Aerodynamik_Canyon_Boris Stein_Patrick Lange | gebioMized | CdA Wert

Kampf gegen Widerstände – Aero-Optimierung mit Canyon & gebioMized

Radfahren ist immer auch ein Kampf gegen Widerstände –  Rollwiderstand, Gewichtswiderstand, am schlimmsten ist aber doch der Luftwiderstand. Denn er verändert sich rasant:  je schneller der Athlet unterwegs ist, desto stärker nimmt dieser zu. Andererseits lässt sich dies schnell ändern, vorausgesetzt man weiß wie.

Die Aerodynamik von Mensch und Maschine zu verbessern – das ist eines der großen Projekte, denen wir uns bei STAPS verschrieben haben. Eine optimale Aerodynamik im Radsport und Triathlon muss zwei wesentliche Aspekte berücksichtigen: Den Luftwiderstand des Setups aus Mensch, Maschine und Material minimieren und dabei aber auch die für die Leistungsentfaltung wichtige Stabilität und den Komfort bieten. Die große Kunst liegt dabei im Zusammenspiel aus diesen Aspekten. In diesem Beitrag möchten wir euch einen Überblick geben, wie ein Aerodynamik-Test im Velodrom auf Profi-Level aussieht.

In den vergangenen Wochen haben wir gemeinsam mit unserem Partner gebioMized aus Münster – die Experten für Druckmessungen im Radsport und Triathlon – ein Setup zur aerodynamischen Optimierung entwickelt, welches das Feld der Aerodynamik-Tests auf der Bahn revolutioniert. Unsere ersten „Probanden“ für dieses Setup sind die Triathleten des Koblenzer Radherstellers Canyon gewesen: Patrick Lange, Markus Fachbach und Boris Stein.

Auf der Suche nach dem optimalen Aero-Setup

Auf der Suche nach dem optimalen Aero-Setup gilt folgendes zu bedenken: Aero-Optimierungen sind ein Prozess, der zumeist nicht an einem einzelnen TagAerodynamik_Canyon_Boris Stein_Patrick Lange | gebioMized | CdA Wert vollendet ist. Unsere Gedankenspiele rund um die Position und das Material des Athleten teilen wir grundsätzlich in mehrere Phasen; in kurz-, mittel- und langfristig. Für Boris Stein und Patrick Lange sind sechs Wochen vor den Ironman- Weltmeisterschaften auf Hawaii dramatische Positionsveränderungen – sofern keine großen Mängel vorliegen – quasi ausgeschlossen, um keine Probleme zu riskieren. Weiterführende Ideen und größere Veränderungen die Potential bergen, gehen wir dann im Optimierungs-Prozess mittel- oder langfristig an.

Key-Learnings für die Triathleten des Canyon-Teams

Im Hobby- und Amateurbereich liegt die durchschnittliche Leistungsersparnis unserer Aero-Optimierungen im Bereich von 6 bis 8 Prozent. Das Optimieren im Profi-Bereich unterscheidet sich davon natürlich deutlich, da der Profi-Triathlet zumeist schon diverse Bike-Fittings oder sogar Aerodynamik-Tests absolviert hat – es ist also Detailarbeit gefragt! Wir geben euch einen Einblick in die Key-Learnings der Hawaii-Starter Boris Stein und Patrick Lange:

Boris Stein (Körpergröße: 1,88 m) ist bis zum Test eine Position mit einer Sattelüberhöhung von 22 Zentimetern gefahren. Ein Ausmaß, welches wir aus Aerodynamik_Canyon_Boris Stein_Patrick Lange | gebioMized | CdA Wertdem Zeitfahr-Sektor des Profiradsports kennen. Seine Aerodynamik war eingangs schon sehr gut, welches sich anhand des ermittelten CdA-Werts (CdA: 0,232; 277W @ 43km/h) verdeutlichte. Anhand von Druckmessungen an den Kontaktstellen von Sattel und Armpads konnten wir zudem messen, dass seine Position extrem stabil war und nur kleine Änderungen am Sattel nötig waren, um seinen Komfort dort zu verbessern. Am Ende waren die Details entscheidend: Durch eine Erhöhung seiner Pads inkl. Extensions um 3 Zentimeter (!) haben wir seinen Oberkörper entlastet und – im Hinblick auf den Marathon – seinen Hüftwinkel etwas geöffnet. Zudem konnten wir die Breite, die die Armpads auseinanderliegen, um 2 Zentimeter verringern und darüber seinen CdA-Wert verbessern und drei Watt einsparen. Eine weitere Ersparnis von fünf Watt ermöglichten uns Materialveränderungen durch einen anderen Helm seines Sponsors UVEX. Mit diesen „kleinen“ Veränderungen spart der diesjährige Sieger des Ironman 70.3 Kraichgau im Hinblick auf Hawaii 2,8 Prozent Leistung ein. Was zunächst nach wenig klingt, wirkt sich bei gleicher Zielleistung mit einem halben Kilometer mehr Weg pro Stunde auf der Ironman-Distanz aus – eine Ersparnis von ca. 2:50 Minuten auf der 180 Kilometer langen Radstrecke auf Big Island.

Fazit Boris: Position komfortabler (Entlastung im Oberkörper und Öffnung des Hüftwinkels) und zudem um 0,5 km/h (Ironman-Distanz) schneller!

Mit meiner neuen Position bin beim Radfahren voll zufrieden. Ich habe den Eindruck durch den größeren Hüftwinkel einfacher Druck auf das Pedal  bringen zu können! (Boris Stein)

Weniger stabil, aber ebenfalls schon mit einer sehr guten Aerodynamik versehen war Patrick Lange. Der 1,78 Meter große Gewinner des Ironman Texas konnte schon bei der Baseline-Messung mit einem CdA-Wert von 0,215 überzeugen. Werte, die selbst im Profiradsport als „sehr gut“ bewertet würden. Ein Aerodynamik_Canyon_Boris Stein_Patrick Lange | gebioMized | CdA WertProblem war allerdings Patricks Stabilität, da er sich alle 8 bis 9 Sekunden auf dem Sattel in vertikaler Richtung (y-Richtung) bewegte – er rutschte (Shifts) also zunächst leicht vor, um die Sattelposition dann nach wenigen Sekunden nach hinten zu korrigieren (siehe „Ausreißer“/ Shifts in Grafik). Es war wieder Detailarbeit gefragt: Nach dem Tausch auf einen für Patrick optimaleren Sattel und einer leichten Reduzierung seiner Sitzhöhe (-2 Millimeter) wurde seine Position deutlich stabiler; die Shifts auf dem Sattel waren nahezu vollständig behoben (siehe „Ausreißer“/ Shifts in Grafik). Weitere Stabilität und eine weitere kleine Verbesserung seiner Aerodynamik konnten wir Patrick durch das Neigen seiner Extensions ermöglichen. Um 7 Grad haben wir seine Extensions inkl. Armpads nach oben geneigt, seine Reaktion dadurch war ein verbessertes „Reinfallen lassen“ in die Aeroposition, wodurch er seinen CdA-Wert von 0,215 auf 0,211 verbesserte und bei einer Geschwindigkeit 43 km/h vier Watt sparen konnte.

