Unsere Trainingsbetreuungen für ihren sportlichen Erfolg im Radsport und Triathlon

Coached by STAPS – unsere Trainingsbetreuungen

„Ich brauch keinen Trainer, ich bin ja kein Profi.“ Solche Aussagen bekommen wir bei STAPS öfter zu hören, wenn wir erzählen, was wir machen. Oder: „Für einen Coach bin ich zu schlecht – das lohnt sich nicht“ – das sind auch Sätze, die gerne an uns adressiert werden. Dabei ist doch ein gut strukturiertes Training der Schlüssel zum Erfolg. Und wer will schließlich nicht schneller oder besser werden?

Coaching – darunter verstehen wir bei STAPS vielmehr als nur Intensitätsbereiche festzulegen, Trainingspläne zu schreiben und auszuwerten. Unser Verständnis von Coaching besteht aus vielen Facetten, die alle dazu führen, den Athleten besser zu machen; egal ob er Hobbysportler, ambitionierte Jedermann, Amateur oder Profi ist. Und dafür haben wir unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, von denen unsere Athleten alle profitieren. Dazu zählt neben der Leistungsdiagnostik und dem Schreiben der Trainingspläne sowie dem Analysieren der Einheiten, auch auf ein aufs Training und den Wettkampf abgestimmte Ernährungsvorgabe, das Erarbeiten einer Pacing-Strategie – sei es für Radmarathons und Langstreckenevents, Zeitfahren oder Triathlon -, sowie optional ein individuelles Bike-Fitting, das Verbesserungspotential für Tretökonomie und Kraftübertragung bietet.

Die STAPS-Trainer

Zuallererst einmal profitieren die Sportler, die wir trainieren, von der Kompetenz unseres Trainer-Teams. Diese erstellen ein Stärken-Schwächen-Profil, schreiben die Trainingspläne, reagieren auf Veränderungen, vermitteln wichtiges Wissen z. B. in puncto Ernährung, geben Tipps und Hilfestellung bei der Umsetzung. Wir sind davon überzeugt, dass der persönliche Kontakt zwischen Sportler und Coach elementar für die Weiterentwicklung des Athleten ist und den wohl wichtigsten Das STAPS-Team - die Experten für Leistungsdiagnostiken, Training, Ernährung und SitzpositionenBaustein einer erfolgreichen Trainingsbetreuung darstellt. Und daher legen wir bei der Auswahl unserer Mitarbeiter extremen Wert auf fachliche wie soziale Kompetenz. STAPS-Trainer sind nicht nur studierte Sportwissenschaftler mit einem Bachelor- oder Masterabschluss sowie leistungssportlichem Background (Physiologie, Biomechanik, Ernährungswissenschaft, Psychologie), sondern besitzen zumeist auch eine sportliche Vita (STAPS Trainer Lukas Naegele bei der Berglauf-WM). Außerdem bilden sich die Mitglieder unser Trainer-Team regelmäßig fort, besuchen Kongresse, und studieren bzw. promovieren teilweise noch parallel, um ihr Wissen zu vertiefen und ihren Horizont zu erweitern. Kurzum: Sie alle wissen also, worüber sie schreiben und wovon sie reden – und können das dem Athleten auch vermitteln. Das haben jedenfalls unzählige Feedback-Gespräch, die wir mit den von uns betreuten Sportlern geführt haben, ergeben.

Unsere Coaches halten direkten Kontakt zu den Sportlern über Telefon, Mail und Skype oder korrespondieren face-to-face bei Diagnostik-Terminen oder wennDas STAPS-Team - die Experten für Leistungsdiagnostiken, Training, Ernährung und Sitzpositionen gewünscht auch vor oder bei wichtigen Wettkämpfen. Es wird allerdings nicht nur in eine Richtung gesprochen, denn ein guter Coach steht im ständigen Dialog mit seinem Athleten, „verarbeitet“ immer auch das Feedback. Einer der Gründe, warum wir keine vorgefertigten Trainingspläne herausgeben und neue Trainingspläne immer nur nach Rückmeldung des Athleten geschrieben werden. Für einen echten Leistungsfortschritt ist es elementar, dass der Trainer immer auf die aktuelle Situation des Sportlers – physisch wie psychisch – reagiert.

Unsere Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler findet ihr hier!

Das STAPS-Team - die Experten für Leistungsdiagnostiken, Training, Ernährung und Sitzpositionen

Die STAPS-Trainingsbetreuung – Strategie und Struktur

Eine erfolgreiche Trainingsbetreuung steht bei STAPS immer auf drei entscheidenden Säulen:

  1. Ein physiologisches Stärken- und Schwächen-Profil des Sportlers, das über die STAPS-Leistungsdiagnostik ermittelt und immer wieder überprüft wird.
  2. Die Rahmenbedingungen des Sportlers, die für das Training wichtig sind. Dazu zählen beispielsweise verfügbare Trainingszeit, spezielle Trainingslager, alternative Trainingsmöglichkeiten und natürlich das soziale Umfeld wie Familie, Beruf sowie sonstige Verpflichtungen. Alles wird aufeinander abgestimmt.
  3. Die Ziele des Sportlers. Das kann eine Platzierung oder eine Zeit bei einem bestimmten Wettkampf sein. Das Ziel kann aber auch sein, Gewicht zu verlieren oder sportlich leistungsfähiger zu werden. Das bestimmt der Sportler selbst, wir unterstützen ihn dabei, sich realistische Ziele zu setzen.Physiologische Stärken und Schwächen des Sports aufdecken, um diese im Training zu verbessern

Das Training bei STAPS

Wer bei STAPS trainiert, wird individuell betreut. Ausgerichtet an den persönlichen Stärken und Schwächen, den Zielen und natürlich dem Zeitbudget bekommt der Athlet sein Training „verschrieben“.

Bevor es aber überhaupt losgeht, gibt es ein persönliches Kennenlernen, erstmal am Telefon und auf jeden Fall direkt bei der ersten Leistungsdiagnostik. Auf diese aufbauend werden erst dann die Trainingspläne geschrieben, um die physiologischen „Baustellen“ zu berücksichtigen. Daher liegt kein Algorithmus wie bei einer Software, einer App oder Trainingsplattform hinter unseren Trainingsplänen.

Bei der Konzeption der Trainingspläne setzen wir auf moderne wissenschaftlich überprüfbare Erkenntnisse. Bei uns gibt es Physiologische Stärken und Schwächen des Sports aufdecken, um diese im Training zu verbessernkeine Philosophie, geprägt von einem bestimmten Trainings-„Duktus“. Das Schrubben zeitaufwendiger Grundlagenkilometer im Winter? Keine Option für einen individuellen Trainingsplan. Für uns gibt es keine Trainingsinhalte, die sich nach der Jahreszeit richten, Übungseinheiten werden ausschließlich auf Basis der drei Säulen des STAPS-Trainings abgestimmt. Auch im Winter kann eine Einheit kurz und knackig sein, wenn es zur Entwicklung des Sportlers beiträgt. (Science with STAPS: Wintertraining einmal effizient bitte!)

Auch gibt es kein Ausprobieren wie „erst mal drei Monate Grundlage, dann mal 2 Wochen intensiv trainieren“. Erstens motiviert solch ein Training nicht sonderlich, zweitens – und viel wichtiger – legt die Leistungsdiagnostik die Schwächen offen, an denen direkt gearbeitet werden kann. Um objektiv festzustellen, dass das Training „anschlägt“ und den gewünschten Effekt erzielt, wird anhand weiterer Diagnostiken der Leistungsfortschritt und die Entwicklung der Physiologie des Sportlers regelmäßig kontrolliert. Daher gibt es bei dieser Konzeption des Trainings eine Art „Garantie“, dass man weder Stunden noch Kilometer großartig verschenkt und nach 3 Monaten feststellt, dass „Grundlage“ eben doch nicht der richtige Ansatz war.

