamik – Maschine und Material

  • Vortrag: Aerodynamik – Maschine und Material
  • „personalisiertes“ Material: Helm & Anzug
  • Erkenntnisse zu Laufrädern, Reifen und Co.
  • Detailfrage: Überschuhe, Trinksysteme, etc.

Workshop II (Praxis): Aerodynamik – Maschine und Material

Im Workshop II zur Aerodynamik von Maschine und Material werden wir unterschiedlichste Materialien testen. Wir bitten zudem jeden Teilnehmer, ein „Material“ seiner Wahl mitzubringen (Laufrad, Helm o.ä.), welches wir dann mit unserem Probanden testen können.

Mögliche Materialtests:aero-seminare-und-workshops-mit-triathlon

  • Helme
  • Anzüge
  • Laufräder
  • Trinksysteme
  • Überschuhe
  • Material der Teilnehmer

 Termine

12.11.2016 – 9.30-15.30 Uhr (Teilnehmer: max. 20)

23.11.2016 – 9.30-15.30 Uhr (Teilnehmer: max. 20)

Ort

Sportforum Kaarst-Büttgen e.V.
Olympiastraße 5
41564 Kaarst-Büttgen

Zur Anmeldung der Workshops geht es [ hier ]!aero-seminare-und-workshops-mit-triathlon

Tony Martin und Trixi Worrack | Olympia Rio 2016

STAPS-Sportler bei Olympia #Rio2016

Vor wenigen Wochen sind sie noch Deutsche Meister im Einzelzeitfahren geworden, aktuell bereiten sich die beiden STAPS-Sportler Trixi Worrack und Tony Martin auf die Olympischen Spiele in Rio vor.

Vorbereitung mit Hürden

Tony Martin und Trixi Worrack | Olympia Rio 2016

Credit: Facebook Tony Martin

Nach ihrem schweren Sturz im Frühjahr und dem DM-Titel Ende Juni konnte Trixi in den letzten Tagen bei der Internationalen Thüringen-Rundfahrt in einem top-besetzten Feld weitere Rennkilometer sammeln und ist seit Sonntag für die akute Vorbereitung in Rio.

Für Tony liefen die letzten Tage etwas weniger optimal. Auf der letzten Etappe der Tour de France musste er das Rennen vorzeitig aufgrund akuter Knie-Probleme beenden. Dabei handelte es sich vor allem um eine Vorsichtsmaßnahme, um den Start der Spiele nicht zu gefährden. Das letzte Update kam von Tony Anfang der Woche: Die Reise nach Rio hat er angetreten, der letzte Test war schmerzfrei – Olympia kann kommen!

Straßenrennen am Wochenende, Zeitfahren nächste Woche

Damit ihr unsere beiden Athleten bei den Spielen zumindest vor dem TV live sehen könnt, hier ein kleiner Leitfaden:

Am kommenden Samstag (06. August) stehen für Tony Martin, Simon Geschke und Co. 256,4km beim Straßenrennen auf dem Menü. Am Sonntag (07. August) folgt Trixi im Straßenrennen der Frauen über 137km.

Das Zeitfahren der Frauen und Männer findet am Mittwoch der kommenden Woche (10. August) statt. Dabei gilt es für die Männer darum den 29,8km langen Kurs zweimal zu absolvieren, die Frauen fahren den Kurs einmal.

Trixi, Tony, wir wünschen euch für die nächsten Tagen viel Erfolg und drücken euch von Köln/ Hamburg aus die Daumen!

Jenke von Wilmsdorff | Rund um Köln | Skoda | Mont Ventoux

#Jenkeamlimit – Jenke und Skoda zu Gast bei STAPS

Der Journalist Jenke von Wilmsdorff ist bekannst als Jemand, der keine Herausforderung scheut. Das aktuelle Jenke-Experiment: In Zusammenarbeit mit dem langjähigen Radsport-Ausrüster Skoda Rund um Köln fahren und den Mont Ventoux erklimmen. Mit dem ehemaligen Radsport-Manager Hans-Michael Holczer hat Jenke sich dafür professionelle Unterstützung gesucht. Um den Radsport-Neuling fit zu bekommen, hat Michael seinen Schützling zu allererst in unsere Hände gegeben bzw. auf unser Ergometer gesetzt. Seht selbst:

Multipower Tri-Team zum Triathlontest bei STAPS | Canyon | ITU Hamburg

Multipower Tri-Team powered by STAPS

Viele hundert Triathleten haben sich im Mai diesen Jahres für das Multipower Tri-Team beworben. Unter diesen wurden fünf Triathleten ausgelost: Sarah, Marieke, Mark, Matti und Johann.

Teil des Multipower Tri-Teams zu sein bedeutet für die fünf nicht nur ein Startplatz beim ITU Triathlon in Hamburg am 17. Juli, die Gewinner erhalten vor allem professionelle Unterstützung auf dem Weg zur Olympischen Distanz in der Hansestadt. Neben Zeitfahr-Rädern und Neopren-Anzügen stand beim ersten Aufeinander-Treffen auch einen STAPS Triathlon-Test auf dem Programm.

Medial begleitet wird die Vorbereitung und der ITU Triathlon von der triathlon/ tri-mag.de. Wir freuen uns, dass wir euch an dieser Stelle einen ersten bildlichen Eindruck vom Multipower Tri-Team geben dürfen!

Zu den Artikeln auf tri-mag.de!

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