Fazit Patrick: Position viel stabiler (siehe Shifts) und zudem 1,6 Prozent Leistung gespart!

Ich bin mega happy mit den Einstellungen und dem Gesamtpaket. Selbst beim Lauf [..der 70.3 EM..] konnte ich in Bestleistungsbereiche vordringen, was wiederum zeigt wie gut die Position für mich ist. (Patrick Lange)

Aerodynamik_Canyon_Boris Stein_Patrick Lange | gebioMized | CdA Wert

Die Kooperation mit Canyon und ihren Triathleten in den vergangenen Wochen war für uns sehr spannend und erkenntnisreich. Durch die gemeinsame Arbeit mit gebioMized haben wir den wohl detailreichsten und innovativsten Aerodynamik-Test im Velodrom entwickelt und gemeinsam mit Canyon verfeinert.

Im Hinblick auf den Ironman Hawaii freuen wir uns, dass wir Boris und Patrick in ihrer Vorbereitung unterstützen konnten und wünschen beiden viel Erfolg!

STAPS get-AERO! – ihre individuelle Aero-Analyse!

Unsere Aerodynamik-Optimierungen bieten wir natürlich nicht nur für Profi-Triathleten an. Auch Hobbysportler und Jedermänner können solch eine Aero-Optimierung bei uns machen. Denn mit STAPS get-AERO! haben wir ein Verfahren entwickelt, welches unsere langjährige Expertise in der Aerodynamik mit modernster Messtechnik vereint.

Sie möchten Ihre Aerodynamik verbessern und Ihren Luftwiderstand reduzieren? Dann vereinbaren Sie jetzt mit uns ein kostenfreies 20-minütiges Analysegespräch Ihrer Aero-Position. Alle Details dazu finden Sie hier: Aero-Analyse STAPS!

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Fotos: (c) Saron Duchardt | www.saronduchardt.de

Unsere letzte Beiträge zum Thema Aerodynamik:

Ötztaler Radmarathon 2016 | Laila Orenos

STAPS-Sportler beim Ötztaler Radmarathon – vom Rookie bis zum Sieger!

Er zählt zu den härtesten und populärsten Rennen für Hobbysportler und Jedermänner – der Ötztaler Radmarathon, der jährlich Ende August stattfindet. Denn bei diesem Marathon durch die Alpen müssen auf einer Strecke von 238 Kilometern insgesamt vier hochalpine Pässe und 5.500 Höhenmetern bezwungen werden. Die 36. Ausgabe des „Ötzis“, am vergangenen Sonntag, wies nahezu perfekte Wetterbedingungen auf und sorgte so für neue Streckenrekorde bei den Männern wie Frauen.

Unter den insgesamt 4.176 Startern befanden sich 20 STAPS-Sportler, die wir auf dem Weg zu diesem legendären Radmarathon vorbereitet haben. Der Ötztaler ist nicht nur durch die Vielzahl an Höhenmetern spektakulär, auch die Dauer des Rennens und die zumeist „speziellen“ Wetterbedingungen – zwischen hochsommerlichen Hitze und winterlicher Kälte – erfordern eine strukturierte und durchdachte Vorbereitung. Auch in diesem Jahr haben wir wieder versucht, unsere Starter so vorzubereiten, dass sie nicht nur in persönlicher Topform am Start stehen, sondern im Wettkampf auch klassische „Anfänger-Fehler“ vermeiden. Das Training hat dabei nicht nur Einheiten umfasst, die die Leistungsfähigkeit fördern, den Fettstoffwechsel trainieren und die „Kraftausdauer“ erhöhen; auch das Trainieren der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme inklusiver einer cleveren „Versorgungstaktik“ und Pacingstrategie zählt für uns Trainer zu den Erfolgsfaktoren bei solch einem schweren und langen Rennen.

Gerne möchten wir euch einen Eindruck über fünf unserer STAPS-Sportler geben, die das Kühtai, den Brennerpass, den Jaufenpass und das Timmelsjoch mit Bravour hinter sich gelassen haben. Neben einem Ötztaler-Rookie und einem zehnfachen Wiederholungstäter nehmen wir dabei auch die Siegerin und neue Rekordhalterin unter die Lupe. Vorweg möchten wir aber natürlich all unseren Ötztaler-Fahrern herzlich gratulieren und freuen uns, dass alle STAPS-Sportler den Marathon in Sölden erfolgreich finishen konnten.

Laila Orenos

Ehre, wem Ehre gebührt: Unser Ötztaler-Bericht startet mit Laila Orenos, die am Wochenende nicht nur den dritten Ötzi-Sieg in Folge einfahren konnte, sondern dabei mit einer Fabelzeit von Laila Orenos Siegerbild Ötztaler Radmarathon7:42.29 Stunden zudem den neuen Streckenrekord bei den Frauen aufgestellt hat. Über die 33-jährige Schweizerin haben wir nach ihrem Sieg bei der Alpen-Challenge bereits umfangreich berichtet. Das Vorhaben vom Ötztaler-Triple konnte sie sich gestern am finalen Anstieg hoch zum Timmelsjoch sichern, als Laila die spätere Zweitplatzierte Simona Parente auf fünf Minuten distanzierte und diesen Vorsprung bis Sölden stabil hielt.

Anhand von Lailas Leistungsdaten wird aufgezeigt, welche enorme Leistungsfähigkeit für eine Rekordfahrt beim Ötzi notwendig ist. Bereits am Kühtai konnte sie sich in einer ersten Spitzengruppe etablieren und ist dabei über eine Stunde hinweg durchschnittlich 242 Watt gefahren. Relativiert auf 56 Kilogramm (4,3 Watt/kg) eine Leistung, bei der sie schon größte Teile des Männerfeldes hinter sich lassen konnte. Durch eine „sparsame“ Fahrweise am Brennerpass (Ø 189 Watt, 1:24.01h) konnte Laila genügend Körner sparen, um anschließend am Jaufenpass zu bestehen (Ø 222 Watt, 58:56min) und sich am Timmelsjoch mit relativen 3,7 Watt/kg (Ø 205 Watt, 1:49.06h) von der Konkurrenz abzusetzen. Mit durchschnittlichen 178 Watt verbrauchte die Triple-Siegerin insgesamt fast 5.000 Kilokalorien an Energie – vergleichbar viele, wie Lukas Pöstlberger in der Spitzengruppe der Euroeyes Cyclassics in der letzten Woche!

Laila Orenos_SRM-Datei_Ötztaler Radmarathon 2016

Wie beeindruckend der neue Streckenrekord ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass Laila mit dieser Zeit auch in der Männer-Wertung den 83. Platz belegt hätte. Der dritte Sieg bei der dritten Teilnahme bedeutet gleichzeitig, dass sie vom Ötztaler-Sponsor SRM mit dem dritten Powermeter in Serie ausgestattet wurde. Wir hoffen, dass Laila genügend Räder für so viele Leistungsmesser hat und gratulieren Ihr ganz herzlich zum Titel-Triple!