Trainingseinheiten sind lediglich das Tool. Sie miteinander sinnvoll zu verknüpfen, sie individuell auf den Formzustand des Athleten anzustimmen und in den Alltag eines Hobbysportlers zu integrieren, ohne ihn zu überfordern noch zu unterfordern – darin besteht eine wichtige Eigenschaft des modernen Coachings.

Keine andere Sportart als das Radfahren beziehungsweise das Radfahren im Triathlon liefert mehr einfach zugängliche Trainingsdaten. „Leistung“ lässt sich nur in diesen Sportarten präzise messen, analysieren und zur Trainingssteuerung nutzen. Gerade dieses „Fahren nach Zahlen“ ist äußerst effizient und zeitsparend. Es kann sozusagen minutiös geplant werden, kein Meter wird umsonst gefahren und es schützt vor Über- wie Unterforderung gleichermaßen. Das soll aber im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass unsere Athleten nicht auch mal nach Lust und Laune einen Roadtrip machen dürfen. Hier können wir genauso über die Analyse der Leistungsdaten Rückschlüsse ziehen und diese Touren als Training einordnen.

Die Datenanalyse – über Leistung oder Herzfrequenz – hilft nicht nur das Training zu kontrollieren, sondern auch Trainingserfolge schnell sichtbar zu machen und den Fortschritt schnell auf die zukünftigen Einheiten anzupassen. Außerdem analysieren unsere Coaches die Leistungsdaten aus den Rennen beziehungsweise Wettkämpfen und können hier sehr schnell Rückschüsse in Abhängigkeit zur Energieversorgung und der eingeschlagenen Pacingstrategie ziehen.

Rennanalyse der Siegerin Laila Orenos beim Ötztaler Radmarathon 2017

Ernährung

Sport und Ernährung gehören zusammen. Bestimmte Trainingseinheiten erfordern zwangsläufig sogar eine Ernährungsstrategie vor, während und nach der Belastung, um das Trainingsziel zu erreichen. Daher ist die Ernährung Teil einer jeden STAPS-Trainingsbetreuung.

So ist ein effizientes Training des Fettstoffwechsels mit gefüllten Glykogenspeicher schlichtweg unmöglich, genauso wenig machen hochintensive Einheiten ohneFettstoffwechseltraining richtig gemacht! eine ausreichendende Versorgung mit dem Treibstoff Kohlenhydrat Sinn. Auch können bestimmte Substanzen wie Nitrate in Form Roter Bete (Science with STAPS: Ökonomischer mit Roter Bete) oder Koffein die Leistungsfähigkeit verbessern; andere dagegen wie zum Beispiel Vitamin C den Trainingsreiz schwächen. All dies berücksichtigen wir bei der individuellen Trainingsplanung unserer Athleten. Genauso wie das Thema Gewicht, dass natürlich gerade bei dem Thema Watt pro Kilogramm eine „schwerwiegende“ Rolle spielt. Allerdings alles in Abhängigkeit von individueller Veranlagung, Training bzw. Wettkampfziel sowie den persönlichen Begleitumständen:

Ein Satz noch zum oftmals falsch verstandenen Thema „Nüchtern-Training“. Hier finden wir den Begriff häufig falsch verstanden. Bei uns fährt man selten nüchtern, stattdessen setzen wir bei der Trainingsform „train low“ auf eine kohlenhydratarme Ernährung und legen mehr Wert auf die Zufuhr von Fett und Eiweiß und versuchen so, dass die Kalorienbilanz auf einem ähnlichen Niveau bleibt wie bei einer kohlenhydratreichen Ernährung. Hungern muss also niemand. Die Angaben lauten eher „Starte die Einheit ohne Kohlenhydrate“, statt das Wort „nüchtern“ zu verwenden. Außerdem wird diese Trainingsform nur dann von uns eingesetzt, wenn bestimmte physiologische Baustellen verändert werden sollen (z.B. Senkung der maximalen Laktatbildungsrate, Verbesserung des Fettstoffwechsels etc.).

Mehr dazu auch in unserem STAPS Advisor #1 zum Fettstoffwechseltraining!

Wir nutzen zudem im Jahresverlauf bestimmte Trainingseinheiten dazu, eine Ernährungsstrategie für den Wettkampf auszuprobieren, damit der Sportler sich sicher sein kann, was er in der Rennhektik verträgt und wann er was essen muss. Wir geben dem Athleten eine Strategie für den Wettkampf mit auf den Weg, damit er weiß, wann er wie viel an Flüssigkeit, Kohlenhydrate, ggf. anderen Makronährstoffen (gerade im Ultra-Ausdauerbereich) zu sich nehmen sollte und wie er Bio-Booster wie rote Bete oder Koffein leistungssteigend einsetzt.

Natürlich „monitoren“ wir auch nach einem Wettkampf diese Strategie und analysieren das Rennen. (Ernährungsstrategie Alpen-Challenge 2017)

Taktik-Tipps: Das perfekte Pacing

Bitte nicht falsch verstehen, wir werden den von uns trainierten Radsportlern niemals sagen, wo sie im Rennen eine Attacke lancieren sollen – dafür sind zum Beispiel im Profisport die sportlichen Leiter zuständig. Was wir anhand der vielen physiologischen Parameter aber problemlos voraussagen können, ist das perfekte Pacing. Also mit welcher Leistung bestimmte Rennabschnitte gefahren werden können, ohne dass der Athlet einbricht. Das gilt natürlich nicht nur für Langstreckenevents oder Radmarathons, sondern besonders für Zeitfahren sowie den Radsplit im Triathlon. Gerade bei letzterem ist es extrem wichtig, clever mit den Kräften hauszuhalten, da ja darauf noch ein (Marathon-) Lauf folgt. Aufgrund der Stoffwechselanalyse und dem Fett- und Kohlenhydrat-Verbrauch, die Teile der STAPS-Leistungsdiagnostik sind, können wie hier sogar bestimmte Zeiten voraussagen.

Fazit

Ihr Wunsch ist es doch, schneller zu fahren bzw. besser zu werden? Dann investieren Sie in den Motor und das sind Sie. Und nicht immer wieder in das Chassis wie die Carbonlaufräder, den superleichten Rahmen oder die elektrische Schaltung. Wir „Tuner“ von STAPS freuen uns schon darauf, ein paar PS mehr aus Ihnen herauszuholen. Noch Fragen? Dann einfach anrufen oder eine Mail schreiben!

Alle Informationen zu unseren Trainingspaketen und -angeboten finden Sie hier: STAPS-Betreuungen

Diagnostiken, Training und BikeFittings jetzt auch in München - Eröffnungsfeier unseres neuen Instituts

Eröffnungsfeier unseres neuen Münchener Instituts

O zapft is – das neue Münchener Institut ist eröffnet

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Besuchern bedanken, die mit uns am vergangenen Samstag die Eröffnung unseres neuen Instituts in München gefeiert haben. Das war ein toller Tag mit vielen spannenden Gesprächen. Es hat uns viel Spaß bereitet, euch unsere neuen Räumlichkeiten zu zeigen. In den nächsten Tagen folgen weitere Bilder aus unserem neuen Diagnostik- und BikeFitting-Labor. Jetzt möchten wir euch erstmal die Bilder unserer Eröffnungsfeier zeigen!

