Der Weg zur perfekten Aeroposition

5 Tipps auf dem Weg zur perfekten Aero-Position – Dein Fitting-Fahrplan!

In der Weltelite des Radsports und Triathlons nimmt die Aerodynamik mittlerweile einen immensen Stellenwert ein. Erfolg ist in der Spitze dieser beider Ausdauersportarten eigentlich nicht mehr möglich, ohne die Analyse und Optimierung des eigenen Setups und der Aerodynamik. Aber wie sieht eigentlich der Entstehungsprozess hinter den Aero-Positionen von Jan Frodeno und Tony Martin aus? Und gibt es wirklich einen Unterschied zwischen den Top-Athleten und dem Radfahrer oder Altersklassen-Triathleten? In unserem STAPS Advisor zeigen wir Dir den Weg zu Deiner Aero-Position!

Wir haben für Dich die entscheidenden Tipps zusammengestellt, die Dich richtig schnell machen – zum Download des STAPS Advisor #2!

Die perfekte Aero-Position besteht aus zwei Elementen, die ineinandergreifen: Biomechanik und Aerodynamik. In derAdvisor #2 - 5 Tipps auf dem Weg zur perfekten Aero-Position - dein Fitting-Fahrplan! - Infografik Sportler-Sprache gesprochen umfasst die Biomechanik sämtliche Interaktionen zwischen Mensch und Maschine, in Bezug auf Komfort, Kraftübertragung und Stabilität. Die Aerodynamik beschreibt sämtliche Faktoren, die zur Reduzierung des Luftwiderstands – der hauptsächlich vom Sportler selber ausgeht – beitragen.

Die individuelle aerodynamische Sitzposition muss immer zu den körperlichen Voraussetzungen und der Leistungsfähigkeit des Fahrers passen. Dies rein aus aerodynamischen Gesichtspunkten zu betrachten, wäre kontraproduktiv, denn der Athlet muss die Position auch dauerhaft halten müssen. Rutscht er beispielsweise im Sattel hin und her, beeinflusst er den Tretzyklus derart, dass er an Leistung verliert.

Die Optimierung sowohl der Biomechanik als auch der Aerodynamik sind die Schlüssel zum Erfolg, wenn es um das Finden einer optimalen Aero-Position geht. Diesen Weg gehen wir mit jedem Profiathleten und möchten Dir gerne die einzelnen Bestandteile des Fitting-Prozesses vorstellen.

Ein wichtiges Vorwort von uns: Für den Einzelnen ist nicht jeder Tipp der in diesem Advisor beschriebenen wird, umzusetzen. Vielleicht hast Du bereits eine sehr gute Ausgangsbasis oder benutzt Maßeinlagen, die perfekt funktionieren. Unser Advisor soll lediglich aufzeigen, welche Schritte auf dem Weg zur perfekten Aero-Position alle möglich sind.

Diagnostiken, Training und BikeFittings jetzt auch in München - Eröffnungsfeier unseres neuen Instituts

Eröffnungsfeier unseres neuen Münchener Instituts

O zapft is – das neue Münchener Institut ist eröffnet

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Besuchern bedanken, die mit uns am vergangenen Samstag die Eröffnung unseres neuen Instituts in München gefeiert haben. Das war ein toller Tag mit vielen spannenden Gesprächen. Es hat uns viel Spaß bereitet, euch unsere neuen Räumlichkeiten zu zeigen. In den nächsten Tagen folgen weitere Bilder aus unserem neuen Diagnostik- und BikeFitting-Labor. Jetzt möchten wir euch erstmal die Bilder unserer Eröffnungsfeier zeigen!

P.s.: De Junga und Madl in den feschn Wiesn-Drachdn san vo STAPS! 😉

Photo: Saron Duchardt | saronduchardt.de

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Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

Weltmeisterschaft im Berglauf über die Langstrecke: ein Erfahrungsbericht von STAPS-Coach Lukas Naegele

STAPS-Coach Lukas Naegele verbringt seine Zeit, wenn er sich nicht gerade um unsere Athleten kümmert, laufend. Nicht einfach nur flach und geradeaus; gerne auch extrem steil berghoch und über Stock und Stein. Im August hat Lukas als Teil der deutschen Nationalmannschaft an den Weltmeisterschaften im Berglauf über die Langstrecke teilgenommen. In seinem Bericht erhaltet ihr einen Einblick in seine Erlebnisse:

Intensives Erlebnis bei der Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaft in Premana (Italien)

Erfahrungsbericht von Lukas Naegele

Dunkle Wolken stehen am Himmel, Hubschrauberlärm kreist über uns, Schweißperlen laufen über mein Gesicht. Aus Lautsprechern dröhnt motivierende Musik, immer wieder übertönt durch die laute Stimme des italienischen Moderators. Die Häuser sind geschmückt mit Girlanden, hinter den Straßenabsperrungen versammeln sich Zuschauer bereits in Zweier- und Dreierreihen.

