Science with STAPS: Die anaerobe Schwelle

Science with STAPS – wir klären auf!

Individuelle anaerobe Schwelle, aerobe Schwelle, 4 mmol-Schwelle und so weiter… Vermutlich gibt es noch viele weitere Bezeichnungen für diese „mysteriöse“ Schwelle, von der so häufig zu lesen und hören ist. Bevor wir uns aber mit den Namen der Schwelle aufhalten, möchten wir lieber aufklären, worum es sich dabei eigentlich handelt:

Die anaerobe Schwelle (so bezeichnen wir sie!) ist nicht der Übergang vom aeroben zum anaeroben Stoffwechsel. Und der Grund für den Abbruch beim Fahren/ Laufen an der ANS ist auch nicht auf eine angeblich eintretende Übersäuerung zurückzuführen.ANS

Die anaerobe Schwelle erfasst die höchstmögliche Leistung/Intensität, bei der sich physiologisch noch ein „Fließgleichgewicht“ aus Laktat einstellt. Anders gesagt: Die Laktatproduktion (über den anaeroben Stoffwechsel) ist exakt genauso groß, wie die Laktatoxidation (über den aeroben Stoffwechsel). Im Gegensatz zur linear verlaufenden Laktatoxidation ist die Laktatproduktion ein exponentieller Vorgang (siehe Foto), sodass sich diese beiden Stoffwechselwege bei einer bestimmten Intensität schneiden. Sobald man diese Intensität übersteigt und demnach oberhalb der ANS liegt, produziert der Sportler mehr Laktat, als er abbauen kann – eine Übersäuerung ist die Folge.

Um mit den (falschen!) Mythen der anaeroben Schwelle aufzuräumen:

  • die anaerobe Schwelle ist kein Übergang vom aeroben zum anaeroben Stoffwechsel, sondern das maximale Fließgleichgewicht aus Laktat. Es laufen a_MG_2630-2lso beide Stoffwechselwege „gleich“, die resultierende Laktat-Konzentration bleibt gleich!
  • die Laktatproduktion setzt nicht erst mit der anaeroben Schwelle ein: es wird immer (mit und ohne Belastung!) Laktat produziert und weiter verstoffwechselt!
  • eine Übersäuerung ist nicht das Abbruch-Kriterium: Wo sollte die Übersäuerung beim Fahren an der anaeroben Schwelle herkommen, wenn die Laktatproduktion und der Laktatabbau im Gleichgewicht sind?!
  • die Limitierung der Belastungszeit an der anaeroben Schwelle ist fast ausschließlich energetischer Natur: Der Verbrauch an Kohlenhydraten ist dabei so hoch, dass dieser nicht adäquat nachgefüllt werden kann!

 

Rönne zum Rampentest, bitte!

Wenn es jemanden gibt, dem du nichts vor machen kannst, dann ist das Nelson. Oft genug ist die Beasters-Hälfte René Domke vom STAPS Triathlon-Test nach Hause gekommVideo2en, hat von seinen Erfolgen berichtet, bis dato aber nicht wirklich aufgeschlüsselt, was in den heiligen Hallen am Buchheimer Ring eigentlich passiert. Kaffee trinken? Kuchen essen? Zu wenig Einblick für Nelson und Grund genug für die Beasters, den Triathlon-Test einmal genauer unter die Lupe zu nehmen!

Aufgrund erhöhter Koffein-Belastung haben die Jungs die Hintergründe der Test-Prozedur teilweise etwas durcheinander gewürfelt. Wir klären kurz die Tests auf:

  1. Morgens keinen Kaffee trinken und früh da sein, da ein Triathlon-Test ca. 5-6h dauert
  2. Die Treppenstufen…
  3. der Gang auf die Waage (und nein, sie geht nicht falsch…Erstaunlicherweise kommen diese Anmerkungen immer von Sportlern jenseits der 80kg)Video3
  4. Sprint-Test auf dem Rad zur Bestimmung der maximalen Laktatbildungsrate (VLamax)
  5. Körperfettmessung mit der Caliper
  6. Stufentest auf dem Laufband u.a. zur Bestimmung der Laufökonomie
  7. Rampentest auf dem Laufband um die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) zu bestimmen
  8. Rampentest auf dem Rad mit dem gleichen Ziel: max. Sauerstoffaufnahme (VO2max) bestimmen

Viel Spaß beim Anschauen des Beasters-Videos!

Astrid Stienen gewinnt den IRONMAN Kalmar!

Betrachtet man die Triathlon-Laufbahn der vergangenen Jahre von STAPS-Sportlerin Astrid Stienen, könnte man von einer Bilderbuch-Karriere sprechen. Das Jahr 2015 brachte allerdings auch einige Unwegbarkeiten mit sich, die Astrid mit viel Kampfgeist und Wille überwinden musste!Vor dem Start_HP

Als Spätzünderin begann Astrid 2012 mit dem Triathlon und war spätestens bei der Challenge in Roth mit dem Triathlon-Virus infiziert. Dass es dann allerdings schon 2013 zu so großen Erfolgen reichte, konnte keiner wirklich erahnen: Altersklassen-Europameisterin beim IM Frankfurt in 9:33:25h, 3. Overall beim IM 70.3 in Luxembourg und der Weltmeistertitel der AK F30-34 beim Ironman auf Hawaii (9:40:05h). Ein absolut perfektes Jahr!