P.s.: De Junga und Madl in den feschn Wiesn-Drachdn san vo STAPS! 😉

Photo: Saron Duchardt | saronduchardt.de

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Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

Weltmeisterschaft im Berglauf über die Langstrecke: ein Erfahrungsbericht von STAPS-Coach Lukas Naegele

STAPS-Coach Lukas Naegele verbringt seine Zeit, wenn er sich nicht gerade um unsere Athleten kümmert, laufend. Nicht einfach nur flach und geradeaus; gerne auch extrem steil berghoch und über Stock und Stein. Im August hat Lukas als Teil der deutschen Nationalmannschaft an den Weltmeisterschaften im Berglauf über die Langstrecke teilgenommen. In seinem Bericht erhaltet ihr einen Einblick in seine Erlebnisse:

Intensives Erlebnis bei der Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaft in Premana (Italien)

Erfahrungsbericht von Lukas Naegele

Dunkle Wolken stehen am Himmel, Hubschrauberlärm kreist über uns, Schweißperlen laufen über mein Gesicht. Aus Lautsprechern dröhnt motivierende Musik, immer wieder übertönt durch die laute Stimme des italienischen Moderators. Die Häuser sind geschmückt mit Girlanden, hinter den Straßenabsperrungen versammeln sich Zuschauer bereits in Zweier- und Dreierreihen.

Das kleine, beschauliche Örtchen Premana, unweit des Comer Sees an den steilen Hängen der Bergamasker Alpen gelegen, hat sich rausgeputzt für den großen Tag. Für den Tag an dem hier die offizielle Weltmeisterschaft der IAAF (International Association of Athletics Federations) im Berglauf über die Langstrecke stattfindet. Es ist der 6. August 2017, morgens um kurz vor 8. Die Luftfeuchtigkeit beträgt gefühlte 90%, die Temperatur an diesem Tag kratzt bereits an der 30°C-Marke.

Als Teil eines 4-köpfigen Männerteams zusammen mit Florian Reichert, Thomas Kühlmann und Marcel Krieghoff liegt vor uns eine der härtesten Strecken, die jemals für eine solche WM ausgewählt wurde. 32 Kilometer mit schweren 2.600 Höhenmetern, verteilt auf 3 Berge stehen auf dem Programm. In der Frauenwertung vertreten Maria Koller und Tanja Grießbaum die deutschen Farben.Nationalmannschaft Berglauf Trailrunning

„…representing GERMANY!“, hallt es durch die Gassen des Bergdorfs. Als Team werden wir aufgerufen und zur Startlinie geführt. Gänsehaut. Weltmeisterschaft. Ich bin wieder dabei. Was für ein Gefühl! Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Stolz erfüllt mich, dass ich nach der WM 2016 in Slowenien auch dieses Jahr wieder das Nationaltrikot tragen und mich mit den besten der Welt messen darf.

Der erste Kilometer führt steil bergab durch die Straßen von Premana. Ich blicke mich um: Alle, die hier jetzt laufen, sehen fit aus; alle, die jetzt hier die Straßen hinunter prügeln, haben Dampf in den Beinen und alle, die sich jetzt auf diese extreme Strecke wagen, haben es sich verdient hier dabei sein zu dürfen. Ehrfurcht erfüllt mich! Es ist die Phase des Rennens, in der der Kopf gerne anfängt alles zu hinterfragen: das Training, die Form, die Strecke, die Konkurrenz. Wie immer versuche ich den Gedanken keine Bedeutung beizumessen.

Die ersten Höhenmeter sind schrecklich. Meine Beine fühlen sich an wie Blei. Einer nach dem anderen tippelt leichtfüßig an mir vorbei. „Wo ist meine Leichtigkeit? Wo ist all das harte Training hin?“ Ein Donner reißt mich aus meinen Gedanken. Dicke Tropfen prasseln auf mich ein. „Was wird das nur für ein Tag?“ Nur mit Mühe schaffe ich es einen Rhythmus zu finden. Steil schlängelt sich der Weg nach oben. Schon nach kurzer Zeit wechsele ich das erste Mal in den Geh-Modus. Ich stelle alles in Frage, überlege mir, ob das Rennen auf Grund von Gewitter wohl auch abgebrochen werden würde. Ich hätte nichts dagegen gehabt in diesem Moment. Ich fühle mich schlecht, nicht würdig dieses Trikot mit der großen, roten Aufschrift „GERMANY“ tragen zu dürfen.

Irgendwo an Position 45 liegend erreiche ich den ersten höchsten Punkt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich und das Rennen komplett abgeschrieben. Es schien mir unvorstellbar einen, geschweige denn zwei weitere Berge dieser Kategorie auch nur annähernd sportlich zu bewältigen. Also aufgeben? Bei einer WM? Mitten im Nirgendwo? Niemals: „Aufgeben ist keine Option!“ Dieser Satz begleitet mich den ganzen ersten steilen und sehr technischen Downhill. Unten warten mein Papa und meine Schwester. Und eine Verpflegungsstation. Ich bleibe stehen, kippe alles in mich rein, was angeboten wird. Und dann weiter, immer weiter! Aufgeben ist keine Option!

Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

Erst flacher, später immer steiler, technischer, alpiner werdend geht es Höhenmeter um Höhenmeter nach oben. Zumindest überholt mich niemand mehr und die Waden fühlen sich auch etwas lockerer an. „Ich werde dieses Rennen also vielleicht doch beenden können“, geht es mir durch den Kopf. Die letzten Meter des zweiten Anstiegs sind einzigartig. Noch immer grollen die Donner über uns hinweg und trotzdem säumen mehrere 100 Zuschauer mitten in den hochalpinen Bergen an diesem extrem steilen Abschnitt das große Finale durch eine schmale Gebirgsscharte. Musik dröhnt aus Boxen. Die Leute brüllen einen förmlich den Trail nach oben. Gänsehaut, ein Lächeln… Ich kann es mir nicht verkneifen. Für ein paar Sekunden fühle ich mich leicht wie eine Feder. Alpe d’Huez-Feeling!

Der folgende Downhill ist extrem. Die nassen Steine auf dem verblockten Trail lassen keinen Fehler zu. Die richtige Balance zwischen Risiko und Vorsicht ist gefragt. Ein schmaler Grat, wie ich selbst erfahren muss. Ein Sturz bringt mich aus der Fassung: Adrenalin, Verunsicherung und wieder die Gedanken ans Aufgeben. Ich laufe weiter, denke an die anderen aus dem Team. Aktuell befinde ich mich immer noch an dritter Stelle bei den deutschen Männern und falle damit ins Ranking für die Mannschaftswertung. Ein Grund mehr, diesen wahnsinnigen Lauf zu Ende zu bringen.

Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

An jeder Verpflegungsstation halte ich nun ein paar Sekunden an, schütte abwechselnd Cola und Wasser in mich hinein, wohl wissend, dass es am letzten Berg ganz darauf ankommen wird, energetisch nicht leer zu gehen. Der Plan geht auf! Allmählich kommt mir ein Läufer nach dem anderen entgegen. Und ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass das, was ich hier veranstalte etwas mit Laufen zu tun hat. Die Aufholjagd hat begonnen. Kämpfen! Beißen! Und das Ding nun doch noch anständig nach Hause bringen. „Top 30 wäre doch ok!“ Am Ende des letzten Berges habe ich mich Team-intern auf Rang zwei vorgearbeitet, und befinde mich wohl irgendwo in den tiefen 30er Rängen. Erleichterung macht sich innerlich breit. Jetzt noch einmal über extrem verblocktes Gelände den letzten Downhill konzentriert laufen. Es geht gut. Da ist er dieser Rhythmus, nach dem ich so lange gesucht habe. Ich spiele mit dem Gelände, habe das Gefühl es unter Kontrolle zu haben. Nochmals überhole ich zwei, drei Läufer und biege alleine auf die Straße ein, die wir vor 3,5 Stunden nach dem Start in 3:00er Pace bergab gerannt sind. Die letzten Meter. Die Stimmung ist ohrenbetäubend. Italien feiert ihre Helden und jeden einzelnen Finisher. Ich kann es genieße, trotz eines so schwierigen Rennens, das alles bot und als ein absolut einzigartiger Wettkampf für mich in Erinnerung bleiben wird.