Das kleine, beschauliche Örtchen Premana, unweit des Comer Sees an den steilen Hängen der Bergamasker Alpen gelegen, hat sich rausgeputzt für den großen Tag. Für den Tag an dem hier die offizielle Weltmeisterschaft der IAAF (International Association of Athletics Federations) im Berglauf über die Langstrecke stattfindet. Es ist der 6. August 2017, morgens um kurz vor 8. Die Luftfeuchtigkeit beträgt gefühlte 90%, die Temperatur an diesem Tag kratzt bereits an der 30°C-Marke.

Als Teil eines 4-köpfigen Männerteams zusammen mit Florian Reichert, Thomas Kühlmann und Marcel Krieghoff liegt vor uns eine der härtesten Strecken, die jemals für eine solche WM ausgewählt wurde. 32 Kilometer mit schweren 2.600 Höhenmetern, verteilt auf 3 Berge stehen auf dem Programm. In der Frauenwertung vertreten Maria Koller und Tanja Grießbaum die deutschen Farben.Nationalmannschaft Berglauf Trailrunning

„…representing GERMANY!“, hallt es durch die Gassen des Bergdorfs. Als Team werden wir aufgerufen und zur Startlinie geführt. Gänsehaut. Weltmeisterschaft. Ich bin wieder dabei. Was für ein Gefühl! Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Stolz erfüllt mich, dass ich nach der WM 2016 in Slowenien auch dieses Jahr wieder das Nationaltrikot tragen und mich mit den besten der Welt messen darf.

Der erste Kilometer führt steil bergab durch die Straßen von Premana. Ich blicke mich um: Alle, die hier jetzt laufen, sehen fit aus; alle, die jetzt hier die Straßen hinunter prügeln, haben Dampf in den Beinen und alle, die sich jetzt auf diese extreme Strecke wagen, haben es sich verdient hier dabei sein zu dürfen. Ehrfurcht erfüllt mich! Es ist die Phase des Rennens, in der der Kopf gerne anfängt alles zu hinterfragen: das Training, die Form, die Strecke, die Konkurrenz. Wie immer versuche ich den Gedanken keine Bedeutung beizumessen.

Die ersten Höhenmeter sind schrecklich. Meine Beine fühlen sich an wie Blei. Einer nach dem anderen tippelt leichtfüßig an mir vorbei. „Wo ist meine Leichtigkeit? Wo ist all das harte Training hin?“ Ein Donner reißt mich aus meinen Gedanken. Dicke Tropfen prasseln auf mich ein. „Was wird das nur für ein Tag?“ Nur mit Mühe schaffe ich es einen Rhythmus zu finden. Steil schlängelt sich der Weg nach oben. Schon nach kurzer Zeit wechsele ich das erste Mal in den Geh-Modus. Ich stelle alles in Frage, überlege mir, ob das Rennen auf Grund von Gewitter wohl auch abgebrochen werden würde. Ich hätte nichts dagegen gehabt in diesem Moment. Ich fühle mich schlecht, nicht würdig dieses Trikot mit der großen, roten Aufschrift „GERMANY“ tragen zu dürfen.

Irgendwo an Position 45 liegend erreiche ich den ersten höchsten Punkt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich und das Rennen komplett abgeschrieben. Es schien mir unvorstellbar einen, geschweige denn zwei weitere Berge dieser Kategorie auch nur annähernd sportlich zu bewältigen. Also aufgeben? Bei einer WM? Mitten im Nirgendwo? Niemals: „Aufgeben ist keine Option!“ Dieser Satz begleitet mich den ganzen ersten steilen und sehr technischen Downhill. Unten warten mein Papa und meine Schwester. Und eine Verpflegungsstation. Ich bleibe stehen, kippe alles in mich rein, was angeboten wird. Und dann weiter, immer weiter! Aufgeben ist keine Option!

Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

Erst flacher, später immer steiler, technischer, alpiner werdend geht es Höhenmeter um Höhenmeter nach oben. Zumindest überholt mich niemand mehr und die Waden fühlen sich auch etwas lockerer an. „Ich werde dieses Rennen also vielleicht doch beenden können“, geht es mir durch den Kopf. Die letzten Meter des zweiten Anstiegs sind einzigartig. Noch immer grollen die Donner über uns hinweg und trotzdem säumen mehrere 100 Zuschauer mitten in den hochalpinen Bergen an diesem extrem steilen Abschnitt das große Finale durch eine schmale Gebirgsscharte. Musik dröhnt aus Boxen. Die Leute brüllen einen förmlich den Trail nach oben. Gänsehaut, ein Lächeln… Ich kann es mir nicht verkneifen. Für ein paar Sekunden fühle ich mich leicht wie eine Feder. Alpe d’Huez-Feeling!

Der folgende Downhill ist extrem. Die nassen Steine auf dem verblockten Trail lassen keinen Fehler zu. Die richtige Balance zwischen Risiko und Vorsicht ist gefragt. Ein schmaler Grat, wie ich selbst erfahren muss. Ein Sturz bringt mich aus der Fassung: Adrenalin, Verunsicherung und wieder die Gedanken ans Aufgeben. Ich laufe weiter, denke an die anderen aus dem Team. Aktuell befinde ich mich immer noch an dritter Stelle bei den deutschen Männern und falle damit ins Ranking für die Mannschaftswertung. Ein Grund mehr, diesen wahnsinnigen Lauf zu Ende zu bringen.

Trailrunning: Berglauf Weltmeisterschaft über die Langstrecke mit Lukas Naegele

An jeder Verpflegungsstation halte ich nun ein paar Sekunden an, schütte abwechselnd Cola und Wasser in mich hinein, wohl wissend, dass es am letzten Berg ganz darauf ankommen wird, energetisch nicht leer zu gehen. Der Plan geht auf! Allmählich kommt mir ein Läufer nach dem anderen entgegen. Und ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass das, was ich hier veranstalte etwas mit Laufen zu tun hat. Die Aufholjagd hat begonnen. Kämpfen! Beißen! Und das Ding nun doch noch anständig nach Hause bringen. „Top 30 wäre doch ok!“ Am Ende des letzten Berges habe ich mich Team-intern auf Rang zwei vorgearbeitet, und befinde mich wohl irgendwo in den tiefen 30er Rängen. Erleichterung macht sich innerlich breit. Jetzt noch einmal über extrem verblocktes Gelände den letzten Downhill konzentriert laufen. Es geht gut. Da ist er dieser Rhythmus, nach dem ich so lange gesucht habe. Ich spiele mit dem Gelände, habe das Gefühl es unter Kontrolle zu haben. Nochmals überhole ich zwei, drei Läufer und biege alleine auf die Straße ein, die wir vor 3,5 Stunden nach dem Start in 3:00er Pace bergab gerannt sind. Die letzten Meter. Die Stimmung ist ohrenbetäubend. Italien feiert ihre Helden und jeden einzelnen Finisher. Ich kann es genieße, trotz eines so schwierigen Rennens, das alles bot und als ein absolut einzigartiger Wettkampf für mich in Erinnerung bleiben wird.

Dass am Ende ein 27. Platz steht, stimmt mich zufrieden. Mit der Teamwertung erreichen wir den 8. Platz, sicherlich auf dem Papier enttäuschend nach der Bronzemedaille im vergangenen Jahr, aber letzten Endes stellt sich für mich nach einem solchen Wettkampf die Frage, ob der Erfolg, die Medaille, oder die faktische Platzierung tatsächlich immer alles ist. Vielmehr ist es doch die Begeisterung und die Leidenschaft, die uns dazu bewegt, diesen Sport ausüben. Ein solches Rennen beinhaltet so viele emotionale Höhen und Tiefen, stellt einen vor so viele Herausforderungen, bietet atemberaubende Natur und wahnsinnige Bilder. Es ist tragisch, emotional, begeisternd, mitreißend und am Ende für jeden, der es ins Ziel schafft, ein wahnsinnig intensives Erlebnis.