Ende 2013 startete Astrid dann erstmalig mit einer Profi-Lizenz beim Ironman in Mexiko, konnte sich in ihrem Debüt-Jahr, trotz zahlreicher guter Ergebnisse (u.a. 5. beim IM Südafrika), allerdings noch nicht das erhoffte Hawaii-Ticket für den Profistart sichern.

Stattdessen lag der Fokus voll auf der Hawaii-Qualifikation für 2015:

Mit einem tollen 3. Platz beim Ironman Mallorca konnte die hauptberufliche Ärztin bereits im Herbst letzten Jahres erste wichtige Punkte für die diesjährige SaisRad_HPon sammeln. Der Start beim Ironman Südafrika verlief – auch aufgrund sehr starker Konkurrenz – in 2015 (8. Platz) nicht ganz so erfolgreich wie in 2014 (5. Platz), Astrid lag aber weiterhin sehr gut im Plan mit Blick Richtung Hawaii. Die finalen Punkte sollten dann beim Ironman Lanzarote her, um im Anschluss eine erste Saisonpause einzuläuten.

Unglücklicherweise brach sich Astrid kurz vor Lanzarote beim Rückenschwimmen die Mittelhand, als sie auf den Beckenrand schlug. Lanzarote war dadurch also leider gestrichen!

Der Ironman Brasilien kam danach leider zu früh. Nach ca. 30km auf der Laufstrecke stieg sie aus dem Rennen aus. Der Ironman Frankfurt brachte mit dSieg & ZielbannerHPem 8. Platz ein paar Punkte, half aber bei der angestrebten Quali leider nicht wirklich weiter.

Es gab für Astrid also nur den Weg über einen 4. Versuch, den sie am vergangenen Wochenende unternahm und sehr erfolgreich beendete: Eine persönliche Bestzeit mit 09:12:27h stand am Ende des langen Tages auf der Uhr. Sieg im Profi-Rennen beim Ironman Kalmar!

Durch diese 2.000 Punkte sicherte sich Astrid den erstmaligen Profi-Start auf Hawaii und wird im Oktober gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Christian (Altersklassen-Qualifikant) die Weltmeisterschaft bestreiten!

Ganz herzliche Glückwünsche vom gesamten STAPS-Team!

Hier gehts zu Astrids Bericht

Das Athleten-Profil von Astrid

Moin Hamburg, danke für den tollen Empfang!

Am vergangenen Samstag ist um 12 Uhr der Startschuss für unser neues Institut in Hamburg gefallen. Wir bedanken uns schon jetzt für diesen tollen Tag bei allen Gästen!

Bereits am Donnerstag haben wir mit den letzten Vorbereitungen begonnen, den direkt nebenan liegenden IKEA höchstfrequentiert und uns mit ausreichend Kaffee, Getränken, Finger-Food und Plätzchen für die Eröffnungsfeier eingedeckt.Hamburg_Balkon

Am Tag der Eröffnung waren wir sehr begeistert über die große Anzahl an Gästen: Teils STAPS-Sportler, teils alte und aktuelle Weggefährten, einige “Nachbarn” von Spomedis, und auch viele Sportler, die den Aufrufen auf unserer Homepage und bei Facebook gefolgt sind. Wir haben sogar einen Gewinner: Sebastian Hohlbaum konnte beim Sprint-Contest über 15s überzeugen und übertraf mit 15,18 W/kg die Benchmark vom Hamburger Institutsleiter Marc Sauer – Glückwunsch zum Granfondo BLACK!

Noch mal einen herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Gäste vom gesamten STAPS-Team – ein toller Tag!Pianomovers

Das letzte Detail haben wir dann am Samstag Abend fertig gestellt, als uns die kräftigen Jungs der “Pianomovers” unser neues 380kg schweres HP Cosmos Laufband in den 5. Stock gehievt haben. Ganz still und leise geben wir zu, dass wir es erst selbst versucht haben, dabei aber kläglich gescheitert sind 🙂

Jetzt sind wir startklar und freuen uns auf euern Besuch und unsere Zeit in Hamburg!

Institutseröffnung Hamburg am morgigen Samstag!

Es ist soweit, am morgigen Samstag öffnen wir offiziell unsere Türen in Hamburg-Altona. Von 12-18 Uhr sind wir für euch vor Ort in der Altonaer Poststraße 13a und freuen uns auf euern Besuch.InstitutHamburg
Wir werden euch natürlich mit Kaffee, Finger-Food etc. versorgen, veranstalten einen kleinen Sprint-Contest mit anschließender Verlosung und freuen uns besonders auf viele nette Gespräche mit allen STAPS-Sportlern, Partner, Freunden und Interessierten!

Besucht uns gerne morgen zwischen 12-18 Uhr in unserem neuen Hamburger Institut!