Wie die Vorbereitung der Ötztaler-Siegerin ausgesehen hat? Welche Leistungswerte für diesen Erfolg Voraussetzung sind? Lest mehr dazu in unserem Artikel zu Lailas Vorbereitung:

STAPS-Kundin Laila Orenos will sich das Triple beim Ötztaler Radmarathon holen

Michael Jahn

Persönliche Bestzeit! Nach seinen vorherigen Teilnahmen in den Jahren 2009 (9:33.56 Stunden) und 2014 (9:43.56 Stunden) konnte der 42-jährige Stolberger seine persönliche Bestzeit um 17 Minuten unterbieten und erreichte das Ziel in Sölden nach 9:16.46 Stunden. Ein Wermutstropfen blieb aber. Michael, der seine Schwellenleistung im Zuge des STAPS-Training auf über 4,3 Watt pro Kilogramm Körpergewicht steigern konnte, hatte sich für dieses Jahr eigentlich das Knacken der 9-Stunden-Marke vorgenommen. Unglücklicherweise wurde er 10 Tage vor dem Rennen im Training von einem Auto angefahren und trug neben Abschürfungen auch eine Rippenprellung davon. Diese schmerzhafte Erfahrung konnte ihn nach all den Trainingskilometern und der guten Vorbereitung aber nicht vom Start in Tirol abhalten und er konnte zumindest seine persönliche Bestzeit aus 2009 knacken. Das Ziel für das kommende Jahr? Der Angriff auf die 9-Stunden-Marke!

Tanja Dittrich

Als Ötztaler-Rookie hat Tanja Dittrich am Wochenende gleich eine sehr souveräne Vorstellung gezeigt. Die 27-jährige Hamburgerin, die mangels Bergen rund um die Hansestadt extra ein Trainingslager in den Alpen machte, konnte in den vergangenen Monaten der STAPS-Trainingsbetreuung tolle Fortschritte machen. Nach dem Trainingsstart im Dezember 2015 bei einer Tanja Dittrich_Ötztaler Radmarathon 2016Schwellenleistung von 2,4 Watt pro Kilogramm Körpergewicht konnte Tanja mit durchschnittlich 8 bis 10 Stunden strukturiertem Training pro Woche ihre Leistungsfähigkeit um genau ein Watt pro Kilogramm Körpergewicht auf 3,4 W/kg steigern.

Ihr Trainingsfleiß und das effektive Training haben sich beim Ötztaler ausgezahlt: Tanja konnte gestern in 10:12.00 Stunden finishen und damit den 60. Rang der Frauen (23. Rang ihrer Altersklasse) belegen. Dabei hatte sie lediglich am Timmelsjoch kurz mit der Hitze zu kämpfen, konnte ihren gesteckten Plan aber souverän verfolgen. Sie stärkte sich ausreichend mit Mineralstoffen und Kohlenhydraten, zog den „Joker“ Koffein an der Labestation des Timmelsjochs und erreichte den höchsten Punkt des Rennens – nicht zuletzt dank des positiven Zuspruchs der Zuschauer – nach 09:37 Stunden. Die restliche Fahrt bis Sölden war für Tanja dann nur noch Formsache!

Klaus Stucke

Der 50-jährige Herrenberger Klaus Stucke ist beim Ötztaler mittlerweile ein Urgestein. Die diesjährige Ausgabe war Klaus‘ 10. Teilnahme an diesem Alpen-Marathon in den vergangenen 12 Jahren. Nach seiner Premiere in 2004 konnte er seine Fahrzeit kontinuierlich verringern, bis er 2014 seine bis dato beste Teilnahme in 10:22 Stunden fuhr.

Im April 2015 haben wir dann erstmalig Kontakt zu Klaus gehabt und konnten ihn auf unserer STAPS on Tour in seinem Heimatort Herrenberg „testen“. Klaus Stucke_Ötztaler Radmarathon 2016Wir freuen uns sehr, dass er uns damals das Vertrauen geschenkt hat und seither trainingsbetreuter STAPS-Sportler ist. Wir haben das mit einer beeindruckenden Entwicklung „zurückgezahlt“. In 2015 konnte der damals 49-jährige bei seiner 9. Teilnahme seine persönliche Bestzeit um fast eine Stunde auf 9:25 Stunden verbessern. Doch damit nicht genug: Am vergangenen Wochenende konnte er diese Bestzeit erneut unterbieten, als die Uhr für Klaus bei 9:17.57 Stunden stoppte. Klaus, der nach eineinhalb Jahren STAPS-Training mittlerweile eine Schwellenleistung oberhalb der 4 Watt/kg aufweist, ist vielleicht eines der besten Beispiele dafür, dass man mit steigendem Alter nicht langsamer werden muss – sondern noch viel schneller werden kann!

Peter Scherrer

Peter Scherrer hat einen Wettkampf-Kalender, der einem Halb-Profi gleicht: Alleine in 2016 nahm er am Glocknerkönig, dem Dolomiti-Marathon, dem Race Around Austria und den 24-Stunden-Rennen in Kelheim und Rad am Ring als Solo-Starter teil. Bei den 24 Stunden von Kelheim belegte er den 4. Gesamtplatz, beim Rad am Ring konnte er insgesamt 7. werden.

Der Ötztaler war für den 58-jährigen, der sich im Winter vor allem mit Ski-Touren und Langlaufen fit hält, ein würdiger Saison-Abschluss, der aber leider unglücklich begann: Direkt in der ersten Abfahrt Richtung Ötz verursachte ein anderer Teilnehmer einen Sturz, in den Peter verwickelt war und Hautabschürfungen davontrug. An Aufgeben war für ihn allerdings – trotz eines Peter Scherrer_Ötztaler Radmarathon 2016kaputten Schuhs – nicht zu denken und er kämpfte sich bis Sölden. Unter diesen Voraussetzungen noch eine Zeit von 8:47.29 Stunden zu erzielen, ist eine klasse Vorstellung und spricht für Peters Kampfgeist, den er während der gesamten Saison schon bei zahlreichen Veranstaltungen bewiesen hat.

Wir freuen uns, dass wir so viele Sportler auf diesen legendären Radmarathon vorbereiten konnten. Besonders glücklich sind wir natürlich, dass all unsere Teilnehmer die 238 Kilometer gefinisht haben und so viele persönliche Erfolge feiern konnten.

Allen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch und eine gute Erholung!

Photo Laila Orenos: oetztaler-radmarathon.com

Leistungsdaten_EuroeyesCyclassics

Im Fokus: Lukas Pöstlberger bei den Euroeyes Cyclassics 2016 in Hamburg

Das vergangene Wochenende stand an unserem Institutsstandort Hamburg ganz im Zeichen des Profiradsports. 168 Fahrer von insgesamt 21 World-Tour- und Pro-Continental-Teams starteten zur 21. Auflage des einzigen deutschen WorldTour-Rennens: den Euroeyes Cyclassics.

Insgesamt 217,7 km mussten die Profis – bei denen mit André Greipel, Marcel Kittel, John Degenkolb, Nacer Bouhanni, Alexander Kristoff und Caleb Ewan die nahezu vollständige Weltelite der Sprinter am Start stand – bewältigen. Zu überwinden war dabei im Finale des Rennens drei Mal der legendäre Waseberg, bevor es über die Elbchaussee und Reeperbahn ins Ziel auf der Mönckebergstraße ging.