Dass am Ende ein 27. Platz steht, stimmt mich zufrieden. Mit der Teamwertung erreichen wir den 8. Platz, sicherlich auf dem Papier enttäuschend nach der Bronzemedaille im vergangenen Jahr, aber letzten Endes stellt sich für mich nach einem solchen Wettkampf die Frage, ob der Erfolg, die Medaille, oder die faktische Platzierung tatsächlich immer alles ist. Vielmehr ist es doch die Begeisterung und die Leidenschaft, die uns dazu bewegt, diesen Sport ausüben. Ein solches Rennen beinhaltet so viele emotionale Höhen und Tiefen, stellt einen vor so viele Herausforderungen, bietet atemberaubende Natur und wahnsinnige Bilder. Es ist tragisch, emotional, begeisternd, mitreißend und am Ende für jeden, der es ins Ziel schafft, ein wahnsinnig intensives Erlebnis.

Ironman-Weltmeister Jan Frodeno arbeitet zur Optimierung seiner Aero-Position mit STAPS und gebioMized zusammen

Road to Kona: Jan Frodeno auf dem Weg nach Hawaii

Wird er dieses Jahr zum dritten Mal in Folge Ironman-Weltmeister werden können? Nichts weniger ist das Ziel für Jan Frodeno. Auf seinem Weg zur erneuten Titelverteidigung begleiten wir ihn gemeinsam mit gebioMized. Unsere Herausforderung dabei: Die optimale Kombination aus perfekter Aerodynamik und maximalem Komfort.

Wir geben euch einen Einblick in unsere Arbeit mit Jan Frodeno:

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Photocredit: Felix Rüdiger

Jan Frodeno auf dem Weg zum Ironman Hawaii - Positionsoptimierungen zur Verbesserung der Aerodynamik

Laila Orenos - Sieg beim Ötztaler Radmarathon 2017

Rennanalyse Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

Obwohl unsere STAPS-Sportlerin Laila Orenos den Ötztaler Radmarathon zum vierten Mal in Folge gewinnen konnte, hing ihr Sieg an einem seidenen Faden. In der Rennanalyse wollen wir aufzeigen, wie ihr Wettkampf verlief und erklären, woher die Probleme kamen. Denn Laila hatte nach einer guten Performance plötzlich am Einstieg zum Timmelsjoch starke Muskelkrämpfe und während des Anstiegs war ihr so übel, dass sie nichts essen und kaum etwas trinken konnte.

Kühtai

Obwohl Laila mit diesem Anstieg normalerweise aufgrund der großen Tempowechsel die meisten „Probleme“ hat, konnte sie hier einen guten Rhythmus fahren und fühlte sich auch sehr gut. Die fürs Pacing vorgegebenen Wattwerte hat sie leicht übertroffen, die Herzfrequenzwerte waren allerdings in der Norm. Einen echten Push gab ihr die Abfahrt, als sie zusammen mit Nadja Prieling an allen Frauen vorbei gerauscht ist. „Das war das Highlight des Tages“, sagt sie rückblickend.

Brennerpass

Durch den stark herrschenden Gegenwind war der Brenner im ersten Teil sehr anstrengend zu fahren. Erst im zweiten Teil des Brenners lief es dann ruhiger für Laila, als sie zudem eine gute Gruppe erwischen konnte.

Jaufenpass

Hier ist sie gleich von Beginn an ihr Tempo gefahren. „Es fühlte sich auch hier gut an und ich konnte meinen Rhythmus gut bis oben durchziehen und einen Abstand herausfahren“, sagt sie. Bei der Abfahrt vom Jaufen war sie zügig unterwegs, aber nicht zu schnell, da sie sich für den Schlussanstieg erholen wollte.

Timmelsjoch

Gleich unten am Timmelsjoch bekam sie die ersten Krämpfe. Die konnte sie allerdings in den Griff bekommen und dachte, dass sie gleich danach ihren Rhythmus finden würde. Dies gelang ihr allerdings nicht. Dazu wurde ihr übel und sie konnte auf dem Weg zum Pass nichts essen und nur sehr wenig trinken. Die Krämpfe kamen dann im Gegenanstieg zur Mautstation sowie in der Abfahrt wieder zurück.

Renndatei Wattzahlen Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

Rennanalyse von STAPS-Coach Jonas Kraienhorst

Generell hat Laila im Vergleich zu ihrem Sieg im Vorjahr rund 10 Prozent weniger Leistung – in Relation zu ihrer individuellen anaeroben Schwelle – erbracht. Das liegt zum einen daran, dass sie am Brenner eine gute, schnelle Gruppe erwischt hat, zum anderen an dem Leistungseinbruch am Timmelsjoch. Dieser hat uns bei STAPS auch zunächst vor ein Rätsel gestellt. Als wir dann aber die Verpflegung an den jeweiligen Abschnitten separat betrachtet haben, ist uns schnell aufgefallen, dass Laila am Brenner zu viel gegessen hat.

Durch den Verzehr von je einem Riegel, einem Gel sowie das Trinken von 1,5 Flachen mit Kohlenhydratlösung nahm sie hier in einer Stunde 137 Gramm Kohlenhydrate auf. Das sind bei Laila 2,4 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht; die allgemeine Empfehlung lautet 1 bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. In der Vergangenheit hat Laila zwar gezeigt, dass sie auch 90-100 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen kann, fast 140 Gramm waren dann aber deutlich zu viel.

Nimmt der Körper zu viele Kohlenhydrate auf, so können diese nicht mehr gut ins Blut gelangen. Diese hohe Konzentration an Kohlenhydraten kann – wie bei Laila leider geschehen – auch dafür Laila Orenos' Leistungswerte beim Ötztaler Radmarathon 2017sorgen, dass der Magen-Darm-Trakt streikt. So komisch es bei der Menge der aufgenommenen Nahrung klingen mag, die Krämpfe und der Leistungseinbruch sind Resultat eines Energiedefizits sowie eines unzureichenden Elektrolyt-Haushalts – im Blut bzw. in der Muskulatur. Durch die hohe Nahrungsaufnahme hat der Mix aus Kohlenhydrate und Flüssigkeit dazu geführt, dass die Osmolalität – umgangssprachlich die Dichte – des Nahrungsbreis zu hoch war. Der Magen-Darm-Trakt ist dadurch überfordert und kann die Oxidation der Kohlenhydrate nicht wie gewohnt fortführen. Hinzu kommt ein kleiner Teufelskreis: Durch den Leistungseinbruch ist zudem die Kohlenhydrat-Aufnahme, die ihren Peak zumeist im Bereich von etwa 70-80% der VO2max hat, reduziert. Es herrscht also ein Umstand aus zu großen Mengen Nahrung – speziell Kohlenhydraten – und Flüssigkeit und einer Drosselung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels. Dieser Umstand lässt sich während hoher Belastung nur noch recht schwierig korrigieren, da der Organismus ja Kohlenhydrate benötigt, um Leistung zu erbringen.

Lailas Gesamtkonstitution und ihrem starken Willen ist es zu verdanken, dass sie trotz diese immensen Schwierigkeiten und der reduzierten Leistung, als Erste durchs Ziel fuhr.

Wir haben Lailas Rennen einmal in Zahlen gefasst und mit dem Sieg aus dem Vorjahr verglichen:

Ötztaler Radmarathon 2017

Renndatei Wattzahlen Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

 

Ötztaler Radmarathon 2016

Renndatei Wattzahlen Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

Photocredit: Ötztal Tourismus

Text: Daniel Beck

Laila Orenos - Sieg beim Ötztaler Radmarathon 2017

Der vierte Sieg in Folge beim Ötztaler – Laila Orenos im Interview

Zu Boden ging die Schweizerin Laila Orenos erst, nachdem sie als Siegerin den Zielstrich beim Ötztaler Radmarathon überfahren hatte – nach 7:50:44 Stunden. Dafür aber mit aller Härte. Da die STAPS-Sportlerin von Muskelkrämpfen gepeinigt war, musste sie die vielen Glückwünsche im Liegen entgegennehmen. Wir gratulieren und haben mit ihr ein kleines Interview geführt.