Optimierung der Sitzposition auf dem Rad - neue BikeFittings bei STAPS

Neu bei STAPS: High-End BikeFittings in Köln, Hamburg und München!

STAPS steht für weltweit einzigartige Leistungsdiagnostiken, individuelle Trainingsbetreuungen und Aero-Fittings, die euch wirklich schneller machen. Das ist eine ganze Menge. Doch wir wollen immer das Beste aus euch herauskitzeln – und aus uns auch. Deshalb erweitern wir unser Angebot und präsentieren unser neues High-End BikeFitting-Labor!

Ihr wisst, dass wir keine halben Sachen machen. Deshalb fangen wir auch nicht mit einem einzigen Labor an, sondern „fitten“ euch an all unseren Standorten in Köln, Hamburg und München. Wir gehen damit den nächsten Schritt, nachdem wir 2015 mit dem STAPS get-AERO! ein Aero-Fitting eingeführt haben, das sich dank unserer Formel-1-ähnlichen Messtechnik und unseres Know-Hows schnell bei Profis wie Jan Frodeno, Tony Martin oder Daniela Sämmler als neuer Standard etabliert hat.

neue Bikefittings bei STAPS zur Optimierung Ihrer SitzpositionWer einmal eine STAPS-Leistungsdiagnostik gemacht hat, kennt es ganz genau: Wir schauen uns nicht nur einen Bereich der Leistungsfähigkeit an, sondern alle für den sportlichen Erfolg relevanten. Daraus erstellen wir ein Diagramm, das euch genau zeigt, wo eure Stärken liegen – aber auch eure Schwächen sichtbar macht.  Gemeinsam arbeiten wir dann an einem möglichst gleichmäßigen Abbild eurer Leistungsfähigkeit.

Mit unserem eigenen Leistungsdiagramm waren wir zuletzt allerdings nicht mehr ganz zufrieden. Was tun? Daran arbeiten! Es neu zeichnen.Satteldruckmessungen am Rad - Die optimale Sitzposition, Herstellung eines Maßsattels

Nachdem wir auf der Radbahn sehr häufig mit der Messtechnik und den Fitting-Experten der Münsteraner Firma gebioMized zusammengearbeitet haben, ist uns aufgefallen, dass unser Fitting-Sektor optimiert werden kann. In Verbindung mit unserem STAPS get-AERO!-Test sehen wir Möglichkeiten, die wir für euch nutzen wollen: Die Videoanalyse während eines dynamischen Fittings, die Messungen von Sattel-, Fuß- und Armpad-Druck an den Kontaktstellen zum Rad sowie die Möglichkeit euch mit Maßeinlagen und Maßsätteln auszustatten. Daher statten wir unsere Standorte mit Laboren aus, die exakt nach dem etablierten Standards eines gebioMized concept labs aufgebaut sind.

Wir machen euch noch schneller!

Mit dem gesamten gebioMized-Team haben wir in den letzten zwei Jahren zahlreiche Profiathleten betreut. Radsportler wie Tony Maßsättel und Maßeinlagen für Ihr Rad und Ihre perfekte Sitzposition - nie wieder SitzbeschwerdenMartin und Nairo Quintana, die Teams von Katusha Alpecin und Movistar, ebenso Triathleten wie Jan Frodeno, Andi Böcherer, Boris Stein, Daniela Sämmler oder Patrick Lange haben wir aero- und biomechanisch optimiert. Jetzt bieten wir die einzigartige Kombination aus biomechanischem und aerodynamischem Fitting auch für Hobby- und Amateur-Sportler an!

Damit begleiten wir euch nicht nur trainingstechnisch. Auch eure Position auf dem Rad perfektionieren wir: Vom ersten Fitting über individuelle Maßprodukte (Maß-Sättel oder Schuh-Einlagen) bis hin zum Aero-Fitting auf der Radbahn – der Weg zu einer perfekten (Aero-) Position ist bereitet – unser STAPS-Diagramm weiter ausgebaut!

BikeFitting bei STAPS. Wir finden eine Sitzposition auf dem Rad für Sie mit Stabilität und Komfort.Die BikeFitting-Produkte bei STAPS

Ihr findet – aufgeteilt für Triathlon und Radsport – jeweils drei unterschiedliche Fitting-Formen (BASIC, ADVANCED und PRO). Hinzu kommt das PRE-AERO-Fitting. Das findet in unseren Laboren statt und dient als Vorab-Optimierung für ein optional folgendes Aero-Fitting – ob direkt am nächsten Tag oder mit zeitlicher Gewöhnung an eine neue Position.