Jüngster Österreichischer Staatsmeister und Etappensieger der Österreich-Tour

Bei den Profis am Start war auch der Österreicher Lukas Pöstlberger vom Team BORA-Argon 18, mit dem wir von STAPS seit mittlerweile drei Jahren zusammenarbeiten. Lukas sammelte seine ersten großen radsportlichen Palmarès bei Österreichs Talentschmiede Nummer eins, dem Tirol Cycling Team, welches wir auch seit vielen Jahren betreuen. Nach dem Lukas 2012 jüngsterPöstlberger | Leistungsdiagnostik Hamburg | Cyclassics Österreichischer Staatsmeister auf der Straße werden konnte, überzeugte er auch in den nachfolgenden Jahren immer wieder mit wichtigen Siegen bei Eintagesrennen und Rundfahrten. Der endgültige Durchbruch gelang dem 24-jährigen Oberösterreicher dann im vergangenen Jahr, als er neben der Gesamtwertung der Irland-Rundfahrt auch eine Etappe der Internationalen Österreich-Rundfahrt gewinnen konnte. Der verdiente Lohn: ein Profivertrag beim deutschen Pro-Continental-Team BORA-Argon 18.

Den Abstecher nach Hamburg nutze Lukas am Vortag des Rennens, um sich in unserem Institut in Hamburg-Altona einem Formcheck auf dem Ergometer zu unterziehen. Der Test war wichtig, um zu erfassen, wie sich seine aktuelle Leistungsfähigkeit zusammensetzt und an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um Lukas im nächsten Jahr in der WorldTour (BORA-Argon 18 wird zu BORA-hansgrohe und erhält voraussichtlich eine WT-Lizenz) zu etablieren. Exklusiv für euch geben wir einen kleinen Einblick in die Physiologie eines zukünftigen World-Tour-Fahrers.

Wenige Prozente, die (noch) den Unterschied machen

Lukas aktuelles Kampfgewicht liegt bei 70 Kilogramm. Mit einem Körperfettanteil von knapp 8 Prozent liegt er dabei voll im Soll. Die Diagnostik vom Wochenende hat aufgezeigt, dass es in puncto Körpergewicht beziehungsweise Körperfettanteil bei ihm etwas Potential gibt, welches allerdings gering und vor allem vom Saisonzeitpunkt abhängig ist. Das individuelle Optimum von ca. 68,5 bis 69 Kilogramm Körpergewicht und 7- bis 7,5 Prozent Körperfett haben wir für die Saisonhöhepunkte in 2017 ins Auge gefasst.

Als Radprofi mit dem Fokus auf Frühjahrsklassiker und mittelschweren Eintagesrennen ist Lukas physiologisches Profils relativ gut zu definieren: Neben einer eher geringen maximalen Laktatbildungsrate (VLamax) sollte der BORA-Argon 18-Profi möglichst viel Sauerstoff aufnehmen und verarbeiten können; demnach eine hohe maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) haben. Pöstlberger | Leistungsdiagnostik RadBeide Punkte vereint Lukas, diese physiologischen Stoffwechselparameter lassen sich aber noch feintunen. Mit einer maximalen Laktatbildungsrate von 0,40 mmol/l/s besitzt er die Fähigkeit, hohe Dauerleistungen treten zu können; die VLamax ist aber gleichzeitig noch so „hoch“, dass Lukas immer wieder in der Lage ist, erfolgreiche Attacken zu lancieren oder über Pavé-Abschnitte bei den Klassikern mit kurzfristig hohen Leistungen „drüber zu drücken“. Im maximalen Zustand bringt er die Fähigkeit mit, 5.700 ml/min (also 81,2 ml/min/kg) aufzunehmen. Aus der Sicht eines Hobby- oder Amateursportlers ist eine VO2max von 81,2 ml/min/kg sicherlich beträchtlich. Um sich zukünftig in der WorldTour zu etablieren gilt es für Lukas allerdings hier noch 3 bis 5 Prozent zuzulegen – eine VO2max von über 80 ml/min/kg sind in der WorldTour „Standard“.

Aktuell liegt die Schwellenleistung des jungen Österreichers bei 395 Watt. Gepaart mit seinen großen technischen wie taktischen Fähigkeiten sind die Voraussetzungen für einen Start in der WorldTour für 2017 gegeben. Sich dort aber dauerhaft durchzusetzen, wird auch für Lukas ein hartes Stück täglicher Trainingsarbeit, die wir gemeinsam mit ihm angehen.

A long day in the office – bis 300 Meter vor Ziel in der Spitzengruppe

Nach der Diagnostik am Samstag stand auch „Pösti“ am Sonntag bei der 21. Auflage der Cyclassics am Start. Das Rennen begann für ihn turbulent: Bereits nach wenigen Kilometern konnte er sich gemeinsam vom Feld lösen und bildete mit sechs weiteren Fahrern die Spitzengruppe des Tages. Diese auf drei Fahrer geschrumpfte Spitzengruppe – die von den Sprinter-Teams unterschätzt wurde – konnte bis 300 m vor dem Zielstrich auf der

Leistungsdaten | Waseberg | EuroEyes Cyclassics Hamburg

Waseberg – 3 Runden

Mönckebergstraße ihre Führung behaupten. Erst im echten Finale konnten Lukas und die zwei verbliebenen Mitstreiter des „Tete de la Course“ gestellt werden, bevor sich dann Caleb Ewan (Orica-Bikeexchange) im Massensprint durchsetzte. Für Pösti ein ärgerlicher Ausgang des Rennens, gleichzeitig aber eine tolle Vorstellung, bei der der 24-Jährige sehr positiv auf sich aufmerksam machen konnte.

Dass die 217,7 km ihm in der Führung einiges abverlangten, zeigen seine Leistungsdaten. Insgesamt 4:54 Stunden mit einem Schnitt von 43km/h verbrachte Lukas bei den Cyclassics im Sattel. Da er in der Spitzengruppe viel arbeiten musste, zeigte der Leistungsmesser am Ende durchschnittlich 277 Watt. Der Energieverbrauch lag bei fast 5.000 Kilokalorien (kcal)– demnach satte 1.000 kcal/ Stunde.

Den 500 Meter langen Waseberg, der während der letzten 40 Kilometer drei Mal überquert werden musste, bezwang Pösti jeweils unterhalb von zwei Minuten mit durchschnittlichen Leistungswerten von 468, 519 und 457 Watt. Genug Leistung, um gerade auf den letzten Runden die Spitzengruppe maßgeblich zu verkleinern.

Dass Lukas im Finale alles versucht hat, um das jagende Peloton auf Distanz zu halten, zeigt die Auswertung seiner letzten zehn Rennkilometer. Mit sehr wechselhaften Belastungen (Ablösungen

Leistungsdaten | Elbchaussee Mönckebergstraße | Cyclassics Hamburg

Elbchaussee – Reeperbahn – Mönckebergstraße

in der Gruppe) und häufig wiederkehrenden Spitzen jenseits der 400 Watt wehrte er sich gegen das herannahende Feld. Der Leistungsmesser zeigte in diesem Abschnitt durchschnittlich Werte von über 370 Watt an – aufgrund der häufigen Belastungswechsel sicherlich harte 10 Kilometer, auf denen Lukas und seine Mitstreiter den Teams von Giant-Alpecin, Lotto-Soudal und Etixx-Quickstep einiges abverlangten.