War der vierte Sieg bislang Dein härtester?

Ganz gewiss. Ich habe mich zwar im vergangenen Jahr die ganze Zeit nicht so gut gefühlt – trotz des Sieges und der Rekordzeit, aber dieses Jahr war es brutal. Dieses Mal lief es eigentlich von Beginn an perfekt. Auch das Kühtai hoch konnte ich meinen Rhythmus finden und habe kaum Zeit auf die anderen Konkurrentinnen verloren, die am ersten Anstieg meist schneller sind als ich.

Wann kam der Einbruch?

Zu Beginn des Anstiegs zum Timmelsjoch hatte ich Krämpfe. Die habe ich zwar dank eines speziellen Muskelkrämpfe-Shots gut in den Griff bekommen, aber ich konnte die angestrebte Leistung plötzlich nicht mehr bringen. Zudem wurde mir dann auch sehr sehr übel, was zur Folge hatte, dass ich nichts mehr essen und nur noch wenig trinken konnte. Eine unglückliche Kombination.

Wie hast Du es geschafft, vorne zu bleiben?

Es war Glück im Unglück. Bei meinem Teamkollegen Ralf lief es nicht so gut und er ist von vorne zurückgefallen. Er hat mich dann auch immer wieder motiviert, dass ich genug Druck aufs Pedal gebe und kämpfe. Wäre Ralf nicht da gewesen, hätte ich das Rennen abgeschenkt. Ich wäre zwar zu Ende gefahren, aber ich hätte nicht mehr versucht, auf Biegen und Brechen hochzuklettern.

Es gab also dunkle Momente?

Ja, ich habe mich schon gefragt: Für was quälst Du dich jetzt, wenn Du doch eh gleich eingeholt wirst? Es war schon sehr sehr hart, denn mein Puls war weit über meiner Schwelle, nicht aber die Wattwerte. Es war die schlimmste Krise, die ich je in einem Rennen hatte. Ich habe mich im Endeffekt von St. Leonhardt bis ins Ziel gequält. Es ist ehrlich gesagt ein saublödes Gefühl, wenn Du langsam wirst und nur noch da hochkriechst. Ralf war auch beim Bergabfahren hinunter vom Timmelsjoch eine große Hilfe, da ich in seinem Windschatten bleiben konnte.

Ab dem Timmelsjoch wurde es dann besser?

Nein, ich habe mich über den Gegenanstieg gequält und in der Abfahrt kamen die Krämpfe dann wieder zurück. Am Ende waren sie so stark, dass ich im Ziel nicht mal mehr aus den Pedalen ausklicken konnte – es zog von der Zehenspitze bis in die Hüfte an beiden Beinen.

Ist solch ein Sieg unter Schmerzen im Nachhinein nicht viel schöner, weil er emotionaler ist?

Klar, umso schlimmer das Rennen ist, desto mehr hat man dann zu erzählen. Das perfekte Rennen gibt es so selten – 2015 war es das. Aber diesmal war es wirklich sehr sehr intensiv.

Hast Du eine Erklärung für die Krise?

Nein, das werde ich jetzt noch gemeinsam mit meinem Coach Jonas von STAPS analysieren.

Aber trotz aller Qualen, Du willst Deinen Titel 2018 verteidigen?

Ja, natürlich. Der Ötztaler Radmarathon ist ein sehr schönes Rennen. Das will ich auch noch so lange bestreiten, so lange ich sportlich da die vier Gipfel mit Anstand hochkomme. Da wird es dann aber nicht mehr um den Sieg gehen, sondern um den Spaß.

Die Rennanalyse von Laila und ihrem Coach Jonas veröffentlichen wir für euch in den nächsten Tagen – seid gespannt, wo der „Fehler“ lag.

Laila Orenos - Sieg beim Ötztaler Radmarathon 2017

Photo Credit Header: Ötztaler Tourismus

Photo Credit Beitrag: Daniel Beck

Ötztaler Radmarathon 2017 - Tanja Dittrich

Ötztaler Radmarathon 2017 – 42 STAPS-Sportler im Ziel

Die 2017er Ausgabe des Ötztaler Radmarathons geht als teilnehmer-stärkste Ausgabe in die Geschichtsbücher ein. Insgesamt 4.331 Sportlerinnen und Sportler sind am Sonntag in Sölden gestartet, um die 230 Kilometer und 5.500 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Von den 4.331 Startern erreichten 4.000 Sportler das Ziel, darunter 42 STAPS-Sportler. Damit haben sich in diesem Jahr 1% aller Ötzi-Finisher von uns auf die Veranstaltung in Tirol vorbereiten lassen. Vielen herzlichen Dank für euer Vertrauen!

Wir haben ein paar interessante Zahlen zu unseren STAPS-Sportlern für euch gesammelt:

Insgesamt 42 Athletinnen und Athleten, die wir auf den Ötztaler Radmarathon vorbereitet haben, sind erfolgreich in Sölden im Ziel angekommen. Darunter waren zwei Frauen – inklusive der Siegerin Laila Orenos – und 40 Männer.

Der Altersunterschied zwischen dem jüngsten und ältesten Sportler beträgt 46 Jahre. Mit 25 Jahren war Johannes Heumann der jüngste Athlet, Hans-Joachim Müller mit 71 Jahren der älteste. Das Beeindruckende: Trotz – oder vielleicht besser wegen – seiner 71 Jahre und seiner langjährigen Erfahrung finishte Hans-Joachim in einer überragenden Zeit von 10:52.16h.

Die durchschnittliche Zielzeit der STAPS-Sportler lag bei 09:52.57h. Auch wenn die Damen zahlenmäßig in der Unterzahl waren, waren sie doch deutlich schneller als die Männer: Mit Laila Orenos (07:50.44h) und Tanja Dittrich (10:02.55h) finishten die STAPS-Sportlerinnen im Durchschnitt in 8:56.24h und damit exakt eine Stunde schneller als die STAPS-Männer (09:56.11h).

Gerne möchten wir euch einige STAPS-Sportler vorstellen – unsere Ötzi-Portraits:

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Ralf SchönRalf Schön

Zeit: 10:33.15h

Bei STAPS seit: 2010

Alter: 48

Statement zum Ötzi: “2 Zähne zu wenig hinten!”

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Michael Jahn

Michael Jahn

Zeit: 08:53.41h

Bei STAPS seit: Februar 2016

Alter: 43

Statement zum Ötzi: “Das Training war hart, aber dies hat sich bezahlt gemacht und im vierten Anlauf steht eine 8 vorne! Auch wenn es am Timmelsjoch zwischenzeitlich nicht mehr ganz rund lief bei der Nahrungsaufnahme. Danke an Jonas für die gute Betreuung und Motivation in den letzen 1,5 Jahren.“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Tanja Dittrich

Tanja Dittrich

Zeit: 10:02.05

Bei STAPS seit: Dezember 2015

Alter: 28

Statement zum Ötzi: „Knapp daneben ist auch vorbei!“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Elmar Sprink

Elmar Sprink

Zeit: 11:13.50

Bei STAPS seit: 2013

Alter: 45

Statement zum Ötzi: „Spontaner Start bei einem tollen Event. Nach meiner Herztransplantation, ein Rennen mehr von meinem Zettel ;-)“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Sebastian Kelb

Sebastian Kelb 

Zeit: 10:49.18

Bei STAPS seit: 2016

Alter: 39

Statement zum Ötzi: “Leider lief der Ötzi in diesem Jahr gar nicht nach Plan. Die Analyse mit Coach Marc folgt, wenn ich zurück bin. 2018 wird besser!“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Andre Gantzke