Next level bikefitting – neue Labore ab September in Köln, Hamburg und München

Bereits vor ein paar Wochen haben wir begonnen, unsere neuen Labore „zu fitten“. Das gebioMized concept lab in unserem neuen Institut in München könnt ihr auf unserer Eröffnungsfeier (16.September ab 16 Uhr) genauestens unter die Lupe nehmen. In Hamburg und Köln sind wir ab dem 12. September bereit, eure Positionen zu perfektionieren und euch Maßprodukte zu bauen. In Köln lagern wir unser Fitting aus, da findet ihr unser BikeFitting-Lab in der Siegener Straße 1 – lediglich zwei Kilometer von unserem Institut am Buchheimer Ring entfernt.

Du möchtest mehr über unsere Fittings erfahren? Lass dich beraten und besuche uns in unseren Instituten in Köln, Hamburg und München.

Wir dürfen deine Position direkt optimieren? Hier findest du unseren neuen Fitting-Angebote.

Ironman-Weltmeister Jan Frodeno arbeitet zur Optimierung seiner Aero-Position mit STAPS und gebioMized zusammen

Photocredit Bild Frodeno: Felix Rüdiger

Ironman-Weltmeister Jan Frodeno arbeitet zur Optimierung seiner Aero-Position mit STAPS und gebioMized zusammen

Road to Kona: Jan Frodeno auf dem Weg nach Hawaii

Wird er dieses Jahr zum dritten Mal in Folge Ironman-Weltmeister werden können? Nichts weniger ist das Ziel für Jan Frodeno. Auf seinem Weg zur erneuten Titelverteidigung begleiten wir ihn gemeinsam mit gebioMized. Unsere Herausforderung dabei: Die optimale Kombination aus perfekter Aerodynamik und maximalem Komfort.

Wir geben euch einen Einblick in unsere Arbeit mit Jan Frodeno:

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Photocredit: Felix Rüdiger

Jan Frodeno auf dem Weg zum Ironman Hawaii - Positionsoptimierungen zur Verbesserung der Aerodynamik

Laila Orenos - Sieg beim Ötztaler Radmarathon 2017

Rennanalyse Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

Obwohl unsere STAPS-Sportlerin Laila Orenos den Ötztaler Radmarathon zum vierten Mal in Folge gewinnen konnte, hing ihr Sieg an einem seidenen Faden. In der Rennanalyse wollen wir aufzeigen, wie ihr Wettkampf verlief und erklären, woher die Probleme kamen. Denn Laila hatte nach einer guten Performance plötzlich am Einstieg zum Timmelsjoch starke Muskelkrämpfe und während des Anstiegs war ihr so übel, dass sie nichts essen und kaum etwas trinken konnte.

Kühtai

Obwohl Laila mit diesem Anstieg normalerweise aufgrund der großen Tempowechsel die meisten „Probleme“ hat, konnte sie hier einen guten Rhythmus fahren und fühlte sich auch sehr gut. Die fürs Pacing vorgegebenen Wattwerte hat sie leicht übertroffen, die Herzfrequenzwerte waren allerdings in der Norm. Einen echten Push gab ihr die Abfahrt, als sie zusammen mit Nadja Prieling an allen Frauen vorbei gerauscht ist. „Das war das Highlight des Tages“, sagt sie rückblickend.

Brennerpass

Durch den stark herrschenden Gegenwind war der Brenner im ersten Teil sehr anstrengend zu fahren. Erst im zweiten Teil des Brenners lief es dann ruhiger für Laila, als sie zudem eine gute Gruppe erwischen konnte.

Jaufenpass

Hier ist sie gleich von Beginn an ihr Tempo gefahren. „Es fühlte sich auch hier gut an und ich konnte meinen Rhythmus gut bis oben durchziehen und einen Abstand herausfahren“, sagt sie. Bei der Abfahrt vom Jaufen war sie zügig unterwegs, aber nicht zu schnell, da sie sich für den Schlussanstieg erholen wollte.