Am Ende wurde er leider 300 Meter vor dem Ziel gestellt. Wir hätten Lukas das Podium in Hamburg natürlich sehr gegönnt, freuen uns aber auch mit ihm über einen sensationellen Auftritt!Leistungsdaten | Euroeyes Cyclassics Hamburg

Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon

STAPS-Kundin Laila Orenos will sich das Triple beim Ötztaler Radmarathon holen

Er zählt zu den härtesten Jedermann-Rennen in der Welt des Radsports und Jahr für Jahr versuchen mehr als 4000 Hobbysportler, sich den Traum vom Finishen, von einer bestimmten Zielzeit oder Platzierung zu erfüllen. Eine von ihnen ist die Schweizerin Laila Orenos. Die 33-Jährige fährt nicht einfach nur mit, sondern will in 2016 den Hattrick schaffen und zum dritten Mal in Folge nach 238 Kilometern und 5500 Höhenmetern in Sölden die Frauenwertung gewinnen. 2014 gewann sie nach 8:01:24 Stunden. Ein Jahr später unterbot sie als Siegerin ihre Vorjahreszeit und beendete das Rennen nach 7:46:50 Stunden.

Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon.5

Foto: Alpen Challenge/Sportograf

In dieser Saison trainiert Laila Orenos erstmals bei STAPS – und es war eher ein zufälliges Aufeinandertreffen als Kalkül. Laila machte „zum Spaß“ einen Leistungstest bei der STAPS on Tour in Sankt Gallen und war von der Herangehensweise und Methodik überzeugt „Nachdem Leistungstest habe ich mich dazu entschieden, nach der STAPS-Methode 6 Monate zu trainieren. Der Fokus lag dabei klar wieder bei den Marathons mit dem Höhepunkt: Ötztaler Radmarathon“, sagt die Rennradfahrerin aus Appenzell.

Für Laila war solch ein Training eine komplette neue Erfahrung, hatte sie sich doch in den Jahren zuvor in Eigenregie trainiert und sich auf ihre Rennen und den Ötztaler Radmarathon vorbereitet. So stieg sie früher in die Saison ein als in den Jahren zuvor und konnte sogar dem vormals langweiligen Rollentraining, das sie aus diesem Grund nie gemacht hatte, etwas abgewinnen.  „Mit der richtigen Rolle und dem intensiven und abwechslungsreichen Trainingsplan machte aber sogar das Rollentraining Spaß“, so Orenos. Was ebenfalls neu für sie war, war die Tatsache, dass jetzt jede Einheit auch ein wirkliches Ziel verfolgte.

„Den Weg zur Arbeit mit dem Rad, nutze ich jetzt viel effizienter. Hier sind Intervalle zur Reduktion meiner maximalen Laktatbildungsrate eingebaut, oder auf dem Rückweg stehen manchmal K3-Intervalle am Berg auf dem Programm“, sagt sie. Auch die Wochenendausflüge – wie sie ihre Trainingseinheiten am Samstag und Sontag liebevoll nennt – besitzen jetzt Struktur und sind nicht einfach mehr die typisch „klassischen“ Gruppenausfahrten, die ein Mix zwischen lockerem Dahingleiten und „Rennen spielen“ sind. „Das hat zwar etwas Zeit gebraucht, um sich daran zu gewöhnen. Gerade die Ausfahrten mit den Jungs gestalteten sich zu Beginn etwas schwierig. Mit der Zeit hat sich das aber auch eingependelt und es harmoniert nun ganz gut.“

Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon

Foto: Alpen Challenge/Henning Angerer

Die Zahlen beweisen es. Nach gut vier Monaten Training steigerte sie ihre Leistung an der individuellen anaeroben Schwelle um 22 Prozent – von 3,40 Watt pro Kilogramm Körpergewicht (W/kg) auf 4,15W/kg. Der letzte abschließende Feldtest vor dem Beginn ihrer Rennsaison im Juni erbrachte eine Schwellenleistung von 4,60 W/kg.

Der Ötztaler Radmarathon ist aber für Laila nicht irgendeine Challenge, sondern ein ganz besonderes Event. „An kein anderes Rennen habe ich so viele positive und schöne Erinnerungen daran. Jedenfalls freut sich sogar meine Familie jedes Jahr wieder als Zuschauer hautnah mit dabei zu sein, obwohl sie es nicht ganz verstehen können, wieso man sich das alles antut“, sagt die Schweizerin, die erst 2007 durch ihren Freund zum Rennradfahren kam. Den ersten Wettkampf bestritt sie mit dem Engadiner Radmarathon im Jahr 2009.

Und auch der erste Sieg 2014 bei ihrer Premiere im Ötztal kam unerwartet für sie und die Konkurrenz. „Zwar wusste ich, dass es an einem sehr guten Tag für einen Podestplatz reichen könnte, zumindest in meiner Kategorie. Da es aber mein erstes Jahr war, in dem ich mich auf die langen Strecken konzentriert habe, war es wohl sehr überraschend für alle“, sagt sie.

Im Jahr 2015 wollte sie dann sich und allen beweisen, dass der Sieg aus dem Vorjahr nicht einfach nur Zufall war. „Nach dem letzten Formtest zwei Wochen vor dem Ötztaler bei der Alpen

Challenge, wusste ich, dass meine Form stimmen sollte. Ich fuhr also mit einem guten Gefühl nach Sölden. Was mich dann am Renntag 2015 erwartet hatte, war einfach nur genial und kaum in Worte zu fassen! Es gibt nicht viele solche Tage, an denen einfach alles stimmt. Deshalb erwarte ich auch nicht, dass ich die Zeit von 2015 unterbieten kann. Wenn das Wetter passt, wäre ich mit einer Zeit von unter acht Stunden mehr als zufrieden“, sagt die 33-Jährige.

Die Generalprobe ist Laila schon mal gelungen. Die Alpen Challenge konnte sie nicht nur gewinnen, sondern auch dank cleverer Pacing-Strategie und sehr guter Leistungsfähigkeit bis zum Schluss „ihre Werte hochhalten“, wie sie selbst sagt.

Auf ein Neues beim Ötzi. STAPS wünscht viel Erfolg und drückt die Daumen!

Laila Orenos Alpen Challenge Ötztaler Radmarathon

Foto: Alpen Challenge/Sportograf

 

Science and Cycling Kongress Tour de France

Science & Cycling – Konferenz 2016 (Caen, Frankreich)

Auch in diesem Jahr fand am Startort der Tour de France wieder der Science & Cycling Kongress statt – STAPS dürfte dabei natürlich nicht fehlen. Wie schon im letzten Jahr (siehe unten) möchten wir euch auch in diesem Jahr einen kleinen Einblick in die Themen des Kongresses geben:

Hitzeakklimatisation in der Badewanne

Die Straßenweltmeisterschaften finden dieses Jahr im Oktober (9.-16.10.2016) in Doha, Katar statt. Ein heiß debattiertes Thema bleibt – nicht zuletzt aufgrund der Umgebungsbedingungen in Katar – nach wie vor die Hitze und verschiedene Möglichkeiten der Akklimatisation an heiße Bedingungen.