André Gantzke

Zeit: 11:44.07

Bei STAPS seit: Februar 2017

Alter: 48

Statement zum Ötzi: „Der Weg war das Ziel mit Belohnung persönliche Bestzeit beim Ötztaler. Es war eine tolle Reise auf der ich viel gelernt habe.“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Mark Pigors

Mark Pigors

Zeit: 08:36.42

Bei STAPS seit: Juni 2017

Alter: 33

Statement zum Ötzi: „Hart, Härter, Ötztaler! Das Motto trifft voll zu.“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Bilgin Aydin

Bilgin Aydin

Zeit: 10:36.55

Bei STAPS seit: 2013

Alter: 45

Statement zum Ötzi: „Wenn du davon träumen kannst, kannst du es auch tun.“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Benjamin Michael

Benjamin Michael

Zeit: 07:54.35

Bei STAPS seit: Frühjahr 2017

Alter: 29

Statement zum Ötzi: „Der Mythos Ötztaler zieht auch viele MTBér in seinen Bann. Für mich ist der Ötztaler eine der härtesten Einheiten im ganzen Jahr und ich freue mich immer wieder mal ohne Schlammpackung ein Rennen bestreiten zu können. Leider hatte ich in diesem Jahr keinen guten Tag erwischt und dann am Jaufen und am Timmelsjoch ausführliche Kuchenpausen eingelegt.“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Bastian Meyendriesch

Bastian Meyendriesch

Zeit: 09:03.11

Bei STAPS seit: März 2016

Alter: 33

Statement zum Ötzi: „Trotz anhaltenden gesundheitlichen Problemen während des Trainings und starken Krämpfen der Beine im Timmelsjoch, Zielzeit fast als Punktlandung ? Nach dem Ötzi ist vor dem Ötzi!!!!!!! Da geht mehr!!!!!!!! ;-)“

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Jacobo Dominguez Ojea

Jacobo Domínguez Ojea

Zeit: 08:24.19

Bei STAPS seit: Dezember 2016

Alter: 40

Statement zum Ötzi: „The guidance and support from STAPS has been fantastic! It is definitely the best investment I have ever done to ride faster.”

 

Ötztaler Radmarathon 2017 - Rene Mayer

René Mayer

Zeit: 07:56.40

Bei STAPS seit: November 2016

Alter: 43

Statement zum Ötzi: „Ziel von unter 8 Stunden trotz eingeschränkten zeitlichen Trainingsressourcen dank optimaler Vorbereitung durch Jonas erreicht!”

Laila Orenos siegt beim Radmarathon Alpen Challenge

Laila Orenos auf dem Weg zur Titelverteidigung beim Ötzi

In diesem Blog wollen wir einen Einblick geben, wie sich die STAPS-Athletin und mehrfache Ötztaler Radmarathon-Siegerin Laila Orenos auf die Titelverteidigung vorbereitet; und warum Pacing-Strategie und Energieaufnahme unmittelbar zusammenhängen – am Beispiel der Alpen Challenge Lenzerheide.

Die unmittelbare Rennvorbereitung auf die Alpen Challenge Lenzerheide startete bei der Schweizerin Laila Orenos am Samstag mit einer Vorbelastung. Wie viele andere Athleten kommt sie damit besser zurecht als mit einem reinen Ruhetag. In dem eineinhalb Stunden dauernden Training sind ganz kurze Intervalle im Spitzenbereich eingebaut. Diese dienen allerdings nicht mehr dazu, einen Trainingsreiz zu setzen, sondern vielmehr den Muskeltonus hoch zu halten, um am Wettkampftag optimal vorbereitet und aktiviert zu sein. Laila fuhr diese Vorbelastung nach einem kohlenhydratreichen Mittagessen und gefüllten Speichern. Schon die gesamte Woche über ernährte sich die Schweizerin kohlenhydratreich, so dass 300 bis 400 Gramm Kohlenhydrate in der Muskulatur und Leber eingelagert werden konnten – Stichwort Carboloading. Zum Abendessen, das sie nicht zu spät – gegen 19:30 – einnahm, gab es Risotto (Reis 150 Gramm trocken) mit Gemüse und ein kleines Schokodessert.

Trainingsplan von Laila Orenos vor der Alpen Challenge zur Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon

Der Rennsonntag begann wie bei vielen Alpenmarathons äußerst früh – und damit auch die Nahrungsaufnahme. Daher lagen zwischen dem Wecken um 3:50 Uhr Rote Beete im Training und Wettkampfund dem Frühstück nur 20 Minuten. Aufgetischt wurden Haferbrei (ca. 60-70 Gramm trocken) mit Hafermilch, Nüssen und Früchten. Dazu nahm Laila dann einen Rote-Bete-Shot, wie schon an den Vortagen in dieser Woche. Die Rote-Bete zeigt seine leistungssteigernde Wirkung durch das anorganische Nitrat am besten als Kur vor dem Wettkampf – siehe hierzu: Science with STAPS – Rote Beete!

Während des Rennens war ein wichtiges Ziel nicht nur die vorgegebene Pacing-Strategie durchzuziehen, sondern auch genug Energie nachzutranken – und zwar eine möglichst hohe Menge an Kohlenhydrate. Die generelle Empfehlung liegt bei 1 bis 1,2 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht. Durch Dauertests im Training und in Marathons hat sich herausgestellt, dass Laila flüssige Produkte (Gels und kohlenhydrathaltige Getränke) besser verträgt als feste Nahrung wie Riegel und mit diesen eine Aufnahmefähigkeit von 80 bis 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde erreicht. Mit ein wichtiger Grund dafür, dass ihre hohe Pace in den Rennen nah an ihrer Schwellenleistung liegen kann. Der hohe Verbrauch an Kohlenhydraten kann durch ihre hohe Zufuhr zu Teilen kompensiert und der Leistungsabfall damit herausgezögert werden.

Bei der Alpen Challenge war folgendes ihre Marschverpflegung:

Laila Orenos - Energiezufuhr beim Alpen-Marathon

Abzüglich 5 Prozent Restmengen in Flaschen und Gels nahm Laila während des Rennens also insgesamt 567 Gramm Kohlenhydrate zu sich. Bei der Renndauer von 6:51 Stunden bedeutet das, dass sie 83 Gramm Kohlenhydrate oder 1,4 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht pro Stunde zuführte. Ihr Gesamtenergieverbrauch lag bei 4.430 Kilokalorien, so dass bei der Energiezufuhr von ca. 2.400 Kilokalorien das Bilanzminus von 2.000 Kilokalorien unter anderem durch das eingelagerte Glykogen in Muskulatur und Leber kompensiert wurde.

Weitere interessante Leistungsdaten, die zeigen, wo die „Energie geblieben ist“:

Durchschnittsleistung (190,6 Kilometer, 6:51 Stunden): 180 Watt

Abulapass (19 Kilometer, 1:07 Stunden): 249 Watt

Splügenpass (28,7 Kilometer, 1:50 Stunden): 223 Watt

Schlussanstieg: (8,2 Kilometer, 0:30 Stunden): 245 Watt

Last but not least, sollten wir bei der Flut an Zahlen und Daten, die Platzierung nicht vergessen. Laila gewann wie die Alpen Challenge Lenzerheide souverän mit 16 Minuten Vorsprung gegenüber der Zweitplatzierten Nina Zoller. Mit ihrer Zeit von 6:51:27 Stunde wäre sie bei den Männern sogar auf Platz zwölf gefahren. Trotz der wechselnden und widrigen Wetterbedingungen blieb sie nur fünf Minuten unter dem von ihr aufgestellten Streckenrekord, damals unter optimalen Bedingungen. Auch der Umstieg auf ihr neues Teamrad mit Scheibenbremsen klappte perfekt, sie fühlte sich in den Abfahrten sehr sicher.

Fazit: Der Ötzi kann kommen!