Sauerland Extreme Marathon – eine Ode!

Liebes Sauerland,

schön (schlimm) war es bei dir am vergangenen Samstag!

Morgens um 7 Uhr fiel für Jonas und mich der Startschuss zum Sauerland Extreme Marathon. 256km, laut Veranstalter knappe 4.000 Höhenmeter – eine Rad-Touristik-Fahrt, die ihren Namen zweifelsfrei verdient hat.

Als gebürtige Sauerländer und freudige Velo-Halbakrobaten eigentlich eine Aufgabe, der wir uns schon viel häufiger hätten stellen müssen. Nachdem wir im vergangenen Jahr viele STAPS-Sportler bei diesem Radmarathon am Start hatten, haben wir uns im Frühjahr überlegt, uns auDSCF8846ch für die lange Runde zu registrieren. Ich mache kein Hehl raus: Noch nie hab ich am Stück 256km auf meinem Rad gesessen.

Start und Ziel lagen in Dortmund und die Strecke führte uns vorbei am wunderschönen Möhnesee, über den Stimm Stamm hoch nach Winterberg. Im Ski-Ort war die Hälfte der Strecke geschafft – aber auch höchstens gemessen an der Anzahl der Kilometer. Von da an war es vorbei mit gleichmäßigen Anstiegen und moderaten Steigungen. Gefühlt ging es auf den zweiten 125km nur noch hoch oder runter. Ich habe zwischendurch überlegt, ob der Veranstalter bei der Streckenplanung soetwas wie “widerlich anstrengendster Weg von Winterberg nach Dortmund” gegoogelt hat. Mit jedem Gegenanstieg mehr festigte sich dieser Gedanke, als wir über Schmallenberg, vorbei am Sorpesee und über Menden zurück nach Dortmund fuhren.

Genug zur schön-schlimmen heimatlichen Romantik, hier die Fakten:

Nach 9h 21min 26s hab ich mein SRM in Dortmund wieder gestoppt. Das macht ziemlich genau einen Schnitt von 27,5 km/h bei einer durchschnittlichen Leistung von 185W, bzw. 211W normalized pDSCF8857ower. Die Geschwindigkeit konnten wir auch deshalb akzeptabel halten, weil wir uns mit den beiden STAPS-Zugpferden Guido Mertens und Björn Fischer ausgestattet haben (Danke an euch!). Eine kurze Kalkulation des Energieverbrauchs: 6.246 kJ auf dem SRM, ziemlich genau übersetzbar in 6.246 verbrauchte kCal durch das Treten. Rechnen wir den Grundumsatz etc. hinzu, dürfte ich der 10.000 kCal nicht weit entfernt gewesen sein. Oder wie man auch sagen kann: Freifahrtschein für Kuchen & Cola, drei pre-race Bratwürstchen und den Gang zu McDonalds. Bloß nicht mit einem Energiedefizit ins Bett gehen! 😉

Mein Speiseplan während der Fahrt bestand vorrangig aus Ensure Plus. DieSRM Sauerland Flüssignahrung, der wir schon im vergangenen Jahr beim RAAM unser Vertrauen geschenkt haben. Geschmacklich wie ein wenig berauschender Milch-Shake, liefert Ensure pro 200ml 45g Kohlenhydrate. Mit einer Trinkflasche habe ich demnach schon knapp 170g Kohlenhydrate am Rad und bin sehr gut grundversorgt.

Das Fazit ist ganz klar: Der Sauerland Extreme Marathon ist ein toll organisierter Radmarathon, der zudem landschaftlich eine Wucht ist. Sehr empfehlenswert für Sportler, die sich für die zweite Jahreshälfte z.B. noch bei einem Alpenmarathon wie dem Ötztaler an den Start stellen. Einen besseren Trainingswettkampf kann man kaum haben!

Herzlichen Dank an den Veranstalter für diesen tollen Samstag. Nur eine letzte Anmerkung in eigener Sache: Wenn ich den Weg von Winterberg nach Dortmund google, werden mir 106km und 700 Höhenmeter angezeigt. Aber eben nicht 130km und 2.000 Höhenmeter. Denkt mal drüber nach… 😉

Viele Grüße,
Björn

Du möchtest deinen Motor tunen? STAPS in der RoadBIKE 08/15

Du möchtest auf dem Rad (noch) schneller unterwegs sein? Du möchtest deine Leistung beim Radmarathon, im Straßenrennen oder beim Zeitfahren/ im Triathlon verbessern? In Zusammenarbeit mit dem Journalisten Daniel Beck haben wir für die RoadBIKE einen detaillierten Überblick über die wichtigsten Aspekte des körpereigenen Motor-Tunings erstellt. Extra für euch stellen wir den Artikel an dieser Stelle zum Lesen bereit!

Um den Artikel besser lesen zu können, findet ihr diesen in zwei Teilen:

Teil 1 – RoadBIKE 08/15

RoadBIKE 08_15_S.1 bearbeitet

Teil 2 – RoadBIKE 08/15

RoadBIKE 08_15_S.2 bearbeitet