Leider ergibt sich nicht für jeden Sportler die Möglichkeit kurzfristig ein Trainingslager in warmen Gefilden aufzusuchen um sich an das Klima zu adaptieren. Eine Alternative zum Hitze-Camp könnte dabei – so profan es klingen mag – ein heißes Bad sein. Eine kürzlich veröffentliche Studie zeigt, dass sich eine Anpassung an die Hitze durch ein Bad direkt nach dem Training positiv auf die Leistung in warmen Temperaturen auswirkt. An sechs Tagen

Science and Cycling Kongress Tour de France

mysportscience.com

haben die Probanden in kühlen Temperaturen trainiert und anschließend ein Bad bei 40° Grad genommen, wodurch sich die Leistung im Schnitt um knapp 5% in der Hitze verbesserte (Zurawlew et al., 2015).

Frei nach dem Motto: “Train-cool, bathe-hot“ könnte zukünftig die Vorbereitung auf einen heißen Wettkampf Zuhause in der Wanne stattfinden.

Praktische Tipps von STAPS:

  • moderates Training über ca. 40min in angenehmen Temperaturen (ca. 16-21 Grad)
  • nach dem Training direkt ein heißes Bad nehmen (40 Grad Wassertemperatur für 15min)
  • die Länge des Bades täglich um ca. 5min erhöhen
  • insgesamt mindestens 6 Tage hintereinander als Akklimatisation einplanen

Der Kopf spielt mit

Meist unterschätzt, aber häufig entscheidend: Der Kopf!

Die Fokussierung auf ein bestimmtes Ziel kann einen deutlichen Effekt auf das Belastungsempfinden, die Pace-Regulierung und die Leistung haben. Dabei kann zum Beispiel das bewusste Fokussieren auf die Umgebung (Ablenkungsstrategie) die Wahrnehmung für ein unangenehmes Gefühl schwächen und das Belastungsempfinden reduzieren. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich durch diese Ablenkung und den Mangel an Konzentration die Pace verringert.

Science and Cycling Kongress Tour de France

twitter.com

Anerkannt und häufig praktiziert zur Optimierung des mentalen Faktors sind das Selbstgespräch (self-talk) und die Visualisierung (imagery). Die Empfehlungen für die Praxis wären positive Selbstgespräche wie z.B.: „das schaffst du“ oder „ich fühle mich super“. Beim Visualisieren könnte man sich beispielsweise vorstellen, wie die Beine wie die Zahnräder einer Dampflok konstant ineinander greifen und sich vorwärts bewegen. Mit solchen Techniken arbeiten auch die Profis um sich in schwierigen Momenten mit positiven Gedanken nach vorne zu bringen.

Praktische Tipps von STAPS:

  • mehrere Phasen aufschreiben mit denen man sich wohlfühlt. Am besten zwei für die frühen Phasen einer Betätigung und zwei für die späte Phase (z.B. „ich fühle mich super“ oder „du musst jetzt durchhalten“)
  • diese Phrasen in den jeweiligen Phasen des Wettkampfes/Trainings einbauen
  • die Vorstellung wie die Beine zum Motor einer Dampflokomotive werden und sich stetig nach vorne bewegen

Koffein: Responder und Non-Resonder?Science and Cycling Kongress Tour de France

Im Bereich der Nahrungsergänzung bleibt Koffein weiterhin ein Favorit der Leistungssteigerung. Koffein wirkt als Booster auf kurzen als auch auf langen Distanzen. Aber gilt das wirklich für jeden? Nach einer aktuellen Studie ist diese Selbstverständlichkeit nicht unbedingt als Gesetz anzusehen. Koffein könnte für einige Sportler im schlimmsten Fall sogar leistungsminimierend sein – je nachdem wie der Körper mit der Verstoffwechselung zurechtkommt. Verantwortlich für die unterschiedlichen Ergebnisse ist ein Gen namens CYP1A2, welches mitverantwortlich für die Geschwindigkeit der Verstoffwechselung im Körper ist. Bei den Personen die Koffein sehr langsam verarbeiten kommt es eher zu einem Leistungsabfall. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Anzahl der Personen bei den kein Leistungsschub zu erwarten ist eher gering ist.

Beiträge des Science & Cycling – Kongress in Utrecht 2015

24h Rennen Duisburg | Sieg Torsten Weber und Björn Fischer

Das 24h-Rennen von Duisburg in STAPS-Händen – Torsten Weber und Björn Fischer ganz vorne!

Das MTB-Rennen über 24 Stunden im Duisburger Landschaftspark Nord wird in der Szene immer beliebter. Bereits nach wenigen Stunden waren alle Startplätze für die Veranstaltung vom letzten 24h Rennen Duisburg | Sieg Torsten Weber und Björn FischerWochenende ausgebucht. Für uns war die Veranstaltung in diesem Jahr besonders erfolgreich: Mit Torsten Weber und Björn Fischer konnten zwei STAPS-Sportler die Plätze 1 und 2 in der Solokategorie belegen.

In Duisburg gilt es einen Rundkurs mit einer Länge 8km zu überwinden – natürlich so häufig wie in 24h möglich. Die diesjährige Auflage war mit Pierre Bischoff – dem Solo-Sieger des Race Across Americas – prominent besetzt, der nach der anfänglichen Führung das Rennen allerdings vorzeitig nach 7 Stunden beenden musste.

Torsten und Björn konnten sich in den ersten Stunden auf den Plätze 2 und 3 etablieren und folgten konzentriert der vorgegebenen Pacing-Strategie. Nach dem Ausscheiden Pierre Bischoffs lag Björn in den Abendstunden in Front, dicht gefolgt von Torsten. In den frühen Morgenstunden setzte Torsten dann noch einmal alles auf eine Karte und konnte sich innerhalb von 40 Kilometern vor Björn setzen und die Führung übernehmen. Die Spitzenplatz ließ er sich auch nicht mehr nehmen und gewann das Rennen nach über 600km und insgesamt 74 Runden mit einer Runde Vorsprung vor Björn.

What it takes to win?

Torsten und Björn sind langjährige STAPS-Sportler und konnten in den vergangenen Jahren Ihre Leistungsfähigkeit immer weiter steigern.

Björn Fischer (seit 2012 betreut) weist mittlerweile bei aktuellem Wettkampfgewicht von 68kg eine 24h Rennen Duisburg | Sieg Torsten Weber und Björn FischerSchwellenleistung von 350 Watt auf – demnach souverän über 5 Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Das Rennen in Duisburg war nicht unbedingt sein absoluter Saisonhöhepunkt. Neben den Zeitfahren auf der Kölner Panzerstraße nahm Björn in diesem Jahr u.a. an der Tour de Kärnten und dem Langstrecken-Rennen Trondheim-Oslo teil und konnte dabei ebenfalls sehr gute Ergebnisse erzielen.