 

Text: Daniel Beck, Photocredit Header: Sportograf

Laila Orenos beim Engadiner Radmarathon – eine Rennanalyse

Auf dem Weg zum Ötzi mit Laila Orenos

Die von uns betreute Schweizerin Laila Orenos ist die Seriensiegerin des Ötztaler Radmarathons und bereitet sich gerade auf die Titelverteidigung vor. Sie nutzte den Engadiner Radmarathon um sich für den Ötztaler Radmarathon in Form zu bringen. Ganz nebenbei gelang es der 34-Jährigen auch, den Streckenrekord auf der langen Runde zu brechen.

Mit Ofenpass, Forcola die Livigno, Bernina-, Flüela- und Albulapass standen bei der 221 Kilometer lange Runde durch das Engadin fünf wahre Giganten aus Stein im Weg, an denen Laila Orenos Laila Orenos - Rennanalyse des Engadiner Radmarathon in der Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathonihre Pacingstrategie für den Ötztaler Radmarathon durchspielen sowie ihre Form testen wollte. Rund sieben Wochen vor dem Saisonhighlight ist das ein idealer Zeitpunkt, um zu sehen, wo der Athlet steht und gegebenenfalls noch das Training zu verändern.

Wir haben uns mit Laila zusammen den Engadiner Radmarathon bewusst ausgesucht, damit sie unter Wettkampfbedingungen kürzere Anstiege schneller fährt. Denn an der Spitze des Frauenfeldes beim Ötzi wird oft sehr unrhythmisch gefahren, was bedeutet, dass phasenweise zum Beispiel auch oberhalb der Schwelle gefahren werden muss, um dranzubleiben. In Zahlen ausgedrückt: die kürzeren Anstiege beim Engadiner Radmarathon sollen mit 30 bis 40 Watt mehr Leistung gefahren werden, als die längeren Anstiege beim Ötzi. Der zweite wichtige Punkt, der aus unsere Sicht für den Radmarathon in der Schweiz sprach, war die Tatsache, dass der Albulapass mit seinen 24 Kilometern dazu genutzt werden soll, gegen Ende des Rennens – nach ca. fünf Stunden – noch möglichst die Ötzipace aufrecht zu erhalten. Laila sollte selbst „erfahren“, dass auch höhere Intensitäten zu Beginn eines Rennens, die Leistung “hinten raus” nicht unbedingt negativ beeinflussen müssen – eine clevere Pacing-Strategie vorausgesetzt.

Laila Orenos - Rennanalyse des Engadiner Radmarathon in der Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon

Das Rennen im Detail

Erster Anstieg: Ova Spin

Das Rennen startet gleich mit einem ca. sieben Kilometer langen Anstieg in Richtung Ofenpass, der immer sehr schnell gefahren wird. „Hier Emma Pooley zu folgen wäre für mich aber nicht möglich, sie fährt diesen Abschnitt deutlich schneller als ich“, sagt Laila Orenos. Zur Erklärung: Emma Pooley ist eine ehemalige Weltklasserennradfahrerin, sowie aktive -duathletin, die extrem hohe Intensitäten fahren kann. Für Laila Orenos ging es am Ofenpass darum, nicht zu viel Zeit zu verlieren, damit sie eine schnelle Gruppe erwischt, mit der sie kräftesparend aber zügig über die Flachstücke bis zum nächste Anstieg kommt. Das gelang ihr, sie konnte die Zielvorgabe umsetzen.

Länge: 5,8 Kilometer

Zeit: 20:26 min

Zielvorgabe: 270-275 Watt

Erzielte Leistung: 274 Watt

Zweiter Anstieg: Forcola di Livigno

„Auf dem Flachstück bis zur Forcola di Livigno, konnte ich mich gut erholen und verpflegen“ erklärt Orenos, da es dort keine Attacken gab und man dieses Stück einfach als Transfer nutzte. „Erst am Anstieg wurde wieder mehr Druck gemacht. Wir sind dann in einer großen Gruppe auf den Pass gefahren. Nina Zoller und ich blieben zusammen und sind gemeinsam in die Abfahrt“, so Orenos weiter. Die Pacingvorgabe wurde nicht ganz erreicht, da es mit der Gruppe langsam in den Anstieg ging.

Länge: 10 km

Zeit: 27:24 min

Zielvorgabe: 250-260 Watt

Erzielte Leistung: 238 Watt // letzten 4km (14min) 260W

Dritter Anstieg: Berninapass

Nach nur einer kurzen Abfahrt vom Forcola di Livigno, ging es gleich mit Vollgas in den Anstieg zum Bernina. „Da nicht viel Zeit zur Erholung blieb, musste ich reißen lassen, konnte die kleine Lücke aber bis zum Pass wieder schließen“, sagt Orenos. „Oben auf dem Berninapass ist es sehr wichtig mit einer Gruppe in die Abfahrt zu gehen, da es die nächsten 40 Kilometer tendenziell bergab geht“, so Orenos weiter, die dann mit ihrem Peloton im flacheren Teil auf die Gruppe vor ihr auffuhr, in der sich auch Emma Pooley befand.

Länge: 2,8km

Zeit: ca. 12:18 min

Zielvorgabe: 250-260 Watt

Erzielte Leistung: 263 Watt

Vierter Anstieg: Flüelapass

„Hier musste ich zuerst wieder den Rhythmus finden, versuchte trotzdem zügig in den Pass zu fahren. Es reichte aber nicht Nina und Emma zu folgen und ich bin für mich mein Tempo gefahren“,Laila Orenos - Rennanalyse des Engadiner Radmarathon in der Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon sagt Laila Orenos. Als erstes am Passschild kam Emma Pooley an, 30 Sekunden dahinter Nina Zoller und wieder 30 Sekunden später Laila Orenos. In der unteren Hälfte der Abfahrt konnte Laila Orenos wieder auf Nina Zoller aufschließen. Da Emma Pooley auf dem Flüelapass einen Hungerast erlitt und sich am Gipfel ordentlich verpflegen musste, konnte sie den Rückstand nicht mehr verringern. „Als Zweier-Team sind Nina und ich die gut 30 Kilometer von Davos bis nach Alvaneu gefahren“, so Orenos.

Länge: 12,6 km

Zeit: 51:47min

Zielvorgabe: 240-250 Watt

Erzielte Leistung: 243 Watt  // Beginn des Anstiegs 4km (17min) 254W // Rest 237W

Fünfter Anstieg: Albulapass

Kurz vor dem Anstieg wurde das Duo von einer Gruppe aufgefahren. „Da Emma Pooley aber nicht dabei war, sind Nina und ich zügig in den Albula gefahren. Nach dem ersten Drittel des langenLaila Orenos - Rennanalyse des Engadiner Radmarathon in der Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon Anstiegs musste mich Nina ziehen lassen und es gelang mir, bis zur Passhöhe meinen Vorsprung kontinuierlich auf 10 Minuten auszubauen“, sagt Laila Orenos, die mit 216 Watt im Durchschnitt unter ihrer Zielvorgabe – der angestrebten Pace beim Ötzi – blieb. Auf den letzten 24 Kilometern bekam die Schweizerin thermische Unterstützung – nämlich Rückenwind, der ihr auch half ihren Vorsprung zu verteidigen. Sie holte sich nicht nur den Sieg, sondern konnte mit ihrer Zeit von 6:51:04 Stunden auch einen neuen Streckenrekord aufstellen.

