Race Across America-Starter und STAPS-Sportler Guido Löhr

4.800 Kilometer von West nach Ost – STAPS-Sportler beim Race Across America 2017

Niemand wird der Aussage widersprechen, dass das Race Across America das härteste Radrennen der Welt ist. Über 4.800 Kilometer und 30.000 Höhenmeter sind auf dem Weg von Oceanside (Kalifornien) nach Annapolis (Maryland) als Solo-Starter, im 2er-, 4er oder 8er-Team zurück zu legen. Eine Herausforderung, der sich wie schon in den vergangenen Jahren auch dieses Jahr wieder einige STAPS-Sportler stellen.

Nicht nur die Streckenlänge, die zu bewältigenden Höhenmeter und der spätestens am 3. Tag horrende Schlafmangel machen das RAAM besonders. Auch die äußeren Bedingungen sind mehr als widrig: Nach dem Start in Kalifornien durchqueren die Ultraausdauer-Athletinnen und Athleten die Mojawe-Wüste. Temperaturen weit oberhalb der 40 Grad sind dabei quasi „Standard“. Hat man die Wüste hinter sich gelassen, folgen mit den Rocky Mountains nicht nur extrem lange Anstiege, sondern vor allem das dauerhafte Radfahren weit oberhalb von 2.000m über dem Meeresspiegel. Mehr als 1.000 Kilometer der Gesamtstrecke sind oberhalb von 2.000m Höhe zu fahren, der höchste Punkt liegt deutlich über 3.000m – Umgebungsvariablen, die in Europa eigentlich nicht vorzufinden sind.

Race Across America – an Komplexität nicht zu überbieten

Mit dem Race Across America verbindet uns bei STAPS seit Jahren eine ganz besondere Beziehung. Zum einen liefert das Rennen alle extremen Variablen, die in der Sportwissenschaft Anwendung finden. Extreme Temperaturen, die Belastung in großen Höhen, Schlafmangel – wir sind auf allen Ebenen herausgefordert, unsere Expertise in die Praxis umzusetzen. Zum anderen

Stefan Schlegel beim Race Across America

ist das RAAM – anders als man es möglicherweise vermutet – keine „lockere“ Ultra-Fahrt. Um diese Veranstaltung erfolgreich zu beenden, ist eine enorme Leistungsfähigkeit gefragt. Bedenkt man, dass das von uns trainierte Heinemann XP-Team in 2014 die 4.800 Kilometer als 2er-Team in 6 Tagen und 9 Stunden beendete, lässt sich erahnen, welche Intensitäten und Geschwindigkeiten über fast eine Woche Tag und Nacht zu fahren sind. Der Schlüssel zum Erfolg ist neben der Vorbereitung auf die Extrem-Bedingungen und der optimalen Trainingsvorbereitung vor allem eins: die Ernährung der Athleten.

Die Ernährungs-Devise „herkömmlicher“ Rennen auf das Race Across America zu übertragen und zum Beispiel pro Stunde 60-80g Kohlenhydrate aufzunehmen, würde in kläglichem Scheitern enden. Das RAAM ist derartig komplex, dass gerade für die Solo- und 2er-Team-Starter, die nur kaum bis keine Zeit für normale Mahlzeiten haben, ausgefeilte Ernährungsstrategien nötig sind, die weit über Standard-Empfehlungen hinausgehen und individuell auf die Athleten abgestimmt sein müssen.

Die STAPS-Historie beim RAAM

Unsere ersten Athleten hatten wir 2014 am Start des härtesten Radrennens der Welt. Die Solo-Starter Guido Löhr und Stefan Schlegel haben wir dabei auf die Veranstaltung vorbereitet. Die beiden Extremsportler belegten am Ende jeweils Top10-Platzierungen mit Guido Löhr als Rookie des Rennens auf Platz 10, Stefan Schlegel sogar auf Platz 5.

Im gleichen Jahr gelang uns zudem mit dem Heinemann-XP-Team ein besonderer Erfolg: Begleitet von den beiden STAPS-Trainern Jonas Kraienhorst und Björn Geesmann konnte das 2er-Team um die Athleten Anders Asberg und Axel Fehlau das RAAM nicht nur gewinnen, sondern mit 6 Tagen und 9 Stunden gleichzeitig den immer noch bestehenden Streckenrekord aufstellen.

Von den spannenden letzten Meilen, auf denen wir damals ein Duell gegen die „Flying Beasts“ um den Sieg des Ultra-Rennens ausgefochten haben, berichtet dieser Blog-Beitrag:

Throwback-Thursday: Rückblick auf das RAAM 2014

Das Heinemann XP-Team 2.0 und Guido Löhr

RAAM 2017: Guido Löhr, Heinemann XP & GermanG8tors

Auch für die 2017er-Auflage des Rennens durften wir wieder einige Sportler mit unserer Expertise und unseren Erfahrungen auf die 4.800 Kilometer von West nach Ost vorbereiten:

Nach seinem Rookie-Jahr 2014 wagt sich Guido Löhr ein zweites Mal auf die Strecke und möchte in diesem Jahr seine Top10-Platzierung noch einmal nach oben korrigieren.Heinemann XP-Team 2.0 beim Race Across America

Am Start steht auch das Team Heinemann XP 2.0. Ein Mixed-Team bestehend aus Beppo Miebach, Rolf Nett, Rene Döring und Britta Diehl, die ebenfalls in den kommenden Tagen auf die Strecke gehen werden und ihre langjährige RAAM-Erfahrung aus diversen Starts als Fahrer oder Supporter wieder mal unter Beweis stellen wollen.

Ebenfalls dabei ist das 8er-Team der GermanG8tors, von denen einige Fahrer in diesem Jahr von uns auf das RAAM vorbereitet wurden. Teil des Teams ist unter anderem auch unser langjähriger STAPS-Sportler Ralf Schön, der in diesem Jahr neben dem Race Across America auch noch an den Ironman Weltmeisterschaften sowohl auf der 70.3-Distanz (Chattanooga, Tennessee) als auch auf der kompletten Distanz (Kona, Hawaii) teilnehmen wird. Das Besondere bei Ralf: 12 Stunden strukturiertes STAPS-Training pro Woche reichen für derartige Erfolge aus!

RAAM Live-Tracking

Anders, als man es zum Beispiel von Ironman-Veranstaltungen gewohnt ist, ist das Live-Tracking beim Race Across America sehr gut ausgebaut. Dazu empfehlen wir euch folgende Kanäle:

Live-Tracking des Race Across America:

www.raceacrossamerica.org/live-tracking.html

RAAM-Teilnehmer 2017:

www.raceacrossamerica.org/race-roster.html

Blog von Guido Löhr mit allen wichtigen Infos:

www.steilberghoch.com/

Facebook-Kanal Guido Löhr mit zahlreichen Bildern:

www.facebook.com/steilberghoch/

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen und Teilnehmern des RAAMs alles Gute, eine verletzungs- und unfallfreie Fahrt durch die Staaten und natürlich viel Spaß und Erfolg!

 

Photocredit Guido Löhr/ Stefan Schlegel: @ Saron Duchardt