Torsten Weber (seit 2014 betreut) hat einen beeindruckenden Weg hinter sich. Bevor wir aber zu viel aus unserer Perspektive erzählen, lassen wir lieber seinen eigenen Bericht vom letzten Formcheck sprechen:

Torstens Erfahrungsbericht vom letzten Form-Check am 19. Juli 2016

Heute stand wieder ein Formcheck bei STAPS in Köln mit meinem Trainer Hosea Frick an. Da mich schon einige nach dem Ablauf von solch einer Diagnostik gefragt hatten:

Nach der scheinheiligen Begrüßung (ich meine erkannt zu haben, dass ein Gewisser Folterfetisch im Grinsen von Hosea steckt…😉) und einem Glas Wasser bekommt man sofort den nötigen Wink, dass es jetzt Schluss mit lustig ist: “Nach dem Umziehen direkt auf die Waage!”

… super 😡. Ich hasse Waagen. Besonders die bei STAPS da sie immer 24h Rennen Duisburg | Sieg Torsten Weber und Björn Fischer2 kg mehr anzeigt als zuhause 🙈😇. Diesmal sind es aber gut 5kg weniger als letztes Mal. 👍
(Nach dem Wiegen erst mal das Glas Wasser trinken… vorher habe ich es nicht angerührt. Jedes Gramm zählt 😄😉. )

Und damit man auch genau weiß wieviel genau man zu fett ist geht es direkt zur Körperfettanteil – Messung. 🙈 (Euch zuliebe verzichte ich auf weitere Details. Nur soviel: da habe ich noch genug Potential.

Nachdem man dann Gewichts- und Fett-demoralisiert ist und sich Warmgefahren hat darf man sich 15sek. bis zum Popillenstillstand auf dem SRM Ergometer auskotzen. (Ich glaub ja immer noch, dass es in Wirklichkeit 20sek. sind 😖)
Der Sprint ist dazu da festzustellen wieviel Kohlenhydrate der Körper zur Energiebereitstellung verwendet. Daraus lässt sich dann auf den wichtigen Fettverbrennungswert (VLamax) schließen. Je niedriger dieser Wert umso “spritsparender” arbeitet der Körper.

Dann kommt meine Spezialdisziplin: 10min so ruhig als möglich sitzen bleiben und regelmäßig gefühlte 40L Blut am Ohrläppchen abzapfen lassen. 😄

Und zu guter Letzt der Rampentest. Man muss sich das so vorstellen:
Man fährt eine Steigung (Rampe) hoch, welche mit der Zeit immer steiler wird. (Alle 30sek. + 25Watt).
Geht zuerst ganz gut. Bis plötzlich das Gefühl von : “Uups. Jetzt fängst an weh zu tun ” gefolgt von “drisss! Jetzt wirds eng!” eintritt. Man versucht verzweifelt die Trittfrequenz von ca. 90 zu halten, und immer wenn es etwas absinkt wieder die 90 zu erreichen. Dies macht man so lange bis man denkt: “scheissssse! Ach, 87 tuts ja auch noch !”🙈😉
Dann beginnt dasselbe Spiel mit 87 😄 bis kurz danach endgültig Schluss ist und man das Gefühl/Angst hat die Atemmaske fast mit einzuatmen. (kurz danach hat man aber IMMER das Gefühl das evtl 10sek. noch gegangen wären! 😳🙈.. )

Nach dem Duschen und nachdem alle Sternchen verflogen sind wartet schon ein Kaffee und der Trainer mit den Ergebnissen um alles zu besprechen auf einen. (Die Besprechung hat bei mir auch schon mal 2 Std. gedauert. Eine irre Geduld haben die dabei auch wirklich alles so genau und simple zu erklären, dass selbst ich es kapiere!)

Mit den erreichten Ergebnissen bin ich mehr als zufrieden! In allen Bereichen konnte ich mich nochmals deutlich verbessern, wobei die Schwellenleistung mit ca. 15% die deutlichste Verbesserung zeigte [Edit STAPS: Mittlerweile jenseits der 330 Watt] und ich so langsam an meinen VLamax Zielwert von 0,4 dran komme.

Aber es sind noch genug Baustellen zu beackern 🙈. Die nächste “Großbaustelle” wird nun auch zielstrebig angegangen:24h Rennen Duisburg | Sieg Torsten Weber und Björn Fischer

Um es auf den Punkt zu bringen…Ich bin eindeutig zu fett. Und nun müssen 6kg Fettmasse weichen 🙈
Einerseits schlecht, andererseits ein Leistungspotential welches einem zum Greifen nahe vor den Füßen liegt.

Ein Bergfloh werde ich wohl nie werden, aber nach einem langen Gespräch und Planung mit Hosea nach dem Test bin ich aber guter Dinge dies zu schaffen!

Es war wiedermal ein genialer Tag bei STAPS! Super, wieviel Zeit sie sich nehmen um Testergebnisse, Training, Ernährung, Rennen und unendlich offene Fragen zu beantworten!
Für jeden der mit minimalem zeitl. Aufwand langfristig besser werden möchte, und/oder nur einen abwechslungsreichen (aber oft sehr schmerzhaften 😉) Trainingsplan sucht, dem kann ich STAPS nur empfehlen!

Danke für die letzten beiden Jahre!

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Canyon meets STAPS & gebioMized

Aerodynamik auf neues Niveau gehoben: Canyon meets STAPS & gebioMized

In der vergangenen Woche stand im Augsburger Velodrom alles im Zeichen der Aerodynamik: Der Koblenzer Radhersteller Canyon – bekannt durch zahlreiche Innovationen und Entwicklungen auf dem Radmarkt in den letzten Jahren – traf auf die Aero-Fitting Experten von STAPS und gebioMized.

Das Canyon Speedmax CF SLX zählt zweifelsfrei zu den schnellsten Triathlon-Rädern der Welt. Nicht zuletzt der Langdistanz-Weltrekord von Jan Frodeno vom 17. Juli bei der Challenge Roth hat gezeigt, dass das neue Triathlon-Rad aus Koblenz zu den hoch-entwickeltsten Rädern seiner Zunft gehört. Der Grund für die zahlreichen Aero-Details, die das Speedmax vereint, liegt vor allem darin, dass Innovationen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Aerodynamik bei Canyon groß geschrieben werden.

Dass der Koblenzer Radhersteller gleichzeitig auch offen für neue Innovationen ist, durften wir in den vergangenen Wochen selbst erleben: Gemeinsam mit unseren Freunden von gebioMized aus Münster – Fitting-Experten und Hersteller von Maßsätteln- und einlagen – haben wir mit Canyon eine Kooperation aufgebaut. Bei dieser stehen nicht nur Aerodynamik-Entwicklungen, sondern vor allem auch die Positionsoptimierungen der Profi-Triathleten Canyons im Vordergrund.

Den Anfang dazu machten in der vergangenen Woche Patrick Lange (u.a. Sieger des Ironman Texas 2016) und Markus Fachbach (u.a. 5. Platz des Ironman 70.3 Kraichgau 2016), die uns gemeinsam mit dem Canyon Junior Team Liaison Manager Stefan Keul im Velodrom in Augsburg besuchten.

Der Arbeitstag für Patrick und Markus war schwungvoll: Körperliche Assessments, Druckmessungen an den Kontaktstellen Sattel, Armpad und Schuh, Positions-Optimierungen und Material-Tests mittels Alphamantis-System auf der Bahn – ein intensiver und erkenntnisreicher Tag, der die Aerodynamik und Stabilität der beiden noch mal auf ein „neues Niveau“ (Canyon) gehoben hat!