Länge: 24 km

Zeit: 1:29:32 h

Zielvorgabe: 230-245 Watt

Erzielte Leistung: 216 Watt // ca. 1. Drittel 229W // Rest 213W

Fazit

Wir, wie auch Laila sind sehr zufrieden mit dem Rennen und ihrer Leistungsfähigkeit. Sie konnte trotz eines sehr unrhythmischen Rennens die Leistungsvorgaben aufrecht halten, gerade auch nach der langen Fahrzeit, und wird den diesjährigen Ötzi voraussichtlich mit etwas mehr Leitungsfähigkeit bestreiten können als im Jahr zuvor. „Mir hat diese Bestätigung sehr gut getan und ich weiß jetzt, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, so die Appenzellerin. Die nächsten Schritte auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung und dem damit verbundenem vierten Sieg (!) in Folge sind ein Trainingslager in den Bergen Mitte Juli, sowie Anfang August die Alpen Challenge in Lenzerheide, die dem Ötzi noch näherkommt, in Bezug auf Länge und Steigungsgrade der Pässe.Laila Orenos - Rennanalyse des Engadiner Radmarathon in der Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon

Photocredit Beitragsbild Laila Orenos: Alpen Challenge/Henning Angerer

Race Across America-Starter und STAPS-Sportler Guido Löhr

4.800 Kilometer von West nach Ost – STAPS-Sportler beim Race Across America 2017

Niemand wird der Aussage widersprechen, dass das Race Across America das härteste Radrennen der Welt ist. Über 4.800 Kilometer und 30.000 Höhenmeter sind auf dem Weg von Oceanside (Kalifornien) nach Annapolis (Maryland) als Solo-Starter, im 2er-, 4er oder 8er-Team zurück zu legen. Eine Herausforderung, der sich wie schon in den vergangenen Jahren auch dieses Jahr wieder einige STAPS-Sportler stellen.

Nicht nur die Streckenlänge, die zu bewältigenden Höhenmeter und der spätestens am 3. Tag horrende Schlafmangel machen das RAAM besonders. Auch die äußeren Bedingungen sind mehr als widrig: Nach dem Start in Kalifornien durchqueren die Ultraausdauer-Athletinnen und Athleten die Mojawe-Wüste. Temperaturen weit oberhalb der 40 Grad sind dabei quasi „Standard“. Hat man die Wüste hinter sich gelassen, folgen mit den Rocky Mountains nicht nur extrem lange Anstiege, sondern vor allem das dauerhafte Radfahren weit oberhalb von 2.000m über dem Meeresspiegel. Mehr als 1.000 Kilometer der Gesamtstrecke sind oberhalb von 2.000m Höhe zu fahren, der höchste Punkt liegt deutlich über 3.000m – Umgebungsvariablen, die in Europa eigentlich nicht vorzufinden sind.

Race Across America – an Komplexität nicht zu überbieten

Mit dem Race Across America verbindet uns bei STAPS seit Jahren eine ganz besondere Beziehung. Zum einen liefert das Rennen alle extremen Variablen, die in der Sportwissenschaft Anwendung finden. Extreme Temperaturen, die Belastung in großen Höhen, Schlafmangel – wir sind auf allen Ebenen herausgefordert, unsere Expertise in die Praxis umzusetzen. Zum anderen

Stefan Schlegel beim Race Across America

ist das RAAM – anders als man es möglicherweise vermutet – keine „lockere“ Ultra-Fahrt. Um diese Veranstaltung erfolgreich zu beenden, ist eine enorme Leistungsfähigkeit gefragt. Bedenkt man, dass das von uns trainierte Heinemann XP-Team in 2014 die 4.800 Kilometer als 2er-Team in 6 Tagen und 9 Stunden beendete, lässt sich erahnen, welche Intensitäten und Geschwindigkeiten über fast eine Woche Tag und Nacht zu fahren sind. Der Schlüssel zum Erfolg ist neben der Vorbereitung auf die Extrem-Bedingungen und der optimalen Trainingsvorbereitung vor allem eins: die Ernährung der Athleten.

Die Ernährungs-Devise „herkömmlicher“ Rennen auf das Race Across America zu übertragen und zum Beispiel pro Stunde 60-80g Kohlenhydrate aufzunehmen, würde in kläglichem Scheitern enden. Das RAAM ist derartig komplex, dass gerade für die Solo- und 2er-Team-Starter, die nur kaum bis keine Zeit für normale Mahlzeiten haben, ausgefeilte Ernährungsstrategien nötig sind, die weit über Standard-Empfehlungen hinausgehen und individuell auf die Athleten abgestimmt sein müssen.

Die STAPS-Historie beim RAAM

Unsere ersten Athleten hatten wir 2014 am Start des härtesten Radrennens der Welt. Die Solo-Starter Guido Löhr und Stefan Schlegel haben wir dabei auf die Veranstaltung vorbereitet. Die beiden Extremsportler belegten am Ende jeweils Top10-Platzierungen mit Guido Löhr als Rookie des Rennens auf Platz 10, Stefan Schlegel sogar auf Platz 5.

Im gleichen Jahr gelang uns zudem mit dem Heinemann-XP-Team ein besonderer Erfolg: Begleitet von den beiden STAPS-Trainern Jonas Kraienhorst und Björn Geesmann konnte das 2er-Team um die Athleten Anders Asberg und Axel Fehlau das RAAM nicht nur gewinnen, sondern mit 6 Tagen und 9 Stunden gleichzeitig den immer noch bestehenden Streckenrekord aufstellen.

Von den spannenden letzten Meilen, auf denen wir damals ein Duell gegen die „Flying Beasts“ um den Sieg des Ultra-Rennens ausgefochten haben, berichtet dieser Blog-Beitrag:

Throwback-Thursday: Rückblick auf das RAAM 2014

Das Heinemann XP-Team 2.0 und Guido Löhr

RAAM 2017: Guido Löhr, Heinemann XP & GermanG8tors

Auch für die 2017er-Auflage des Rennens durften wir wieder einige Sportler mit unserer Expertise und unseren Erfahrungen auf die 4.800 Kilometer von West nach Ost vorbereiten:

Nach seinem Rookie-Jahr 2014 wagt sich Guido Löhr ein zweites Mal auf die Strecke und möchte in diesem Jahr seine Top10-Platzierung noch einmal nach oben korrigieren.Heinemann XP-Team 2.0 beim Race Across America

Am Start steht auch das Team Heinemann XP 2.0. Ein Mixed-Team bestehend aus Beppo Miebach, Rolf Nett, Rene Döring und Britta Diehl, die ebenfalls in den kommenden Tagen auf die Strecke gehen werden und ihre langjährige RAAM-Erfahrung aus diversen Starts als Fahrer oder Supporter wieder mal unter Beweis stellen wollen.

Ebenfalls dabei ist das 8er-Team der GermanG8tors, von denen einige Fahrer in diesem Jahr von uns auf das RAAM vorbereitet wurden. Teil des Teams ist unter anderem auch unser langjähriger STAPS-Sportler Ralf Schön, der in diesem Jahr neben dem Race Across America auch noch an den Ironman Weltmeisterschaften sowohl auf der 70.3-Distanz (Chattanooga, Tennessee) als auch auf der kompletten Distanz (Kona, Hawaii) teilnehmen wird. Das Besondere bei Ralf: 12 Stunden strukturiertes STAPS-Training pro Woche reichen für derartige Erfolge aus!

RAAM Live-Tracking

Anders, als man es zum Beispiel von Ironman-Veranstaltungen gewohnt ist, ist das Live-Tracking beim Race Across America sehr gut ausgebaut. Dazu empfehlen wir euch folgende Kanäle:

Live-Tracking des Race Across America:

www.raceacrossamerica.org/live-tracking.html

RAAM-Teilnehmer 2017:

www.raceacrossamerica.org/race-roster.html

Blog von Guido Löhr mit allen wichtigen Infos:

www.steilberghoch.com/

Facebook-Kanal Guido Löhr mit zahlreichen Bildern:

www.facebook.com/steilberghoch/

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen und Teilnehmern des RAAMs alles Gute, eine verletzungs- und unfallfreie Fahrt durch die Staaten und natürlich viel Spaß und Erfolg!

 

Photocredit Guido Löhr/ Stefan Schlegel: @ Saron Duchardt