Timmelsjoch

Gleich unten am Timmelsjoch bekam sie die ersten Krämpfe. Die konnte sie allerdings in den Griff bekommen und dachte, dass sie gleich danach ihren Rhythmus finden würde. Dies gelang ihr allerdings nicht. Dazu wurde ihr übel und sie konnte auf dem Weg zum Pass nichts essen und nur sehr wenig trinken. Die Krämpfe kamen dann im Gegenanstieg zur Mautstation sowie in der Abfahrt wieder zurück.

Renndatei Wattzahlen Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

Rennanalyse von STAPS-Coach Jonas Kraienhorst

Generell hat Laila im Vergleich zu ihrem Sieg im Vorjahr rund 10 Prozent weniger Leistung – in Relation zu ihrer individuellen anaeroben Schwelle – erbracht. Das liegt zum einen daran, dass sie am Brenner eine gute, schnelle Gruppe erwischt hat, zum anderen an dem Leistungseinbruch am Timmelsjoch. Dieser hat uns bei STAPS auch zunächst vor ein Rätsel gestellt. Als wir dann aber die Verpflegung an den jeweiligen Abschnitten separat betrachtet haben, ist uns schnell aufgefallen, dass Laila am Brenner zu viel gegessen hat.

Durch den Verzehr von je einem Riegel, einem Gel sowie das Trinken von 1,5 Flachen mit Kohlenhydratlösung nahm sie hier in einer Stunde 137 Gramm Kohlenhydrate auf. Das sind bei Laila 2,4 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht; die allgemeine Empfehlung lautet 1 bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. In der Vergangenheit hat Laila zwar gezeigt, dass sie auch 90-100 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen kann, fast 140 Gramm waren dann aber deutlich zu viel.

Nimmt der Körper zu viele Kohlenhydrate auf, so können diese nicht mehr gut ins Blut gelangen. Diese hohe Konzentration an Kohlenhydraten kann – wie bei Laila leider geschehen – auch dafür Laila Orenos' Leistungswerte beim Ötztaler Radmarathon 2017sorgen, dass der Magen-Darm-Trakt streikt. So komisch es bei der Menge der aufgenommenen Nahrung klingen mag, die Krämpfe und der Leistungseinbruch sind Resultat eines Energiedefizits sowie eines unzureichenden Elektrolyt-Haushalts – im Blut bzw. in der Muskulatur. Durch die hohe Nahrungsaufnahme hat der Mix aus Kohlenhydrate und Flüssigkeit dazu geführt, dass die Osmolalität – umgangssprachlich die Dichte – des Nahrungsbreis zu hoch war. Der Magen-Darm-Trakt ist dadurch überfordert und kann die Oxidation der Kohlenhydrate nicht wie gewohnt fortführen. Hinzu kommt ein kleiner Teufelskreis: Durch den Leistungseinbruch ist zudem die Kohlenhydrat-Aufnahme, die ihren Peak zumeist im Bereich von etwa 70-80% der VO2max hat, reduziert. Es herrscht also ein Umstand aus zu großen Mengen Nahrung – speziell Kohlenhydraten – und Flüssigkeit und einer Drosselung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels. Dieser Umstand lässt sich während hoher Belastung nur noch recht schwierig korrigieren, da der Organismus ja Kohlenhydrate benötigt, um Leistung zu erbringen.

Lailas Gesamtkonstitution und ihrem starken Willen ist es zu verdanken, dass sie trotz diese immensen Schwierigkeiten und der reduzierten Leistung, als Erste durchs Ziel fuhr.

Wir haben Lailas Rennen einmal in Zahlen gefasst und mit dem Sieg aus dem Vorjahr verglichen:

Ötztaler Radmarathon 2017

Renndatei Wattzahlen Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

 

Ötztaler Radmarathon 2016

Renndatei Wattzahlen Laila Orenos Ötztaler Radmarathon 2017

Photocredit: Ötztal Tourismus

Text: Daniel Beck

STAPS Schulung und Fortbildung in Hamburg

STAPS-Schulung in Hamburg – stay tuned!

Zwei intensive Schulungs-Tage in unserem Hamburger Institut liegen hinter uns. Der Hintergrund und unsere Themen: Verraten wir euch in den kommenden Tagen. Vor uns steht ein spannendes Projekt, mit dem wir unser Angebot für eure sportliche Entwicklung weiter verbessern und ausbauen werden. Seid gespannt – in den nächsten Tagen veröffentlichen wir die großen Neuigkeiten!

Von unseren Tagen in der Hansestadt haben wir einige Eindrücke für euch gesammelt:

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