Der STAPS get-AERO! – nicht nur für Profis!

Fotos: (c) Saron Duchardt | www.saronduchardt.de

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Tony Martin und Trixi Worrack | Olympia Rio 2016

STAPS-Sportler bei Olympia #Rio2016

Vor wenigen Wochen sind sie noch Deutsche Meister im Einzelzeitfahren geworden, aktuell bereiten sich die beiden STAPS-Sportler Trixi Worrack und Tony Martin auf die Olympischen Spiele in Rio vor.

Vorbereitung mit Hürden

Tony Martin und Trixi Worrack | Olympia Rio 2016

Credit: Facebook Tony Martin

Nach ihrem schweren Sturz im Frühjahr und dem DM-Titel Ende Juni konnte Trixi in den letzten Tagen bei der Internationalen Thüringen-Rundfahrt in einem top-besetzten Feld weitere Rennkilometer sammeln und ist seit Sonntag für die akute Vorbereitung in Rio.

Für Tony liefen die letzten Tage etwas weniger optimal. Auf der letzten Etappe der Tour de France musste er das Rennen vorzeitig aufgrund akuter Knie-Probleme beenden. Dabei handelte es sich vor allem um eine Vorsichtsmaßnahme, um den Start der Spiele nicht zu gefährden. Das letzte Update kam von Tony Anfang der Woche: Die Reise nach Rio hat er angetreten, der letzte Test war schmerzfrei – Olympia kann kommen!

Straßenrennen am Wochenende, Zeitfahren nächste Woche

Damit ihr unsere beiden Athleten bei den Spielen zumindest vor dem TV live sehen könnt, hier ein kleiner Leitfaden:

Am kommenden Samstag (06. August) stehen für Tony Martin, Simon Geschke und Co. 256,4km beim Straßenrennen auf dem Menü. Am Sonntag (07. August) folgt Trixi im Straßenrennen der Frauen über 137km.

Das Zeitfahren der Frauen und Männer findet am Mittwoch der kommenden Woche (10. August) statt. Dabei gilt es für die Männer darum den 29,8km langen Kurs zweimal zu absolvieren, die Frauen fahren den Kurs einmal.

Trixi, Tony, wir wünschen euch für die nächsten Tagen viel Erfolg und drücken euch von Köln/ Hamburg aus die Daumen!

Science with STAPS | Rote Beete

Science with STAPS – Ökonomischer mit roter Beete

Egal ob per Selbstversuch oder auf Basis unserer Expertise und Erfahrung – mit unserer Kategorie Science with STAPS möchten wir euch über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Laufenden halten und unser Know-How aus Profisport und Wissenschaft vermitteln.

Unser aktuelles Objekt der Wissenschafts-Begierde: Rote Beete. Seit einigen Jahren zeigt die Sportwissenschaft, dass die Einnahme von Roter Beete, z.B. in flüssiger Form, einige Benefits für die sportliche Leistungsfähigkeit mit sich bringt. Wir haben das Thema für euch einmal aufbereitet und uns dabei natürlich nicht vor einem Selbstversuch gescheut:

Ökonomischer mit roter Beete

Rote Beete enthält – wie auch andere grünblättrige Gemüsesorten (z.B. Spinat) – anorganisches Nitrat. Dieser Wirkstoff ist quasi der Schlüssel zum Erfolg und der Grund für die Popularität derScience with STAPS | Rote Beete roten Beete. Nitrat wird mit der Nahrung aufgenommen oder über Rote-Beete-Saft getrunken und im Körper zu Nitrit umgewandelt. Diese Umwandlung führt zu einer erhöhten Nitrit-Konzentration im Blut, wodurch sich wiederum positive Effekte auf den Körper einstellen.

Hier einige Benefits, die vor allem auch bei sportlicher Leistung zum Tragen kommen:

  • der systolische und diastolische Blutdruck in Ruhe ist gesenkt
  • eine Vasodilatation findet statt, die Blutgefäße erweitern sich
  • ein reduzierter Sauerstoffverbrauch bei submaximaler Belastung stellt sich ein, der Körper geht ökonomischer mit dem vorhandenen Sauerstoff um

Positive Effekte, die sich ein Sportler natürlich gerne zu Nutze machen darf. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass die Sauerstoffaufnahme im Anschluss an eine Rote-Beete-Kur bei submaximalen Belastungen um 5% reduziert ist. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass mit gleicher Sauerstoffaufnahme ein Mehr an Leistung generiert werden kann.

Rote-Beete- Saft zum Frühstück

Wie die optimale Rote-Beete-Strategie aussieht? Die Sportwissenschaft tendiert in eine klare Richtung: 4-7 Tage vor dem Wettkampf soll die Einnahme stattfinden, ca. 500ml Saft sind das Ziel. Der Zeitpunkt der Einnahme ist dabei zweitrangig, in den wissenschaftlichen Studien wird der Drink größtenteils morgens getrunken. Gerade diese Kur in der Woche vor dem Wettkampf ist zielführend, wohingegen eine dauerhafte Einnahme von Rote-Beete-Saft wiederum zu einer Gewöhnung führt – der positive Effekt verpufft. Empfehlen würden wir auf jeden Fall, den Saft vor der Wettkampf-Woche ausreichend auf Geschmack und Verträglichkeit zu checken, um unangenehme Nebeneffekte zu vermeiden. Rote-Beete-Saft ist nicht jedermanns Sache, daher bieten mittlerweile auch diverse Sportnahrungs-Hersteller Rote-Beete-Konzentrate an, die in Form eines „Shots“ getrunken werden können. Um den Rote-Beete-Saft zu ersetzen wären ca. 1-2 Shots – je nach Konzentration – nötig.

Selbst ist der Sportwissenschaftler

Um die Erkenntnisse aus der Sportwissenschaft selbst zu testen haben wir einen Selbstversuch durchgeführt:Science with STAPS | Rote Beete

Unser Mitarbeiter Martin hat zwei Lauftests durchgeführt – einmal ohne die Rote-Beete-Supplementierung, einmal nach einer einwöchigen Rote-Beete-Saft-Kur. Bei der Kur gönnte sich Martin morgendlich einen halben Liter rote Beete – mal mit verschönender Dekoration, mal ohne.

Die Ergebnisse (siehe Grafik unten) tendieren stark in die Richtung der wissenschaftlichen Lage: Zwar unterscheidet sich die Menge des umgesetzten Sauerstoffs im Ruhezustand nur bedingt (siehe Geschwindigkeit: 0 m/s), bei den submaximalen Geschwindigkeiten von 1,6 m/s bis 3,6 m/s spart Martin allerdings 5-11% seiner absoluten Sauerstoffaufnahme – seine Ökonomie ist damit deutlich verbessert!

Die Effekte der Roten Beete sind deutlich und zeigen klar in eine positive Richtung. Aus unserer Erfahrung heraus würden wir sagen, dass in den letzten Jahren kaum ein Nahrungsmittel/ Supplement mit so positiven wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgezeichnet wurde.

Unser Tipp: Ausprobieren!Science with STAPS | Rote Beete

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